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Eine Bildergeschichte schreiben

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Team Digital
Eine Bildergeschichte schreiben
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse

Beschreibung Eine Bildergeschichte schreiben

Inhalt

Eine Bildergeschichte schreiben

Eine Bildergeschichte ist eine Erzählung, die vom Geschehen auf einem oder mehreren aufeinanderfolgenden Bildern handelt. Um eine Bildergeschichte zu schreiben, muss man sich zunächst die Bilder genau ansehen und daraus Informationen entnehmen. Dabei sollte man sich für jedes Bild genug Zeit lassen und genau verstehen, was dort abgebildet wird. So kann man logische Fehler in der Bildergeschichte vermeiden. Ob die Handlung der Geschichte nachvollziehbar und verständlich ist, kann man testen, indem man die Geschichte jemandem zu lesen gibt, der die Bilder nicht kennt. Die Bildergeschichte muss auch ohne die Bilder zu verstehen sein.

Aufbau einer Bildergeschichte

Der Aufbau einer Bildergeschichte orientiert sich immer an der Reihenfolge der Bilder. Es ist sinnvoll, die Bilder am Anfang den drei Teilen einer Geschichte zuzuordnen: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Folgende Informationen sollte die Bildergeschichte enthalten:

Einleitung

  • Ausgangssituation: Welche Situation könnte dargestellt sein? Welche Probleme oder Konflikte entstehen dabei?
  • Beteiligte Personen: Wer ist beteiligt? Wie könnten die Personen heißen? Welche Eigenschaften haben sie?
  • Ort und Zeit: Wo und wann findet die Handlung der Geschichte statt?
  • Vorgeschichte: Was könnte vorher passiert sein?

Hauptteil

  • Verlauf des Geschehens
  • Verhaltensweisen und Reaktionen
  • Logische Abfolge der Geschehnisse
  • Höhepunkt: Was ist der Höhepunkt und wo soll er erreicht werden?

Schluss

  • Auflösung der Geschichte: Wie wird das Problem oder der Konflikt gelöst? Gibt es einen guten oder einen schlechten Ausgang für die Figuren?

Die Fragen können dabei behilflich sein, einen Schreibplan zu erstellen, bevor man mit dem Schreiben der Bildergeschichte beginnt.

Tipps zum Schreiben einer Bildergeschichte

Eine Bildergeschichte sollte wie jede andere Geschichte spannend und abwechslungsreich sein. Um eine spannende Erzählung zu verfassen, sollte man die Informationen aus den Bildern durch eigene Ideen ergänzen. Auf Bildern kann man zum Beispiel die Gefühle und Gedanken der beteiligten Personen nicht immer sehen. Sie sollten ergänzt werden.
Beim Erstellen des Schreibplans sollte man zunächst zwei bis drei Sätze zu jedem Bild schreiben und überlegen, was die beteiligten Personen denken oder wie sie sich fühlen könnten. Die Gedanken und Gefühle kann man in wörtlicher Rede wiedergeben. So lässt sich die Bildergeschichte lebhaft und abwechslungsreich gestalten.
Die Erzählung muss im Präteritum verfasst werden. Ein Spannungsaufbau kann außerdem durch die Verwendung verschiedener Satzanfänge und treffender Verben und Adjektive erreicht werden.

