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Karl Bühlers Organonmodell

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Karl Bühlers Organonmodell
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Grundlagen zum Thema Karl Bühlers Organonmodell

Inhalt

Die Sprachtheorie von Karl Bühler

Die Sprache hat verschiedene Funktionen. Deshalb kann derselbe Satz gleichzeitig unterschiedliche Dinge ausdrücken. Viele Forscherinnen und Forscher haben sich mit diesem Phänomen beschäftigt. Einer davon war der Sprachtheoretiker Karl Bühler (1879–1963). In seiner Theorie greift er auf die Ansichten des griechischen Philosophen Platon (428/427 v. Chr.–348/347 v. Chr.) zurück. Platon betrachtete Sprache als Organon, also als ein Werkzeug oder Gerät. Darauf aufbauend entwickelte Karl Bühler das sogenannte Organonmodell.

Was ist das Organonmodell nach Karl Bühler?

Das Organonmodell von Karl Bühler ist einfach erklärt: Es beschreibt die verschiedenen Sprachfunktionen. Im Mittelpunkt des Modells steht das sprachliche Zeichen. Damit ist eine konkrete, meist mündliche Äußerung gemeint. Außerdem gibt es den Sender, also jemanden, der die Äußerung tätigt. Es gibt auch jemanden, der das Gesagte hört. Das ist der Empfänger. Darüber hinaus ist in Karl Bühlers Modell der konkrete Gegenstand wichtig. Das ist der Sachverhalt, auf den sich eine Aussage bezieht.

Sprachfunktionen – die drei Funktionen des sprachlichen Zeichens

Das sprachliche Zeichen, also die konkrete Äußerung, hat immer drei Funktionen. Diese im Organon verorteten drei Funktionen des sprachlichen Zeichens sind die Darstellungsfunktion, die Ausdrucksfunktion und die Appellfunktion.

  • Darstellungsfunktion: Der Sender drückt etwas über einen Gegenstand oder Sachverhalt aus, bildet ihn durch die Sprache ab und stellt ihn dar.
  • Ausdrucksfunktion: Der Sender drückt etwas über sich selbst aus, zum Beispiel seine Gefühle oder seine Meinung.
  • Appellfunktion: Der Sender möchte bei dem Empfänger eine Reaktion auslösen. Diese Appellfunktion kann beispielsweise in einer Aufforderung zu einer Handlung liegen.

Organonmodell nach Karl Bühler

Bühlers Organonmodell – ein Beispiel

Wie funktioniert das Organonmodell der Sprache? Das folgende Anwendungsbeispiel macht die Funktionsweise des Organonmodells ersichtlich:

  • Schatz, es ist doch ziemlich kalt hier!, sagt eine Frau zu ihrem Mann.
  • Das Zeichen, also die konkrete, meist mündliche Äußerung, ist der Satz selbst: Schatz, es ist doch ziemlich kalt hier!
  • Der Sender ist die Frau. Sie macht die Äußerung.
  • Der Empfänger ist der Mann. Er hört den Satz.
  • Der konkrete Gegenstand oder Sachverhalt, auf den sich die Aussage bezieht, ist die Raumtemperatur.
  • Die Darstellungsfunktion könnte sich nüchtern auf die Raumtemperatur beziehen und lauten: Die Raumtemperatur ist niedrig.
  • Die Ausdrucksfunktion könnte in dieser Aussage bestehen: Mir ist kalt!
  • Die Appellfunktion könnte lauten: Bitte mach das Fenster zu!
Sprachliches Zeichen Schatz, es ist doch ziemlich kalt hier!
Darstellungsfunktion Die Raumtemperatur ist niedrig.
Ausdrucksfunktion Mir ist kalt!
Appellfunktion Bitte mach das Fenster zu!

Was kann das Organonmodell leisten?

Das Organonmodell zeigt, dass sprachliche Zeichen immer mehrere Funktionen haben. In einer einzigen Äußerung stecken also verschiedene Botschaften. Welche das sind, ist für den Empfänger nicht immer eindeutig. Das Organonmodell macht demnach auch deutlich, wie Missverständnisse entstehen. Besonders häufig wird die Appellfunktion einer Botschaft falsch verstanden, überhört oder ignoriert.

