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Friedfische und Raubfische 06:27 min

Textversion des Videos

Transkript Friedfische und Raubfische

Hallo! Weißt du, was ein Friedfisch ist und wie er sich körperlich an seine Ernährungsweise angepasst ist? Wodurch unterscheidet sich ein Friedfisch von einem Raubfisch? Und haben irgendwann die Raubfische alle Friedfische aufgefressen? All das erfährst du in diesem Video.

Definition Friedfisch

Was ist denn eigentlich ein Friedfisch? Ein Friedfisch lebt relativ friedlich - was aber nicht heißt, dass Friedfische reine Vegetarier sind. Friedfische ernähren sich von Pflanzenteilen, aber auch von Kleintieren wie zum Beispiel Würmer, Krebse und Schnecken.

Manchmal schnappen sie auch nach Insekten und Pflanzensamen, die auf die Wasseroberfläche gefallen sind. Zum Beispiel Mücken oder die Samen von Bäumen und Sträuchern. Friedfische greifen also keine anderen Fische an.

Beispiel Karpfen

Ein typisches Beispiel für einen Friedfisch ist der Karpfen. Der Karpfen lebt in heimischen Gewässern. Am liebsten mag er es, wenn das Wasser warm ist und nicht zu schnell fließt. Er lebt also in Teichen und Seen. Der Karpfen ist gut an seine Lebensweise als Friedfisch angepasst.

Mit fadenartigen Sinnesorganen, den sogenannten Barteln, streift der Karpfen am Grund des Gewässers entlang. So kann er mühelos Würmer, Schnecken und Krebse aufstöbern. Hat er Kleingetier gefunden, dient ihm sein Maul als perfektes Fanginstrument.

Der Karpfen kann sein Maul nämlich rüsselförmig nach vorne ausstülpen und seine Beute aufsaugen. Wenn er dabei zu viel Schlamm aufnimmt, spuckt er ihn einfach wieder aus. Die Zähne des Karpfen liegen weit hinten im Maul und dienen dem Zerkleinern von Nahrung.

Als Friedfische müssen Karpfen keine schnellen Schwimmer sein, denn die Beute von Karpfen ist nicht schwer zu fangen. Ganz anders sieht das bei den Raubfischen aus.

Definition Raubfisch

Ein Raubfisch ist ein Fisch, der auch andere Fische jagt. Manchmal fressen sie aber auch gerne mal Frösche, schwimmende Mäuse und junge Wasservögel.

Beispiel Hecht

Ein typisches Beispiel für einen Raubfisch ist der Hecht. Der Hecht lebt in heimischen Gewässern. Am liebsten versteckt er sich in der Uferzone, dort wo ihm Schilfgras und andere Wasserpflanzen gute Deckung verschaffen. Ein Hecht kann bis zu eineinhalb Meter lang werden. Sein Körper ist perfekt an seine Lebensweise als Jäger angepasst.

Die Zeichnung seiner Haut ist grünlich und dunkel gestreift. So ist der Hecht für Beutefische kaum zu sehen, wenn er regungslos zwischen den Wasserpflanzen lauert. Man spricht von einer Tarnfärbung. Hat der Hecht ein Opfer ausgemacht, schwimmt er ganz langsam näher, er pirscht sich an. Dabei verwendet er nur seine Brust- und Bauchflossen, um nicht zu viel Wasser aufzuwirbeln.

Ist er nah genug an seinem Opfer dran, schießt er durch einen kräftigen Stoß seiner Schwanzflosse auf die Beute zu und schnappt sie. Der Körper des Hechts ist schlank und stromlinienförmig. Dadurch kann er sich schnell durch das Wasser bewegen und sich auf Beute stürzen.

After- und Rückenflosse stehen weit hinten - das erhöht die Wirkung der Schwanzflosse. Zum Zupacken kann der Hecht sein längliches Maul weit aufreißen. Und beim Festhalten der Beute helfen ihm seine spitzen, leicht nach hinten gerichteten Zähne. Der Hecht ist also der perfekte Raubfisch.