Transkript Eine Bildergeschichte schreiben

Hm, was diese Bilder wohl für eine Geschichte erzählen? Das wollen wir uns einmal gemeinsam ansehen und zusammen eine Bildergeschichte schreiben. Bevor wir mit dem Schreiben beginnen, müssen wir uns erst einmal vorbereiten. Wir schauen uns jedes Bild genau an, um herauszufinden, worum es in der Bildergeschichte gehen könnte. Achte dabei auf den Gesichtsausdruck der dargestellten Figuren. Das nennt man auch "Mimik". Ebenso solltest du dir die Körpersprache der dargestellten Figuren anschauen. Dazu sagt man auch "Gestik". Achte auch auf den Hintergrund und auf dargestellte Details. Notiere dir am besten zu jedem Bild 1-2 Stichpunkte. Dabei können dir die W-Fragen, "Wer?", "Was?", "Wann?", "Wo?", "Warum?", "Wie?" und "Wozu?", helfen. Im ersten Bild sehen wir, wie Graf Dracula freudestrahlend vor einem großen Werbeplakat steht, das einen Sarg names „Sörg“ für 39,99 Euro anpreist. Er hält ein Paket in den Händen, auf dem ebenfalls Sörg steht. Rechts im Bild sieht man einen zerbrochenen Sarg. Im zweiten Bild steht Graf Dracula aufgeregt mit einem Hammer vor dem ausgepackten Paket. Zwei Holzplatten, die zum Sarg gehören, stehen an der Wand und eine Tüte mit Nägeln liegt bereit. Neben Dracula sitzt ein kleiner Hund. Das dritte Bild zeigt uns, wie Graf Dracula vom Sarg abgewandt telefoniert. Er sieht wütend aus und scheint mit der Person am anderen Ende der Leitung zu schimpfen. Hinter ihm ist der fertig aufgebaute Sarg zu sehen. Der Sargdeckelt ist aber an der falschen Stelle befestigt worden und steht zur Seite ab. Draculas Hund sitzt im Sarg. Im vierten Bild ist der Sarg nun endlich richtig zusammengebaut. Graf Dracula sieht aber nicht glücklich aus, sondern steht besorgt daneben. Draculas Hund ist nirgends zu sehen. Im fünften Bild können wir sehen, wie Graf Dracula verwundert auf den geschlossenen Sarg schaut, aus dem Hundegebell kommt. Im sechsten und letzten Bild freut sich Graf Dracula, als er seinen kleinen Hund im geöffneten Sarg sieht. Wenn du die Bilder zum ersten Mal betrachtest, kannst du dir auch bereits überlegen, was die dargestellten Figuren sagen und denken. In diesem Bild könnte Dracula denken: "Aber... wo ist denn jetzt mein kleiner Timmy? Eben war er doch noch hier..." Vielleicht könnte Dracula in diesem Bild sagen: "Oh Timmy, da bist du ja!" Tipp! Stell dir die Geschichte wie einen Film vor! In welchem Bild liegt der Höhepunkt der Erzählung? Jetzt können wir mit dem Schreiben der Bildergeschichte beginnen. Natürlich darfst du die Bildergeschichte selbst deuten und dir eine spannende, lustige oder traurige Geschichte überlegen. Die Geschichte zu unseren Bildern könnte z. B. so beginnen. Letzte Nacht ging mein Sarg nach 300 Jahren nächtlicher Benutzung zu Bruch. Ein Holzwurm hatte sich in den bereits in die Jahre gekommenen Sarg eingefressen, bis dieser schließlich entzwei brach. Im Möbelkaufhaus um die Ecke verliebte ich mich sofort in ein ansprechendes, skandinavisches Model names „Sörg“. Aufgeregt trug ich meine neue Errungenschaft nach Hause, um sie dort selbst zusammenzubauen. Unsere Bildergeschichte ist eine Ich-Erzählung, d.h. sie wird aus der Perspektive von Graf Dracula erzählt. Möglich wäre aber auch eine andere Perspektive, z. B. eine Er- bzw. Sie-Erzählung. Schreibe deine Bildergeschichte im Präteritum. Achte außerdem auf eine lebendige und anschauliche Erzählung. Verwende eine abwechslungsreiche Sprache und nutze unterschiedliche Satzanfänge. Wichtig ist, dass du die abgebildeten Situationen ANSCHAULICH beschreibst. Dafür solltest du Gedanken und Gefühle der Figuren mitteilen: Ich war außer mir vor Wut! Die Aufbauanleitung war völlig unverständlich! Auch die wörtliche Rede sorgt für Abwechslung und Anschaulichkeit: „Das ist mir total egal!", brüllte ich. „Ich möchte heute Nacht in meinem neuen Sarg und nicht auf dem Boden schlafen! Ich verlange eine ordentliche Aufbauanleitung oder ich will mein Geld zurück!" Nutze außerdem auch anschauliche Adjektive, bildhafte Wendungen und Vergleiche und Wörter, die Spannung aufbauen. Aufgepasst! Der Höhepunkt einer Geschichte ist die spannendste Stelle. Erzähle diese Stelle besonders anschaulich. Du kannst das Geschehen wie in Zeitlupe ablaufen lassen - dadurch erhöht sich die Spannung. Ich hatte es geschafft: Mein neuer Sarg war aufgebaut! Aber meine Freude verwandelte sich schlagartig in Sorge, als ich feststellte, dass mein kleiner Timmy verschwunden war. Verzweifelt durchsuchte ich die gesamte Gruft, sah sogar im leeren Paket nach. Keine Spur von Timmy. Ich wurde immer panischer, denn der Gedanke an ein Leben ohne meinen geliebten Hund bereitete mir Bauchschmerzen. Doch was war das? Kam da etwa leises Hundegebell aus dem Sarg? Vorsichtig näherte ich mich der Holzkiste, lauschte gebannt und hoffte auf ein weiteres Geräusch. Am Ende einer Bildergeschichte gibt es meist eine Auflösung der Geschichte. Beim Öffnen des Sarges sprang mir ein glücklicher Hund in die Arme. „Oh Timmy, da bist du ja!“, rief ich erleichtert. Zufrieden kuschelte ich mich in der Nacht in meinen neuen Sarg und schloss dabei meinen kleinen Freund in die Arme. Vergiss am Ende nicht, eine treffende Überschrift zu formulieren! Bevor du deine fertige Bildergeschichte schließlich überarbeitest und sprachlich verbesserst, solltest du den Text lesen, ohne dabei die Bilder anzusehen. Hast du alles gut verstanden? Dann ist dir die Erzählung gelungen!