Angenommen, die Frau möchte mit dem Satz Schatz, es ist doch ziemlich kalt hier! ihren Mann dazu bewegen, etwas gegen ihr Kältegefühl zu unternehmen, also das Fenster zu schließen. Dann hätte der Satz die Funktion eines Appells. Möglicherweise aber interpretiert der Mann einen anderen Appell. Er denkt vielleicht, seine Frau wolle Mitgefühl von ihm haben, weil sie häufig friert. Dann antwortet er womöglich: Ach Liebling, es tut mir leid, dass du so oft frieren musst.

  • Missverständnisse vermeiden: Der Sender kann sich zum Beispiel klarer ausdrücken. Die Frau könnte in unserem Beispiel sagen: Mir ist kalt. Bitte mach das Fenster zu! Der Empfänger könnte auch nachfragen: Was meinst du genau?

  • Missverständnisse klären: Das Organonmodell bietet eine weitere Möglichkeit der Anwendung. Ist offensichtlich eine Botschaft falsch verstanden worden, lässt sich das Missverständnis anhand des Modells klären.

Bühlers Organonmodell – Textsorten

Auch Texte lassen sich auf ihre Funktionen untersuchen. Weil Texte anders als gesprochene Sprache wirken, gibt es dabei allerdings andere Kategorien. Dazu gehören die Informationsfunktion, die Appellfunktion, die Obligationsfunktion (Obligation = Verpflichtung zum Vollzug von Handlungen), die Kontaktfunktion und die Deklarationsfunktion (Deklaration = Einführung eines Tatbestandes).

Es folgen einige Beispiele:

  • Informationsfunktion: Nachrichten oder Sachbücher enthalten hauptsächlich Informationen. Sie haben also eine Informationsfunktion.
  • Appellfunktion: Ein Werbeslogan verfolgt den Zweck, Menschen zu animieren, ein Produkt zu kaufen. Er hat also eine Appellfunktion.
  • Obligationsfunktion: Ein Arbeitsvertrag verpflichtet zu Handlungen. Er hat eine Obligationsfunktion.
  • Kontaktfunktion: Eine Glückwunschkarte hat den Zweck, einen Kontakt zu pflegen. Glückwünsche beinhalten also eine Kontaktfunktion.
  • Deklarationsfunktion: Ein Testament führt einen neuen Tatbestand ein. Es hat also eine Deklarationsfunktion.

Ebenso wie mündliche Äußerungen können auch Texte mehrere Funktionen haben. Oft ist es aber möglich, eine Hauptfunktion zu erkennen. Werbetexte enthalten beispielsweise immer Informationen, aber ihr eigentliches Ziel ist es, zum Kaufen zu animieren. Ihre Hauptfunktion ist somit der Appell. Und ein Wetterbericht? Natürlich kann er versuchen, die Zuhörenden oder Lesenden zu Handlungen zu bewegen, aber seine vorrangige Aufgabe besteht darin, zu informieren.

Auf sofatutor gibt es viele Übungen und Arbeitsblätter zu Karl Bühlers Organonmodell.

Transkript Karl Bühlers Organonmodell

Sie: „Schatz, es doch ist ziemlich kalt hier.“ Er: „Ach Liebling, es tut mir leid, dass du so oft frieren musst.“

Weißt du schon, wie die Szene weitergeht? Wahrscheinlich wirft sie ihm einen frustrierten Blick zu, steht auf und schließt das Fenster. Dabei denkt sie sich, dass er es nie lernen wird, sie richtig zu verstehen. Er fragt sich, was sie schon wieder hat. Wenn sie will, dass er das Fenster schließt, soll sie es doch deutlich sagen. Was ist hier schief gegangen?

Beide Personen sprechen die gleiche Sprache und trotzdem reden sie aneinander vorbei. Und natürlich gibt jeder dem anderen die Schuld. Beide denken, der andere hätte nur nicht richtig zugehört oder sich nicht klar genug ausgedrückt. Beide haben recht.

