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Watzlawicks Kommunikationstheorie

Paul Watzlawick erforschte die zwischenmenschliche Kommunikation und formulierte fünf Grundregeln. Angefangen bei "Man kann nicht nicht kommunizieren" bis hin zu Inhalt und Beziehungsebene sowie analogen und digitalen Signalen erfährst du die essentiellen Prinzipien der Kommunikation. Interessiert? Mehr dazu im folgenden Text!

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sofatutor Team
Watzlawicks Kommunikationstheorie
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Watzlawicks Kommunikationstheorie Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Lerntext Watzlawicks Kommunikationstheorie kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib wieder, welche Regeln der Kommunikation Watzlawick aufgestellt hat.

    Tipps

    Watzlawick hat fünf Thesen der Kommunikation aufgestellt.

    Ein Axiom Watzlawicks ist Man kann nicht nicht kommunizieren.

    Lösung

    Paul Watzlawick (25. Juli 1921 - 31. März 2007) war ein bekannter Psychotherapeut, Kommunikationswissenschaftler und Autor. Wichtige Werke sind: „Anleitung zum Unglücklichsein“, „Die Möglichkeit des Andersseins“ und „Vom Schlechten des Guten“.

    Watzlawick stellte fünf Axiome der Kommunikation auf:

    • 1. Axiom: Man kann nicht nicht kommunizieren.
    • 2. Axiom: Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
    • 3. Axiom: Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
    • 4. Axiom: Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
    • 5. Axiom: Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.
  • Bestimme analoge und digitale Modalitäten in der menschlichen Kommunikation.

    Tipps

    Nonverbal kommt aus dem Lateinischen:

    • lat. non = nicht, verbum = Wort

    Die analoge Kommunikation übermittelt vor allem Beziehungsaspekte.

    Lösung

    Paul Watzlawick unterscheidet in seiner Kommunikationstheorie zwischen der digitalen und analogen Kommunikation.

    Bei der digitalen Kommunikation wird einem Objekt willkürlich ein Begriff zugeordnet, der mit dem Objekt an sich nichts zu tun hat. Wir nutzen die Begriffe in unserer Sprache, um uns mit anderen verständigen zu können. Bei der digitalen werden die Inhaltsaspekte transportiert.

    Unter analoger Kommunikation werden nonverbale Äußerungen verstanden. Darunter fällt Mimik, Gestik oder auch Blickkontakt. Die analoge Kommunikation transportiert vor allem Beziehungsaspekte.

    Ein Beispiel:

    • Zwei Personen unterhalten sich. Wenn eine Person etwas nicht verstanden hat, kann sie das formulieren, beispielsweise sagt sie: „Das habe ich nicht verstanden.“ Damit hat sich die Person digital mitgeteilt.
    Möchte die Person sich auf der analogen Ebene mitteilen, kann sie beispielsweise die Stirn runzeln.

  • Entscheide, ob es sich um symmetrische oder komplementäre Kommunikation handelt.

    Tipps

    Bei einer symmetrischen Kommunikation sind die Partner gleichwertig.

    Bei einer komplementären Kommunikation besteht eine Ungleichheit der Partner, beispielsweise durch ihren Bildungsgrad oder ihre berufliche Position.

    Lösung

    Watzlawicks 5. Axiom besagt:

    • Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem, ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit beruht.
    Bei symmetrischen, also gleichwertigen Beziehungen, befinden sich beide Partner auf Augenhöhe. Beispielsweise bei Geschäftspartnern oder Arbeitskollegen, die den gleichen Rang haben.

    Bei komplementären Beziehungen bestehen Unterschiede zwischen den Partnern im Bezug auf den Rang oder die Hierarchie, beispielsweise im Hinblick auf die Bildung oder den beruflichen Rang. Das heißt jedoch nicht, dass ein Partner dem anderen automatisch übergeordnet sein muss. Sie können dennoch mit ihren Unterschieden gut zusammenarbeiten.

  • Untersuche das Beispiel mithilfe von Watzlawicks Axiomen.

    Tipps

    Das zweite Axiom lautet

    • Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.

    Das vierte Axiom lautet

    • Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.

    Lösung

    In menschlicher Gesellschaft ist es nicht möglich sich der Kommunikation zu entziehen. Auch wenn man nichts sagt, drückt man durch das eigene Verhalten etwas aus. Die Körperhaltung und der Gesichtsausdruck also die Gestik und Mimik sind auch Teil von Kommunikation.

    Der Sohn antwortet seiner Mutter nicht und senkt den Kopf. Er teilt seiner Mutter so mit, dass er seine Ruhe haben möchte und gerade nicht sprechen will.

    Watzlawick fasst dies in seinem ersten Axiom folgendermaßen zusammen:

    • Man kann nicht nicht kommunizieren.

  • Ordne jeder Situation das passende Axiom zu.

    Tipps

    Unter dem Begriff Interpunktion versteht man in der Kommunikationsforschung subjektive Startpunkte innerhalb einer Kommunikation.

    Lösung

    In dieser Aufgabe hast du Kommunikationssituationen zu den Axiomen von Watzlawick kennengelernt.

    Man kann nicht nicht kommunizieren.
    Beispiel: Die Schwester möchte sich entschuldigen, der Bruder dreht ihr den Rücken zu. Ohne etwas zu sagen, gibt er ihr zu verstehen, dass er ihre Entschuldigung nicht annimmt.

    Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt.
    Beispiel: Der Beifahrer teilt der Fahrerin im Verkehr mit, dass die Ampel grün ist. Die Fahrerin versteht das als Kritik an ihrer Fahrweise und reagiert genervt.

    Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.
    Beispiel: Vater und Tochter begründen ihr eigenes Handeln durch das Verhalten des anderen. Dabei empfindet jeder seine Version als wahr, auch wenn dies objektiv nicht der Fall ist. Dadurch können Konflikte entstehen.

    Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.
    Beispiel: Watzlawick unterscheidet die digitale und die analoge Kommunikation. Die Schülerin teilt ihr Unverständnis sowohl analog durch das Stirnrunzeln als auch digital durch die Aussage mit.

    Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär.
    Beispiel: Die Beziehung der Partner ist komplementär. Der Chef hat einen höheren Rang und gibt seinem Angestellten Anweisungen.

  • Vergleiche das Kommunikationsmodell nach Watzlawick mit dem Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun.

    Tipps

    Das fünfte Axiom nach Watzlawick beschreibt, dass zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe entweder symmetrisch oder komplementär sind.

    „Unter paraverbal versteht man die Art der Ansprache, ob laut oder leise, schnell oder langsam, betont oder unbetont etc." ¹

    • ¹Daniel Rana: Kommunikations- und Führungstechnik als Schlüsselqualifikation für Betriebswirte. GRIN Verlag, 2007, Seite 5.
    Lösung

    Das Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun eignet sich unter anderem sehr gut dazu, das eigene Kommunikationsverhalten kritisch zu überprüfen. Schulz von Thun bezieht unter anderem Ideen von Watzlawick. Die vier Seiten der Nachricht werden auch „vier Schnäbel" oder „vier Ohren" bezeichnet.

    Schulz von Thun definiert sie folgendermaßen:

    • Das Sachohr - Wie ist der Sachverhalt zu verstehen?
    • Das Selbstoffenbarungsohr - Was für eine Person ist das?
    • Das Beziehungsohr - Wie redet die Person mit mir? Für wen hält sie mich?
    • Das Appellohr - Was soll ich denken, fühlen oder tun?