33 Kommentare

33 Kommentare
  1. ok

    Von Cassandra, vor 7 Tagen
  2. Super Video!!!
    I love it!!!

    Von Lucky Dog, vor 21 Tagen
  3. ICH war noch nie gut in Bildern 😆😆😆😆😆😆😆

    Von Ninja, vor 3 Monaten
  4. Yo ich bin Stolz 🥲

    Von Handsome , vor 4 Monaten
  5. Gut

    Von Melis, vor 4 Monaten
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Eine Bildergeschichte schreiben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Eine Bildergeschichte schreiben kannst du es wiederholen und üben.
  • Zeige auf, wie du eine Bildergeschichte vorbereitest.

    Tipps

    Die Mimik ist der Ausdruck des Gesichtes, ein wichtiger Erkundungsteil bei einer Bildergeschichte.

    Die Körpersprache wird oft als Gestik bezeichnet. Diese kann ebenfalls wichtige Informationen zur Geschichte enthalten.

    Lösung

    Die Vorbereitung einer Bildergeschichte umfasst zuerst einmal das Betrachten der Bilder.

    • Achte dabei auf Mimik und Gestik aller Beteiligten.
    • Untersuche alle dargestellten Details und den Bildhintergrund und
    • notiere dir zu jedem Bild wichtige Stichpunkte.

  • Stelle das Vorgehen bei einer Bildergeschichte dar.

    Tipps

    W-Fragen bestehen stets aus einem Fragewort mit W und können dich als Leitfragen bei der Bilduntersuchung unterstützen.

    Bildergeschichten können als Ich- oder Er-/Sie-Erzählung erstellt werden.

    Lösung

    Um eine Bildergeschichte schreiben zu können, solltest du zunächst jedes Bild genau betrachten. Achte auf alle Details, notiere dir Stichpunkte und überlege dir bereits, was die Personen wohl sagen oder denken.

    Jetzt kannst du mit dem Schreiben beginnen. Stelle dir die Geschichte wie einen Film vor und überlege dir, bei welchem Bild der Höhepunkt stattfindet.

    • Achte darauf, dass du im Präteritum schreibst.
    • Verwende anschauliche Adjektive, bildhafte Wendungen und Wörter, die Spannung aufbauen.
    • Setze, wenn möglich, die wörtliche Rede ein.
    Nimm dir am Ende Zeit für die Überarbeitung.
    • Lies den Text einmal komplett durch, ohne dabei die Bilder anzusehen.
    • Ist die Geschichte auch ohne Bilder verständlich. Ist sie spannend erzählt und sprachlich korrekt?

  • Erschließe die passenden Fragewörter und Oberbegriffe.

    Tipps

    Lies dir bei den W-Fragen die Notizen/Antworten in Ruhe durch und überlege, welche Fragewörter jeweils dazu passen.

    Wenn der Gesichtsausdruck beschrieben wird, handelt es sich um die Mimik. Die Körpersprache wird dagegen als Gestik bezeichnet.

    Der Hintergrund ist der Bereich hinter Max und Isa.

    Bei den Details ist genauer beschrieben, was es alles dort zu kaufen gibt.

    Lösung

    In dieser Aufgabe haben die einzelnen Fragewörter und Oberbegriffe gefehlt, auf die du in der Vorbereitung eingehen solltest. Um herauszufinden, welches Fragewort in welche Lücke gehört, musstest du dir die dazugehörige Notiz (Antwort) durchlesen und entscheiden, welches Fragewort dazu passt.

