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Argumente und Argumentation

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Team Digital
Argumente und Argumentation
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Beschreibung Argumente und Argumentation

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, Argumente mit Begründung und Beispielen auszuformulieren.

Zunächst lernst du, wie man Argumente richtig darlegt. Anschließend zeigen wir dir, was These und Antithese sind. Abschließend lernst du, wie man im Fünfsatz argumentiert.

Lerne etwas übers Argumentieren, indem du Dracula dabei begleitest, wie er auf einer Demo für den öffentlichen Zugang von Blutbanken demonstriert.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Argument, These, Meinung, Begründung, Beispiel, Beleg, Pro, Kontra, Gegenargument, begründen, belegen, Fünfsatz.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, Erörterungen zu schreiben.

Transkript Argumente und Argumentation

Wenn es um den öffentlichen Zugang zu Blutbanken geht, hat Dracula eine klare Meinung. „Blut ist gut! Blut ist gut! Blut ist gut!“ Auch wenn das Thema umstritten ist, argumentiert Dracula gerne FÜR das Öffnen von Blutbanken für ALLE - auch für Vampire. „Blut ist gut! Blut ist gut! Blut ist gut!“ Aber wie schafft er es nur, seine Argumente richtig zu formulieren? In diesem Video zeigen wir dir, wie du Argumente richtig darlegst, These und Antithese bestimmst und im Fünfsatz argumentierst. Warum du das brauchst? Im Leben wirst du dir oft zu strittigen Themen eine Meinung bilden oder zu einem Problem argumentativ Stellung nehmen müssen. Das gehört in einer Demokratie dazu. Auch in schriftlichen Stellungnahmen und Erörterungen in der Schule legst du deinen Standpunkt mit Argumenten dar. Jedes einzelne Argument muss dabei nach bestimmten Regeln aufgebaut werden. Es besteht üblicherweise aus drei Teilen: Behauptung, auch These genannt, Begründung und Beispiel bzw. Beleg. Als Eselsbrücke kannst du dir die 3 Bs merken. Lass uns das an einem Beispiel verdeutlichen. Angenommen du müsstest zur Streitfrage „Brauchen wir eine Frauenquote?“ ein Argument ausarbeiten. Du beginnst mit einer klaren Aussage, deiner Behauptung bzw. These. „Firmen mit einem hohen Frauenanteil in führenden Positionen sind erfolgreicher.“ Damit du diese Behauptung stützen kannst, musst du jetzt ein gutes Argument bzw. eine Begründung anbringen, warum du diese These aufstellst. „Frauen sehen die Dinge oft anders als Männer und kurbeln damit Diskussionen an, was wiederum Raum für kreative Ideen schafft und neue Denkansätze zulässt.“ Siehst du, wie deine Begründung die anfängliche Behauptung stützt und dein Argument so stärker macht? Um dein Argument abschließend zu sichern, kommt es nun darauf an, deine Begründung mit einem möglichst konkreten Beispiel zu belegen. „So zeigt zum Beispiel eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass Unternehmen mit einer festen Frauenquote ein signifikant besseres wirtschaftliches Ergebnis erzielen.“ Aufgepasst! Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Beispiele zu finden. Du kannst eigene Erfahrungen und Erlebnisse beschreiben. Außerdem eignen sich Fallbeispiele, z. B. aus den Medien. Besonders überzeugend sind auch nachweisbare Tatsachen, wie statistische Angaben. Als Beispiel eignen sich auch anerkannte Werte und Normen. Außerdem kannst du dich auf anerkannte Autoritäten, wie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, berufen. Jetzt hast du mit Behauptung, Begründung und Beispiel argumentiert. Manchmal kann es sein, dass du zu einem strittigen Thema oder einer Problemfrage UNTERSCHIEDLICHE Standpunkte einnehmen musst. Man spricht dann von These und Antithese. Ein zu erörterndes Thema im Unterricht kann z. B. die Streitfrage sein: „Soll aktive Sterbehilfe erlaubt werden?“. Eine These ist die Behauptung, die den eigenen Standpunkt beschreibt und die man belegen muss. Dein Standpunkt könnte lauten: „Aktive Sterbehilfe sollte erlaubt werden.“ Die Antithese (Gegenbehauptung) ist DIE Behauptung, die die Gegenmeinung beschreibt. Zur eben genannten These wäre das dann: „Aktive Sterbehilfe soll NICHT erlaubt werden.