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Erstellen von Steckbriefen wichtiger Chemikalien 05:46 min

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Transkript Erstellen von Steckbriefen wichtiger Chemikalien

Hallo! Weißt du was ein Steckbrief ist? Eigentlich verwendet man ja einen Steckbrief um flüchtige Verbrecher zu fassen. Das bedeutet, es finden sich in einem Steckbrief die wichtigsten Informationen zu einer Person. Das ist zum einen der Name und das Geburtsdatum, zum anderen der Beruf oder andere wichtige Dinge.

Charakterisierung eines Stoffs

Nun kann so ein Steckbrief aber auch in anderen Bereichen verwendet werden. Man kann ihn auch nutzen, um einen chemischen Stoff zu charakterisieren. Das bedeutet, dass dieser Steckbrief die wichtigsten Informationen über diesen Stoff enthält. So lässt sich auf einem Blick erkennen, welche Eigenschaften ein Stoff besitzt und was ihn von anderen Stoffen unterscheidet. Wie genau so ein Stoffsteckbrief erstellt wird, möchte ich dir in diesem Video zeigen.

Der Inhalt eines Steckbriefes

Als erstes wollen wir uns einmal ansehen, welche Informationen so ein Steckbrief enthält. Unser Steckbrief soll uns helfen chemische Stoffe anhand ihrer charakteristischen Merkmale zu unterscheiden. Da chemische Stoffe eine große Zahl verschiedener Merkmale besitzen, lassen diese sich sehr gut in einem Steckbrief zusammenfassen.

Er enthält den Namen des Elements oder der Verbindung, die chemischen Eigenschaften und die Verwendung des Stoffes. Zunächst lernst du nun die wichtigsten Eigenschaften von Stoffen der Reihe nach kennen. Danach schauen wir uns an, wie du sie dann in einem Steckbrief zusammen fassen kannst.

Der Aggregatzustand

Du wirst sehen, dass unsere Sinne uns beim Erkennen von Eigenschaften eine große Hilfe sind. Das erste Merkmal mit dem wir uns beschäftigen wollen, ist der Aggregatzustand. Er gibt an, ob ein Stoff bei Raumtemperatur gasförmig, flüssig oder fest ist.

Farbe und Geruch der Stoffe

Als nächstes kann ein Stoff an seiner Farbe erkannt werden. In der Chemie kommen Stoffe in den verschiedensten Farben vor. Sie sind also wichtig, um einen Stoff zu identifizieren. Selbst wenn ein Stoff farblos ist, ist dies ein wichtiges Merkmal. Dann kannst du dir sicher vorstellen, dass auch der Geruch eine wichtige Rolle spielt. Es gibt Stoffe die sehr stechend riechen, aber es gibt auch welche die zum Beispiel süßlich riechen. Manche Stoffe sind allerdings auch geruchlos.

Siede- und Schmelztemperatur

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Löslichkeit in Wasser. Viele Stoffe lassen sich gut in Wasser lösen. Andere lösen sich fast gar nicht. Die letzten beiden Eigenschaften sind die Siede- und die Schmelztemperatur von Stoffen. Diese beiden Temperaturen können sehr charakteristisch für einen Stoff sein.

Du hast nun die wichtigsten Eigenschaften kennen gelernt. Nun wollen wir uns einmal ansehen, wie so ein Chemikaliensteckbrief aussieht. Die Eigenschaften eines Stoffes kannst du mit Experimenten selbst bestimmen, du kannst aber auch in Büchern und im Internet zu Eigenschaften und Verwendung recherchieren.

Schwefel Steckbrief

Wir wollen uns jetzt einmal den Steckbrief des Schwefels genauer ansehen. Schwefel ist ein hell-gelbes Pulver. Du kannst hier also schon erkennen, dass seine Farbe hell-gelb ist und der Aggregatzustand des Schwefels fest ist. Schwefel ist eine geruchlose Substanz. Wenn wir versuchen etwas Schwefel in Wasser zu lösen, werden wir feststellen, dass er in Wasser unlöslich ist.

