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Farne – Bau und Fortpflanzung 06:54 min

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Transkript Farne – Bau und Fortpflanzung

Hallo, willkommen! Das kennt ihr sicherlich. Ihr werdet sagen, das ist eine versteinerte Pflanze oder ein Abdruck davon. So sieht es ja auch aus. Nur, kennt ihr sie genauer? Es handelt sich um den versteinerten Abdruck eines Baumfarnes. Die Baumfarne waren vor etwas 300 Millionen Jahren neben den baumhohen Schachtelhalmen und Siegelbäumen sehr verbreitet. Sie existierten in Sumpfwäldern, in denen sie nach Absenken der Erdkruste und folgender Überschwemmung abstarben und umknickten. Flüsse schwemmten Sand darüber, der einen Farnwedel – so heißt das Blatt – zudeckten. Der Sand verfestigte sich und es entstand der Abdruck. Meine Ziele sind heute, euch Vertreter, die Gestalt und den Generationswechsel von Farnen vorzustellen. Allgemeines zu der Fossilienbildung habt ihr ja schon gehört. Heute finden wir nur noch kleinere Exemplare der Baumfarne in den wärmeren Gebieten der Erde. In Mitteleuropa konnten sich kleinere Formen halten. Hier zum Beispiel ein Wasserfarn (Salvinia natans). Es ist die Wasserpflanze des Jahres 2008. Der Schwimmfarn ist einjährig. Die Pflanze hat Schwimmblätter für die Fotosynthese und Wasserblätter für die Aufnahme von Mineralien. Echte Wurzeln hat der Schwimmfarn nicht. Er vermehrt sich geschlechtlich und ungeschlechtlich. Die Mauerraute ist ein Farn, der in Fels- oder Gesteinsspalten Halt findet. Hier sieht man ihn zwischen Sandsteinblöcken, die mit Kalkmörtel verbunden sind. Der Wurmfarn ist an feuchten und schattigen Stellen in Wäldern zu finden. Hier sehen wir einen solchen Ende Monat Mai. Er entrollt gerade seine Farnwedel. Der Straußenfarn ist eine beliebte Zierpflanze in unseren Gärten. Die hellgrünen Wedel sind trichterförmig angeordnet, sodass ein herrliches Blattbüschel entsteht. Hier sind die Farnwedel und die Rhizome, die Erdsprosse, zu sehen. Der Farn kann im Garten lästig werden, weil er viele der unterirdischen Sprosse bildet und sich unerwartet schnell ausbreitet. Ein Farnwedel besteht aus der Spreite mit der Mittelrippe und dem Stiel. Die Form bezeichnet man als „gefiedert“, genauer gesagt zweifach gefiedert, denn jedes Fiederblättchen ist nochmals aufgespalten. An der Unterseite sieht man mit bloßem Auge kleine braune Häufchen. Es handelt sich um Ansammlungen von Sporenbehältern. Wenn Farne im Frühjahr austreiben, kann man das Entrollen der vorgebildeten Blätter sehr gut beobachten. Farne verfügen bereits über Epidermis, Kutikula und Spaltöffnungen. Sie sind Gefäßpflanzen. Siebteil und Gefäßteil als Bestandteil der Leitbündel sind klar vorhanden. Außerdem haben sie Wurzeln, wodurch die Wasserversorgung hinreichend ist, um große Blätter zu bilden. Farne gehören wie die Samenpflanzen zu den Kormophyten. Sie bestehen aus Wurzeln, Sprossachse und Blättern. Die Sprossachse ist dick und größtenteils im Erdboden verborgen. Der Straußenfarn hat gegenüber vielen anderen Farnen eine Besonderheit. Er bildet nämlich extra Sporophylle aus. Das sind umgebildete Blätter, deren Aufgabe es ist, nur Sporen zu erzeugen. Seinen Namen verdankt der Farn den entrollten, federartigen Sporophyllen, die Straußenfedern ähneln. Unser gemeiner Wurmfarn ist recht häufig anzutreffen. Aus seinem Erdspross wurde früher ein Mittel gegen Bandwürmer gewonnen. Daher kommt sein Name. Und wer immer noch glaubt, Farne müssten irgendwann blühen, irrt sich leider. Wie pflanzt er sich also fort? Lüften wir das Geheimnis. Hier wurde die Unterseite eines Farmwedels fotografiert. Darunter befinden sich fast nierenförmige, weißliche Schleier, die als dünne Häutchen die braunen Sporenkapseln verdecken. Häutchen und Kapseln nennt man „Sorus“. Schließlich schrumpfen die Häutchen und die braunen Sporangien, die Sporenkapseln treten hervor. Bei trockener Witterung reißen die Kapseln ruckartig auf, weil eine seitliche Zellleiste Wasser verliert und schrumpft. Die Sporen werden freigegeben und vom Wind verbreitet. Die Blätter des zuvor abgebildeten Wurmfarns sind also fotosynthetisch aktiv und gleichzeitig erfolgt unterseits die Sporenbildung. Fällt die einzellige Spore auf feuchten, beschatteten Erdboden, keimt sie zum Keimschlauch aus und bildet einen grünen Vorkeim. An seiner Unterseite entstehen die Antheridien und Archegonien. Und wie wir es von den Moosen kennen, gelangen die Schwärmerzellen, angelockt von Apfelsäure, zur Eizelle im Archegonium. Aus der befruchteten Eizelle geht nun die junge Farnpflanze hervor. Sie wächst ansehnlich heran. Wie ihre seht, habe ich die Farben Grün und Braun gewählt. Die geschlechtliche Gametophythengeneration ist grün und die Sporophytengeneration wurde braun dargestellt. Das, was du zeichnerisch verfolgen konntest, war natürlich ein Generationswechsel, den wir also bei Farnen wiederfinden. Sicherlich hast du über den Aufbau und die Vermehrung der Farne dazulernen können. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Tschüss, bis zum nächsten Mal!

