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Chemisches Gleichgewicht

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Götz Vollweiler
Chemisches Gleichgewicht
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Beschreibung Chemisches Gleichgewicht

Chemisches Gleichgewicht

Bei der Reaktion von Iod mit Wasserstoff zu Iodwasserstoff, $I_2~+~H_2~\rightleftharpoons~2~HI$, handelt es sich um eine Gleichgewichtsreaktion. Um das Wesen dieser Reaktion besser zu verstehen, starten wir mit einem kleinen Gedankenexperiment:

Der Apfelkrieg
Hast du schon einmal vom „Apfelkrieg“ gehört? Beim Apfelkrieg handelt es sich um ein Gedankenexperiment. Wir stellen uns einmal vor, dass Großvater und Enkel in einem Garten Äpfel immer wieder hin und her in das Spielfeld des anderen werfen. Jeder hat zu Beginn die gleiche Anzahl an Äpfeln, sagen wir 10 Äpfel. Nach einer gewissen Zeit lässt sich feststellen, dass sich ein Gleichgewicht eingestellt hat. Das heißt, egal wie lange Großvater und Enkel noch die Äpfel hin und her werfen. Die Anzahl der Äpfel in den jeweiligen Spielfeldern bleibt konstant. Beispielsweise liegen im Spielfeld des Großvaters immer 12 Äpfel und im Feld des Enkels demzufolge acht Äpfel. Dieses Phänomen gibt es auch in der Chemie – das chemische Gleichgewicht. Was genau ist das chemische Gleichgewicht? Diese Frage wollen wir im Folgenden beantworten.

Chemisches Gleichgewicht – Definition
Damit sich bei einer chemischen Reaktion überhaupt ein chemisches Gleichgewicht einstellt, muss diese eine wichtige Voraussetzung erfüllen: Die Reaktion muss reversibel, also umkehrbar sein. Mit einer allgemeinen chemischen Formelgleichung lässt sich das wie folgt ausdrücken:
$A+B \rightleftharpoons C+D$. Die zwei entgegengesetzten Reaktionspfeile stehen für die zeitgleich ablaufende Hin- und Rückreaktion.

Das chemische Gleichgewicht ist der Zustand einer Reaktion, bei dem sich die Konzentration von Edukten ( $A+B$) und Produkten ($C+D$) nicht mehr ändert. Man spricht dann auch von einer Gleichgewichtsreaktion.

Wichtig: Von außen betrachtet scheint die Reaktion still zu stehen, jedoch laufen in Wahrheit Hin- und Rückreaktion weiterhin mit identischer Geschwindigkeit ab. Zu jedem Zeitpunkt reagieren genauso viele Edukte zu Produkten wie umgekehrt. Das ist ein entscheidendes Merkmal des chemischen Gleichgewichts, es ist dynamisch.

Chemisches Gleichgewicht – Beispiele

Schauen wir uns dazu noch einmal die chemische Reaktion von Iod $I_2$ und Wasserstoff $H_2$ zu Iodwasserstoff $HI$ an: $H_2 + I_2 \rightleftharpoons 2HI$
In einem abgeschlossenen Behälter mischen wir Wasserstoff und Iod, sie reagieren miteinander. Nach einer Weile haben wir sowohl das Produkt Iodwasserstoff, als auch die Edukte Wasserstoff und Iod in dem Behälter vorliegen.
In einem weiteren Behälter haben wir reinen Iodwasserstoff. Durch Erwärmen bildet sich nach einer Weile Iod und Wasserstoff, es liegen aber auch weiterhin Iodwasserstoffmoleküle vor. Das interessante ist, dass sich in beiden Behältern die gleichen Mengenverhältnisse zwischen Iod und Wasserstoff auf der einen Seite und Iodwasserstoff auf der anderen eingestellt haben. Das liegt daran, dass sich ein für diese Reaktion charakteristischer Gleichgewichtszustand eingestellt hat. Das Mengenverhältnis von Edukte zu Produkte stellt sich bei dieser Reaktion immer in der gleichen Weise wieder ein.

