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Vergleich Tierzelle und Pflanzenzelle

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Ania Bio
Vergleich Tierzelle und Pflanzenzelle
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Beschreibung Vergleich Tierzelle und Pflanzenzelle

Inhalt

Vergleich von Tierzelle und Pflanzenzelle

In der Zytologie, der Lehre der Zellen, unterscheidet man zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Zellen. Prokaryoten besitzen keinen Zellkern. Zu ihnen zählen beispielsweise Bakterien. Die Eukaryoten besitzen hingegen einen Zellkern. Man unterscheidet diese Gruppe weiterhin in tierische und pflanzliche Zellen. Sowohl die Tierzelle (Aufbau und Struktur) als auch die Pflanzenzelle (Aufbau und Struktur) hast du sicherlich schon im Biologieunterricht behandelt. Vielleicht hast du dich dann gefragt, welche Unterschiede es zwischen einer Pflanzen- und einer Tierzelle gibt? Schauen wir uns im Folgenden die tierische und die pflanzliche Zelle im Vergleich an.

Gemeinsamkeiten von Pflanzen- und Tierzelle

Da sowohl Pflanzen- als auch Tierzellen zu den Eukaryoten gehören, haben sie auch Gemeinsamkeiten. Ein gemeinsames Merkmal haben wir schon erwähnt: den Zellkern.

  • Der Zellkern, auch Nucleus genannt, ist von einer mit Kernporen durchbrochenen Kernhülle umgeben. Er gehört zu den Zellorganellen, welche sich durch eine Membran vom Cytosol abgrenzen. Im Inneren des Kerns befinden sich das Kernplasma, auch Karyoplasma genannt, die DNA und die Kernkörperchen (Nucleoli).

  • Das Zellplasma (Cytoplasma) ist die Grundsubstanz innerhalb der Zellen. Das Zellplasma enthält die Zellorganellen und setzt sich aus Cytosol und Cytoskelett zusammen. Das Cytosol ist der wässrige Anteil des Cytoplasmas und enthält gelöste Substanzen. Das Cytoskelett dient zum einem als Stütze, zum anderen als Transportweg für Stoffe. In Pflanzenzellen ist das Cytoskelett weniger stark ausgeprägt als in Tierzellen.

  • Die Zellmembran (Plasmamembran) umgrenzt das Zellinnere (Zellplasma). Sie besteht aus einer Lipiddoppelschicht, welche durchlässig für bestimmte Stoffe ist. Dadurch kann ein Austausch zwischen Zelle und Umgebung stattfinden.

Sowohl Pflanzen- als auch Tierzellen besitzen eine Vielzahl an Zellorganellen neben dem Zellkern. Diese dienen der Kompartimentierung, d. h. der Einteilung der Zelle in unterschiedliche Bereiche.

  • Mitochondrien sind die Orte der Zellatmung. Bei der Zellatmung wird Glucose in für die Zelle nutzbare Energie (ATP) umgewandelt. Mitochondrien sind von einer Doppelmembran umschlossen und haben ihre eigene DNA (mtDNA). Man bezeichnet sie daher auch als halbautonom, da sie aufgrund ihrer eigenen DNA genetisch unabhängig vom Zellkern sind.

  • Ribosomen bestehen aus rRNA und Proteinen. Sie werden in den Kernkörperchen des Zellkerns gebildet und zu einer großen und einer kleinen Untereinheit zusammengebaut. Diese Untereinheiten verlassen den Zellkern und lagern sich zur Proteinbiosynthese zusammen.

  • Das endoplasmatische Retikulum, auch ER genannt, ist ein umfangreiches Membranlabyrinth. Man unterscheidet zwischen einem rauen und einem glatten ER. Das ER ist unter anderem an der Proteinbiosynthese und an der Fettsäureproduktion beteiligt.