Der Schmelzpunkt des Schwefels liegt bei 115,2 Grad Celsius und sein Siedepunkt bei 445 Grad Celsius. Verwendet wird Schwefel für die Herstellung von Zündhölzern, in der chemischen Industrie und zur Herstellung von Gummireifen. Wir wollen uns nun noch den Steckbrief von Natriumchlorid ansehen.

Steckbrief des Natriumchlorid

Bei Natriumchlorid handelt es sich um Kochsalz. Es ist farblos und sein Aggregatzustand ist fest. Natriumchlorid ist eine geruchlose Substanz. Wenn du versuchst Natriumchlorid in Wasser zu lösen, wirst du feststellen, dass es sich sehr schnell komplett auflöst, die Löslichkeit in Wasser ist also sehr gut. Der Schmelzpunkt von Natriumchlorid liegt bei 801 Grad Celsius und der Siedepunkt bei 1465 Grad Celsius. Man verwendet Natriumchlorid zum Kochen, in der Industrie oder im Winter als Streusalz.

Zusammenfassung zu chemikalischen Steckbriefen

Du hast heute gelernt, was ein Steckbrief ist und dass man ihn auch für Verbindungen und Elemente verwenden kann. Du weißt nun, welche Eigenschaften in einem Steckbrief enthalten sein müssen und dass es sich bei den wichtigsten Eigenschaften um den Namen, den Aggregatzustand, die Farbe, den Geruch, die Löslichkeit in Wasser, den Schmelzpunkt und den Siedepunkt handelt.

Als Beispiele haben wir uns hierzu die Steckbriefe von Schwefel und Natriumchlorid angesehen. Wenn du viele Steckbriefe für verschiedene Stoffe anlegst, kannst du viele Stoffe, die dir im Labor und im Alltag begegnen ganz leicht erkennen.

2 Kommentare
  1. Sehr schön beschrieben 👍🏻😁

    Von Dresdensummer, vor 10 Monaten
  2. Dankeschön für die gute Vorlage bei Natriumchlorid.

    Von Frankslk, vor mehr als 4 Jahren

Erstellen von Steckbriefen wichtiger Chemikalien Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erstellen von Steckbriefen wichtiger Chemikalien kannst du es wiederholen und üben.

  • Erstelle einen Steckbrief für Schwefel.

    Tipps

    Einige Eigenschaften kannst du schon optisch erkennen.

    Lösung

    Im Steckbrief zum Schwefel befindet sich zum einen sein Formelzeichen $S$. Dieses findest du im Periodensystem. Es ist wichtig, das Formelzeichen zu kennen, um später Reaktionsgleichungen und Formeln in der Chemie erkennen zu können. Außerdem findest du eine Reihe von charakteristischen Eigenschaften. Einige kannst du schon mit dem bloßen Auge erkennen, nämlich, dass es ein hellgelber Feststoff ist. Andere Eigenschaften kann man experimentell untersuchen oder in Tabellenwerken nachschlagen. Charakteristisch ist z.B. der Schmelzpunkt. Dieser liegt bei Schwefel bei 115,2°C. Auch die Löslichkeit ist eine wichtige Eigenschaft. Schwefel ist in Wasser unlöslich.

  • Nenne die Elemente, die in einen Steckbrief zu Chemikalien gehören.

    Tipps

    Überlege dir, welche Informationen über eine Chemikalie von Bedeutung sein können.

    Lösung

    In einem Steckbrief findest du immer die wichtigsten Informationen. So auch in einem Steckbrief zu Chemikalien. Enthalten sind:

    • Name des Stoffes
    • Stoffeigenschaften
    • Verwendung

  • Gib die Siedepunkte folgender Verbindungen an.

    Tipps

    Überlege dir, ob die Stoffe bei Raumtemperatur gasförmig, flüssig oder fest sind.

    Lösung

    Der Siedepunkt ist die Eigenschaft eines Stoffes, die beschreibt, ab welcher Temperatur der Stoff gasförmig wird. Stoffe, die bereits bei Raumtemperatur gasförmig sind, haben also einen sehr niedrigen Siedepunkt. In unserem Beispiel sind das Sauerstoff und Chlor. Den niedrigsten Siedepunkt hat Sauerstoff mit -183°C. Danach kommt Chlor mit -34°C. Nun kommen die Stoffe, die bei Raumtemperatur flüssig sind. Dazu gehören Ether (exakter: Diethylether) und Wasser. Ether ist eine sehr leicht flüchtige Flüssigkeit mit einem Siedepunkt, der nur knapp über der Raumtemperatur liegt (34,6°C). Den Siedepunkt von Wasser kennst du vielleicht. Dieser liegt bei 100°C. Zum Schluss kommt das Kochsalz. Dieser Stoff ist bei Raumtemperatur fest. Sein Siedepunkt liegt daher sehr hoch, nämlich bei 1413°C.

