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Einführung in das Themenfeld "Kommunikation"

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Die Autor/-innen
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Lena Knaudt
Einführung in das Themenfeld "Kommunikation"
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Beschreibung Einführung in das Themenfeld "Kommunikation"

Dieses Video beinhaltet eine kleine Einführung in das Themenfeld Kommunikation. Es geht darum, was der Begriff "Kommunikation" überhaupt bedeutet, was Kommunikationsmodalitäten sind und welche es gibt, welche Grundkomponenten bei der Kommunikation eine wichtige Rolle spielen und welche grundlegenden Kommunikationsmodelle es gibt.

Transkript Einführung in das Themenfeld "Kommunikation"

Hallo, ich bin Lena, und in diesem Video gebe ich dir eine kurze Einführung in das Themenfeld "Kommunikation". Ich werde Kommunikation knapp definieren, die beiden Kommunikationsmodalitäten vorstellen, einige Grundkomponenten von Kommunikation aufführen und verschiedene Kommunikationsmodelle umreißen. Du brauchst für dieses Video keinerlei Vorwissen. Der Begriff "Kommunikation" leitet sich ab vom lateinischen "communicare", was teilen, teilnehmen lassen, mitteilen oder gemeinsam machen bedeutet. Man versteht darunter den dialogischen Informationsaustausch zwischen Lebewesen mittels Zeichen und Symbolen. Auch in Informationsaustausch zwischen Menschen und Daten verarbeitenden Maschinen kann man Kommunikation nennen. Man unterscheidet in 2 Kommunikationsmodalitäten: 1. Die verbale Kommunikation. Sie umfasst jede Form von Sprache in mündlicher oder schriftlicher Form, inklusive Gebärdensprachen. Man bezeichnet sie auch als digitale Kommunikation. 2. gibt es die nonverbale Kommunikation. Dazu zählen alle nichtsprachlichen Seiten, also Gestik, Mimik, Blickkontakt, Erscheinungsbild, Schriftbild und so weiter, außerdem paralinguistische Elemente, wie zum Beispiel Seufzen, Stimmlage, Kunstpausen und ähnliches. Dieser Part wird auch als analoge Kommunikation bezeichnet. Die Bedeutung des verbalen Teils wird häufig erst durch den nonverbalen deutlich. Durch passende Betonungen, Gesten und Körperhaltungen wird die Nachricht unterstrichen. Die beiden Ebenen können einander allerdings auch widersprechen, da ein Großteil der nonverbalen Kommunikation unbewusst abläuft. Für gewöhnlich laufen bereits zahlreiche Reizaussendungen und entsprechende Rückkopplungen unbewusst ab, bevor die erste bewusste Reaktion darauf stattfindet. Zur genaueren Analyse von Kommunikationsabläufen und -störungen muss man in verschiedene Grundkomponenten differenzieren, die beim Kommunikationsprozess ineinandergreifen. Da wären zunächst die Kommunikationspartner. Auf der einen Seite steht der Sender oder Kommunikator, auf der anderen der Empfänger oder Rezipient, wobei beide Parteien auch durch Gruppen vertreten sein können. Der Sender übermittelt dem Empfänger eine Nachricht. Die wird mittels eines Kanals transportiert, der entweder akustischer, optischer oder taktiler Natur sein kann. Innerhalb jedes Kanals gibt es einen Code, das bedeutet einen Vorrat an Zeichen mit entsprechenden Verknüpfungsregeln. Der Kommunikator encodiert die Nachricht, der Rezipient decodiert sie wieder. Die Codes der Kommunikationsteilnehmer können dabei voneinander abweichen. Je kleiner die Schnittmenge, desto größer ist das Risiko einer Störung, die auch als Rauschen bezeichnet wird und an verschiedenen Stellen des Kommunikationssystems auftreten kann. Und schließlich bleibt noch die Rückkopplung des Empfängers.  