Erdzeitalter – Einordnung und Besonderheiten 05:57 min

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Transkript Erdzeitalter – Einordnung und Besonderheiten

Hallo! Du weißt ja sicher, dass im Laufe der Evolution die verschiedenen Lebewesen unserer Erde entstanden sind. Aber dabei gab es nicht etwa plötzlich alle Tiere und Pflanzen. Stattdessen entwickelten sie sich von den einfachen zu den hoch komplexen Lebewesen. Weißt du beispielsweise, wann die ersten landlebenden Tiere und Pflanzen vorkamen? Oder wann die Dinosaurier gelebt haben?

In diesem Video möchte ich dir zeigen, in welchen Erdzeitaltern welche Entwicklungen für Pflanzen und Tiere stattgefunden haben.

Erdurzeit

Hast du eine Idee, seit wann es überhaupt Leben auf unserer Erde gibt? Bereits im Erdzeitalter Präkambrium, das zur Erdurzeit gezählt wird und vor 600 Mio. Jahren endete, gab es einfache Lebensformen im Wasser. Dazu gehörten Bakterien, die zu den Prokaryoten gezählt werden. Doch es gab auch schon einfache Eukaryoten.

Zudem entstanden schon einfache vielzellige Tiere, die beispielsweise bereits Ähnlichkeiten zu den heutigen Hohltieren, zu denen die Quallen gehören, hatten. Kennst du Trilobiten?

Das sind bekannte Vertreter der Gliederfüßer, die es zu dieser Zeit bereits gab. Ihre Körper wurde durch ein Exoskelett geschützt und das ist u.a. eine Vorraussetzung für die Entstehung von Fossilien. Daher fand man auch solche Trilobiten in fossiler Form. Algen waren die einzigen pflanzlichen Organismen in diesem Erdzeitalter.

Erdaltertum

Das Erdaltertum schließt an die Erdurzeit an und reicht in die Zeit vor 250 Mio. Jahren. Das Erdaltertum wird in sechs Zeitalter unterteilt: das Kambrium, das Ordovicium, das Silur, das Devon, das Karbon und das Perm. Im Erdaltertum erfolgte die Besiedlung des Landes durch Tiere und Pflanzen.

Im Kambrium war das Leben allerdings noch auf das Wasser beschränkt. Es erschienen aber schon die ersten Muscheln, Schnecken, Korallen und Schwämme.

Im Ordovicium gab es mit den Fischen die ersten Wirbeltiere.

Danach erfolgte im Silur die Besiedlung des Landes durch die Pflanzen; Farne und Bärlappe entwickelten sich und auch Flechten kamen vor.

Im Devon fand dann die Besiedelung des Landes durch die Tiere statt. Ichthyostega, ein Brückentier zwischen den Fischen und Amphibien kam zu dieser Zeit auf der Erde vor. Auch die ersten Insekten besiedelten das Land. Es erfolgte gleichzeitig eine weiträumige Besiedelung des Landes durch Pflanzen wie z.B. Baumfarne.

Die Entwicklung der Wirbeltiere ging im Karbon weiter, so dass hier die ersten Amphibien und Reptilien entstanden. Es gab große Wälder aus Bärlapp- und Schachtelhalmgewächsen sowie die ersten Moose und Samenpflanzen. Du kannst dir sicher gut vorstellen, dass durch die steigende Pflanzenanzahl große Mengen an Sauerstoff durch Fotosynthese produziert wurden, oder?

Das ermöglichte das Entstehen von Rieseninsekten oder großen Spinnentieren. Im Perm gab es dann sogar schon Nadelbäume und Ginkgogewächse. Ginkobäume gibt es sogar noch heute und man nennt sie lebende Fossilien- Vielleicht hast du sogar schon einmal einen solchen Baum gesehen.

Erdmittelalter

Das Erdmittelalter mit Trias, Jura und Kreide schließt sich an und reicht bis in die Zeit vor 70 Mio. Jahren. Im Trias kamen die ersten Saurierarten vor. Außerdem gab es Wälder mit Riesenformen von Schachtelhalmen und Farnen. Diese hast du vielleicht in irgendwelchen Dinosaurierfilmen schon einmal gesehen. Auch die ersten Säugetiere traten im Trias auf.

