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Aufbau der Zellen – Es war einmal das Leben (Folge 1) 25:19 min

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Transkript Aufbau der Zellen – Es war einmal das Leben (Folge 1)

Wir befinden uns etwa zehn Milliarden Jahre, drei Stunden und zehn Minuten vor unserer Zeitrechnung. Das Universum. So ein Sternenhaufen hier nennt man Galaxie. Unsere Milchstraße ist eine solche Galaxie und von den unheimlich vielen Sternen, die es darin gibt, ist einer unsere Sonne. Um unsere Sonne trudeln die Planeten und ihnen wird noch nicht einmal schwindlig dabei. Und jetzt befinden wir uns etwa fünf Milliarden Jahre vor unserer Zeitrechnung. Die Erde. Ja und wie man sieht, war auch schon damals auf der Erde ganz schön Remmidemmi. Keine Angst, das ist keine Bildstörung, es ist nur die Erde, die wackelt. Ein paar kleine Erdbeben. Und geblitzt und gedonnert hat es damals auch schon ganz schön. Vorsicht, Stein von links! Das ist eine verdammt heiße Suppe. Und dann hat es noch einmal anderthalb Milliarden Jahre gedauert, eine Zahl, die kann man sich gar nicht vorstellen, bis die erste Zelle entstanden ist. Nein, keine Gummizelle, ihr Trottel. Die, von der wir alle abstammen. Und dann nahm das Leben ebenso seinen Lauf. Und es lief. Und lief. Und lief immer noch. Und irgendwann war der wilde Affe los. Und dann war es nur noch ein kleiner Schritt bis zu uns, aber ein großer für die Menschheit. Und wenn man genau hinsieht, kann man die Spuren dieser Entwicklung noch gut erkennen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Zellen dieser Herrschaften, die ihr hier seht, in einer Flüssigkeit schwimmen, die fast genauso zusammengesetzt ist, wie das Wasser im Meer, denn alles Leben kommt aus dem Wasser. Oder unsere Finger, das waren früher einmal Flossen von Fischen, daher der Satz: "Nimm die Flossen weg." Und unser Steißbein, das ist mit dem Schwanz der Affen verwandt. Wir brauchen ihn ja nicht mehr. Oder fehlt er euch? Aber auch unser Gehirn spricht Bände über die Vergangenheit. Einen Teil haben wir von den Reptilien geerbt, Gott sei Dank nicht die Zähne, einen weiteren Teil von den Säugetieren. Und dann ging alles wahnsinnig schnell, in nur 500.000 Jahren hat sich der größte Teil unseres Gehirns entwickelt und deshalb heißt es auch Großhirn. Aber was rede ich, ich wette, das wisst ihr alles. Für alle, die bisher gepennt haben, gehen wir nochmal zurück zum Anfang. Anhalten, halt, halt, ich habe gesagt zum Anfang. Das Ende kennen wir ja noch gar nicht. Na, was denn, was denn? Macht mal ein bisschen Dampf. So ist es besser. Noch ein Stück weiter. Gleich sind wir da. Diese Flüssigkeit hier ist die sogenannte Ursuppe, aber die muss man ja nicht gerade essen. Auch wenn sie vielleicht scheußlich schmeckt, sie ist die Quelle allen Lebens. Von hier aus wollen wir noch einmal starten mit einer fantastischen, aufregenden, spannenden Geschichte. Es war einmal das Leben. Hallo, ich bin ein Enzym, ich bin der gute Geist der Zelle. So und so. Diese gelben Fratze sind Gene. Hey, wartet. Und aus den Genen werden dann die Chromosomen. Huh, mach doch nicht so einen Wind. Ihr müsst zusammenhalten. Na, ich habe hier eine Bombenidee. Wir wollen doch mal sehen, ob ich das hinkriege. Ähm. Ah. Tom mal her. Nein, du nicht. Jetzt habe ich es. Ich finde mich genial, genial mit einem G. Hört doch auf mit dem Quatsch, ich arbeite. Frechheit! Hier sehen wir Erwin W. bei der Qualitätskontrolle. Hält alles prima. Und die vier eifrigen Kerlchen, die drehen durch, ich meine, die verdrehen die Gene ineinander und da kommen dann Chromosomen heraus. Und die vier sind nicht allein. Aus diesen Chromosomen lässt sich dann schon ein ganz passabler Zellkern machen. Übrigens, das hier sind keine blauen Bohnen. Die Dinger heißen Mitochondrien. Wer lässt sich