Die verschiedenen Komponenten werden in Kommunikationsmodellen detaillierter dargestellt und in ihren Zusammenhängen untersucht. Ein solches Kommunikationsmodell wäre zum Beispiel das sogenannte "innere Team". Es beschäftigt sich mit den Kommunikationspartnern. Ihm zufolge werden auch dann, wenn nach außen hin eine einzelne Nachricht transportiert wird, im Inneren jedes Kommunizierenden zahlreiche Positionen vertreten und unterschiedliche Reaktionen abgewogen. Solange diese einander widersprechen, werden widersprüchliche oder uneindeutige Reize ausgesendet. Grundlage für eine klare Kommunikation ist demzufolge eine Stimmigkeit sowohl nach innen als auch - unter Einbeziehung der äußeren Situation - nach außen. Des Weiteren wären da beispielsweise die 4 Seiten einer Nachricht nach Friedemann Schulz von Thun. Demnach lässt sich jede Nachricht sowohl von Sender- als auch von Empfängerseite nach 4 Komponenten aufschlüsseln: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung zwischen Sender und Empfänger und Appellgehalt. Störungen treten vor allem durch eine unterschiedliche Gewichtung oder Bewertung der einzelnen Aspekte durch die Kommunikationsteilnehmer auf. Schulz von Thun hat sich weiterhin mit den Auswirkungen von sozialen Rollen auf Kommunikation beschäftigt. Durch verschiedene innere und äußere Umstände nehmen Menschen Positionen zueinander ein, die ihr Kommunikationsverhalten beeinflussen. In erster Linie unterscheidet man in Berufs- und privater Rolle. Bei ersterer liegt der Schwerpunkt auf Effizienz, Sachlichkeit und professioneller Distanz. Letztere zeichnet sich durch Authentizität und Emotionalität aus. Innerhalb beider Kategorien kann weiter differenziert werden, zum Beispiel in Lehrer-, Schüler-, Eltern-, Freundes- und weitere Rollen. Das Organon-Modell nach Karl Bühler beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Sender, Empfänger, Gegenständen und Sachverhalten und dem Sprachzeichen. Je nachdem, ob sich das Sprachzeichen auf den Sender, den Empfänger oder einen Sachverhalt bezieht, spricht Bühler von einem Ausdruck, einem Appell oder einer Darstellung. Roman Jakobson hat Bühlers Modell um das Sprachsystem erweitert. Das ermöglicht ihm die Darstellung der poetischen Funktion von Sprache. Außerdem nimmt er die metasprachliche Funktion des Sprachzeichens in sein Modell mit auf, ebenso wie die Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen Sender und Empfänger.  Die Kommunikationsregeln nach Paul Watzlawick können ebenfalls als Modell bezeichnet werden. Auf Watzlawick geht unter anderem die These zurück, dass es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren. In seinen Kommunikationsthesen stellt er weitere Axiome auf, die sich in verschiedenen Kommunikationsmodellen wiederfinden. Von ihm stammen auch die Begriffe digitale und analoge Kommunikation.  Ich hoffe, du hast einen ersten Einblick in das Thema "Kommunikation" bekommen und schaust dir auch die weiterführenden Videos an. Auf Wiedersehen vielleicht! Lena           