11 Kommentare
  1. super:)

    Von Deleted User 904110, vor etwa einem Monat
  2. War ganz gut. ;)

    Von Daniyar D., vor etwa 2 Monaten
  3. schneller reden

    Von Nadine Vdruhren, vor 10 Monaten
  4. Cooles Video

    Von Barth Man, vor etwa einem Jahr
  5. gutes video

    Von Charlie Tillmann, vor etwa einem Jahr
  1. gut erklärt aber langweilig Stimme

    Von Karen Moehn, vor mehr als einem Jahr
  2. Sehr schön erklärt

    Von O Mundt, vor etwa 2 Jahren
  3. Schneller reden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Petar F Petrov, vor fast 3 Jahren
  4. А жжжжззщщшш

    Von Klaus Ahamer, vor etwa 4 Jahren
  5. :0

    Von Tim B., vor mehr als 4 Jahren
  6. Sehr gut erklärt

    Von NJNS J., vor fast 5 Jahren
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Farne – Bau und Fortpflanzung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Farne – Bau und Fortpflanzung kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe den Aufbau der Farne.

    Tipps

    Farne sind wie die Samenpflanzen Gefäßpflanzen.

    Lösung

    Farne gehören zu den Gefäßpflanzen. Genauso wie die Samenpflanzen, nehmen Farne Wasser und Nährstoffe mit ihren Wurzeln aus dem Boden auf und leiten diese Stoffe durch die Leitbündel, über eine meist unterirdische Sprossachse, bis in die Spitzen der Blätter, die Wedel genannt werden, weiter.

    Die Wedel setzen sich aus einer Blattspreite und einem Blattstiel zusammen. Die meisten Farnwedel sind gefiedert. Wenn sich die Fiederblättchen wie beim Wurmfarn ein weiteres Mal aufspalten, dann sind die Wedel zweifach gefiedert. Es gibt auch einfach oder mehrfach gefiederte Farnwedel. Unter den einzelnen Fiederblättchen befinden sich die Sporenkapseln.

  • Gib den Ablauf des Generationswechsels der Farne wieder.

    Tipps

    Die Eizelle wird im Vorkeim befruchtet.

    Aus dem Vorkeim wächst dann der junge Farn heran.

    Lösung

    Die Farne durchlaufen einen Generationswechsel. Dabei ensteht aus einer Spore ein Vorkeim, in dem dann die Befruchtung der Eizelle stattfindet. Aus der befruchteten Eizelle wächst dann die Pflanze heran.