Warum ist es nur so kompliziert?

Ganz einfach: weil Sprache verschiedene Funktionen hat. Ein und derselbe Satz kann unterschiedliche Dinge ausdrücken.

Viele Forscher haben sich mit diesem Phänomen beschäftigt. Einer davon war der Sprachtheoretiker Karl Bühler. Er greift zurück auf Platons Auffassung der Sprache als Organon, also als Werkzeug oder Gerät.

Wir sehen uns gemeinsam sein Organonmodell zur Beschreibung der verschiedenen Sprachfunktionen an. Im Mittelpunkt des Modells steht das Zeichen, also die konkrete, meist mündliche Äußerung wie unser Anfangssatz „Schatz, es ist doch ziemlich kalt hier.”

Wann immer ein Satz gesagt wird, gibt es jemanden, der ihn ausspricht, den Sender, in unserem Beispiel die Frau.

Es gibt auch jemanden, der den Satz hört. Das ist der Empfänger, hier also der Mann.

Außerdem gibt es in Bühlers Modell den konkreten Gegenstand oder Sachverhalt, auf den sich die Aussage bezieht, in unserem Beispiel die Raumtemperatur. Aber wie kann uns dieses Modell helfen, das Missverständnis vom Anfang aufzuklären? Hier kommen die Funktionen, die die Äußerung haben kann, ins Spiel.

Geht man vom Gegenstand aus, über den gesprochen wird, soll dieser durch Worte abgebildet, also dargestellt werden. Wir sprechen von der Darstellungsfunktion.

Betrachtet man die Äußerung vom Sender aus, will dieser damit etwas über sich selbst ausdrücken. Es gibt eine Ausdrucksfunktion. Die Frau hätte demnach nicht nur etwas über die Raumtemperatur, sondern vor allem über ihr Empfinden aussagen wollen. Sie hätte auch sagen können „Schatz, ich friere“.

Jede Botschaft kann beim Empfänger eine bestimmten Reaktion oder Handlung hervorrufen. Sie hat also eine Appellfunktion.

Kannst du schon ahnen, was die Situation so unbefriedigend enden lies? Wir sehen es uns noch einmal an.

Der Sender, die Frau, sagt den Satz „Schatz, es ist doch ziemlich kalt hier.“ Das konkrete sprachliche Zeichen, dieser Satz, steht im Zentrum. Auch klar ist der dargestellte Gegenstand, nämlich die Temperatur inm Raum, in dem sich die beiden befinden. Dass die Frau ausdrücken möchte, dass ihr die Temperatur zu kalt ist, sie also friert, ist auch leicht verständlich.

Das Problem liegt im Appell. Dafür gibt es meist mehrere Möglichkeiten. In unserem Beispiel wollte die Frau ihren Mann dazu bewegen, etwas gegen ihr Frieren zu unternehmen.

Doch was antwortet er? „Ach Liebling, es tut mir leid, dass du so oft frieren musst.“ Aus der Reaktion des Mannes heraus können wir schließen, dass er dachte, sie wolle gern Mitgefühl bekundet haben.

Statt des Appells „Bitte sorge dafür, dass ich nicht frieren muss“ hat er verstanden „Bitte zeige mir dein Verständnis“. Die meisten Missverständnisse in der Kommunikation entstehen, weil die Appellfunktion einer Botschaft falsch verstanden, überhört oder ignoriert wird. Kannst du dich erinnern, wann es dir selbst das letzte Mal so ging?

Genauso wie du einzelne Sätze oder Worte auf ihre Funktionen hin untersuchen kannst, kannst du natürlich auch Texte betrachten. Weil Texte anders wirksam sind als gesprochene Sprache, gibt es dabei allerdings andere Kategorien.

Du kannst sie in Informationsfunktion, Appellfunktion, Obligationsfunktion, Kontaktfunktion oder Deklarationsfunktion unterscheiden. Hier ein paar Beispiele:

Nachrichten oder Sachbücher enthalten hauptsächlich Informationen. Eine Glückwunsch- oder Dankeskarte verfolgen den Zweck, eine Beziehung zu pflegen. Ein Arbeitsvertrag verpflichtet zu Handlungen und eine Vollmacht führt einen neuen Tatbestand ein.

