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Xylol – Ein Lösemittel und seine Eigenschaften 02:18 min

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Transkript Xylol – Ein Lösemittel und seine Eigenschaften

Ob Klebstoffe, Farben, Reiniger oder Lacke, fast immer ist das Lösungsmittel Xylol enthalten. Gerät man mit diesem hochgiftigen Stoff in Hautkontakt, kann das die Gesundheit teuer zu stehen bekommen. Trotz der akuten Gesundheitsrisiken werden Xylole wegen ihrer guten technischen Eigenschaften weiterhin in erheblichen Mengen verarbeitet. In den USA werden jährlich mehr als vierhundertfünfzigtausend Tonnen Xylol produziert. Chemisch gesehen gehören Xylol-Verbindungen zur Gruppe der aromatischen Kohlenwasserstoffe. Meistens kommt ein Xylol gemischt zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine farblose, leicht ölige Flüssigkeit mit einem charakteristischen süßen Geruch. Xylole sind leicht entflammbar und entweichen schnell, sodass die Dämpfe rasch in die Raumluft übergehen. Genau hier liegt die Gefahr. In den Körper schleicht sich Xylol vor allem über die Atemwege. Das passiert auch beim vermeintlich harmlosen Heimwerken. Während des Klebens entweicht Xylol unmerklich aus dem Klebstoff und wirkt schon innerhalb kurzer Zeit auf das zentrale Nervensystem. Spürbare Folgen sind Sehstörungen, plötzliche Kopfschmerzen, Brechreiz und Schwindelattacken. Je länger und intensiver Xylol eingeatmet wird, desto heftiger gerät der Körper aus dem Gleichgewicht. Unter Umständen bis zur Bewusstlosigkeit. Gelangt Xylol auf die bloße Haut oder gar in die Augen, kommt es zu heftigen Reizungen. Ein entsprechender Schutz ist hier unbedingt erforderlich. Xylolhaltige Produkte müssen namentlich gekennzeichnet und mit den Warnhinweisen „ätzend“ und „leicht entflammbar“ versehen sein. Wer Lacke und Farben in Wohnräumen verwendet sollte sich für Produkte mit ungefährlicheren Lösemitteln entscheiden. Diese Vorsicht lohnt sich, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass mehr als die Hälfte der eingeatmeten Xyloldämpfe vom Körper aufgenommen werden. Xylol wird im Fettgewebe gespeichert und erst sehr langsam über die Nieren wieder ausgeschieden. So entstehen mit der Zeit regelrechte Xylol-Depots im Körper. Inwiefern der Stoff auch Krebs verursacht ist noch nicht geklärt.