  • Kategorisiere die folgenden Stoffeigenschaften.

    Tipps

    Der Aggregatzustand ändert sich mit der Temperatur.

    Lösung

    Stoffe haben bestimmte Eigenschaften. Es ist wichtig, diese auch genau beschreiben zu können. Es gibt drei verschiedene Aggregatzustände. Angegeben wird immer der Aggregatzustand, den ein Stoff bei Raumtemperatur hat. Einige Stoffe, wie zum Beispiel Sauerstoff, sind gasförmig. Andere, wie Wasser, sind flüssig, und Aluminium ist zum Beispiel fest. Auch die Farbe von Stoffen kann ganz unterschiedlich sein. Selbst „farblos“ kann ein charakteristisches Merkmal sein. Den Geruch einer Verbindung zu beschreiben ist nicht immer ganz leicht. Einige Stoffe riechen süßlich, andere eher stechend. Sei immer vorsichtig, wenn du den Geruch von Chemikalien testen willst. Einige Verbindungen können sehr schädlich sein. Versuche doch einfach mal, die Stoffe in deiner Umgebung ganz genau zu beschreiben. Das hilft dir dann auch für den Chemieunterricht.

  • Nenne die Steckbriefdaten folgender Stoffe.

    Tipps

    Smp. = Schmelzpunkt

    Sieh genau hin und beschreibe, was du sehen kannst.

    Lösung

    Wenn du Reaktionen mit bestimmten Stoffen durchführen willst, dann ist es wichtig, ihren Namen und ihre Eigenschaften zu kennen. Einige wichtige Eigenschaften kannst du schon mit dem bloßen Auge erkennen. Wasser ist flüssig und das Kupfer ist fest. Auch die Farbe lässt sich erkennen. Kupfer ist rotbraun glänzend, wohingegen Wasser farblos ist. Die Formelzeichen von Elementen und Verbindungen sind in der Chemie sehr wichtig, weshalb du sie gut kennen solltest. Kupfer hat das Symbol $Cu$ und Wasser die Formel $H_2O$. Andere Eigenschaften lassen sich nur experimentell ermitteln oder nachschlagen. So zum Beispiel die Schmelz- und Siedepunkte. Den Schmelzpunkt von Wasser kennst du ja aber vielleicht schon. Ab welcher Temperatur fängt Eis an zu schmelzen? Genau, ab 0°C. Kupfer ist ein Feststoff. Der Schmelzpunkt liegt wesentlich höher, nämlich bei 1085°C. Auch die Löslichkeit in Wasser kann experimentell untersucht werden. Kupfer löst sich nicht in Wasser. Das kannst du dir vielleicht merken, da viele Rohre aus Kupfer sind, die sich natürlich nicht auflösen, wenn Wasser durchläuft.

  • Erstelle einen Steckbrief für Eisen.

    Tipps

    Viele Gegenstände, wie zum Beispiel Werkzeuge und Baumaterialien, enthalten Eisen.

    Lösung

    Eisen ist ein wichtiges Metall, vor allem für die Herstellung von Stahl. Die metallischen Eigenschaften kannst du auch sehen. Eisen ist nämlich grau metallisch glänzend. Außerdem ist Eisen ein Feststoff und hat wie alle Metalle einen sehr hohen Schmelzpunkt. Dieser liegt bei 1538°C. Einen Siedepunkt unter 20°C kann Eisen gar nicht haben, da es sonst bei Raumtemperatur (etwa 20°C) nicht mehr fest wäre. Das Formelzeichen ist nicht ganz einfach. Es leitet sich vom lateinischen Begriff ferrum ab und deshalb ist das Formelzeichen Fe. Eisen ist in Wasser unlöslich.