so einen Namen einfallen? Kann man ja kaum aussprechen. Das hier ist eine fertige Zelle, aber eine Zelle allein macht noch keinen Körper, sie muss sich teilen und zwar ziemlich oft. Denn in unserem Körper befinden sich etwa 60.000 Milliarden Zellen. Wahnsinn. Ohne Zellen läuft gar nichts im Leben, unser ganzer Körper besteht aus Zellen und jede Zelle ist ein eigenständiger, lebender Organismus. Sie atmet, stellt Energie her, muss sich ernähren und vermehrt sich. Wie groß ist eigentlich so eine Zelle? Ich verrate es euch. Ein Hundertstel Millimeter. Brillen, Lupen, Fernrohre zwecklos, ihr werdet sie nicht sehen. Aber wir haben Glück, dass sie so klein ist, wie sollten wir sonst in unserem Körper 60.000 Milliarden davon unterbringen? Sie ist eben klein, so eine Zelle, aber fein. Wer will Salz, wer braucht noch Salz? Mineralstoffe, hier gibt es Mineralstoffe. Kohlenhydrate, zugreifen, Kohlenhydrate. Kommen Sie näher, Herrschaften, kommen Sie näher, hier gibt es gutes Fett, wer braucht noch was Fettes? Einsteigen Leute, jetzt geht es ab in die Zelle. Man hat der einen Zahn drauf. Toll, Achterbahn ist nicht so schön. Auch schon da? Ein bisschen flott, nicht im alten Trott. Und bleibt nicht im Stau stecken. Knäckebrot, käfergeile Angelegenheit. Lass mich, ich bin doch so kitzlig. Nicht zu fassen, dieser Dreck überall. Rolle vorwärts. Unsere Zelle ist ziemlich fertig. Das kann man wohl sagen. Ziemlich fertig ist untertrieben, sie ist alle. Wir müssten auf dem schnellsten Wege Zucker bekommen, ein bisschen Fett, etwas Wasser und Eiweiß. Die Lieferung erfolgt bald frei Haus. Sonderwünsche. Ich hasse diese Mützen. Alle Zellen werden leben, wenn wir ihnen zu futtern geben. Ahhh. Rumms. Ihr habt wohl im Verkehrsunterricht eine Stunde geschlafen. Nur Flausen in der Birne und nichts im Gehirne. Man kann sich seine Zelle immer noch selbst aussuchen, das ist ein freies Land. Hey, macht, dass ihr weiterkommt. Die Polizisten machen immer einen Breiten. So sind sie, die weißen Blutkörperchen, affig. Aha, da sind ja unsere Freunde. Besondere Vorkommnisse, Cop Dicki? Nein, nie. Wenn es so weitergeht, lasse ich mich pensionieren. Da sind sie ja endlich, die roten Blutkörperchen, endlich. Wurde auch höchster Sauerstoff. Du meinst Zeit? Sage ich doch. Die transportieren sowas viel lieber, als unser Kohlendioxid mitzunehmen. Was ist? Beeilung! Hemo, warte mal, ich habe eine Idee. Oho. Was macht denn der da eigentlich? Du Hemo, wir können uns doch mal ansehen, wie so eine Zelle gebaut ist oder wie. Du machst mir Spaß, wir sind doch viel zu stattlich, um da reinzukommen. Mag sein, aber wir roten Blutkörperchen sind ja auch Zellen. Richtige Zellen? Stimmt das, wir sind Zellen? Ja, wir haben nur keinen Kern mehr und können uns nicht so vermehren wie die anderen Zellen. Aha. Oh, da kommt schon wieder eine Ladung Kohlendioxid. Kannst du nicht aufpassen? Sachte, Vorsicht. So eine Knete. Aua. Oh je. Jetzt gehen wir in die Zelle und bekommen keine Delle, sonst gibt es eine satte Schelle. Also wenn du mich fragst, ich finde Kohlendioxid überhaupt nicht gut, überhaupt nicht. Oh nein. Nein. Firemen und Pappkartons, hier sind wir in der Höhle, die unsere Zelle umgibt. Wie Sie selbst sehen können, besteht sie hauptsächlich aus Eiweiß, Fett und Zucker. Super. Oh, Gegenverkehr und zu schnell ist er auch. Ihr müsst zugeben, der Grand Canyon ist auch nicht schöner. Oder Hotel Paradies. Besser gut gerutscht als schlecht geflutscht. Yippie. Zum Fett werden großartig. Das mache ich mit links. Und mit rechts. Also ich verstehe überhaupt nichts, was ist denn das? Das ist die Ribosomen GmbH, da sind Fabriken für die Eiweißherstellung. Davon gibt es sehr viele. Sehr viele? Und diese Rauchbolzen sind die Mitochondrien, unsere Kraftwerke. Sie versorgen uns mit Energie, indem sie die angelieferten