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Einen inneren Monolog schreiben 06:35 min

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Transkript Einen inneren Monolog schreiben

Graf Dracula ist heute total nervös. Seit ein paar Wochen hat er Kontakt mit der Werwölfin Luna, die er ganz bezaubernd findet. Heute wollen sich die beiden - unter dem romantischen Licht des Vollmondes - zum ersten Mal treffen. Seit Stunden kann Dracula an nichts anderes denken: er führt einen inneren Monolog. Was ist das eigentlich? Ein innerer Monolog? Einen inneren Monolog könnte man auch "Selbstgespräch" oder "Gedankengespräch" nennen. Im Gegensatz zu einem DIALOG, in dem sich zwei oder mehrere Figuren miteinander unterhalten "spricht" in einem MONOLOG nur EINE Figur mit sich selbst. Dabei redet die Figur nicht unbedingt laut vor sich hin. Ein innerer Monolog findet mehr oder weniger "im Kopf der Figur" statt. In einer Erzählung, z. B. einer Kurzgeschichte, kommt ein innerer Monolog oft zum Einsatz, um Gedanken und Gefühle einer Figur zu offenbaren oder auszugestalten. Dadurch lässt man Lesende am Innenleben der Figur teilnehmen. Folgende Themen werden unter anderem häufig in der Form eines inneren Monologes verarbeitet: Probleme und Beziehungen zu anderen Figuren der Geschichte, das eigene Verhalten, das kritisch hinterfragt wird, oder allgemeine Bedenken, Ängste oder Hoffnungen. Oft stellen sich Figuren auch Fragen an sich selbst, treffen wichtige Entscheidungen, oder schmieden Pläne für die Zukunft. Schauen wir uns an, wie man einen inneren Monolog schreibt. Im ersten Schritt solltest du dir bewusst machen, an welcher Stelle der Erzählung deine Figur einen inneren Monolog führt. Soll der innere Monolog z. B. in eine Kurzgeschichte eingebettet werden, dann überlege dir, was deiner Figur zuvor wiederfahren ist. Gab es vielleicht einen Konflikt? In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Perspektive der Figur einzunehmen und den vorliegenden Erzähltext und seine Informationen einzubeziehen. Du könntest sogar im Text Stellen markieren, die direkte oder indirekte Aussagen über deine Figur machen, oder bisher genannte Verhaltensweisen und Eigenschaften in Stichpunkten notieren. Indem du alle Informationen über die Figur sammelst, kannst du dich leichter in sie hineinversetzen und ihre Sichtweise einnehmen. Es ist wichtig, Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen der Figur anschaulich zu schildern. Erzähle genau, was die Figur fühlt. Dabei helfen dir sprachliche Bilder, wie z. B. Metaphern. Auch treffende Verben und Partizipien, Vergleiche und lebendige Adjektive bieten sich an. Ein innerer Monolog schließt häufig mit einer Art Schlussfolgerung. Die Figur entschließt sich, etwas bestimmtes zu tun, macht einen Plan für die Zukunft, oder spricht Hoffnungen oder Befürchtungen aus. Graf Draculas innerer Monolog, den er kurz vor seinem ersten Date führt, könnte sich so anhören: Oder doch das schwarze Hemd? Ach was - das weiße lässt meine Fangzähne besser strahlen, hm, was ist eigentlich, wenn ihr meine Fangzähne gar nicht gefallen? Was dann? Wilhelmina fand meine Zähne damals ja auch total abschreckend, fast schon gruselig! Sie lief sogar schreiend davon – Aber nein! Luna ist anders! Sie kommentierte sogar das Foto von mir am Toten Meer mit einem kleinen Herzchen... das war wirklich süß. Ach, Luna. Endlich werde ich in deine warmen Augen blicken können! Oh, Luna! Ich kann es kaum erwarten! Wichtig! Schreibe einen inneren Monolog immer in der Ich-Form! Versuche die Denk- und Sprechweise der Figur anzunehmen. Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass du beim Nachdenken viele Gedanken gar nicht erst zu Ende denkst, oder dass diese von neuen Gedanken und Wahrnehmungen unterbrochen werden. Damit ein innerer Monolog möglichst "echt" klingt, solltest du daher unvollständige Sätze (Ellipsen), Gedankensprünge, und Wiederholungen verwenden. Der Sprachstil eines inneren Monologs orientiert sich also an der Alltagssprache. Dass die Figur nachdenkt, erkennst du sogar an den Satzzeichen. Der innere Monolog enthält viele Fragezeichen, Gefühlsausbrüche, die du mit einem Ausrufezeichen markierst, Denkpausen und abbrechende Gedanken. Im Gegensatz zu einem Dialog, hat ein Monolog keine Anführungszeichen. Außerdem schreibst du in der Regel im Präsens und schilderst Vergangenes im Präteritum. Zusammenfassend sollest du dir also folgendes merken. Bevor du einen inneren Monolog schreibst, solltest du dich in die Lage der Figur hineinversetzen. Im inneren Monolog beschreibst du dann Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen dieser Figur aus der Ich-Perspektive. Im Falle eines Konflikts, kannst du die Hintergründe oder den weiteren Verlauf ansprechen und die innere Haltung der Figur zum Thema des Konfliktes schildern. Nutze die Ich-Form, das Präsens, Alltagssprache in Form von unvollständigen und kurzen Sätzen, Gedankensprünge, Wiederholungen, Fragen und Ausrufe. Und wie verlief jetzt die erste Verabredung von Graf Dracula und seiner Luna? Scheint ganz wie Liebe auf den ersten Blick.