10 Kommentare

10 Kommentare
  1. Gut

    Von Jmg, vor 3 Monaten
  2. COOL

    Von Eusebiahessels, vor mehr als einem Jahr
  3. Hallo Griem,
    wir haben die Arbeitsblätter nochmal aktualisiert, nun sollte es auch bei dir funktionieren.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Alicia v., vor mehr als einem Jahr
  4. ich kann leider die Arbeitsblätter nicht aufmachen und auch nicht ausdrucken..:(

    Von Grierm, vor mehr als einem Jahr
  5. Nice ;) du hast meine note in deutsch gerettet

    Von Deleted User 185772, vor mehr als 5 Jahren
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Einführung in das Themenfeld "Kommunikation" Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Einführung in das Themenfeld "Kommunikation" kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere den Begriff Kommunikation.

    Tipps

    Als Kommunikation wird die Übertragung von Informationen bezeichnet, das gilt auch für datenverarbeitende Systeme.

    Lösung

    Die Kommunikation beschreibt den Austausch bzw. die Übertragung von Informationen. Immer wenn wir uns mit anderen Menschen verständigen, kommunizieren wir miteinander. Jedoch erfolgt die Kommunikation nicht nur zwischen menschlichen Individuen, auch der Austausch von Informationen zwischen zwei Geräten wird als Kommunikation bezeichnet.

    Obwohl wir uns bei der Kommunikation hauptsächlich auf das gesprochene Wort konzentrieren, spielen nichtsprachliche Elemente der Kommunikation eine mindestens genau so wichtige Rolle wie das gesagte Wort. Welche Elemente man da unterscheidet, erfährst du in der folgenden Aufgabe!

  • Unterscheide zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation.

    Tipps

    Paraverbale Kommunikation umfasst das ganze Spektrum der Sprache, mit der eine Nachricht ausgesprochen wird.

    Nonverbale Kommunikation umfasst die nichtsprachlichen Elemente der Kommunikation wie Gestik und Mimik.

    Lösung

    Neben den verbalen Elementen der Kommunikation, spielen andere Aspekte wie die paraverbalen bzw. die nonverbalen Aspekte der Kommunikation eine sehr wichtige Rolle. Wenn beispielsweise eine Person verbal etwas ausdrückt, aber ihre Körpersprache etwas anderes aussagt, empfinden wir diese Person als unglaubwürdig. Die Elemente der Kommunikation beeinflussen unsere Wirkung auf andere Menschen maßgeblich.

    Die Kommunikationsmodalität verbale Kommunikation umfasst also die mündliche Sprache, die Schriftsprache und die Gebärdensprache.

    Die paraverbale Kommunikation umfasst das ganze Spektrum der Sprache. Wie wird die Nachricht betont? Wie laut ist sie? Wie ist die Stimmlage? All diese Aspekte beeinflussen den Informationsgehalt der Sprache.

    Die nonverbale Kommunikation umfasst die nichtsprachlichen Elemente der Kommunikation, wie z.B. den Körperausdruck, die Gestik und die Mimik.

  • Untersuche das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun.

    Tipps

    Eine Nachricht enthält viele Botschaften, die bewusst oder unbewusst in diese Nachricht hinein intendiert werden.

    Die dritte Seite des Modells könnte auch mit der Frage umschrieben werden: Was ich von dir halte und wie wir zueinanderstehen.

    Lösung

    Das Vier-Seiten-Modell oder auch das Nachrichtenquadrat ist ein eingängiges Modell, das bei der Analyse vieler Kommunikationsabläufe eine wichtige Rolle spielt. Schulz von Thun beschreibt in diesem Modell, dass eine Nachricht viele Botschaften gleichzeitig enthält, je nachdem, mit welcher Seite der Nachricht sie verstanden wird.

    Die vier Seiten einer Nachricht können folgendermaßen erfragt werden:

    • Sachinhalt: Worüber informiere ich?
    • Selbstoffenbarung: Was gebe ich von mir selber kund?
    • Beziehung: Was halte ich von dir und wie stehen wir zueinander?
    • Appell: Wozu möchte ich dich veranlassen?
    Die vielen Botschaften, die in einer Nachricht enthalten sind, machen die Kommunikation kompliziert und störanfällig. Gleichzeitig sind die gesendeten Nachrichten umso spannender und enthalten viele Elemente, die nicht sofort für jeden entschlüsselbar sind.

  • Bewerte die Reaktionen von Rita in der Kurzgeschichte Ein netter Kerl hinsichtlich der auftretenden Kommunikationsprobleme.

    Tipps

    Am Ende von Wohmanns Erzählung sitzen alle stumm und ohne Blickkontakt am Tisch. Überlege, wieso die Kommunikation so verläuft.

    Achte auf Ritas Verhalten. Welche Botschaften sendet sie mithilfe ihres Körperausdrucks?