“ Argumente (oder Begründungen) nennt man alle Aussagen, die eine These oder Antithese stützen und überzeugend machen. Die Argumente FÜR die These sind die Pro-Argumente. Entsprechend heißen alle Argumente für die Antithese - also die GEGEN die These sprechen - Kontra-Argumente. Pro- und Kontra-Argumente werden unter Anderem bei einer dialektischen Erörterung benötigt. Wie du jetzt weißt, geht es beim Argumentieren darum, die eigene Meinung überzeugend zu begründen. Dabei kann man fünf Schritte durchlaufen: Man benennt den aktuellen Anlass der Argumentation (Schritt 1), formuliert seine Meinung, also die These (Schritt 2) und nennt Argumente (Schritt 3), die man anhand von überzeugenden Beispielen belegt (Schritt 4). Schließlich formuliert man eine Schlussfolgerung bzw. zieht ein Fazit (Schritt 5). Lass uns das mal am Beispiel der Streitfrage „Sollen Schönheitsoperationen für Minderjährige verboten werden?“ durchspielen. Du beginnst mit einem aktuellen Anlass: „Im Artikel „Ich hasse meinen Körper“ aus dem Magazin „Der Spiegel“, wird davon berichtet, dass immer mehr Minderjährige sich für kosmetische Eingriffe, sogenannte Schönheitsoperationen, entscheiden.“ Jetzt folgt deine These: „Ich bin der Meinung, dass eine Schönheitsoperation in jungen Jahren sich häufig als Fehlentscheidung entpuppt und schwere psychische und physische Folgen mit sich bringt.“ Deine These musst du jetzt mit Argumenten begründen: „Hierfür spricht die hohe Zahl an Schönheitsoperationen, die rückgängig gemacht werden. Außerdem klagen viele Patientinnen und Patienten über Schmerzen an den operierten Körperstellen. Zusätzlich leiden einige Menschen im Nachhinein unter Spott, weil viele Eingriffe nicht das gewünschte Ergebnis erzielen und oftmals sogar die Betroffenen entstellen.“ Für diese Argumente folgt nun ein überzeugendes Beispiel: „Der Sozialwissenschaftler Sebastian Schwert untersucht z. B. aktuell die Spätfolgen von kosmetischen Eingriffen bei Minderjährigen. Er warnt die Jugend vor vorschnellen Entscheidungen für eine Schönheitsoperation.“ Schließlich brauchen wir ein Fazit: „Somit lässt sich sagen, dass ein Verbot von Schönheitsoperationen für Minderjährige vor schweren Folgen schützen kann.“ Jetzt hast du im Fünfsatz argumentiert! Deine Argumentation kann noch überzeugender werden, wenn du vor dem Erörtern deines Standpunktes Gegenargumente aufgreifst und diese entkräftest. Du erklärst, warum das Argument nicht überzeugt und nennst ein Argument für den eigenen Standpunkt. „Das Argument, dass Minderjährige oft zu sehr unter ihrem Aussehen leiden, ist zwar nachvollziehbar, aber viel entscheidender ist, dass das eigene Körperbild der Jugendlichen durch soziale Medien verzerrt und mit unrealistischen Erwartungen belegt wird. Dadurch ist die Selbstwahrnehmung der Minderjährigen so gestört, dass sie ihre eigenen Körper oftmals nicht schön genug finden.“ Lass uns das Wichtigste noch einmal zusammenfassen! Ein gutes Argument besteht immer aus Behauptung (These), Begründung und Beispiel bzw. Beleg. Deine Behauptung sollte eine klare Aussage sein. Die Begründung hilft, die Behauptung zu stützen. Ein Beispiel bzw. Beleg sichert deine Argumente zusätzlich. Eine These nennt man die Behauptung, die den eigenen Standpunkt beschreibt. Eine Antithese nennt man die Gegenbehauptung, die für die Gegenmeinung spricht. Argumente, die FÜR eine These sprechen, nennt man Pro-Argumente. Argumente, die GEGEN eine These sprechen, heißen Kontra-Argumente. Um besonders überzeugend zu argumentieren, kannst du den Fünfsatz nutzen. Und wie läufts bei Dracula? Der scheint auf der falschen Demo gelandet zu sein... „Blut ist gut! Blut ist gut! Blut ist gut!“ ... oder doch nicht?

15 Kommentare

15 Kommentare
  1. Video zu den Deutsch Übungen

    Von Benjamin, vor 20 Tagen
  2. Ist nicht schlecht

    Von Baba Kingman, vor 21 Tagen
  3. dieses Video hat mir nicht so viel geholfen da dort sehr sehr viele begriffe wahren von denen ich als 6 klässler noch nie etwas gehört habe sonnst aber eigentlich ganz gut

    Von Damir Hrbinic, vor 21 Tagen
  4. hat mir geholfen

    Von Happy Halloween, vor 23 Tagen
  5. Goog video

    Von Marvin, vor 30 Tagen
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Argumente und Argumentation Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Argumente und Argumentation kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die drei Bestandteile eines Arguments.