2 Kommentare
  1. Cooles video😁😁

    Von Scott Lee, vor 26 Tagen
  2. das video war sehr hilfreich

    Von Champions Eros, vor etwa einem Monat

Einen inneren Monolog schreiben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Einen inneren Monolog schreiben kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, wie dir die einzelnen Schritte beim Verfassen eines inneren Monologs jeweils gelingen.

    Tipps

    Lies dir die einzelnen Schritte (linke Seite) gründlich und in Ruhe durch und überprüfe, welche Wörter dir auf der rechten Seite zum Teil einen Hinweis geben können (Gedanken und Gefühle, zuvor widerfahren ...).

    Im zweiten Schritt markierst du die genannten Aspekte im dazugehörigen Erzähltext oder machst dir dazu Stichpunkte.

    Lösung

    Durch einen inneren Monolog, auch Selbstgespräch oder Gedankengespräch, kann der Leser/die Leserin am Innenleben einer Figur teilnehmen. Deshalb wird er u. a. auch häufig in Erzählungen verwendet. Doch wie verfasst man einen solchen inneren Monolog eigentlich?

    Genau damit solltest du dich in dieser Aufgabe beschäftigen. Dazu musstest du dir in Erinnerung rufen, in welcher Reihenfolge du beim Verfassen eines inneren Monologs vorgehst. Die Reihenfolge der Schritte war bereits gegeben, du musstest dir daher nur jeden Schritt in Ruhe anschauen und überlegen, wie du den jeweiligen Schritt erfolgreich bewältigen kannst:

    1. Kläre, wann der innere Monolog stattfindet.
    Kläre folgende Frage:

    • Was ist der Figur zuvor widerfahren? (z. B. ein Konflikt)

    2. Nimm die Perspektive der Figur ein.
    In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Perspektive der Figur einzunehmen und den vorliegenden Erzähltext und seine Informationen einzubeziehen. Dazu kannst du:

    • Textstellen zu direkten und indirekte Aussagen über die Figur markieren
    • oder genannte Verhaltensweisen und Eigenschaften in Stichpunkten notieren.
    Indem du alle Informationen über die Figur sammelst, kannst du dich leichter in sie hineinversetzen und ihre Sichtweise einnehmen.

    3. Schildere anschaulich Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen. Überlege dir hier Folgendes:

    • Was fühlt die Figur?
    Dabei helfen dir Metaphern, treffende Verben/Partizipien, Vergleiche und lebendige Adjektive.