Die Hauptzeit der Saurier lag allerdings im Jura. Vielleicht kennst du auch den Archaeopteryx, der als Brückentier zwischen Reptilien und Vögeln gilt. Auch dieser kam in diesem Erdzeitalter vor und mit ihm auch die ersten Vögel. In der Kreide schließlich zum Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten, darunter auch die Dinosaurier.

Erdneuzeit

Es schließt sich die Erdneuzeit an, die bis in die heutige Zeit reicht. Die Tiere und Pflanzen näherten sich in diesem Zeitraum immer mehr den heutigen Formen an. Nach dem Aussterben der Dinosaurier bildeten sich im Tertiär eine Vielzahl von Säugetieren. Die ersten Blütenpflanzen entstanden.

Das Quartär war das Erdzeitalter der Eiszeiten, so dass dort verschiedene Tiere der Eiszeit wie der Riesenhirsch oder das Mammut auftraten. Und auch die Entwicklung zum heutigen Menschen begann in diesem Zeitalter.

Zusammenfassung

Im Laufe der Evolution entstanden also nicht alle Tier- und Pflanzenarten gleichzeitig, sondern sie traten in bestimmten Erdzeitaltern auf. Ein Großteil der Arten verschwand in späteren Erdzeitaltern wieder, so wie du es vom Aussterben der Dinosaurier in der Kreidezeit kennst.

Einfache Lebensformen gab es bereits im Präkambrium. Im Kabrium entstanden Schwämme und Muscheln, im Ordovicium die ersten Fische und die ersten Amphibien und Reptilien entstanden im Karbon.

Die ersten Saurier erschienen im Trias, bevor sie dann in der Kreidezeit ausstarben. Dadurch konnten sich im Tertiär die Säugetiere auf der Erde ausbreiten. Erste Menschen entstanden aber erst im Quartär. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

1 Kommentar
  1. Ohne titel 1

    Gutes Vid :)

    Von Michael Z., vor mehr als 4 Jahren

Erdzeitalter – Einordnung und Besonderheiten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erdzeitalter – Einordnung und Besonderheiten kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die evolutiven Besonderheiten der Erdzeitalter.

    Tipps

    Das Erdzeitalter Silur liegt zeitlich vor dem Devon.

    Das Präkambrium wird auch als Erdfrühzeit bezeichnet.

    Alle Bauwerke entstanden im Quartär.

    Lösung

    Die Erdzeitalter umfassen sehr große Zeitspannen, die man sich kaum vorstellen kann. Vor ca. 3,5 Milliarden Jahren entstanden im Präkambrium die ersten Zellen. Mit der Zeit begannen einige von ihnen Fotosynthese zu betreiben. Das ist der Ursprung des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre. Ab diesem Zeitpunkt entwickelten sich die einfachen Lebewesen zu hoch komplexen, wie wir sie im Quartär vorfinden. Im Silur besiedelten zunächst die Pflanzen das Land, im Devon taten es ihnen schließlich auch die Wirbeltiere nach. Besonders große Entwicklungsschübe in der Evolution gab es stets nach Massenaussterben, wie z.B. nach dem Aussterben der Dinosaurier in der Kreidezeit. Es folgte eine große Verbreitung der Säugetiere.

  • Gib wieder, im welchem Zeitalter Mammuts lebten.

    Tipps

    Höhlenmalereien zeigen, dass einige Menschen in der Steinzeit Mammuts gejagt haben.

    • Kambrium, vor 543 - 488 Mio. Jahren
    • Ordovizium, vor 488 - 444 Mio. Jahren
    • Karbon, vor 359 - 299 Mio. Jahren
    • Trias, vor 251 – 200 Mio. Jahren
    • Tertiär, vor 66 - 1,8 Mio. Jahren
    • Quartär, vor 1,8 Mio. Jahren - heute
    Lösung

    Das Quartär ist das jüngste Erdzeitalter. Es schließt die Gegenwart mit ein. Du lebst also auch im Quartär, so wie alle Menschen. Schließlich gibt es die Gattung Homo auch erst seit diesem Zeitalter. Es begann allerdings schon vor etwa 2,6 Millionen Jahren. Die letzte Kaltzeit, während der die Mammuts lebten, endete vor etwa 10.000 Jahren und war somit auch Teil des Quartärs.