Reaktionsverlaufsdiagramm einer Gleichgewichtsreaktion
Das chemische Gleichgewicht lässt sich auch grafisch in einem Diagramm darstellen. In diesem sogenannten Reaktionsverlaufsdiagramm bildet die x‑Achse den Reaktionsverlauf ab und die y‑Achse die Konzentration von Edukten und Produkten.

chemisches-gleichgewicht-diagramm

Im Laufe einer Reaktion nimmt die Konzentration der Edukte ab, während die Konzentration der Produkte zunimmt. Bis zu einem bestimmten Punkt – dann verändern sich die Konzentrationen nicht mehr weiter, die Konzentrationslinien verlaufen horizontal. An dieser Stelle hat das Reaktionssystem den Gleichgewichtszustand erreicht.

Um die Dynamik des chemischen Gleichgewichts besser zu veranschaulichen, nehmen wir ein Beispiel aus dem Alltag. Wir stellen uns eine Party mit 100 Gästen vor. Zu Beginn der Party werden alle Leute auf der Tanzfläche sein. Schaut man zu einem etwas späteren Zeitpunkt auf das Geschehen, wird man sehen, dass sich zwei Leute auf der Toilette befinden und nur noch 98 auf Tanzfläche. Schaut man noch etwas später hin, dann wird man sehen, dass fünf Leute auf der Toilette sind und 95 Leute auf der Tanzfläche. Im Verlauf des Abends wird man sehen, dass sich diese Zahlen, 95 Leute auf der Tanzfläche und 5 Leute auf der Toilette, nicht mehr verändern. Das heißt, es hat sich ein Gleichgewicht eingestellt zwischen der Anzahl der Leute, die auf der Toilette ist und der Anzahl der Leute, die auf der Tanzfläche ist. Aber es sind nicht immer dieselben Leute, daher handelt sich um ein dynamisches Gleichgewicht.

Die Gleichgewichtskonstante

Das Verhältnis der Konzentrationen von Edukten und Produkten zueinander ist im Gleichgewichtszustand konstant. Diese Konstanz eines chemischen Gleichgewichts kann man auch berechnen. Die Formel dazu bezeichnet man in der Chemie als Massenwirkungsgesetz (MWG).

$K = \frac{c_{\text{Produkte}}}{c_{\text{Edukte}}}$

$K$ ist hierbei die Gleichgewichtskonstante. Sie ist für jede Reaktion spezifisch, d.h., jede chemische reversible Reaktion hat ihre eigene Gleichgewichtskonstante.

Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts

Ein System, welches sich im Gleichgewicht befindet, reagiert auf äußere Einflüsse, indem es dem „Zwang“ ausweicht. Dadurch verschiebt sich die Lage des Gleichgewichts – zur Seite der Produkte oder Edukte. Die Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts wird auch unter dem Prinzip von Le Chatelier & Braun oder auch dem Prinzip des kleinstens Zwangs zusammengefasst.
Konkret bedeutet das, dass eine Gleichgewichtsreaktion beispielsweise durch folgende Faktoren gestört werden kann.

  • Konzentration: Erhöht man die Konzentration der Edukte, so erhöht sich auch die Konzentration der Produkte. Entzieht man einem System das Produkt, werden die Edukte soweit umgesetzt, bis sich das Gleichgewicht wieder eingestellt hat.

  • Temperatur: Eine Erhöhung der Temperatur begünstigt die Reaktion, die Energiezufuhr benötigt. Eine Erniedrigung der Temperatur begünstigt die Reaktion, die Energie abgibt, beispielsweise in Form von Licht oder Wärme.

  • Druck: Eine Druckerhöhung begünstigt die Reaktion, welche zur Volumenabnahme führt. Umgekehrt begünstigt eine Druckerniedrigung die Reaktion mit Volumenzunahme.

Chemisches Gleichgewicht – Anwendung

Was bringt uns das Wissen über das chemische Gleichgewicht? In der Chemie ist es oft gewollt, dass chemische Reaktionen so ablaufen, dass man möglichst hohe Ausbeuten eines Produktes erhält. Kennt man nun die Gleichgewichtskonstante einer bestimmten Reaktion, kann man daraus ableiten, wie viel von den Produkten entstehen und wie viel von den Edukten zurückbleiben wird. Zusätzlich kann man durch Steuerung der äußeren Bedingungen (zum Beispiel Druck und Temperatur) das Gleichgewicht möglichst zur Produktseite verschieben und somit die Ausbeuten erhöhen.