  • Dictyosomen sind ebenfalls ein Membransystem. Alle Dictyosomen einer Zelle bilden den Golgi-Apparat. Hier werden die Produkte des ER abgewandelt, gespeichert und dann zu anderen Bestimmungsorten weitertransportiert.

  • Peroxisomen bauen Radikale und Stoffwechselprodukte wie Fettsäuren ab. Sie sind von einer Lipidmembran begrenzt und enthalten die Enzyme Peroxidasen.

Vergleich Pflanzenzelle und Tierzelle

Unterschiede von Pflanzen- und Tierzelle

Pflanzen- und Tierzellen weisen auch für sie spezifische Merkmale auf.

Besonderheiten der Pflanzenzelle

  • Die Zellwand ist eine zusätzliche Umgrenzung der Pflanzenzelle neben der Zellmembran. Sie besitzt ebenso „Verbindungstüren“ zum Austausch mit benachbarten Pflanzenzellen, die Plasmodesmen.

  • Vakuolen sind große, intrazelluläre Membranbläschen. Sie sind Speicher und Stabilisator des Innendrucks. Eine Form der Vakuolen ist die Zellsaftvakuole. Sie ist von einer Membran umschlossen, dem Tonoplast.

  • Plastiden sind pflanzenspezifische Zellorganellen. Zu ihnen gehören unter anderem Chloroplasten, Leukoplasten und Chromoplasten. Sie sind ähnlich den Mitochondrien halbautonome Zellorganellen, d. h. sie besitzen eine Doppelmembran, eine eigene Erbinformation und eine eigene Proteinsynthese. Sie sind Ort der Photosynthese, Farbstoffträger oder Speicher für Reservestoffe.

Besonderheiten der Tierzelle

  • Das Lysosom ist ein Membranvesikel (Membranbläschen) und dient zur intrazellulären Verdauung von Makromolekülen, also besonders großen Molekülen.

Nahrungsaufnahme

Beide Zelltypen betreiben Zellatmung, um aus Kohlenhydraten Energie in Form von ATP zu gewinnen. Der Ursprung der Kohlenhydrate und somit die Art der Ernährung unterscheidet sich jedoch von Pflanzen- zu Tierzelle. Pflanzenzellen ernähren sich autotroph. Sie generieren die energiereichen Kohlenhydrate selbst mittels Fotosynthese. Tierische Zellen hingegen müssen organische Substanzen aufnehmen, sich also heterotroph ernähren.

Zusammenfassung der Pflanzenzelle und Tierzelle im Vergleich

Die Unterschiede zwischen Pflanzenzelle und Tierzelle sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Pflanzenzelle Tierzelle
Cytoskelett wenig ausgeprägt stark ausgeprägt
Zellwand vorhanden nicht vorhanden
primäre Stützfunktion Zellwand Cytoskelett
Plastiden vorhanden nicht vorhanden
Vakuolen vorhanden nicht vorhanden
Lysosomen nicht vorhanden vorhanden
Nahrungsaufnahme autotroph heterotroph

Dieses Video

In diesem Video erhältst du einen Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Pflanzenzellen und Tierzellen. Dein Wissen zu diesem Thema kannst du anschließend mit interaktiven Übungsaufgaben und einem Arbeitsblatt zum Herunterladen testen.

