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Das Reich der Tiere 06:29 min

Textversion des Videos

Transkript Das Reich der Tiere

Hallo! Denk mal an verschiedene Tiere. Fallen dir Hunde oder Katzen, Pferde oder Rinder oder vielleicht Wellensittige oder Schildkröten ein? Das sind schon so einige Tiere. Allerdings gehören sie alle zu den Wirbeltieren.

Das Reich der Tiere ist aber viel größer! Es umfasst nämlich auch Spinnen, Schnecken, Quallen und vieles mehr. Ich möchte dir in diesem Video das Reich der Tiere anhand eines Stammbaumes erklären. Dort werden auch die Tiere vorkommen, die dir nicht sofort einfallen, wenn du nach Tierbeispielen gefragt wirst.

Schwämme

Ich möchte dir hier den systematischen Stammbaum der vielzelligen Tiere, die so genannten Metazoa, zeigen. Die einfachsten vielzelligen Tiere sind die Schwämme. Sie leben meist im Meerwasser und kommen weltweit vor. Sie filtern das Meerwasser und ernähren sich von darin enthaltenen Nahrungspartikeln. Schwämme können sich ungeschlechtlich durch Abschnürung von Zellverbänden oder geschlechtlich durch Keimzellen vermehren. Schwämme haben allerdings noch keine Organe.

Hohltiere

Organe kommen erst bei den Gewebetieren vor, zu denen die folgenden Tiergruppen gehören. Die am primitivsten gebauten Gewebetiere sind die Hohltiere. Zu ihnen gehören die Nesseltiere und Rippenquallen. Hohltiere leben im Wasser und umfassen Quallen, Süßwasserpolypen aber auch die Korallen.

Sie ernähren sich von im Wasser schwebenden Nahrungspartikeln oder Kleintieren. Grundsätzlich sind die Hohltiere nur aus zwei Zellschichten aufgebaut. Die meisten Hohltiere pflanzen sich im Zuge eines Generationswechsels fort, in welchem eine ungeschlechtliche und eine geschlechtliche Fortpflanzung durchlaufen wird.

Platt- und Schlauchwürme

Von den aus den Hohltieren hervorgegangenen Plattwürmern hast du vielleicht auch schon einmal gehört. In dieser Gruppe sind größtenteils parasitisch lebende Würmer wie z.B. die Bandwürmer vertreten. Plattwürmer haben keine Gliedmaßen und besitzen einen abgeflachten Körperbau.

Die Schlauchwürmer, die auch als Faden- oder Rundwürmer bezeichnet werden, sind ähnlich einfach wie die Plattwürmer aufgebaut. Sie kommen weltweit auch in terrestrischen Lebensräumen vor. Zu den Schlauchwürmern gehören beispielsweise Nematoden, die z.B. oft als Schädlinge in der Landwirtschaft bekannt sind.

Weichtiere

Vertreter der Weichtiere oder Mollusken kennst du bestimmt, oder? Sie bilden einen sehr artenreichen Tierstamm. Zu ihnen gehören Tintenfische, Schnecken und Muscheln. Man findet hier ein einfaches Nervensystem mit Ganglien.

Vertreter der Weichtiere kannst du überall finden: an Land, im Meer und auch im Süßwasser. Im Laufe der Evolution trennten sich hier zwei Entwicklungslinien: die Gliedertiere auf der einen und die Deuterostomia oder Neumünder auf der anderen Seite.

Gliedertiere

Die Gliedertiere sind der mit Abstand artenreichste Tierstamm der Erde und sind in allen Lebensräumen verbreitet. Wie der Name schon verrät, sind die Gliedertiere aus ähnlich aufgebauten Gliedern oder Segmenten zusammengesetzt. Zu den Gliedertieren zählt man die Ringelwürmer, deren bekanntester Vertreter wohl der Regenwurm ist.

Zu den Gliedertieren gehören aber auch die Gliederfüßer wie Krebse, Spinnentiere, Tausendfüßler und Insekten. Die wichtigsten Merkmale dieses Tierstamms sind das Strickleiternervensystem, ein Blutgefäßsystem und ein meist vorkommendes Außenskelett aus Chitin.