Texte haben oft mehr als eine Funktion. Du kannst trotzdem eine Hauptfunktion erkennen.

Werbetexte z.B. enthalten immer Informationen, aber ihr eigentliches Ziel ist es, dich zum Kaufen zu animieren. Ihre Hauptfunktion ist somit der Appell. Und ein Wetterbericht? Natürlich kann er dich zu Handlungen bewegen, aber seine vorrangige Aufgabe ist es, dich zu informieren.

Du siehst, unsere Sprache ist sehr lebendig und immer von der konkreten Situation abhängig. Schon ein kleines Detail in Wortwahl oder Betonung kann die Wirkung verändern. Versuch doch einmal, dein neues Wissen anzuwenden und dir vorher die Darstellungs-, Ausdrucks- und Appellfunktion eines Satzes zu überlegen. Vielleicht gelingt es dir dadurch sogar, Missverständnisse besser zu vermeiden.

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. Hallo Toni,
    das ist ja seltsam. Ich habe mir die Übung soeben angeschaut, probiere es doch gleich noch einmal!
    Viel Spaß weiterhin beim Lernen!
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor mehr als einem Jahr
  2. Komischerweise wird mir bei der zweiten Übungsaufgabe angezeigt, ich hätte bei "Sachverhalt" und "Gegenstand" einen Fehler gemacht. Die Lösung zeigt aber genau das an, was ich schon hingeschrieben hatte... :/

    Von Toni, vor mehr als einem Jahr
  3. das ende war geil ;)

    Von Ashkan Moradi, vor etwa 7 Jahren

Karl Bühlers Organonmodell Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Karl Bühlers Organonmodell kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne Karl Bühlers Modell zur Beschreibung der verschiedenen Sprachfunktionen.

    Tipps

    Die Bezeichnung des Modells geht auf Platons Verständnis von Sprache als Werkzeug zurück.

    Es handelt sich um einen Begriff griechischen Ursprungs.

    Lösung

    Karl Bühlers Modell zur Beschreibung der verschiedenen Sprachfunktionen nennt sich Organonmodell. Die Bezeichnung geht auf Platons Auffassung der Sprache als Organon, also als Werkzeug oder Gerät, zurück. Der Begriff stammt demnach aus dem Griechischen.

    Mit Musik (Orgelmodell), Biologie (organisches Modell) oder Gewürzen (Oreganomodell) hat die Bezeichnung des Sprachmodells somit also nichts zu tun.

  • Gib an, aus welchen Elementen Karl Bühlers Modell besteht.

    Tipps

    Achte auf die Rechtschreibung.

    Lösung

    Karl Bühler hat in seinem Organonmodell Faktoren eines Sprechereignisses bestimmt. Hierzu zählen:

    1. der Sender, also der Sprecher oder Schreiber;
    2. der Empfänger, also der Hörer oder Leser sowie
    3. die Gegenstände oder Sachverhalte, über die gesprochen oder geschrieben wird.
    4. Im Zentrum dieser Elemente steht das sprachliche Zeichen, also die konkrete sprachliche Äußerung.

  • Definiere die Sprachfunktionen nach Bühler.

    Tipps

    Ein Beispiel für die Appellfunktion lautet: „Mach bitte das Fenster zu.“

    Ein Beispiel für die Darstellungsfunktion lautet: „Es ist kalt.“

    Ein Beispiel für die Ausdrucksfunktion lautet: „Ich friere.“

    Lösung

    Karl Bühler unterscheidet drei Funktionen einer Äußerung:

    1. Die Darstellungsfunktion: Sprache wird als Symbol verstanden. Der Empfänger wird vom Sender über Gegenstände oder Sachverhalte informiert.
    2. Die Ausdrucksfunktion: Sprache wird als Symptom verstanden. Der Empfänger will sich aussprechen, seine Urteile, Empfindungen bzw, Meinungen kundtun.
    3. Die Appellfunktion: Sprache wird als Signal verstanden. Der Sender will durch die Äußerung auf den Empfänger Einfluss ausüben, ihn zum Handeln bewegen.