Dieses Video

Was ist ein chemisches Gleichgewicht? In diesem Video wird dir das chemisches Gleichgewicht einfach erklärt. Zum besseren Verständnis solltest du einige Vorkenntnisse zu chemischen Reaktionen mitbringen. Die Begriffe Edukte und Produkte kennst du.
Im Anschluss an das Video kannst du die interaktiven Übungsaufgaben lösen. Ein Arbeitsblatt zu dem Thema steht dir auch zur Verfügung. Teste sogleich dein neu gewonnenes Wissen.

Ausblick
Das chemische Gleichgewicht ist die Grundlage zur Aufstellung des Massenwirkungsgesetzes.

Transkript Chemisches Gleichgewicht

Hallo und herzlich willkommen. Das Thema dieses Videos ist das chemische Gleichgewicht. Ich möchte darin Fragen beantworten wie: Was ist das chemische Gleichgewicht? Und: Warum ist es wichtig, darüber überhaupt Bescheid zu wissen?   Schauen wir uns zum Einstieg mal eine ganz modellhafte chemische Reaktion an: A+B -> C+D. Soweit, so gut. Wenn man sich das so anschaut, dann denkt man "Na ja, wir mischen A und B und nach irgendeiner bestimmten Zeit werden eben C und D entstanden sein und A und B wird verschwunden sein". A und B nennen wir die Edukte. C und D sind die Produkte. Also die Edukte sind sozusagen die Ausgangsstoffe und die Produkte sind die Stoffe, die im Zuge der Reaktion entstehen. Tatsache ist - genau das ist häufig nicht der Fall, denn viele Reaktionen können nicht nur von links nach rechts stattfinden, also von A und B Richtung C und D, sondern genauso gut umgekehrt, nämlich von C und D Richtung A und B. Man spricht von der Hinreaktion und der Rückreaktion, die beide möglich sind. Eine Reaktion, bei der beide Richtungen möglich sind, nennt man dann eine reversible oder umkehrbare Reaktion. Zum Beispiel kann man sich vorstellen, dass ein entstehendes Gas das Reaktionsgefäß verlässt, wenn dieses offen ist. Dieses Gas wird dadurch sozusagen dem System entzogen und kann folglich nicht mehr zurückreagieren. Aber damit sich überhaupt ein chemisches Gleichgewicht einstellen kann, und das ist ja unser heutiges Thema, muss eine Reaktion reversibel sein, das heißt die Reversibilität einer Reaktion ist die Voraussetzung für die Einstellung eines chemischen Gleichgewichtes.   Nun ja, was das chemische Gleichgewicht ist, wissen wir bis jetzt allerdings leider noch immer noch nicht, aber das möchte ich jetzt anhand eines Beispiels zeigen, und zwar anhand der Reaktion von Wasserstoffgas mit Jod zu Jodwasserstoff, also H2+I2 2HI. Bei dieser Reaktion handelt es sich um eine reversible Reaktion.

Haben wir nun zum Beispiel einen Behälter, in dem wir Wasserstoffgas und Jod miteinander mischen, und warten eine Weile ab, dann werden wir sehen, nach einiger Zeit, dass ein Teil des Wasserstoffs und des Jods zu Jodwasserstoff reagiert sind, ein Teil aber nicht. Das heißt, in unserem Behälter haben wir jetzt sowohl H2-Moleküle als auch I2-Moleküle, als auch HI-Moleküle gleichzeitig vorliegen. Gehen wir umgekehrt vor, das heißt, nehmen wir reines HI, also reinen Jodwasserstoff, in einem Behälter und lassen ihn eine Weile reagieren, indem wir zum Beispiel erwärmen oder so, dann werden wir nach einiger Zeit feststellen, dass ein Teil der HI-Moleküle sich in Wasserstoff und Jod verwandelt haben, ein Teil der Jodwasserstoffmoleküle aber immer noch so vorliegt wie vorher. Und wir werden noch eine weitere Beobachtung machen, nämlich, dass vom 1. Experiment, bei dem wir von reinem Wasserstoff und Jod ausgegangen waren und beim 2. Experiment, wo wir von reinem Jodwasserstoff ausgegangen waren, sich in beiden Fällen die gleichen Mengen an Jodwasserstoff und Jodwasserstoff ergeben werden. Das liegt daran, dass sich ein sogenannter Gleichgewichtszustand eingestellt hat, in dem das Mengenverhältnis der vorhandenen Edukte und der vorhandenen Produkte zueinander festgelegt ist.