Transkript Vergleich Tierzelle und Pflanzenzelle

Hallo, mein Name ist Anja. Heute betrachten wie den Unterschied zwischen Tier- und Pflanzenzelle.   Die Zytologie ist die Lehre der Zellen. Man unterscheidet zwischen prokaryoten Zellen - Procyten - und eukaryoten Zellen - Eucyten. Die eukaryotischen Zellen werden nochmals in tierische und pflanzliche Zellen differenziert. Während prokaryotische Zellen eine Größe von 0,2 bis 10 oder bis 50 Mikrometern erreichen, werden eukaryotische Zellen zwischen 2 bis 20 oder sogar bis 300 Mikrometer groß. Pflanzen- und Tierzellen besitzen beide einen Zellkern mit Kernkörperchen und Erbinformation, DNS oder DNA sowie Mitochondrien, Ribosomen, Zellplasma, eine Zellmembran, das endoplasmatische Reticulum und Dictyosomen oder ein Golgi-Apparat. Der Zellkern, auch Nucleus genannt, enthält den größten Teil des genetischen Materials der Zelle. Er ist von einer ovalen Kernhülle umgeben, die von Kernporen durchbrochen ist. Im Inneren des Kerns befindet sich das Kernplasma, auch Karyoplasma genannt, und die DNA in Form des Chromatins. Im Zellkern befinden sich ein oder mehrere Nucleoli, von Nukleolus - Kernkörperchen, das ist ein Organell ohne Membran. Hier wird die rRNA, die ribosomale RNA gebildet, welche sich im Cytoplasma zu den Untereinheiten der Ribosomen zusammenfindet. Der Zellkern speichert die Erbinformation und steuert die Proteinbiosynthese. Mitochondrien sind halbautonome Organellen und zudem die Orte der Zellatmung. Wobei aus Zuckern, Fetten und anderen Nährstoffen mit Hilfe von Sauerstoff Energie gewonnen und in ATP umgewandelt wird. Mitochondrien sind von Membranen umschlossen, haben jedoch keine direkte Verbindung zum inneren Membransystem. Ihre Membranproteine werden von freien Ribosomen im Zytosol bzw. von Ribosomen innerhalb des Mitochondriums selbst gebildet. Es beinhaltet zudem eine eigene ringförmige DNA. Ribosomen bestehen aus rRNA und globulären Proteinen und haben einen Durchmesser von 10 bis 20 Nanometern. Sie werden in den Kernkörperchen vorgebildet und im Cytoplasma zusammengesetzt. Eine Membran besitzen sie nicht. Ein Ribosom besteht aus einer großen und einer kleinen Untereinheit, welche sich bei der Proteinbiosynthese zusammenfinden. Deshalb bezeichnet man sie auch als Orte der Proteinbiosynthese. Das Plasma ist der Ort vielfältiger Stoffwechselvorgänge. Es handelt sich nicht um eine einheitliche Masse, sondern um verschiedene Strukturelemente. Das Plasma enthält die Zellorganellen und wird vom Cytoskelett durchzogen und gestützt. Durch ein vielfältiges Membransystem wird es in kleine Räume, Kompartimente genannt, unterteilt. Somit können verschiedene Stoffwechselvorgänge unabhängig voneinander stattfinden. Diese Aufteilung in getrennte Reaktionsräume nennt man auch Kompartimentierung. Des Weiteren hat das Plasma eine Transportfunktion. Plasmastränge dienen dem Transport von Stoffen. Das endoplasmatische Reticulum, auch ER genannt, ist ein umfangreiches Membranlabyrinth und macht über die Hälfte der gesamten Membranmenge aus. Übersetzt bedeutet der Name "Netz im Cytoplasma". Den Golgi-Apparat kann man sich auch als große Fertigungs-, Lager-, Sortier- und Versandzentrale vorstellen. Hier werden die Produkte des ER, des endoplasmatischen Reticulums, abgewandelt, gespeichert und dann zu anderen Bestimmungsorten weitertransportiert. Er besteht aus abgeflachten, durch Membranen begrenzten Hohlräumen, die aufeinandergestapelt sind. Häufig sind in der Zelle auch mehrerer solcher Stapel, die Dictyosomen vorhanden, die dann miteinander in Verbindung stehen. Jede Zisterne ist von einer Membran umgeben, die den inneren Hohlraum von dem Zytosol trennt. In der Umgebung des Golgi-Apparats befinden sich auch zahlreiche Transportvesikel. Pflanzenzellen besitzen über diese Grundausstattung hinaus eine Zellwand mit Tüpfeln, die auch Plasmodesmen genannt werden; Vakuolen, die bei tierischen Zellen nur selten vorkommen, und da speziell eine Zellsaftvakuole mit Tonoplasten und natürlich Chloroplasten. Vakuolen sind intrazelluläre Membranbläschen, ähnlich der Vesikel, aber größer. Es gibt verschiedene Arten: Nahrungsvakuolen, kontraktile und zentrale Vakuolen und Zellsaftvakuolen. Die Zellsaftvakuole ist von einer Membran umschlossen, dem Tonoplast. Der Tonoplast ist sehr selektiv, weshalb der Zellsaft und das Zytosol eine andere Zusammensetzung aufweisen. Zu den Plastiden gehören die Chloroplasten. Neben Leukoplasten und Chromoplasten sind sie halbautonome Organellen, das heißt halb selbstständige Organellen, die eine doppelte Membran, eine eigene Erbinformation und eine eigene Eiweißsynthese besitzen. Zudem sind sie die Orte der Photosynthese. Hierbei wird Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt. Tierzellen hingegen besitzen über diese Grundausstattung hinaus nur Lysosomen, Centriolen und, zum Beispiel bei Einzellern, Flagellen zur Fortbewegung. Das Lysosom ist ein Membranvesikel und dient zur intrazellulären Verdauung von Makromolekülen, also besonders großen Molekülen. Zentriolen sind zylinderförmige Strukturen, die Stütz- und Transportaufgaben erfüllen. Auch bei der Energiegewinnung unterscheiden sich tierische und pflanzliche Zellen. Beide betreiben Zellatmung. Pflanzliche jedoch über Photosynthese, also autotroph, während tierische organische Substanzen aufnehmen, sich also heterotroph ernähren. Tier- und Pflanzenzelle unterscheiden sich also sehr, obwohl beide einen Zellkern, Mitochondrien, Ribosomen, Zellplasma, Zellmembran, endoplasmatisches Reticulum und Dictyosomen im sogenannten Golgi-Apparat besitzen. Ich hoffe, dieser Film hat euch gefallen und bis zum nächsten Mal sagt Anja.