Stachelhäuter und Chordatiere

Stachelhäuter, zu denen z.B. die Seesterne und Seeigel gehören, weisen eine fünfstrahlige Symmetrie oder eine Kugelform auf. Sie besitzen ein Kalkskelett, das wesentlich zur Bildung von Kalkgesteinen beiträgt. Es schließen sich die Chordatiere an, deren bekanntester Unterstamm die Wirbeltiere sind. Hier weißt du bestimmt bestens Bescheid, oder?

Aus den Kieferlosen gingen zunächst die Knorpelfische, die die Haie und Rochen umfassen, hervor. Danach kam es zur Entwicklung von Knochenfischen, die ein knöchernes Skelett besitzen. Dazu gehören Hering, Lachs oder Aal.

Es folgten die Amphibien, die die ersten Landwirbeltiere hervorbrachten. Dazu gehören Frösche, Salamander und Molche. Später entstanden Reptilien, die in ihrer Lebensweise nicht mehr ans Wasser gebunden sind. Im Gegensatz zu den Amphibien haben sie kein Larvenstadium. Bekannte Reptilien sind Echsen, Schildkröten oder Schlangen. Aus den Reptilien entwickelten sich im Laufe der Evolution Vögel und Säugetiere.

Allgemeines zur Artenverteilung

Die Wissenschaft findet immer wieder neue Verwandschaftsbeziehungen und so kann es immer wieder zu Umstellungen im systematischen Reich der Tiere kommen. Einige sehr kleine Stämme, die nur wenige Arten umfassen werden oftmals auch gar nicht erwähnt. Auch hier habe ich dir nur die größten Gruppen im Reich der Tiere gezeigt.

Wie du schon gehört hast, sind die Gliedertiere der artenreichste Tierstamm der Erde. ¾ aller Tierarten gehören dazu. Einen noch relativ großen Anteil an allen Tierarten haben die Weichtiere. Und die Wirbeltiere, die uns oft als erstes einfallen, wenn wir nach Tierbeispielen gefragt werden, nehmen dagegen nur einen kleinen Anteil ein.

Zusammenfassung

Wenn dir zunächst nur Wirbeltiere für Tierbeispiele einfielen, weißt du jetzt, dass es viele andere Tierstämme gibt. Beispielsweise die Schwämme, Hohltiere, Platt- und Schlauchwürmer oder die Weichtiere. Den artenreichsten Tierstamm bilden die Gliedertiere, zu denen die Insekten gehören. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare
  1. G
    U
    T
    😀

    Von Lianakatze, vor 8 Monaten
  2. obwohl ich erst 6.klasse bin hab ich das video verstanden und die gruppen sind auch ziemlich cool.

    Von Lilli k., vor mehr als 5 Jahren

Das Reich der Tiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Reich der Tiere kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, welches Merkmal zum jeweiligen Tierstamm gehört.

    Tipps

    Das Reich der Tiere ist sehr vielfältig. Neben den Wirbeltieren existieren auch wirbellose Tiere, wie z.B. Spinnen, Insekten, Quallen und Schnecken.

    Die Plattwürmer haben ihren Namen nicht ohne Grund. Sieh dir mal ihren Körperbau genauer an!

    Quallen gehören zu den Hohltieren.

    Lösung

    Schwämme

    Die einfachsten vielzelligen Tiere sind die Schwämme. Sie leben meist im Meerwasser und kommen weltweit vor. Sie filtern das Meerwasser und ernähren sich von darin enthaltenen Nahrungspartikeln.

    Hohltiere

    Hohltiere leben im Wasser und umfassen Quallen, Süßwasserpolypen aber auch die Korallen. Sie ernähren sich von im Wasser schwebenden Nahrungspartikeln oder Kleintieren.

    Plattwürmer

    Plattwürmer haben keine Gliedmaßen und besitzen einen abgeflachten Körperbau.

    Schlauchwürmer

    Sie kommen weltweit auch in terrestrischen Lebensräumen vor. Ihr Körper ist fadenförmig und rund.

    Weichtiere

    Vertreter der Weichtiere kannst du überall finden: an Land, im Meer und auch im Süßwasser. Sie besitzen ein einfaches Nervensystem mit Ganglien.