Nahrungskette im Wasser

Aber wie wird in einem Gewässer das Gleichgewicht zwischen Jäger und Gejagten gehalten? Was ist, wenn zb die Hechte alle Beutefische gefressen haben - müssen sie dann selber verhungern?

Das Gleichgewicht in einem Gewässer regelt die Natur von selber. Gibt es zu viele Jäger, können nicht alle genug Nahrung finden und sie sterben zum Teil. Wie auch an Land, funktioniert auch das Leben im Wasser als Nahrungskette.

Wasserpflanzen und Algen werden von Kleingetier gefressen - zb vom Hüpferling. Der Hüpferling wird von Friedfischen - zb vom Karpfen gefressen. Der Karpfen wiederum wird von Raubfischen gefressen - zb vom Hecht.

Es gibt aber immer viel mehr Algen als Kleingetier - mehr Kleingetier als Friedfische - und immer mehr Friedfische als Raubfische. So überleben immer genug Exemplare auf jeder Stufe der Nahrungskette. Wenn der Mensch in die Natur eingreift, dann kann es vorkommen, dass das Gleichgewicht durcheinander gebracht wird.

Zusammenfassung

Es gibt also Friedfische und Raubfische. Friedfische ernähren sich von Pflanzenteilen und Kleingetier. Raubfische jagen Fische, Frösche oder andere Säugetiere. Sowohl der Friedfisch als auch der Raubfisch ist perfekt an seine Lebensweise angepasst. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

3 Kommentare
  1. mein Bruder kennt sich damit besser aus als ich der ist Angler

    Von Rahel M., vor etwa 3 Jahren
  2. Hallo :)
    Karpfen betreiben eigentlich gar keine Brutpflege.

    Von Marcel Schenke, vor fast 5 Jahren
  3. Macht den das Karpfmännchen Brutpflege?

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren

Friedfische und Raubfische Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Friedfische und Raubfische kannst du es wiederholen und üben.

  • Erstelle eine mögliche Nahrungskette.

    Tipps

    Der abgebildete Hüpferling gehört zu den Krebstieren.

    Lösung

    Auch in Seen und Teichen bestehen Beziehungen zwischen den Lebewesen, die zu einer Nahrungskette zusammengefasst werden können.

    Eine vereinfachte Nahrungskette kann so aussehen:

    Die Wasserpflanzen und Algen werden von Kleintieren, wie z.B. dem Hüpferling, gefressen. Diese werden wiederum von Friedfischen, wie z.B. dem Karpfen, gefressen. Diese werden dann zur Beute von Raubfischen, wie z.B. dem Hecht.

  • Bestimme die Nahrung von Friedfischen und Raubfischen.

    Tipps

    Friedfische greifen keine anderen Fische an.

    Lösung

    Friedfische, wie zum Beispiel der Karpfen, greifen keine anderen Fische an. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen und von Kleintieren, wie Würmern, Schnecken, Krebstieren oder auch Insekten auf der Wasseroberfläche.

    Raubfische, wie zum Beispiel der Hecht, jagen andere Fische. Sie ernähren sich von Fischen, aber auch von Fröschen, Mäusen oder jungen Wasservögeln.

  • Benenne Eigenschaften und Unterschiede bei Hecht und Karpfen.

    Tipps

    Raubfische jagen Fische.

    Lösung

    Der Karpfen ist ein Friedfisch. Er besitzt fadenartige Sinnesorgane, die Barteln, um am Grund der Gewässer Kleingetier aufzuspüren. Zur Aufnahme der Nahrung kann er sein Maul rüsselförmig nach vorne stülpen. Die Zähne in seinem Maul sitzen weit hinten und dienen der Zerkleinerung der Nahrung.