    Lösung

    Ein wichtiger Grund für die entstehenden Kommunikationsprobleme in der Kurzgeschichte Ein netter Kerl von Gabriele Wohmann ist die Unachtsamkeit der Familie bezüglich Ritas Verhalten. Es wird deutlich, dass Rita sich zu Anfang der Kurzgeschichte verbal zurückhält. Sie geht nur knapp und sachlich auf die Fragen ihrer Familie ein, die meist nicht ernst gemeint sind. Während Ritas verbale Reaktion keine offensichtlichen Botschaften liefert, zeigt ihre Körpersprache deutlich, dass sie sich nicht wohlfühlt. In der Kurzgeschichte wird beschrieben, dass sie ihre Fingerkuppen in den Stuhl drückt, während sie auf die Fragen ihrer Familie eingeht.

    Zum Ende der Kurzgeschichte gibt es einen Wendepunkt. Rita reagiert konkret verbal und imitiert auf übertriebene Art und Weise das Gelächter ihrer Familie. Erst danach schweigt die Familie und zwingt sich, positive Worte über den Verlobten Ritas auszudrücken. Neben der Unachtsamkeit der Familie ist die Zurückhaltung Ritas ein weiterer Grund für diesen problematischen Kommunikationsverlauf.

    Quelle: Wohmann, Gabriele: Ein netter Kerl. URL: http://schloss-in-den-wolken.de/v2x/index.php?act=32 [01.07.2017]

  • Bewerte den folgenden Kommunikationsverlauf mithilfe des Kommunikationsmodells Inneres Team.

    Tipps

    Anhand der freigewählten Bezeichnungen des Sprechers kannst du den Inhalt der Aussage erahnen. Wie würde ein aufgebrachter Mensch vermutlich reagieren?

    Die vielen inneren Stimmen wiegen in Herrn Bütler vermutlich hin und her. Da er aber nicht weiß, welche dieser Stimmen er nach außen tönen lassen soll, ist er lieber still.

    Lösung

    Das Innere Team ist ein Persönlichkeitsmodell von Friedemann Schulz von Thun und beschreibt, was während einer Kommunikation in einem Menschen vorgeht. Denn wenn wir in uns hineinhören, hören wir meist mehrere Stimmen, die unsere Kommunikation und unser Handeln beeinflussen.

    Das Modell besagt, dass nur wenn alle Stimmen, alle Meinungen eindeutig sind und übereinstimmen, wir klar, authentisch und situationsgemäß reagieren können. Andernfalls ist es möglich, so ähnlich zu reagieren wie Herr Bütler – mit Schweigen.

    Quelle: Biermann, Heinrich; Schurf, Bernd (Hrsg.): Texte, Themen und Strukturen: Deutschbuch für die Oberstufe. Cornelsen, 1999, S.86/87.

  • Analysiere das Kommunikationsmodell von Paul Watzlawick.

    Tipps

    Die Kommunikation zwischen einem/r Lehrer/in und einem/r Schüler/in wird als komplementär bezeichnet.

    Die nonverbale Kommunikation wird auch als analoge Kommunikation bezeichnet.

    Lösung

    Paul Watzlawick stellte fünf Grundregeln auf, die die menschliche Kommunikation erklären sollen. Das bekannteste Axiom ist das erste: „Man kann nicht nicht kommunizieren". Die Regel macht auf die nonverbalen Aspekte der Kommunikation aufmerksam. Denn die Kommunikation kommt nicht nur durch Worte zustande. Gestik und Mimik können zwischen Sender und Empfänger Informationen mitteilen. Alle im Kommunikationsmodell genannten Axiome beschreiben deren Auswirkungen auf unsere Kommunikation und können zur Analyse von Kommunikationsproblemen herangezogen werden.

    Quelle: Vgl. Watzlawick, Paul: Die Axiome von Paul Watzlawick. URL: http://www.paulwatzlawick.de/axiome.html [01.07.2017]

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