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Der 1. Fall: Nominativ 05:00 min

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Transkript Der 1. Fall: Nominativ

Hallo!

wir untersuchen in diesem Film einen ganz besonderen Fall:

Den Wer-Fall, auch Nominativ genannt.

Das ist kein Kriminalfall, sondern ein grammatischer Fall. Der Nominativ ist aber genauso spannend und kompliziert wie ein Kriminalfall und damit du ihn verstehst, beginnen wir ganz langsam und von vorne mit einem Begriff, den du schon kennst.

„Nomen“ heißt er. Weißt du noch, was ein „Nomen“ ist?

Ein Nomen ist ein Hauptwort oder Namenwort. Man kann einen Artikel davor stellen und es wird groß geschrieben, so wie zum Beispiel: Der Affe, eine Bürste, das Chamäleon, die Dusche, ein Eis, aber auch der Junge, ein Mädchen, der Sommer, die Sonne, der Strand, die Freude. Alles klar? Erinnerst du dich? Das sind alles Nomen mit dem dazugehörigen Artikel.

Und jetzt werden wir in einer kleinen Sprachbetrachtung ein Nomen beobachten. Es verändert sich nämlich, wenn es in verschiedenen Sätzen auftaucht, je nachdem in welchem Fall es steht. Du wirst staunen!

Nehmen wir doch das Wort „Junge“. Das ist ein Nomen. Und wir setzen noch einen Artikel davor: „Der Junge“ heißt es dann. Damit machen wir einen Satz:

Der Junge hat ein Eis.

Jetzt steht „Der Junge“ noch in der Grundform. Ganz normal: DER JUNGE.

Achte nun aber in den folgenden Sätzen darauf, wie sich „Der Junge“ verändert.

Die anderen Sätze sind:

Das Eis des Jungen schmeckt lecker.

Das Mädchen gibt dem Jungen ein Eis.

Das Mädchen findet den Jungen nett.

Seht ihr das? Im ersten Fall heißt es ganz normal: Der Junge, aber im zweiten Fall heißt es des Jungen, im dritten Fall dem Jungen und im vierten Fall den Jungen.

Das sind die vier verschiedenen Fälle, in denen ein Nomen stehen kann. Sie heißen: Wer-Fall oder Nominativ. Wessen-Fall oder Genitiv Wem-Fall oder Dativ. und Wen-Fall oder Akkusativ.

Je nachdem, welcher Fall es ist, werden Nomen und Artikel ein bisschen anders geschrieben und gesprochen. Nur im ersten Fall stehen Nomen und Artikel in der Grundform. Das ist der Nominativ.

Ich sage immer:

Im Nominativ fühlt sich das Nomen am wohlsten.

Es muss sich nämlich nicht verändern oder anpassen.

Aber das ist nicht das einzige Merkmal des Nominativs. Mindestens genauso wichtig ist, dass das Nomen im Nominativ die Frage: Wer? oder was? beantwortet.

Der Junge hat ein Eis.
Wer hat ein Eis? Die Antwort ist: „Der Junge“

Hier beschreibt unser Nomen also, wer etwas hat oder tut oder ist.

In den anderen Fällen geht es nicht um die Frage „Wer?“, sondern um andere Fragen. Über diese Fragen erkennen wir den Fall, in dem ein Nomen steht. Aber heute steht der Nominativ im Mittelpunkt.

Wenn wir die Wer oder Was-Frage nach etwas stellen und beantworten können, steht das Nomen im Nominativ.

Auch, was wir vorher besprochen haben, wiederhole ich noch einmal zum Mitschreiben:

Ein Nomen kann in 4 Fällen stehen.

Der erste Fall heißt Nominativ.

Im Nominativ stehen Nomen und Artikel in der Grundform.

Im Nominativ ist das Nomen die Antwort auf eine WER-Frage.

Das Wichtigste hier ist die WER-Frage. Und darum präge dir bitte folgenden Merksatz ein:

Wer oder was? Der Nominativ.

Ich weiß schon. Hundertprozentig verstehen kann man das auf Anhieb nicht. Darum ist es wichtig, dass wir jetzt noch ein bisschen üben. Mit der Frage „Wer?“ suchen wir gemeinsam nach dem Nomen, das im Nominativ steht. Wir nehmen dafür ganz neue Sätze.

Der Teddy hat ein kuscheliges Fell.