  • Entscheide, welche Textform welcher Textfunktion entspricht.

    Tipps

    Informationsfunktion bedeutet, dass anhand der Äußerung hauptsächlich Fakten vermittelt werden.

    Unter dem Begriff Appellfunktion versteht man die Tatsache, dass anhand der Äußerung zum Handeln angeregt wird.

    Obligationsfunktion meint, dass anhand der Äußerung jemand zu einer Handlung verpflichtet wird.

    Die Bezeichnung Kontaktfunktion meint, dass mithilfe der Äußerung in erster Linie Beziehungen gepflegt werden.

    Deklarationsfunktion bedeutet, dass mithilfe der Äußerung ein neuer Tatbestand eingeführt wird.

    Lösung

    Textfunktionen lehnen sich an Sprachfunktionen an und lassen sich nach Zwecken sprachlichen Handelns und Typen von Sprecherabsichten ordnen. Es lassen sich oft auch mehrere Textfunktionen einem Beispiel zuordnen, aber grundsätzlich kann eine Hauptfunktion festgelegt werden.

    • Protokolle vermitteln hauptsächlich Fakten. Deshalb steht die Informationsfunktion im Vordergrund.
    • Bewerbungen sollen den Empfänger dazu anregen, den Sender zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Deshalb steht die Appellfunktion im Vordergrund.
    • Das Gelöbnis verpflichtet den Sender zu einer Handlung. Es steht also die Obligationsfunktion im Vordergrund.
    • Beim Smalltalk geht es am ehesten um Beziehungspflege, also um die Kontaktfunktion.
    • Und bei einer Taufe geht es darum, einen neuen Tatbestand einzuführen. Hier liegt also die Deklarationsfunktion vor.

  • Fasse zusammen, warum es in Gesprächen Missverständnisse geben kann.

    Tipps

    Ein Satz kann unterschiedliche Dinge ausdrücken und bewirken.

    Es handelt sich um ein Synonym für das Wort Aufgabe.

    Achte auf die Rechtschreibung.

    Lösung

    Der Grund dafür, dass es in Gesprächen häufig Missverständnisse gibt, besteht darin, dass Sprache verschiedene Aufgaben, also Funktionen hat. Karl Bühler unterscheidet in die Ausdrucks-, Appell- und Darstellungsfunktion. Sprechereignisse können aber nicht immer eindeutig nur einer Funktion zugeordnet werden.

  • Vergleiche Bühlers Organonmodell mit dem Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun.

    Tipps

    Achte auf die Rechtschreibung.

    Die Sachebene bezieht sich darauf, dass das worüber gesprochen wird, durch Worte abgebildet wird.

    Die Appellseite richtet sich an den Empfänger und was bei ihm bewirkt werden soll.

    Die Selbstoffenbarung geht vom Empfänger aus und bezieht sich auf dessen Meinungen, Urteile und Empfindungen.

    Lösung

    Das Organonmodell von Karl Bühler kann gut mit dem Vier-Seiten-Modell bzw. Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun verglichen werden. Dazu musst du dir beide Modelle genau anschauen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen.

    Zu den Gemeinsamkeiten zählt, dass jeweils die Nachricht bzw. das Zeichen im Zentrum steht. Außerdem beinhalten beide die Darstellungsfunktion (bei Schulz von Thun die Sachebene), die Appellfunktion (bzw. Appellseite) und die Ausdrucksfunktion (bei Schulz von Thun die Selbstoffenbarung/Selbstkundgabe).

    Unterschiede zeigen sich zum Beispiel in der zusätzlichen Beziehungsebene bei Schulz von Thun, die darauf eingeht, wie Sender und Empfänger zueinander stehen. Ein weiterer Unterschied ist die explizite Darstellung des Gegenstandes oder des Sachverhalts bei Bühler, wodurch der Kommunikation über Dinge konkreter Rechnung getragen wird als bei Schulz von Thun.

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