Man kann das auch anhand eines Reaktionsverlaufsdiagramms darstellen. In diesem Diagramm bildet die x-Achse den Reaktionsverlauf ab und die y-Achse die Konzentration von Edukten und Produkten. In dieses Diagramm trägt man nun die Konzentrationen der Edukte und der Produkte nebeneinander auf, über den gesamten Reaktionsverlauf hin betrachtet. Man wird sehen, dass die Konzentration der Edukte sich im weiteren Verlauf der Reaktion verringert, was natürlich auch logisch ist, weil sie werden ja verbraucht. Die Edukte sind ja die sogenannten Ausgangsstoffe. Schaut man sich den Konzentrationsverlauf der Produkte an, dann wird man sehen, dass sie zu Beginn bei 0 liegt, was ja auch sinnvoll ist, denn am Anfang lagen ja noch keine Produkte vor, und dass diese Konzentration dann im Verlauf der Reaktion immer weiter ansteigt.

Der Anstieg der Konzentration der Produkte und der Abfall der Konzentration der Edukte verläuft zeitgleich, parallel, das heißt, in dem Maße, wie die Produkte ansteigen, verringern sich die Edukte. Auch das ist sinnvoll. Im weiteren Verlauf der Reaktion fällt dann aber auf, dass der Anstieg der Produkte zum Stillstand kommt und auch der Abfall der Edukte. Das heißt, irgendwann verläuft die Konzentrationslinie horizontal, das heißt, die Konzentration verändert sich nicht mehr weiter. An dieser Stelle hat unser Reaktionssystem den Gleichgewichtszustand erreicht. Das heißt, Produkte und Edukte verändern ihre Konzentrationen nicht mehr.

Man sagt, das chemische Gleichgewicht ist der Zustand, in dem sich die Konzentrationen von Edukten und Produkten nicht mehr ändern. Nun ist diese Definition etwas irreführend, denn man könnte den Eindruck bekommen, dass im chemischen Gleichgewicht keine Reaktion mehr stattfindet, dass gar nichts mehr passiert. Aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit ist ein chemisches Gleichgewicht ein sogenanntes dynamisches Gleichgewicht und das bedeutet ganz einfach nur: Zu jedem Zeitpunkt reagieren genauso viele Edukte zu Produkten wie umgekehrt, also wie Produkte zu Edukten.

Ich versuche das mal anhand eines, na ja, hoffentlich anschaulichen Beispiels, darzustellen. Und zwar stelle man sich eine Party vor, die von 100 Gästen besucht wird. Auf dieser Party gibt es ein Gebäude, in dem die eigentliche Party stattfindet und ein kleines Häuschen in einiger Entfernung, wo, na ja, sich das Klo befindet.

Zu Beginn der Party werden alle 100 Leute im Tanzsaal sein, also im eigentlichen Partygebäude. Schaut man zu einem etwas späteren Zeitpunkt auf das Geschehen, wird man sehen, dass sich gerade 2 Leute auf dem Klo befinden und nur noch 98 auf der eigentlichen Party. Schaut man noch etwas später hin, dann wird man sehen, dass 5 Leute auf dem Klo sind und 95 Leute auf der Party. Und schaut man noch einmal später und noch einmal später und noch einmal später auf das Geschehen, so wird man jedes Mal feststellen, dass sich diese Zahlen, 95 Leute auf der Party und 5 Leute auf dem Klo, nicht mehr verändert haben. Das heißt, es hat sich ein Gleichgewicht eingestellt zwischen der Anzahl der Leute, die auf dem Klo ist und der Anzahl der Leute, die auf der Party ist. Aber es handelt sich dabei, wie gesagt, um ein dynamisches Gleichgewicht. Das heißt, zu jedem Zeitpunkt sind ein paar Leute von der Party unterwegs aufs Klo und ein paar Leute sind unterwegs vom Klo auf die Party. Das heißt, dass die 5 Leute, die immer auf dem Klo sind, natürlich nicht immer dieselben Leute sind. Wäre ja auch langweilig, wenn diese die ganze Zeit nur auf dem Klo sitzen. Man kann also auch sagen, das Verhältnis der Konzentrationen von Edukten und Produkten zueinander ist im Gleichgewichtszustand konstant.