    4. Schließe mit einer Schlussfolgerung ab.
    Häufig endet ein innerer Monolog mit einer Schlussfolgerung. Die Figur kann hier:

    • einen Entschluss fassen,
    • einen Plan schmieden
    • oder Hoffnungen/Befürchtungen aussprechen.

  • Bestimme, was mithilfe der Satzzeichen in den jeweiligen Abschnitten des inneren Monologs ausgedrückt wird.

    Tipps

    Der Gedankenstrich (–) dient als Zeichen für eine Pause.

    Mit einem Komma trennst du mehrere aufeinanderfolgende Gedanken voneinander.

    Das Ausrufezeichen verleiht Nachdruck. Dies unterstreicht folglich einen ...

    Lösung

    Ein innerer Monolog wird in der Ich-Form sowie in der Regel im Präsens geschrieben, wobei Vergangenes im Präteritum geschildert wird. Die Gedanken und Gefühle einer Figur, die mithilfe eines inneren Monologs dargelegt werden können, kannst du auch mithilfe von Satzzeichen unterstreichen und außerdem zeigen, dass die Figur nachdenkt. In dieser Aufgabe konntest du noch einmal üben, welche Funktion die verschiedenen Satzzeichen in einem inneren Monolog übernehmen können:

    ?:
    Mit einem Fragezeichen kannst du die Fragen einer Figur, die diese an sich selbst stellt, markieren.

    !:
    Gefühlsausbrüche markierst du dagegen mit einem Ausrufezeichen.

    :
    Mit einem Gedankenstrich kennzeichnest du Gedankenpausen während des inneren Monologs.

    ...:
    Die Auslassungspunkte eignen sich dagegen dazu, abbrechende Gedanken zu kennzeichnen.

    ,:
    Eine Aneinanderreihung von Gedanken trennst du mit einem Komma voneinander.

  • Ermittle die passende Überschrift für die folgenden inneren Monologe.

    Tipps

    Lies dir genau die beschriebene Situation von Max durch. Einer der inneren Monologe passt nämlich zu keiner Situation.

    Achte darauf, dass die Pronomen zur beschriebenen Situation passen (z. B. Mutter = sie).

    Lösung

    Zum Hineinversetzen in eine Figur gehört nicht nur, dass du direkte und indirekte Aussagen der Figur sowie Verhaltensweisen und Eigenschaften mithilfe des dazugehörigen Textes herausarbeitest, sondern auch, dass du die Situation der Figur, die dem inneren Monolog vorausgeht, mit einbeziehst. Daher ist es wichtig, dass du dich mit der dazugehörigen Erzählung und den Informationen gründlich befasst.

    Wenn du dir die jeweilige Ausgangssituation von Max gründlich durchgelesen hast, sollte dir die Zuordnung keine Probleme bereitet haben. Auch die Personalpronomen konnten dir hier zusätzlich helfen. Nur bei der anstehenden Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse musstest du genau aufpassen. Hier hofft Max, dass er bestanden hat, aber er weiß es nicht definitiv.

    Merke dir abschließend, wie du auch anhand der angeführten Beispiele hier sehen konntest, dass du einen Monolog:

    • in Alltagssprache (kurze, unvollständige Sätze) verfasst
    • und Gedankensprünge und Wiederholungen verwendest,
    damit der innere Monolog möglichst echt klingt. Schließlich denkt man viele Gedanken gar nicht erst zu Ende, da sie von neuen Gedanken und Wahrnehmungen unterbrochen werden.

  • Bestimme die Art der Schlussfolgerung.

    Tipps

    Ein innerer Monolog schließt meist mit einer Schlussfolgerung. Lies dir jede Schlussfolgerung in Ruhe durch und überlege, ob es sich um die Formulierung von:

    • einem Entschluss/Plan (Augen zu und durch!),
    • einer Hoffnung (In ein paar Tagen haben es alle hoffentlich vergessen.)
    • oder einer Befürchtung (Das schmeckt doch sicher überhaupt nicht.)
    handelt.

    Lösung

    In einem inneren Monolog werden häufig Themen wie Probleme und Beziehungen zu anderen Figuren der Geschichte, das eigene Verhalten oder allgemeine Bedenken, Ängste oder Hoffnungen verarbeitet.