    Tipps

    Denke an die Eselsbrücke: B-B-B.

    Lösung

    Ein Argument besteht immer aus drei Bestandteilen:

    1. Behauptung: Dabei stellst du in einem Satz eine These auf.
    2. Begründung: Hier wird erklärt, warum du diese These vertrittst.
    3. Beispiel: Damit belegst du deine These mit einem konkreten Beispiel und unterstreichst damit die aufgestellte Behauptung.

  • Gib die richtige Reihenfolge des Fünfsatzes wieder.

    Tipps

    Zu Beginn einer Argumentation ist es wichtig, Bezug zu einem aktuellen Anlass herzustellen.

    Lösung

    Der Fünfsatz ist eine Methode für eine gelungene Argumentation. Er besteht aus drei Teilen.

    Zu Beginn erklärst du in einem Einleitungssatz die aktuelle Relevanz des Themas (1). Außerdem formulierst du eine These (2).

    Danach schreibst du den Hauptteil. Darin stellst du deine Argumente (3) vor, welche die aufgestellte These belegen. Es werden Begründungen und überzeugende Beispiele (4) präsentiert.

    Zum Schluss schreibst du ein Fazit (5).

  • Entscheide, welcher Beispieltyp zu welchem Textabschnitt passt.

    Tipps

    Die persönliche Freiheit ist ein Menschenrecht und somit ein zentraler Wert unserer Gesellschaft.

    Anerkannte Autoritäten sind zum Beispiel Wissenschaftler*innen an einer Universität.

    Lösung

    Es gibt verschiedene Arten von Beispielen/Belegen. Meistens sind diese dadurch zu unterscheiden, von welchem Verfasser oder welcher Verfasserin die Belege stammen.

    • Eigene Erfahrungen: Erlebnisse, die man in seinem eigenen Leben gemacht hat.
    • Fallbeispiele: Beispiele, die von Medien ausgeführt wurden.
    • Nachweisbare Tatsachen: Belege, die innerhalb einer Statistik veröffentlicht wurden und durch Zahlen belegbar sind.
    • Anerkannte Normen und Werte: Beispiele, die in unserem Grundgesetz oder in den Menschenrechten festgeschrieben sind und nach denen eine Gesellschaft handelt.
    • Anerkannte Autoritäten: Beispiele und Belege, die von Wissenschaftler*innen formuliert wurden.
  • Erläutere den Aufbau einer linearen Erörterung.

    Tipps

    Die persönliche Meinung spielt erst im Schlussteil eine wichtige Rolle.

    Die Behauptung (These) muss vor den Argumenten formuliert werden.

    Lösung

    Eine schlüssige Argumentation kann in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert werden.

    In der Einleitung wird ein aktueller Bezug zum Thema erläutert. Dadurch machst du dem Leser / der Leserin die Relevanz der Argumentation deutlich. Danach verfasst du die Ausgangsbehauptung – die These.

    Im Hauptteil begründest du die aufgestellte These mithilfe von Beispielen und Belegen. Dafür kannst du verschiedene Beispieltypen heranziehen. Bei einer linearen Erörterung solltest du die Argumente zudem gewichten und mit dem schwächsten Argument beginnen.

    Im Schluss kann dann die eigene Meinung formuliert werden. Außerdem zieht man ein Fazit in Bezug auf die anfängliche These.

  • Zeige zu jeder These die passende Antithese auf.

    Tipps

    These und Antithese widersprechen sich.

    Lösung

    Die Antithese ist die Gegenbehauptung zur Ausgangsthese.

    Eine These wird mit Pro-Argumenten belegt. Die Belege einer Antithese nennt man Kontra-Argumente. Es werden somit zwei Aspekte gegenübergestellt, die sich im Grunde widersprechen.

  • Bestimme die Pro- und Kontra-Argumente der These.

    Tipps

    Die Argumente für eine These heißen Pro-Argumente. Die Argumente, die die These widerlegen, nennt man Kontra-Argumente.

    Es gibt sowohl drei Pro-Argumente als auch drei Kontra-Argumente.

    Lösung

    Bei der Diskussion über die These Hausaufgaben gehören abgeschafft gibt es verschiedene Standpunkte. Einige Argumente belegen die These und werden somit als Pro-Argumente verstanden. Andere Argumente widerlegen die These und diese nennt man dann Kontra-Argumente. Die Pro-Argumente werden der These zugeordnet, die Kontra-Argumente der Antithese – also der Gegenbehauptung.

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