    Gliederfüßer

    Sie sind der mit Abstand artenreichste Tierstamm der Erde und in allen Lebensräumen verbreitet. Wie der Name schon verrät, sind die Gliederfüßer aus ähnlich aufgebauten Gliedern oder Segmenten zusammengesetzt.

  • Stelle den Weg zum Wirbeltier dar.

    Tipps

    Im Laufe der Evolution entwickelten sich immer komplexere Tiere.

    Lösung

    Alle genannten Gruppen gehören zu den Wirbeltieren, welche eine Wirbelsäule besitzen.

    Im Laufe der Evolution gingen aus den Kieferlosen zunächst die Knorpelfische, welche die Haie und Rochen umfassen, hervor.

    Danach kam es zur Entwicklung von Knochenfischen, die ein knöchernes Skelett besitzen (z.B. Hering, Lachs, Aal).

    Es folgten die Amphibien, die die ersten Landwirbeltiere (z.B. Frösche, Salamander, Molche) hervorbrachten.

    Später entstanden die Reptilien (z.B. Echsen, Schildkröten, Schlangen) und danach die Vögel und Säugetiere.

  • Ordne den verschiedenen Tierstämmen ihre Vertreter zu.

    Tipps

    Jeder Tierstamm zeichnet sich durch besondere Merkmale aus. Versuche diese bei den Bildern als Gemeinsamkeit zu finden, um die Zugehörigkeit zum jeweiligen Tierstamm besser zu erschließen.

    Der Stamm der Gliederfüßer ist der artenreichste. Dennoch haben alle Tiere dieses Stamms ein gemeinsames Merkmal.

    Die Vertreter der Hohltiere findest du im Wasser.

    Verschiedene Vertreter der Amphibien findest du an und in Teichen und Seen.

    Lösung

    Hohltiere

    • Korallen, Quallen, Polypen
    Weichtiere

    • Muscheln, Schnecken
    Gliederfüßer

    • Spinnen, Krebse, Tausendfüßer
    Amphibien

    • Froschlurche, Schwanzlurche
  • Beschreibe die Gruppe der Gliedertiere.

    Tipps

    Die Klasse der Gliederfüßer umfasst sehr unterschiedliche Tiere.

    Hast du schon mal ein Fossil eines Trilobiten gesehen?

    Gliedertiere kommen sowohl im Wasser als auch an Land vor.

    In dem Körper der Gliederfüßer zirkuliert Blut.

    Lösung

    Gliedertiere sind, wie ihr Name bereits vermuten lässt, aus ähnlich aufgebauten Gliedern oder Segmenten zusammengesetzt.

    Zu ihnen zählen u.a. die Ringelwürmer, Krebse und die bereits ausgestorbenen Trilobiten.

    Die Gliederfüßer gehören zu den Gliedertieren und sind der artenreichste Tierstamm. Sie besiedeln sowohl Land als auch Wasser.

  • Beschreibe die Fortpflanzung der Quallen.

    Tipps

    Versuche den Lebenszyklus der Qualle schematisch zu skizzieren, um den Lückentext ausfüllen zu können.

    Lösung

    Die meisten Hohltiere pflanzen sich in einem sogenannten Generationswechsel fort, in welchem eine ungeschlechtliche und eine geschlechtliche Fortpflanzung durchlaufen wird.

    Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung entsteht aus einer befruchteten Eizelle ein Polyp.

    Wenn sich der Polyp abschnürt und daraus frei schwimmende Quallen entstehen, nennt man dies ungeschlechtliche Fortpflanzung.

  • Ermittle die Systematik des Gemeinen Regenwurms.

    Tipps

    Je weiter man in die Systematik der Tiere eindringt, desto genauer wird auch ihre Bezeichnung, unter anderem auch im lateinischen Namen.

    Zu den Gliedertieren gehören zwei Tierstämme: die Ringelwürmer und die Gliederfüßer.

    Jeder Artenname hat zwei Bestandteile: den Gattungsnamen und das Epitheton, welches meistens ein Adjektiv ist.

    Lösung

    Der Gemeine Regenwurm gehört zum Stamm der Ringelwürmer (Annelida).

    Wie sein deutscher Name schon verrät, ist er der Familie der Regenwürmer (Lumbricidae) zugehörig.