  • Bestimme, zu welcher Gruppe die Pflanzen im Bild gehören.

    Tipps

    Farne und Samenpflanzen gehören zu den Gefäßpflanzen und besitzen Leitbündel, mit denen der Ferntransport von Wasser und Nährstoffen möglich ist, Moose nicht.

    Es gibt Bäume, die zu den Samenpflanzen gehören und baumgroße Farne. Die Blätter des Baumes haben leider nicht mehr auf das Bild gepasst.

    Schachtelhalme gehören zu den Farnen.

    Lösung

    So eine Landschaft, wie du sie in diesem Bild sieht, gibt es übrigens gar nicht.

    Heute dominieren die Samenpflanzen. In unseren Wäldern gibt es Bäume und besonders viele Arten von Gräsern, ähnlich dem Vertreter, auf dem sich im Bild eine Libelle niedergelassen hat. Heute gibt es zwar auch noch Farne, aber die sehen bei uns eher so aus wie der buschige Vertreter im Bild. Baumfarne wachsen nur in tropischen und subtropischen Gebieten.

    Im Devon, vor ca. 400 Millionen Jahren, sah das aber noch ganz anders aus. Es gab auch schon Bäume, allerdings handelte es sich sich um riesige Baumfarne. Außerdem gab es Schachtelhalme, die auch zu den Farnen gehören.

    Zu jeder Zeit, heute wie damals, waren Moose verbreitet. Sie sind besonders anspruchslos und wachsen fast überall, sogar auf Steinen.

  • Bestimme, ob es sich um Gefäßpflanzen handelt.

    Tipps

    Gefäßpflanzen können Wasser über große Strecken hinweg durch ihre Stämme und Stiele transportieren.

    Die meisten Pflanzen im Wasser sind keine Gefäßpflanzen.

    Lösung

    Das Reich der Pflanzen ist sehr vielfältig und reicht von sehr kleinen bis zu meterhohen Organismen.

    Man kann dieses Reich in Gefäßpflanzen und die Pflanzen unterteilen, die keine richtigen Leitbündel haben und damit kein Wasser transportieren können.

    Zu den Gefäßpflanzen gehören alle Samenpflanzen und die Farne. Andere Pflanzen ohne richtige Leitbündel sind zum Beispiel Moose. Zur Gruppe der Algen gehören sehr unterschiedliche, Fotosynthese betreibende Organismen, die im Wasser leben. Sie besitzen keine richtigen Wurzeln, Stängel und Leitbündel und gehören somit auch nicht zu den Gefäßpflanzen.

  • Gib wieder, wie der Straußenfarn zu seinen Namen kommt.

    Tipps

    Der Vogel Strauß lebt in der Savanne und der Straußenfarn benötigt viel Wasser.

    Lösung

    Seinen Namen verdankt der Straußenfarn seinen Sporophyllen, die sehen nämlich wie eine Straußenfeder aus. Nicht alle Farne haben Sporophylle und vor allem nicht so hübsche Sporophylle wie der Straußenfarn.

  • Erkläre die Probleme, die der große Algenfarn verursacht.

    Tipps

    Man könnte auch sagen: „Besonders auf eutrophen Gewässern bedeckt er schnell gesamte Wasseroberflächen."

    Lösung

    Der große Algenfarn lebt ursprünglich in Nord- und Südamerika. Er ist allerdings nach Europa eingewandert, man bezeichnet ihn daher als Neophyt. Er kam wahrscheinlich als Zierpflanze für Gartenteiche nach Europa. Besonders in Teilen von Nordrhein-Westfalen ist der große Algenfarn zu einem Problem geworden, aber auch in den Ländern in denen er heimisch ist, vermehrt er sich schnell und ist besonders anpassungsfähig. Diese Eigenschaften machen den großen Algenfarn zu einem klassischen Beispiel einer invasiven Art. Er verdrängt andere Wasserpflanzen, indem er ihnen den Zugang zum Sonnenlicht erschwert. Außerdem erschwert er Schiffen und Booten das Vorankommen und verstopft Rohre und Leitungen.