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Was sind Adverbien?

Bei Adverbien (Umstandwörtern) handelt es sich um eine bestimmte Wortart. Sie beschreiben die Umstände einer Situation oder die Eigenschaften einer Person oder Sache näher. Adverbien sind nicht flektierbar, dass heißt sie passen ihre Form nicht an Person, Numerus oder den Fall an, was sie von Adjektiven unterscheidet. Dabei können Adverbien ganz verschiedene Wortarten näher bestimmen:

  • Er ging nach hinten. (Verb)
  • Heute ist ein besonders schöner Tag. (Adjektiv)
  • Die Tante wollte sehr bald wegfahren. (Adverb)
  • Der Schlüssel ist hier. (Nomen)

Funktionen von Adverbien

Die Wortart der Adverbien muss unterschieden werden von deren Funktion im Satz. Ein Adverb wird vor allem adverbial, prädikativ und attributiv verwendet.

  • adverbial: Gestern sind wir angekommen. Das Adverb gestern beschreibt das Verb angekommen genauer.
  • prädikativ: Dieser Tag war anders. Das Adverb anders beschreibt den Tag näher.
  • attributiv: Euer Verhalten heute ist nicht schön. Das Adverb heute beschreibt das Verhalten genauer.

Darüberhinaus kann es auch als Satzadverb, Frageadverb, Pronominaladverb oder Konjunktionaladverb gebraucht werden.

Satzadverbien werden für die Bewertung einer Situation oder einer Handlung verwendet. Im Gegensatz zu andern Adverbien beziehen sich Satzadverbien also nicht auf ein Wort oder einen Satzteil, sondern auf die gesamte Aussage eines Satzes:

  • Hoffentlich schreiben wir morgen keine Klassenarbeit.
  • Ich muss ihnen leider absagen.

Typen von Adverbien

Adverbien können in unterschiedliche Typen eingeteilt werden, je nach den Informationen die die zusätzlich geben, um eine Situation näher zu beschreiben. Zu den meist verwendeten Adverbien gehören Temporal- (Zeit) und Lokadverbien (Ort).

  • Bereits gestern war ich mit den Hausaufgaben fertig. (Temporaladverb)
  • Am Ende sind wir irgendwo abgebogen. (Lokaladverb)

Temporaladverbien bestimmen die Zeit einer Situation genauer. Du erfragst diese Adverbien mit Wo/Wohin/Woher? Zu ihnen zählen zum Beispiel: bereits, bisher, danach, endlich, gestern, immer, inzwischen, neulich, nie, sofort, stets, vorhin etc. Lokaladverbien geben genauere Angaben zum Ort einer Handlung. Du erfragst diese Adverbien mit Wann/Wie lange/Wie oft/Bis wann/Seit wann? Dazu gehören unter anderen: außen, da, dort, fort, hier, hierhin, hinten, irgendwo, links, nebenan, überall, unten, vorn etc.

Außerdem gibt es Adverbien, die einen Grund (Kausaladverbien) oder die Art und Weise (Modaladverbien) einer Handlung angeben:

  • Deswegen sind wir zu spät gekommen. (Kausaladverb)
  • Mir war ganz übel durch die Autofahrt. (Modaladverb)

Kausaladverbien sind zum Beispiel: also, dadurch, darum, demnach, deshalb, folglich, trotzdem etc. Zu den Modaladverbien gehören: äußerst, beinahe, ebenfalls, fast, ganz, genauso, gern, kaum, leider, sehr, so, vielleicht, wirklich etc.

Steigerung von Adverbien

Normalerweise sind Adverbien (Umstandswörter) unveränderlich, also nicht flektierbar. Es gibt aber einige wenige Ausnahmen, bei denen Steigerungsformen gebildet werden können: bald, gern, oft, wohl.

Die Adverbien haben die folgenden Steigerungsformen:

  • bald - eher - am ehesten
  • wohl - wohler - am wohlsten
  • gern - lieber - am liebsten
  • oft - öfter - am häufigsten