30 Kommentare

30 Kommentare
  1. Hallo J Wigger,

    vielen Dank für deinen Kommentar!
    Was genau die Fotosynthese ist und wie sie abläuft, erfährst du auf unserer passenden Themenseite. Weiter unten findest du einen kleinen einführenden Text, um dir einen groben Überblick zu verschaffen. Im Anschluss empfehle ich dir die Videos in der vorgegebenen Reihenfolge anzuschauen, um nähere Informationen und Erläuterungen zu erhalten: https://www.sofatutor.com/biologie/biologie-der-pflanzen-und-pilze/lebensweise-aufbau-und-stoffwechsel-von-pflanzen/fotosynthese-und-atmung

    Bei weiteren Fragen nutze auch gerne unsere Lehrerbox oder besuche uns im Hausaufgaben-Chat. Dort sind wir immer montags-freitags zwischen 17:00-19:00 Uhr für dich da.

    Viel Spaß beim weiteren Lernen!
    Dein Sofatutor

    Von Laura S., vor etwa einem Jahr
  2. Sehr gut aber was ist eine Fotosynthese?

    Von J Wigger, vor etwa einem Jahr
  3. Ja war das erste jetzt Tier oder Pflanzenzelle Fragezeichen

    Von Dana Pubanz, vor mehr als einem Jahr
  4. Hallo Marco/Elisa B.,
    das raue Endoplasmatische Retikulum ist vor allem am Aufbau von Proteinen beteiligt. Der Golgi-Apparat funktioniert hingegen wie eine Packstation: Proteine und andere Stoffe werden in Vesikel gepackt und innerhalb wie außerhalb der Zelle weiter transportiert.
    Schau dir auch noch einmal unser Video zum Aufbau der Pflanzenzelle an, dort werden diese Zellorganelle noch genauer vorgestellt:
    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/pflanzenzelle-aufbau-und-struktur?launchpad=video
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Linda Schug, vor mehr als einem Jahr
  5. Was ist der Unterschied zwischen dem ER und dem Golgi Apperat?