Ich frage: Wer?

Die Antwort ist: Der Teddy. Der Teddy steht hier also im Nominativ.

Der Kakao tropft auf den Rock des kleinen Mädchens. Keine Unterstreichungen Ich frage: Wer oder was tropft?

Die Antwort ist: Der Kakao. Der Kakao steht also im Nominativ.

Deswegen ist das Mädchen traurig. Keine Unterstreichungen

Meine Frage: Wer ist traurig?

Das Mädchen.

„Das Mädchen“ steht hier also im Nominativ!

Noch ein Satz: Der Teddy tröstet das Mädchen.

Wer tröstet das Mädchen?

Richtig. Der Teddy.

Das Mädchen freut sich darüber.

Letzte Frage: Wer freut sich?

Richtig. Das Mädchen.

Das kannst du auch alleine weiter üben. Nimm ein Buch oder eine Zeitung, lies einen Satz vor und frage dich: „Wer oder was?“

Ich bin mir sicher, dass du den Nominativ und die anderen Fälle bald im Gefühl hast, denn du bist ja fleißig und wirst bestimmt noch ein bisschen üben. Stimmt´s?

Wer oder was ist fleißig?

Na, du!!

Tschüss!!

104 Kommentare
  1. Suuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuper!!!!!!!!!!

    Von Doffel, vor 4 Monaten
  2. ich werde mit ansage eine GUTENoteschreiben#

    Von Gebrekidanketema, vor 4 Monaten
  3. Ich fand das Video gut und hab auch alles verstanden.

    Von Kmoettle, vor 4 Monaten
  4. Es war toll.Supre!! :)

    Von Sandra C., vor 4 Monaten
  5. Super Erklärungen

    Von Alexander Marinovic, vor 5 Monaten
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Der 1. Fall: Nominativ Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der 1. Fall: Nominativ kannst du es wiederholen und üben.

  • Was ist der Nominativ? Zeige auf.

    Tipps

    Im folgenden Satz steht das Mädchen im Nominativ. Mit welcher Frage kannst du nach diesem Satzteil fragen?

    • Das Mädchen hat ein Eis.
    Lösung

    Ein Satz besteht aus einem Subjekt, einem Prädikat und einem Objekt. Das Subjekt im Satz steht immer im Nominativ. Hier ein Beispiel:

    • Das Mädchen hat ein Eis.
    Das Subjekt in dem Satz ist das Mädchen. Das Wort Mädchen zählt zu der Wortart Nomen. Das Wort das zählt zu der Wortart Artikel. Beide Wörter zusammen bilden das Subjekt im Satz. Hier kommt der Nominativ ins Spiel, denn er bestimmt, dass die beiden Wörter in der Grundform stehen. Die Grundform ist das Mädchen. Du kannst diesen Teil des Satzes ganz einfach mit der Frage Wer oder was? erfragen:

    • Wer (oder was) hat ein Eis? - Das Mädchen.
  • Welcher Satzteil steht im Nominativ? Bestimme.

    Tipps

    Nach dem Nominativ fragst du mit: Wer oder was?

    Wer oder was tröstet das Mädchen?

    Lösung

    Im Deutschen gibt es vier Fälle. Der Nominativ ist der 1. Fall. Den Nominativ erkennt man auch daran, dass der Artikel und das Nomen in der Grundform stehen. Zu jedem Nomen gibt es einen passenden Artikel. Bei dem Wort Teddy ist der passende Artikel der. Du kannst auch mit der Frage Wer oder was? nach dem Nominativ fragen. Hier ein Beispiel:

    • Der Teddy hat ein kuschliges Fell. Wer oder was hat ein kuschliges Fell? Der Teddy.
    Du kannst also mit der passenden Frage nach dem Nominativ fragen. Du siehst aber auch, dass der Teddy in der Grundform steht. Somit ist der 1. Fall bewiesen.

  • Wie erfragst du den Nominativ? Ermittle.

    Tipps

    Die passende Frage zu dem Satz Das Kind sitzt auf der Bank. ist Wer sitzt auf der Bank?

    Denke daran, dass der Nominativ auch hinter dem Verb stehen kann. Zum Beispiel:

    • Kathrin mag Pizza besonders gern.
    • Pizza mag Kathrin besonders gern.
    Wer mag Pizza? Antwort: Kathrin mag Pizza.