Und das kann man in eine Formel fassen, die ganz kurz gefasst, so lautet: K = die Konzentration der Produkte/die Konzentration der Edukte. K nennt man dabei die Gleichgewichtskonstante und die ganze Formel nennt man das Massenwirkungsgesetz. Man muss sich dabei natürlich vor Augen halten, dass diese Gleichgewichtskonstante jeweils nur für eine ganz bestimmte Reaktion gilt. Das heißt, jede chemische reversible Reaktion hat ihre eigene Gleichgewichtskonstante. Die Gleichgewichtskonstante ist also nicht gleich für alle reversiblen Reaktion. Wenn wir diese Schreibweise auf unser Beispiel mit der Party und dem Klo beziehen, dann könnte man zum Beispiel sagen, die Konzentration der Produkte ist die Anzahl der Leute auf dem Klo und die Konzentration der Edukte ist die Anzahl der Leute, die im Anzahl auf der Party sind. Man würde dann sagen 5 Leute sind auf dem Klo/95 Leute, die auf der Party sind, macht 1/19 als Wert, den K dann annimmt.

Nun ja, warum ist es überhaupt nützlich, über den Gleichgewichtszustand einer gegebenen Reaktion Bescheid zu wissen? Nun ja, Tatsache ist ja, dass man chemische Reaktionen häufig nur zu dem Zwecke durchführt, irgendein Produkt in möglichst hoher Ausbeute herzustellen. Wenn ich nun die Gleichgewichtskonstante einer bestimmten Reaktion kenne, dann kann ich abschätzen, wie viel Produkt ungefähr entstehen wird und wie viel davon als Edukt zurückbleiben wird. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Gleichgewichtskonstante einer gegebenen Reaktion außerdem noch abhängig ist von Bedingungen wie Druck und Temperatur. Das heißt, sie verändert sich mit der Temperatur und das kann man zunutze machen, um die Ausbeute des gewünschten Produktes zu steigern, indem man die Bedingungen so wählt, dass das Gleichgewicht möglichst auf der Produktseite liegt. Wie man das im Einzelnen macht, wird in einem weiteren Video dargestellt anhand des Prinzips von le Chatelier.

So, wir haben gerade gelernt, was das chemische Gleichgewicht überhaupt ist. Wir haben  gelernt, wie man es anhand einer Reaktionsverlaufsgrafik darstellen kann. Und weiterhin haben wir besprochen, was die Gleichgewichtskonstante K bedeutet.   Danke fürs Zuschauen und tschüss bis zum nächsten Mal!

14 Kommentare

14 Kommentare
  1. Zweite Aufgabe. Die Menge kann auch die Lage des Gleichgewichts verändern. Da die Menge ja eine indirekte Beziehung mit der Konzentration hat. Wenn ich die Menge an meiner Edukte vermehre so erhöht sich auch die Konzentration der Edikte und die Lage des Gleichgewichts verschiebt sich auf die Seite der Produkte, So Le Chatelier

    Von Deleted User 1358112, vor etwa 2 Monaten
  2. Ich verstehe irgendwie immer noch nicht so ganz was das chemische Gleichgewicht sein soll :(

    Von Liseno360, vor mehr als einem Jahr
  3. Hallo Uws,
    schau dir bitte zu diesem Thema das Video zur Entropie an.

    Liebe Grüße aus der Redaktion.

    Von Karsten S., vor mehr als einem Jahr
  4. Wie kann man feststellen, ob eine chemische Reaktion reversibel ist, wenn man keinen Versuch durchführt?

    Von Deleted User 396960, vor mehr als einem Jahr
  5. Ja, sie ist ein Maß wie sehr das Gleichgewicht eher auf Produktseite oder auf Eduktseite liegt. Außerdem kann man mit Hilfe einer (bekannten) Gleichgewichtskonstante die Konzentrationen von Produkten oder Edukten in einem gegebenen Versuch berechnen.

    Von Götz Vollweiler, vor etwa 3 Jahren
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Chemisches Gleichgewicht Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Chemisches Gleichgewicht kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne die Voraussetzung für eine Gleichgewichtsreaktion.

    Tipps

    Im Gleichgewicht liegen Hin- und Rückreaktion.

    Lösung

    Wenn du eine Gleichgewichtsreaktion vorliegen hast, dann besteht das Gleichgewicht zwischen den Edukten und den Produkten. Im Gleichgewicht reagieren also immer einige Eduktmoleküle zu Produkten und genauso viele Produktmoleküle auch wieder zurück zu Edukten. Damit diese Hin- und Rückreaktionen ablaufen können, muss die Reaktion natürlich umkehrbar oder reversibel sein.

