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Igor Strawinsky 04:20 min

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Transkript Igor Strawinsky

Am 17. Juni 1882 wird Igor Strawinsky in Oranienbaum bei Petersburg geboren. Er gilt als einer der originellsten Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Strawinsky ist ein Kind der Kunst. Sein Vater Fjodor singt an der Petersburger Oper. So lebt der kleine Igor in einer musikalischen Welt, zu der er schon mit eigenen kleinen Kompositionen beiträgt. Dabei zeigt er eine erstaunliche Fähigkeit, die verschiedensten und widersprüchlichsten Töne miteinander zu verbinden. Mit neun Jahren erhält er die ersten musikalischen Lektionen und beginnt sofort zu improvisieren. Strawinsky modelliert die Musik direkt auf den Tasten. So werden seine Rhythmen und die komplexen Strukturen seiner Musik geboren. Als er den Meister Rimski-Korsakow kennenlernt, nimmt er bei ihm Lektionen in Komposition. Es ist die Zeit des Niederganges der zaristischen Alleinherrschaft. Die Zeit des berühmten Aufstandes der Matrosen vom Panzerkreuzer Potemkin und des offen ausgedrückten Unmuts der russischen Bauern. Der zarentreue Rimski-Korsakow zieht sich zurück und Strawinsky notiert in seinem Tagebuch: „Nun ist die Periode meiner Jugend zu Ende gegangen.“ Im Frühjahr darauf beendet er seine Studien an der Universität. Seine Heirat mit Katharina Nossenko findet 1906 statt. Strawinsky lernt bald darauf den Choreografen Diaghilew kennen, der ihm die Orchestrierung zweier kurzer Stücke von Chopin für das Ballett "Die Sylfiden" anvertraut. Das ist der Beginn einer langen Freundschaft und einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit. 1910 komponiert Strawinsky die Musik für das Ballett "Der Feuervogel". Als die Partitur fertig ist, hört sie Diaghilew am Piano. Der Komponist spielt selbst. „Am Ende der ersten Szene war ich bereits überzeugt“, sagt Diaghilew, „am Schluss war ich Enthusiast.“ “Der Feuervogel" ist ein Meisterwerk. Der eigentliche Durchbruch für Strawinsky kommt aber mit seinem zweiten Werk, dem Ballett "Petruschka", zu dem ihn der Rhythmus und Klang der russischen Bauernmusik inspiriert hat. Dann folgt die Komposition "Le sacre du printemps", die 1913 im Theater auf dem Champs Elysee uraufgeführt wird. Es ist ein orgiastisches Werk, in dem ein Primitivismus explodiert, barbarisch und instinktiv. Es bringt Strawinsky in die erste Reihe der modernen Gegenwartsmusiker. Während der Zeit des ersten Weltkrieges zieht er sich an den Genfer See zurück. Dort komponiert er die "Geschichte vom Soldaten". 1920 gibt Diaghilew bei Strawinsky die Musik für das Ballett "Pulcinella" in Auftrag. Der Komponist trifft ihn in Rom, wo er auch Picasso kennenlernt, der das Bühnenbild entwirft und bei dieser Gelegenheit auch ein Porträt von Strawinsky malt. Nach dem Kriegsende lässt sich Strawinsky in Paris nieder und stellt sich dem Publikum zum ersten Mal als Dirigent vor. Im Jahr 1939, nachdem er seine Frau und seine Tochter verloren hat, geht Strawinsky nach Amerika, um dort an der Universität von Harvard zu unterrichten. Er stirbt im Jahre 1971 in New York. Nach seinem letzten Wunsch wird Igor Strawinsky in Venedig an der Seite Diaghilews begraben.