30 Tage risikofrei testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte im Basis- oder Premium-Paket.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage risikofrei testen

Die Säugetiere

Die Säugetiere, auch als Mammalia bezeichnet, sind eine Klasse innerhalb der Wirbeltiere. Sie gebären ihre Jungen lebend und betreiben großen Aufwand in der Brutpflege. Unter anderem säugen sie ihre Jungen, um sie zu ernähren. Dieses Verhalten gab den Säugetieren ihren Namen. Weitere Merkmale sind eine Haut mit Fell, eine gleichwarme Körpertemperatur und ein stützendes Skelett mit Wirbelsäule.

Die Anpassungen der Säugetiere an ihren Lebensraum

Trotz all dieser Gemeinsamkeiten ist jede Art anders und perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Die Klasse der Säugetiere kann man vielfach in verschiedene Gruppen aufteilen. Jede dieser Gruppen unterscheidet sich in ihrem Aussehen und ihrer Lebensweise voneinander. Man unterscheidet zum Beispiel zwischen Insektenfressern und Fleischfressern. Insektenfresser sind zum Beispiel Maulwürfe und Spitzmäuse und Fleischfresser sind Katzen, Hunde und viele weitere Säugetiere. Neben diesen Gruppen kann man die Gruppen Nagetiere, Paarhufer, Unpaarhufer, Wale, Fledermäuse, Hasenartige und Primaten zu denen wir Menschen gehören, unterscheiden. All diese Gruppen unterscheiden sich vor allen Dingen in ihrer Ernährung und dem Gebiss und auch der Fortbewegung voneinander.

Anpassung der Säugetiere

Das Gebiss der Säugetiere

Alle Säugetiere haben ein heterodontes Gebiss. Das bedeutet, dass sie ihre Zähne mindestens einmal im Leben wechseln. Auch du hast sicher schon deine Milchzähne verloren und es sind neue, bleibende Zähne gewachsen. Die Gebisse der Säugetiere unterscheiden sich ganz nach ihrer Ernährungsform. Die Zähne von Pflanzenfressern sind meist breit und zum Mahlen von Nahrung geeignet.

Gebiss des Pferdes

Die Zähne der Fleischfresser sind spitz und scharf, um Fleischstücke aus der Beute reißen zu können. Manche Säugetiere haben Zähne ohne Wurzeln. Diese nutzen sich mit der Zeit ab und wachsen dann ein Leben lang weiter, wie z.B. die großen Nagezähne der Nagetiere.

Die Fortbewegung der Säugetiere

Alle Säugetiere haben vier Gliedmaßen und bis auf uns Menschen verwenden alle Säugetiere diese vier Gliedmaßen auch zur Fortbewegung. Oft scheinen diese Gliedmaßen bei verschiedenen Arten sehr unterschiedlich ausgebildet zu sein, doch weisen sie im Wesentlichen den gleichen Aufbau auf.

Vorderextremitäten der Säugetiere

An Land haben Säugetiere unterschiedliche Gangarten entwickelt. Sie nutzen jeweils einen anderen Teil des Fußes zur Fortbewegung. Es gibt die Sohlengänger, wie uns Menschen, die Zehengänger wie Katzen und Hunde, und die Spitzengänger,also Tiere mit Hufen wie das Pferd. Die im Wasser lebenden Säugetiere haben ihr Gliedmaßen zu Flossen umgebaut. Die Hinterbeine der Wale sind sogar komplett in den Körper eingelassen.

Die Bedeutung der Säugetiere für den Menschen

Der Mensch nutzt schon sehr lange Säugetiere in den unterschiedlichsten Bereichen. Haustiere, wie Hunde und Hauskatzen, züchtet der Mensch schon seit sehr langer Zeit, da sie schon früh für den Menschen, zum Beispiel bei der Jagd, nützlich waren. Ohne den Menschen würde es sie in dieser Form nicht geben.

Hund als Haustier

Aber wir nutzen Säugetiere auch für unsere Ernährung. Zum Beispiel werden Rinder zur Gewinnung von Milch gehalten. Auch für ihr Fleisch halten wir sie im großen Stil in der Massentierhaltung. Meistens ist das nicht sonderlich angenehm für die Tiere, da sie in sehr engen Ställen leben müssen, bis sie geschlachtet werden. Andererseits ist Fleisch ein wichtiger Teil unserer Ernährung. Deshalb ist es wichtig abzuwägen, wie viel Fleisch man wirklich braucht. Die meisten Menschen essen heutzutage viel zu viel davon.

Massentierhaltung

Ein weiteres strittiges Thema zur Nutzung von Säugetieren sind Tierversuche. An Tieren werden zum Beispiel Kosmetika, aber auch wichtige Medikamente getestet, bevor sie für uns Menschen zugelassen werden. In den meisten Fällen werden dafür Ratten oder Mäuse genutzt. Es gibt aber auch Versuche an Primaten oder anderen größeren Säugetieren. So tragen zum Beispiel Primaten zur HIV-Forschung und der Impfstoffentwicklung bei, Pferde und Schweine werden zur Wirksamkeitsprüfung von Arzneimitteln verwendet. Es wird hier immer wieder von Forschern abgewägt, wie wichtig diese Versuche sind und versucht, den Tieren so wenig Schaden wie möglich zuzufügen. Ganz ausschließen kann man dies bei Tierversuchen jedoch nie.

Es gibt aber auch Säugetiere, die schädlich für uns Menschen sind. Zu ihnen zählen sogenannte Nahrungsmittelschädlinge oder Krankheitsüberträger. Mäuse und Ratten sind klassische Nahrungsmittelschädlinge. Da Mäuse und Ratten sehr eng mit uns Menschen zusammenleben, kommt es häufiger dazu, dass sie unsere Nahrungsmittelvorräte erreichen und fressen. Dabei ebnen sie auch den Weg für andere Schädlinge. Wenn beispielsweise Verpackungen von Mäusen oder Ratten angefressen werden, erhöht es die Schimmel- und Faulanfälligkeit der Nahrungsmittel. Andere Tiere, wie der Marder, kriechen oft unter Autos und zerknabbern Brems- und Treibstoffleitungen. Das passiert, weil Marder Autos als Teil ihres Revieres ansehen und Duftmarken setzen. Wenn dann von Konkurrenten markierte Autos im Revier eines Marders geparkt werden, kann dieser aggressiv reagieren. Dieses Verhalten tritt so häufig auf, dass viele KFZ-Versicherungen Schäden durch Marderbisse mitversichern.

Steinmarder

Manche Säugetiere übertragen Krankheiten und werden als Krankheitsüberträger kategorisiert. Ratten und auch andere Nagetiere können dem Menschen als Krankheitsüberträger schaden. Flöhe, die Ratten parasitieren, waren Mitte des 14. Jahrhunderts für die Pest-Epidemie und für den Tod unzähliger Menschen verantwortlich. Weitere Säugetiere, die Krankheiten wie die Tollwut übertragen können, sind infizierte Hunde, Dachse oder Fledermäuse.