  • Nenne Faktoren, durch die sich die Lage des Gleichgewichtes verschieben lässt.

    Tipps

    Bei Reaktionen kann Wärme entstehen oder verbraucht werden.

    Bei einer Reaktion können Gase Edukte oder Produkte sein.

    Lösung

    Wenn eine endotherme Reaktion vorliegt, also eine Reaktion, bei der Wärme benötigt wird, kann durch Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur Produktseite verschoben werden. Ist die Reaktion aber exotherm, wird bei der Reaktion also Wärme frei, muss die Temperatur erniedrigt werden, um das Gleichgewicht auf Produktseite zu verschieben. Bei Reaktionen mit Gasen verändert auch eine Änderung des Druckes die Gleichgewichtslage. Bei Erhöhung des Druckes verschiebt sich das Gleichgewicht auf die Seite, auf der die Stoffe weniger Volumen einnehmen. Eine längere Reaktionszeit oder auch größere eingesetzte Mengen beeinflussen die Gleichgewichtslage nicht.

  • Interpretiere den folgenden Kurvenverlauf.

    Tipps

    Schau dir die senkrechte Achse des Diagramms an. $c$ ist das Formelzeichen des gesuchten Faktors und $mol/l$ ist seine Einheit. Welcher Faktor ist gesucht und was passiert mit ihm?

    Zu Beginn der Reaktion liegt der gesuchte Stoff noch nicht vor.

    Lösung

    Der Kurvenverlauf zeigt einen Anstieg der Konzentration eines Stoffes von Null bis zu einem Maximum, ab dem sich die Konzentration nicht mehr ändert. Zu Beginn der Reaktion ist der Stoff also gar nicht vorhanden und zum Ende verändert sich seine Konzentration nicht mehr. Dieser Kurvenverlauf ist daher typisch für die Konzentrationsänderung der Reaktionsprodukte.

  • Bestimme die Konzentrationsänderungen im Verlauf einer Reaktion.

    Tipps

    Bei einer chemischen Reaktion werden aus Edukten Produkte.

    Je mehr von einem Stoff entsteht, desto höher seine Konzentration.

    Lösung

    Die Edukte sind die Stoffe, die bei einer Reaktion reagieren. Ihre Konzentration ist zu Beginn groß. Vor der Reaktion haben sich noch keine Produkte gebildet, weshalb die Produktkonzentration null ist. Nun reagieren die Edukte und ihre Konzentration nimmt ab. Gleichzeitig entstehen die Produkte, weshalb ihre Konzentration zunimmt. Wenn sich das Gleichgewicht der Reaktion eingestellt hat, ändern sich die Konzentrationen der Edukte und Produkte nicht mehr.

  • Bestimme, was die Konstante K im Gleichgewicht angibt.

    Tipps

    Im Gleichgewicht hast du ein konstantes Verhältnis zwischen Edukten und Produkten vorliegen.

    Lösung

    K ist die Gleichgewichtskonstante. Durch sie lässt sich eine Aussage über das Verhältnis von Produkt zu Edukt machen. Sie zeigt uns also an, wie viel Produkt bei dieser Reaktion aus dem Edukt geworden ist. Bei einem sehr großen K ist also sehr viel Produkt entstanden und bei einem sehr kleinen K sehr wenig. Die Konzentration der Produkte steht deshalb also im Zähler und die Konzentration der Edukte im Nenner.

  • Entscheide, auf welcher Seite das Gleichgewicht liegt.

    Tipps

    Überlege dir, was $K$ ist.

    $K$ ist definiert durch die Konzentration der Produkte durch die Konzentration der Edukte.

    Je größer $K$, desto größer die Konzentration der Produkte im Vergleich zu den Edukten.

    Lösung

    Bei der Reaktion von Stickstoff mit Sauerstoff zu Stickstoffmonoxid ist die Gleichgewichtskonstante für die Hinreaktion sehr klein. K wird sehr klein, wenn die Konzentration der Edukte sehr viel größer ist als die Konzentration der Produkte. Ein so kleines K zeigt dir also, dass die Reaktion praktisch vollständig auf Seiten der Edukte liegt. Überlege mal, wo sich auch Stickstoff und Sauerstoff befinden? Genau, in unserer Luft und hier reagieren die beiden natürlich auch nicht miteinander.

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