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Was sind eigentlich Präpositionen?

Die Wortart Präposition beschreibt das Verhältnis zwischen Personen, Dingen und Sachverhalten. Einige von ihnen verlangen bestimmte Fälle, können mit Artikeln verschmelzen und verraten sogar dadurch ihren Fall.

Was sind Präpositionen?

Schauen wir uns diesen Satz gemeinsam an:

Sebastian und seine Schwester fahren um 10.00 Uhr mit dem Zug nach Berlin über Potsdam.

Die Wörtchen um, mit, nach, über sind Präpositionen. Und genau diese Wortart lernst du hier näher kennen. Da sie Verhältnisse zwischen Personen, Dingen und anderen Sachverhalten beschreiben, werden sie auch Verhältniswörter genannt. Im Satz findest du sie meist innerhalb eines Satzgliedes und zum Beispiel am Anfang eines Objekts.

Sebastian fährt mit dem Zug.

Am häufigsten stehen Präpositionen vor dem Bezugswort. Nur in Ausnahmefällen stehen sie hinter diesem oder umklammern es.

Sebastian ist der Ordnung halber pünktlich. Er und seine Schwester reisen nach Norden hin.

Wie ihr Name sagt, drücken sie verschiedene Verhältnisse aus. Diese kann man unterteilen in:

  • lokal/räumlich: an, auf, bei, hinter, mit, nach, vor, zu ...
  • temporal/zeitlich: ab, bis, seit, um, während ...
  • kausal/Grund: wegen, dank, trotz, zwecks ...
  • modal/Art und Weise: außer, für, mit, ohne ...

Einige Adjektive und auch Verben werden immer zusammen mit einer bestimmten Präposition gebraucht. Dann hat diese Präposition aber keine inhaltliche Bedeutung mehr, sondern dient nur der Verknüpfung.

Sebastian ist zufrieden mit seiner Zeitplanung. Er und seine Schwester warten auf den Zug und lachen über einen lustig aussehenden Hund.

Präpositionen

Präpositionen mit Genitiv, Dativ oder Akkusativ

Was Fälle sind, weißt du bestimmt schon, oder? Es gibt den Nominativ (1. Fall), den Genitiv (2. Fall), den Dativ (3. Fall) und den Akkusativ (4. Fall). Viele Präpositionen verlangen, dass ihr Bezugswort in einem bestimmten Fall steht. Dabei steht dieses aber nie im Nominativ.

Präpositionen mit dem Genitiv

Um nach dem Genitiv zu fragen, stellst du deine Frage mit der Präposition und wessen?. Auf Präpositionen wie außerhalb, oberhalb, dank, inmitten und jenseits folgt immer der Genitiv. Hier ein Beispiel:

Sebastian und seine Schwester erblickten ihre Großeltern außerhalb des Bahnhofs. (Außerhalb wessen erblickten sie ihre Großeltern?)

Bei den Präpositionen mittels, statt, trotz und während wird umgangssprachlich auch der Dativ benutzt, obwohl eigentlich der Genitiv richtig wäre.

  • Genitiv: Sebastian spielte während des Zugfahrens mit seiner Schwester Karten.
  • Dativ: Sebastian spielte während dem Zugfahren mit seiner Schwester Karten.

Präpositionen mit dem Dativ

Ab, aus, bei, mit, seit, von oder zu sind Beispiele für Präpositionen, die bei ihrem Bezugswort den Dativ verlangen. Im 3. Fall fragst du immer mit der Präposition und wem?.

Sebastian geht morgens mit seiner Schwester zur Schule. (Mit wem geht Sebastian morgens zur Schule?)

Sebastian und seine Schwester

Präpositionen mit dem Akkusativ

Mit wen oder was? fragst du nach dem Akkusativ. Typische Präpositionen sind bis, durch, für, gegen, ohne oder um.

Die Großeltern haben für Pia eine Geburtstagstorte gebacken. (Für wen haben sie eine Geburtstagstorte gebacken?)

Pia hat Geburtstag

Präpositionen im Dativ oder Akkusativ

Manche Präpositionen, wie an, auf, hinter, in, neben, vor und zwischen verlangen den Dativ oder Akkusativ. Sie werden auch Wechselpräpositionen genannt. Um welchen Fall es sich handelt, kannst du nur durch das Fragen nach dem 3. und 4. Fall herausfinden. Hier zwei Tipps, die dir dabei helfen können:

Wenn die Präposition eine Lage bezeichnet und du mit wo? fragen kannst, handelt es sich um den Dativ.

  • Die Großeltern stehen auf dem Bahnsteig. (Wo stehen die Großeltern?)

Bezeichnet die Präposition eine Richtung und du fragst mit wohin?, verlangt sie den Akkusativ.

  • Die Großeltern sind auf den Bahnsteig gegangen. (Wohin sind die Großeltern gegangen?)

Verschmelzung von Präposition und Artikel

Verschmelzung von Präposition und Artikel

Sicherlich hast du schon einmal die Wörter ans, ins, beim oder zum gehört. Das sind alles Präpositionen, die mit dem bestimmten Artikel zusammengezogen wurden. Diese Verschmelzungen sind nicht mehr wegzudenken aus der deutschen Sprache. Manche dieser Verschmelzungen werden mittlerweile sogar immer zusammen geschrieben, da sie sonst komisch klingen, wie zum Beispiel, im Vertrauen oder zeitliche Angaben wie am Morgen oder zum Mittwoch. Aber Achtung: Möchtest du Personen, Dinge und andere Sachverhalte näher beschreiben, musst du Präposition und Artikel getrennt schreiben.

Sebastian geht zu dem kleinen Imbiss am Bahnhof.

Die Verschmelzungen von Präposition und Artikel verraten dir auch, ob das Bezugsobjekt im 3. oder 4. Fall steht. Endet die Verschmelzung mit einem m, handelt es sich um den Dativ, ansonsten steht das Bezugsobjekt im Akkusativ.

  • Dativ: am, beim, im, vom, zum
  • Akkusativ: ins, zur, ans

Dank dieses Textes kennst du dich jetzt bestimmt in der neu erlernten Wortart gut aus. Na, welche Präpositionen beinhaltet der letzte Satz und in welchem Fall stehen ihre Bezugsobjekte? Viel Spaß beim Herausfinden.