    Von Marco/Elisa B., vor mehr als einem Jahr
Mehr Kommentare

Vergleich Tierzelle und Pflanzenzelle Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vergleich Tierzelle und Pflanzenzelle kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme, ob die Zellorganellen zu pflanzlichen oder tierischen Zellen gehören.

    Tipps

    Chloroplasten sind der Ort der Fotosynthese.

    Der Begriff Lysosom kommt von dem griechischen Wort „lysis" und bedeutet Auflösung. Die Lysosomen sind für intrazelluläre Verdauung verantwortlich.

    Lösung

    Tierische und pflanzliche Zellen besitzen beide einen Zellkern, Mitochondrien, Ribosomen, ein endoplasmatische Retikulum, Cytoplasma, Zellplasma sowie Dictyosom bzw. Golgi-Apparat.

    Die pflanzlichen Zellen besitzen zudem noch eine Zellwand, Vakuolen und Chloroplasten.

    Die tierischen Zellen besitzen zusätzlich Lysosomen, Centriolen und die Einzeller besitzen Flagellen zur Fortbewegung.

  • Nenne die passenden Funktionen der Zellorganellen.

    Tipps

    Chloroplasten finden wir nur in Pflanzenzellen.

    Mitochondrien werden auch als „Kraftwerke" der Zellen bezeichnet.

    Lösung

    Der Zellkern ist die wichtigste Kommandozentrale der Zelle, er enthält die Erbgutinformationen und liegt im Cytoplasma.

    Die Mitochondrien werden auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet. In ihnen findet die Zellatmung statt. Sie kommen gehäuft in Zellen vor, die einen hohen Energiebedarf aufweisen, zum Beispiel Muskelzellen.

    Ribosomen übersetzen die Erbinformationen aus der Boten-RNA in Aminosäuren.

    Im Cytoplasma finden viele Stoffwechselvorgänge statt. Zudem enthält es die Zellorganellen und wird vom Cytoskelett gestützt.

    Den Golgi-Apparat kann man sich als Lager-, Sortier- und Versandzentrale vorstellen. Produkte des endoplasmatischen Retikulums werden hier gespeichert und weitertransportiert.

    Die Chloroplasten finden wir nur in Pflanzenzellen, sie sind der Ort der Fotosynthese.

  • Ermittle die Eigenschaften der Plastiden.

    Tipps

    Plastiden finden wir in allen eukaryotischen fototrophen Organismen.

    Carotinoide sind natürliche Farbstoffe.

    Lösung

    Plastide ist der Oberbegriff für verschiedene Organellen in Pflanzenzellen. Man unterscheidet drei wichtige Typen: Leukoplasten, Chromoplasten und Chloroplasten.

    Chromoplasten sind gelblich bis rötliche gefärbt und befinden sich in Blütenblättern und Früchten. Ihre Farbe verdanken sie Pigmenten, u.a. Carotinoide. Ihre Färbung soll Insekten anziehen, die die Blüte befruchten bzw. den Samen verbreiten.

    Leukoplasten sind farblos. Sie finden wir in Pflanzenzellen, die nicht dem Licht ausgesetzt werden. Leukoplasten dienen als Nährstoffspeicher. Daher findet man sie vorwiegend in solchen Pflanzenteilen, die Zeiten ohne Fotosynthese überdauern müssen, wie zum Beispiel in der Kartoffelknolle.

    Chloroplasten sind der Ort der Fotosynthese. In ihnen finden wir den grünen Farbstoff Chlorophyll.

  • Entscheide, welche Vorteile ein Vesikel hat.

    Tipps

    Das Wort Vesikel kommt aus dem lateinischen „vesicula" und bedeutet Bläschen.

    Vesikel werden mit Hilfe von Transportproteinen an alle Bereiche der Zelle geliefert.