    Lösung

    Der Nominativ ist der 1. Fall. Mit dem Nominativ kannst du das Nomen in der Grundform im Satz erfragen. Du erfragst das Nomen im Nominativ mit der Frage Wer oder was? Du kannst auch Wer-Frage dazu sagen.

    Ein Beispiel:

    • Im Bett liegt das Kaninchen - Was liegt im Bett? Antwort: Das Kaninchen
    In dem Beispiel siehst du zuerst einen Satz. Die passende Frage lautet Was liegt im Bett? Du fragst hier nicht mir Wer?, sondern mit dem Fragewort Was?. Die Antwort auf die Frage lautet das Kaninchen. Somit weißt du, dass das Nomen Kaninchen mit dem Artikel das in der Grundform, also im Nominativ, steht.

  • Welche Wörter im Zeitschriftenartikel stehen im Nominativ? Erfasse sie.

    Tipps

    Im Nominativ steht das Nomen häufig in der Grundform. Die Grundform kann so lauten:

    • das Mädchen
    • das Telefon
    • der Junge

    Wörter im Nominativ müssen nicht immer nur aus einem Nomen und einem Artikel bestehen. Zahlwörter, die das Nomen näher beschreiben, zählen auch dazu:

    • zwei Mädchen
    • viele Jungen

    Lösung

    In jedem vollständigen Satz gibt es ein Subjekt. Das Subjekt in einem Satz steht immer im Nominativ. Es wird aus einem Nomen oder Pronomen (zum Beispiel: ich, du, er, sie, es...) gebildet. Den Nominativ erfragst du mit der Frage Wer oder was?.

    Achte darauf, dass auch die Zahlwörter vor den Nomen zum Satzglied gehören. Hier sind Beispiele aus der Aufgabe:

    • Morgens wunderten sich einige Anwohner. - Wer wunderte sich morgens? Antwort: Einige Anwohner.
    • Die ersten Kinder kamen schon früh mit Löffeln vorbei, um die Köstlichkeit zu probieren. - Wer kam schon früh mit Löffeln vorbei? Antwort: Die ersten Kinder.

  • In welchen Sätzen steht der Junge im Nominativ? Gib an.

    Tipps

    Beim Nominativ steht das Nomen mit Artikel in der Grundform. Hier ein Beispiel:

    • Der Ball liegt auf der Straße.

    Lösung

    Im Nominativ stehen Nomen und Artikel in der Grundform. Das heißt, dass sie nicht verändert werden. Jedes Nomen hat einen passenden Artikel, bei dem Nomen Junge ist der passende Artikel der. Steht in einem Satz also der Junge unverändert, steht der Satzteil im Nominativ. Mit der Frage Wer oder was? fragst du nach dem Nominativ im Satz. Hier ein Beispiel:

    • Der Junge hat ein Eis. Wer (oder was) hat ein Eis? Der Junge.
    Dies ist der einzige Satz, wo der Junge im Nominativ steht. In allen anderen Sätzen steht der Junge in einem anderen Fall.

  • In welchem Fall steht das Nomen Hund in den Sätzen? Gib an.

    Tipps

    Den Dativ erfragst du mit der Wem-Frage.

    Den Akkusativ erfragst du mit Wen oder was?.

    Lösung

    In dieser Aufgabe musstest du dir das Nomen Hund besonders gründlich anschauen. In dem Satz Der Hund sitzt gerne in seiner Hütte. steht das Nomen Hund im Nominativ. Du fragst Wer sitzt gerne in seiner Hütte? Antwort: der Hund. Neben dem 1. Fall Nominativ gibt es auch noch drei weitere Fälle.

    Der 2. Fall heißt Genitiv. Du erfragst den Genitiv mit der Wessen-Frage. Das Nomen Hund steht im folgenden Satz im Genitiv: Der Name des Hundes ist Terry. - Wessen Name ist Terry? Antwort: des Hundes.

    Im 3. Fall, dem Dativ, fragst du mit Wem? nach dem Nomen Hund. In diesem Satz steht das Nomen im Dativ: Der Nachbar gibt dem Hund einen Knochen. - Wem gibt der Nachbar einen Knochen? Antwort: dem Hund.

    Der 4. Fall wird Akkusativ genannt. Das Nomen Hund erfragst du mit Wen oder was?: Alle finden den Hund einfach wunderbar. - Wen finden alle wunderbar? Antwort: den Hund.