    Bei den gewählten Beispielen aus dieser Aufgabe drückt die jeweilige Figur

    • einen Entschluss/Plan (z. B. Jawohl! Morgen gestehe ich meiner Banknachbarin endlich meine Liebe!),
    • eine Hoffnung (Übermorgen ist das hoffentlich Schnee von gestern.)
    • oder eine Befürchtung (Ausgerechnet heute komme ich anscheinend wirklich zu spät!) aus.
    Neben der Verwendung verschiedener Satzzeichen ist es außerdem wichtig, dass du die Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen der Figur anschaulich schilderst und genau erzählst, was die Figur fühlt. Dabei helfen dir sprachliche Bilder, wie z. B. Metaphern (Nadel im Heuhaufen; Schnee von gestern). Auch treffende Verben und Partizipien, Vergleiche und lebendige Adjektive bieten sich an.

  • Bestimme, wie du einen inneren Monolog schreibst.

    Tipps

    Die Bezeichnung Schlussfolgerung gibt dir einen Hinweis darauf, an welche Stelle dieser Schritt folgt.

    Im ersten Schritt ordnest du den inneren Monolog in die Handlung ein.

    Im zweiten Schritt versetzt du dich in die Figur hinein.

    Lösung

    Damit dir das Verfassen eines inneren Monologs auch gelingt, ist es wichtig, dass du systematisch und in Ruhe vorgehst.

    Zunächst solltest du dir im ersten Schritt bewusst machen, an welcher Stelle der Erzählung deine Figur einen inneren Monolog führt (Was ist deiner Figur zuvor widerfahren?).

    Im zweiten Schritt ist es wichtig, dass du die Perspektive der Figur einnimmst, d. h. dich in sie hineinversetzt. Dazu beziehst du den dazugehörigen Erzähltext und die Informationen mit ein (direkte/indirekte Aussagen; Verhaltensweisen/Eigenschaften).

    Im dritten Schritt solltest du bei der Wiedergabe der Gedanken darauf achten, dass du die Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen der Figur anschaulich schilderst und genau erzählst, was die Figur fühlt. Dies gelingt dir mithilfe von Metaphern, treffenden Verben/Partizipien, Vergleichen und lebendigen Adjektiven.

    Im vierten Schritt formulierst du eine zum Monolog passende Schlussfolgerung. Dabei kann es sich um einen Plan/Entschluss handeln, die Figur kann aber auch Hoffnungen oder Befürchtungen äußern.

  • Ermittle, worauf du beim Verfassen eines inneren Monologs achten musst.

    Tipps

    Rufe dir das Beispiel aus dem Video oder ein Beispiel aus einer der Aufgaben in Erinnerung und überlege anhand des konkreten Beispiels, welche Informationen korrekt sind und folglich in die Lücken gehören.

    In einem Dialog wechselt die Rede zwischen zwei oder mehreren Personen, bei einem inneren Monolog redet die jeweilige Figur mit sich selbst.

    Lösung

    In dieser Aufgabe musstest du noch einmal dein gesamtes Wissen über den inneren Monolog (=Selbst-/Gedankengespräch) sowie zum Verfassen eines inneren Monologs in Erinnerung rufen. Wenn du dir das Video aufmerksam angeschaut hast, dürftest du die meisten fehlenden Informationen problemlos eingesetzt haben.

    Notiere dir abschließend noch einmal die wichtigsten Merkmale, die du beim Verfassen eines inneren Monologs mit einbeziehen solltest:

    • Wiedergabe von Gedanken/Gefühlen (Innenleben der Figur anschaulich, z. B. durch Metaphern, lebendige Adjektive und treffende Verben, wiedergeben)
    • Wirkung der Satzzeichen mit einbeziehen (u. a. ? = Frage; ! = Ausruf/Gefühlsausbruch, ... für Auslassungen/Gedankensprünge)
    • Wiederholungen
    • Alltagssprache (Ellipsen = unvollständige Sätze; kurze Sätze)
    • Ich-Form
    • Präsens (+ Vergangenes im Präteritum)