    Der Hecht ist ein Raubfisch. Er ist ein Jäger. Die grünliche, dunkel gestreifte Färbung seiner Haut dient zur Tarnung. Durch seinen stromlinienförmigen Körperbau und die Anordnung der Flossen (Rücken- und Afterflosse stehen sehr weit hinten) kann er sehr schnell auf seine Beute zuschießen. Sein Maul kann er sehr weit aufreißen und er hat spitze, leicht nach hinten gerichtete Zähne.

  • Charakterisiere das Gleichgewicht zwischen Jägern und Gejagten im See.

    Tipps

    Das Gleichgewicht zwischen Jägern und Gejagten regelt die Natur von selbst.

    Für die Darstellung der Räuber-Beute-Beziehung können die Lotka-Volterra-Regeln genutzt werden, die in der Abbildung dargestellt werden.

    Lösung

    Das biologische Gleichgewicht ist der Zustand innerhalb einer Lebensgemeinschaft, bei dem die mengenmäßige Zusammensetzung der Arten relativ gleich bleibt. Das biologische Gleichgewicht beruht auf der Selbstregulation der Räuber-Beute-Beziehung.

    Für die Darstellung einer wechselseitigen Räuber-Beute-Beziehung können die drei Lotka-Volterra-Regeln genutzt werden, siehe Diagramm. Diese besagen in vereinfachter Darstellung:

    1. Die Populationsdichten schwanken periodisch und sind zeitlich zueinander verschoben.

    2. Die Populationsgrößen der Räuber- und Beutepopulationen schwanken konstant um einen festen Mittelwert.

    Am Beispiel See kann festgestellt werden: In einem intakten See besteht ein Gleichgewicht zwischen Jägern und Gejagten. Je mehr Friedfische im See leben, desto mehr Raubfische gibt es. Je mehr Raubfische im See leben, desto weniger Friedfische gibt es. Je weniger Friedfische im See leben, desto weniger Raubfische gibt es. Je weniger Raubfische im See leben, desto mehr Friedfische gibt es.

  • Bestimme Friedfische und Raubfische.

    Tipps

    Die Bachforelle gehört zu den Salmoniden. Diese zählen zu den Raubfischen.

    Thunfische ernähren sich von Krebstieren und Kalmaren, aber auch kleinen Fischen.

    Lösung

    Friedfische und Raubfische sind gar nicht so einfach zu unterscheiden.

    Friedfische greifen keine anderen Fische an. Sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzenteilen und von Kleintieren, wie Würmern, Schnecken, Krebstieren oder auch Insekten. Zu den Friedfischen zählen z.B. Karpfen, Flussbarbe, Scholle und Plötze.

    Raubfische jagen andere Fische. Sie ernähren sich von Fischen, aber auch von Insekten, Kalmaren oder Fröschen oder auch jungen Wasservögeln. Zu den Raubfischen gehören z.B. Hecht, Hai, Forellen, Lachse, Thunfisch, Kabeljau und Flussbarsch.

  • Zeige die Abläufe in einem vereinfachten Nahrungsnetz eines Sees auf.

    Tipps

    Ein Nahrungsnetz ist die Erweiterung der vereinfachten Nahrungskette.

    Jungfische vieler Arten ernähren sich hauptsächlich von Kleinkrebsen.

    Lösung

    Nahrungsketten stellen vereinfacht die Beziehungen zwischen den Lebewesen in einem speziellen System dar. Nahrungsnetze sind Erweiterungen dieser vereinfachten Nahrungsketten.

    Dieses einfache Nahrungsnetz zeigt mögliche Beziehungen zwischen Lebewesen in einem See.

    Die Wasserpflanzen werden von den Wasserflöhen gefressen, diese werden von Jungfischen gefressen und die Jungfische dienen den Raubfischen als Nahrung. Wundere dich nicht, wenn du Jungfische beim Fressen von Pflanzen siehst. Viele Jungfischarten ernähren sich unter anderem pflanzlich.

    Die Wasserpflanzen und die Wasserflöhe werden aber auch von den Friedfischen gefressen, die wiederum den Raubfischen als Nahrung dienen.