  • Bestimme die Reihenfolge der Erdzeitalter im Erdaltertum.

    Tipps

    Das Erdzeitalter direkt vor dem Erdaltertum heißt Präkambrium.

    Merksatz der Erdzeitalter des Erdaltertums: Kämpfe ohne Schwert durch Krieger-Power.

    Lösung

    Das Erdaltertum schließt an die Erdurzeit an. Es begann vor 600 Mio. Jahren und endete vor 250 Mio. Jahren mit dem Beginn des Erdmittelalters. Das Erdaltertum wird in sechs Zeitalter unterteilt:

    • Kambrium: Das Leben war noch auf das Wasser beschränkt.
    • Ordovicium: Mit den Fischen entstanden die ersten Wirbeltiere.
    • Silur: Es erfolgte die Besiedlung des Landes durch die Pflanzen.
    • Devon: Nun eroberten auch die Wirbeltiere das Land.
    • Karbon: Die ersten Amphibien und Reptilien entstanden.
    • Perm: Nadelbäume und Ginkgogewächse entwickelten sich.
  • Erkläre den Prozess der Fossilisation.

    Tipps

    Überlege dir, ab welchem Schritt keine Luft und damit kein Sauerstoff mehr vorhanden ist.

    Nach der Einbettung ist der Kadaver luftdicht abgeschlossen.

    Lösung

    Die beschriebenen Phasen der Fossilisation finden in folgender Reihenfolge statt:

    • Tod
    • Zersetzung des Körpers durch Verwesung oder Fäulnis, seltener auch durch Mumifikation und Inkohlung
    • Einbettung im Substrat
    • Entgasung durch Mikroorganismen
    • Diagenese und Gesteins-Metamorphose: Veränderungen des Sediments durch Druck und Temperatur
    Ab und an kann es vorkommen, dass die Phasen wiederholt oder in ihrer Reihenfolge vertauscht stattfinden. Ein Lebewesen kann zum Beispiel durch eine Lawine, also durch die Einbettung, sterben.

  • Überprüfe, ob die Lebewesen im Erdzeitalter Jura gelebt haben.

    Tipps

    Im Jura liegt die Hauptzeit der Dinosaurier! Sie dominierten alle Lebensräume und ließen kaum Platz für andere große Tiere.

    Im Tertiär fand eine Ausbreitung der Blütenpflanzen statt.

    Die Vögel entwickelten sich aus den Dinosauriern.

    Lösung

    Das Erdzeitalter Jura begann vor etwa 200 Millionen Jahren und endete vor etwa 145 Millionen Jahren. Es stellt die Blütezeit der Dinosaurier dar. Ob im Wasser, auf dem Land oder in der Luft - Dinosaurier beherrschten im Jura alle Lebensräume! Aus den Dinosauriern entwickelte sich ebenfalls im Jura die Wirbeltierklasse der Vögel. Gliederfüßer wie Libellen, aber auch Vertreter der Wirbeltierklassen der Fische und Amphibien existierten bereits viel früher und gab es auch im Jura. Die Säugetiere entwickelten sich im Trias, dem Erdzeitalter vor dem Jura. Doch erst nach dem Aussterben der Dinosaurier eroberten sie verschiedenste Lebensräume. Komplexe Säugetiere wie beispielsweise Fledermäuse, Affen oder Elefanten entwickelten sich daher erst viel später. Außerdem gab es Wälder mit Riesenformen von Schachtelhalmen und Farnen. Die ersten Blütenpflanzen entstanden erst später im Tertiär.

  • Erkläre, wie die Wirbeltiere es schafften, das Festland zu besiedeln.

    Tipps

    Der Landgang der Wirbeltiere fand nicht von heute auf morgen statt! Die Evolution zu Landwirbeltieren erforderte einen sehr langen Zeitraum, der für uns kaum vorstellbar ist.

    Fossilien sind Überbleibsel oder Spuren von Tieren und Pflanzen aus vergangenen geologischen Epochen.

    Lösung

    Der Prozess der Besiedlung des Festlands wird auch als Landgang bezeichnet. Dabei sind einem Fisch nicht plötzlich Füße gewachsen, sondern es hat eine allmähliche Anpassung über Brückentiere wie dem Ichthyostega an die Lebensweise auf dem Festland stattgefunden.