    • Die Verben schaut und lächelt beschreiben den Gesichtsausdruck, also die Mimik, von Max und Isa.
    • Die Stichpunkte Finger überlegend am Kinn und Unterarm wartend auf der Theke beschreiben dagegen die Gestik (Körpersprache) der beiden.
    • Unter dem Oberbegriff Hintergrund werden Notizen festgehalten, was allgemein zu sehen ist (Etagere und Regal mit Süßigkeiten).
    • Unter Details ist genau aufgeführt, was es im Einzelnen zu kaufen gibt (Blaubeermuffins, Gläser mit Lutschern, Bonbons und Kekse).
  • Bestimme die Notizen, die zu dem jeweiligen Bild gehören.

    Tipps

    Nach der Grundsituation werden weitere Details beschrieben.

    Achte auf den Gesichtsausdruck und die Körpersprache sowie den Hintergrund und die Details.

    Lösung

    Damit dir deine Bildergeschichte gelingt, machst du dir zu jedem Bild Notizen. Genau das solltest du selbstständig hier anwenden und dabei ermitteln, welche Notizen zu welchem Bild gehören.

    Das letzte Bild stellt dabei den Höhepunkt der Bildergeschichte dar. Es handelt sich um die spannendste Stelle, da die Frau nun schnell eine Lösung so kurz vor ihrem Date finden muss. Was glaubst du, wie geht die Geschichte aus?

  • Bestimme, welche Textauszüge zu diesem Bild passen.

    Tipps

    Schau dir das Bild genau an. Vergleiche jedes Beispiel mit dem Bild und überlege, ob es zu dem, was abgebildet ist, passt.

    Achte auf die Adjektive (brütende), die Verben (ärgerte), die bildhaften Vergleiche und die beschriebenen Gedanken und Gefühle, um die passenden Ausschnitte herauszufinden.

    Um die passenden Beispiele zu finden, achte u. a. auf die Gestik (Gesichtsausdruck) und Mimik (Körpersprache) von Marie.

    Drei Antworten sind richtig.

    Lösung

    Bevor du mit dem Schreiben der Bildergeschichte beginnst, betrachtest du jedes Bild genau, um herauszufinden, worum es geht. Du achtest auf die Mimik, die Gestik und alle anderen Details im Bild. Bei dieser Aufgabe konntest du üben, wie man Bilder interpretieren kann.

    Auch wurden hier verschiedene Mittel für Abwechslung und Anschaulichkeit aufgezeigt, die für eine Bildergeschichte sehr wichtig sind, um Spannung aufzubauen und sie anschaulich zu gestalten: wörtliche Rede, bildhafte Vergleiche (zittern wie Espenlaub, schlotterte vor Kälte), anschauliche Adjektive (falsche Urlaubsklamotten) und treffende Verben (ärgerte, zitterte, schlotterte).

  • Bestimme die Elemente, die zur Anschaulichkeit einer Bildergeschichte beitragen.

    Tipps

    Adjektive beschreiben genauer, wie etwas ist, z. B. gemein. Die Verwendung von anschaulichen Adjektiven trägt zum Gelingen deiner Bildergeschichte bei.

    Bildhafte Wendungen/Vergleiche wie ihr Puls raste tragen ebenfalls zur Anschaulichkeit der Bildergeschichte bei.

    Wörter, die Spannung aufbauen, sind u. a. auf einmal oder auch plötzlich.

    Lösung

    Damit deine Erzählung auch anschaulich und lebendig wird, solltest du eine abwechslungsreiche Sprache verwenden und unterschiedliche Satzanfänge nutzen. Es gibt viele verschiede Möglichkeiten, die zum Gelingen deiner Bildergeschichte beitragen.

    In dieser Aufgabe solltest du

    • anschauliche Adjektive (feuerrot, genervt, schnell, ...),
    • Wörter, die Spannung aufbauen (in diesem Moment, kurz darauf, auf einmal, ...),
    • und bildhafte Wendungen/Vergleiche (Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Ihr Puls raste.) markieren, die zur Anschaulichkeit dieser Geschichte beitragen.

    Achte außerdem bei deiner nächsten Bildergeschichte darauf,

    • treffende Verben zu verwenden (bemerken, ärgern, beäugen),
    • Gedanken und Gefühle der Figuren mitzuteilen und
    • die wörtliche Rede zur Anschaulichkeit und Abwechslung einzubauen.

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