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Aufbau eines Ionenkristalls am Beispiel des Natriumchlorids 07:39 min

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Transkript Aufbau eines Ionenkristalls am Beispiel des Natriumchlorids

Hallo und herzlich Willkommen.Das Video heißt: Aufbau eines Ionenkristalls am Beispiel des Natriumchlorids. Du kennst bereits das Video "Die Bildung von Ionen". Nachher kannst Du den Aufbau eines Ionenkristalls beschreiben und zwei wichtige Eigenschaften der Salze erklären. Der Film besteht aus drei Abschnitten.Erstens: Was sagt die Formel NaCl? Zweitens: Viele, viele Ionen. Und Drittens: Ein Bild aus dem Internet. Erstens: Was sagt die Formel NaCl. NaCl ist die Formel von Kochsalz. Wofür steht nun dieses NaCl? Dahinter verbergen sich Natrium-Ionen Na+ und Chlorid-Ionen Cl-. Ist das tatsächlich ein Molekül? Kochsalz schmilzt hoch. Sein Schmelzpunkt beträgt etwa 800 Grad Celsius. Es kann sich demzufolge nicht um ein Molekül NaCl handeln. Denn ein Stoff, der aus so kleinen Molekülen besteht, müsste viel niedriger schmelzen. Zumindest ist ein Natriumchlorid-Teilchen viel, viel größer. Zweitens: Viele, viele Ionen. Ein Natrium-Ion ist positiv geladen. Und ein Chlorid-Ion negativ. Beide ziehen sich an. Aber warum sollen Natriumchlorid denn nur aus zwei Teilchen bestehen. Denn die anziehende Wirkung der Natrium-Ionen und der Chlorid-Ionen wirkt in alle Richtungen. Einfache Modelle mit Kugeln sehen etwa so aus. Ein Natrium-Ion wird von verschiedenen Seiten von Chlorid-Ionen angezogen. Und auch umgekehrt, ein Chlorid-Ion wird von verschiedenen Seiten von Natrium-Ionen angezogen. Ich werde einmal ein Modell aus Natrium-Ionen Na+ und Chlorid-Ionen Cl- zusammenstellen. Dafür nehme ich Kugeln. Und damit sie mir nicht auseinanderfallen, denn im Modell ziehen sie sich nicht an, benutze ich hier einen Karton. In der ersten Reihe wechseln sich Natrium-Ionen und Chlorid-Ionen ab. Grün, pink, grün, pink, grün. In der zweiten Reihe müssen sie wegen den entgegengesetzten Ladungen versetzt sein. Also pink, grün, pink, grün, pink, grün. Und so, wenn ich etwas heller schalte. Und die dritte Reihe ist wieder wie die erste Reihe. Also grün, pink, grün, pink, grün. Und jetzt lege ich die zweite Schicht. Ich muss aufpassen. Auf grün kommt pink und auf pink grün. Also pink, grün, pink, grün, pink. So noch eine kleine Hilfe, damit mir mein Modell nicht auseinanderfällt. Und dabei immer schön vorsichtig sein. Jedes Natrium-Ion hat vorne, hinten, links, rechts und oben, unten ein Chlorid-Ion zur Nachbarschaft. Und jedes Chlorid-Ion hat an diesen sechs Nachbarschaftsstellen ein Natrium-Ion. So, jetzt beende ich die zweite Schicht. Das ist ganz schön wackelig mein Modell. Aber es gelingt mir. Die dritte Schicht gestalte ich nur aus neun Ionen. Erstens habe ich nicht mehr und zweitens gestaltet sich mein Modell nun als sehr, sehr wackelig. Mit einiger Mühe gelingt es mir auch diese Probleme zu beheben. Und somit habe ich einen kleinen Ausschnitt aus der gesamten Menge der Ionen des Natriumchlorids dargestellt. In Wirklichkeit ist dieses Teilchen viel, viel, viel größer. Eine solche Anordnung wie hier beim Natriumchlorid bezeichnet man als "Ionenkristall". Man nennt dieses Gebilde auch "Ionengitter". Es handelt sich hier sozusagen um ein Riesenmolekül. Den Begriff Riesenmolekül setze ich einmal in Anführungszeichen, weil nämlich der Begriff Molekül hier nicht zutrifft. Und nun schaut euch einmal dieses Natrium-Ion an, auf das ich hier mit dem Finger zeige. Es wird von sechs Chlorid-Ionen umgeben. Nämlich hinten, links, vorne, rechts, sowie unten und oben. Genauso wird jedes Chlorid-Ion von sechs Natrium-Ionen umgeben. Schaut einmal auf das Chlorid-Ion, auf das ich hier mit dem Finger zeige. Wir haben Natrium-Ionen hinten, links, vorne, rechts, sowie unten und oben. Zur Veranschaulichung dient häufig ein Würfel. Ein Ion befindet sich im Zentrum und die entgegengesetzt geladenen Ionen in der Mitte der sechs Flächen. Der Ionenkristall besteht aus sehr, sehr vielen Natrium-Ionen und Chlorid-Ionen. Ihr Verhältnis ist aber stets eins zu eins. Drittens: Ein Bild aus dem Internet. Hier noch einmal zur Veranschaulichung ein Bild aus dem Internet, das einen Ausschnitt aus einem Ionenkristall liefert. Wir haben hier ein Modell für das Salz Natriumchlorid. Das große Gitter des Ionenkristalls ist dafür verantwortlich, dass Natriumchlorid so hoch schmilzt. Nämlich bei 800 Grad Celsius. Und nun können wir auch erklären, warum Natriumchlorid spröde ist. Das heißt, es geht bei Krafteinwirkung kaputt. Wenn Kräfte einwirken, kommen positive und positive Ionen gegeneinander. Und negative und negative. Sie stoßen sich ab und der große Kristall zerfällt. Das war es schon wieder. Ich hoffe, Ihr hattet etwas Spaß. Ich auf jeden Fall. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg. Tschüss!

3 Kommentare
  1. Nicht das Modell, das Molekül. Unlängst hat eine promovierte Pädagogin in einem anderen Video Stress veranstaltet, weil ich "Riesenmolekül" gesagt habe. Gehe nicht, sei "absolut" falsch (als ob es relativ falsch gäbe!). Wie denn dann? Eine vernünftige Antwort hat sie mir nicht gegeben. Inzwischen weiß ich, dass der Begriff "Cluster" wohl korrekt ist. Allerdings wird er trotz mitunter bizarrer Unterrichtung in der Regelschule nie gebraucht. Steht wohl auch in keinem RLP. Letztendlich bleibe ich bei "Molekül". "Atomares System" verstehe ich auch gleichwohl wie "Ensemble aus Kernen und Elektronen". Aber ob das die Schülerinnen und Schüler verstehen?
    Alles Gute und viel Erfolg

    Von André Otto, vor mehr als 2 Jahren
  2. Ist mit "In Wircklichkeit ist das Model viel größer gemeint das es in "Wirklichkeit" mehr Teilchen hat?

    Von Hey ʕ•ᴥ•ʔ, vor mehr als 2 Jahren
  3. Hat echt geholfen

    Von Mmc Senft, vor mehr als 5 Jahren