    Lösung

    Vesikel sind kleine, im Lichtmikroskop kaum sichtbare Membranbläschen. Vesikel haben die Aufgabe, Substanzen in der Zelle zu transportieren und auch zu speichern. Es gibt Golgi-Vesikel, Lysosome oder abgetrennte Vesikel aus dem ER. Die Verpackung von Enzymen in Vesikel bringt einige Vorteile. Ein Enzym ist somit auch in hoher Konzentration transportfähig und die Diffusion wird verhindert durch eine Diffusionsschranke in der Vesikelmembran. Des Weiteren kann die Zelle somit besser bestimmen, an welchen Ort und zu welcher Zeit das Enzym wirken soll. Auch die Speicherung von Enzymen ist verbessert.

  • Beschrifte die verschiedenen Zellorganellen.

    Tipps

    Die Zellkernhülle ist durch Kernporen unterbrochen.

    Mitochondrien sind von einer Doppelmembran umgeben.

    Lösung

    Tierische und pflanzliche Zellen besitzen beide einen Zellkern, Mitochondrien, Ribosomen, das endoplasmatische Retikulum, Cytoplasma, Zellplasma sowie Dictyosom bzw. Golgi-Apparat.

    Der Zellkern ist von einer Kernhülle umgeben. Diese ist durch Kernporen unterbrochen.

    Die Mitochondrien sind von einer Doppelmembran umschlossen, ihre innere Membran ist stark gefaltet.

    Das endoplasmatische Retikulum (kurz: ER) durchzieht sich als flächiges Netzwerk durch das gesamte Cytoplasma. An dem rauen ER befinden sich Ribosomen, an dem glatten ER fehlen diese.

    Der Golgi-Apparat wird auch als Dictyosomen bezeichnet und sieht aus wie ein Membranstapel, an dessen Seiten sich Bläschen abschnüren.

    Die Chloroplasten finden wir in Pflanzenzellen. Sie sind von einer Doppelmembran umgeben. Die Thylakoiden im Innenraum sind wie Geldrollen sehr dicht gestapelt.

    Vakuolen finden wir in Pflanzenzellen und Pilzzellen. Sie sind von einer Membran umgeben.

  • Beschreibe verschiedene Zelldifferenzierungen.

    Tipps

    Das Wort Epidermis setzt sich aus den griechischen Wörtern epi= über und derma= Haut zusammen.

    Oftmals kann man die Funktion der Zellen an ihrer Struktur erkennen.

    Lösung

    Beim Querschnitt eines Laubblattes kann man unter dem Lichtmikroskop verschiedene Gewebe erkennen. Jedes Gewebe besteht aus einem Verband gleicher Zellen. Ihre Funktionen sind unterschiedlich, einige Gewebe betreiben Fotosynthese, die anderen sind für den Gasaustausch mit der Atmosphäre verantwortlich. Um diese Aufgaben bewältigen zu können, zeigen die Zellen Spezialisierungen. Die Epidermiszellen verhindern zum Beispiel eine unkontrollierte Transpiration, zudem dienen sie aufgrund ihrer Festigkeit dem Blatt als Schutzschicht. Die Palisadenzellen besitzen sehr viele Chloroplasten und sind hauptverantwortlich für die Fotosynthese. Die Schließzellen befinden sich an den Stomata und regeln das Öffnen bzw. Schließen der Spaltöffnungen.

    Auch in den tierischen Zellen finden wir viele Spezialisierungen. Die Nervenzellen dienen mit ihren langen Fortsätzen der Informationsübertragung, Drüsenzellen können gebildete Stoffe selbst abgeben. Auch unsere Knochen und Knorpel bestehen aus differenzierten Zellen. Sterben solche Zellen einmal ab, werden im Bildungsgewebe (z.B. im Knochenmark) neue Zellen gebildet. Zeitlebens können sich so Blutzellen aus Stammzellen des Knochenmarks entwickeln.

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