Nährstoffe verbrennen und außerdem findet hier die gesamte Atmung des Organismus statt. Hop, bald hätte ich die falsche Abzweigung genommen. Das Zentralkörperchen, von hier aus wird die Teilung der Zelle überwacht. Das Band dort ist die sogenannte Boten-RNA, mit ihrer Hilfe werden die Anweisungen der Zentrale an die jeweiligen Fertigungsbänder weitergegeben. Und die Zentrale, die alles im Griff hat, ist dort drüben. Bewundert die herrlichen Golgi-Apparate, das sind unsere Versorgungslager, wir exportieren nämlich auch sehr viel, nach Osten, Süden, Westen, Norden. Am Ziel, das ist eines unserer Lysosomen. Und wie es von hier aus weitergeht, euch bestimmt den Kopf verdreht. Ist das schön, sind die niedlich. Oh ja. Bald seht ihr genauso niedlich aus. Woah, na sowas, habt wohl Fett auf den Augen, was? Sonntagsfahrer! Führerschein am Automaten gemacht. Man, ist hier ein Betrieb. Aber so eine Zelle ist eben eine richtige kleine Fabrik. Und die macht keinen Feierabend, die arbeitet rund um die Uhr. Mir wird ganz klüterich und schwindelig. Plumps. Sieht mächtig nach Stau aus. Mhm. Das mit den Lieferungen klappt wieder gar nicht, ich denke nach, ist heute blauer Montag? Bei uns ist immer blauer Montag, wir tun, was wir nicht können. Dann macht wenigstens die Ausgänge frei. Ihr seht doch, dass alles verstopft ist. Die Fertigungsbänder sind total überlastet, die wollen, dass wir die Lieferung einstellen. Interessant. Also so geht das nicht weiter, schafft den ganzen Überschuss zum Fett. Ich will keinen Butterberg und ich will keine Halde. Ich weiß, was ich will, ich will den Meister, Jopheister. Ja. Herrgott, das dauert wieder. Was ist bloß mit den Verbindungen los? Ich brauche euern Chef, es drängelt. Tja, tut mir wirklich leid, aber er ist schwer beschäftigt. Und wenn er zehn Konferenzen hat. Meister, ein dringendes Gespräch. Ja, was denn, wie denn, wo denn? Aha, ja, was gibt es? Meister, er sagt, dass denen das Essen zum Hals raushängt. Sie können alles nur noch als Fett ablagern. Wir müssen etwas unternehmen. Was ist in den anderen Fabriken? Die Situation ist überall verheerend mit Doppel-E. E oder Ä? Na, jedenfalls kann das ein dickes Ende nehmen. Ja, wir müssen sofort was unternehmen. He, ihr da am Eingang, ihr pennt wohl, oder? Ihr lasst alles rein, ohne nachzudenken. Unsere Fabriken sind voll. Wie soll er das wissen? Ich muss es wissen, ich bin schließlich ja der Chef, der Höchste. Also passt auf, ihr stoppt sofort alle Importe, Tore zu. Es kommt mir nichts mehr rein, verstanden? Und ob! Schickt mir mal einen Nervenboten. Sag dem Gehirn folgendes: Wenn die da oben sich immer mehr Speck anfressen wollen, ist das ihr Fett, denn die tragen ja auch die Verantwortung für alles. Aber es soll mir bloß hinterher keiner kommen und sagen, wir hätten nicht Bescheid gesagt. Nein, nein, für heute ist Schluss, tut mir leid. Auch wir haben feste Arbeitszeiten. Bitte machen Sie auf, ich werde da drinnen dringend gebraucht, dringender als dringend. Leute, der Weg ist frei. Jungs, der ist lecker. Fall mir auf den Wecker. Der sieht aus wie ein gewisser Bäcker, hä? Pierot, sieh mal da. Was? Das ist doch-! Da sind wieder Viren, die in eine Zelle eindringen. Ich rufe den Sektor 4000, Cop Dicki, bitte melden! Ja, Pierot, ich habe es auch gesehen, das machen wir schon, kein Problem. Auf die Socken, Jungs. So, das wäre erledigt. Du da lang. Da scheint die Sonne. Ahh! So, das wäre erledigt und nun da lang. Da scheint die Sonne. Tja, mit Viren ist nicht zu spaßen, die haben in der Zelle nichts zu suchen. Diese üblen Gesellen gehören auf den Müll. Na, dann wollen wir mal sehen, was es heute alles zu tun gibt. Also los. Zuerst was Süßes, ein bisschen Zucker, geht in Ordnung. Dann eine Brise Sauerstoff, Wasser und ein paar Aminosäuren. Und das Eiweiß nicht vergessen. Aus Eiweiß besteht die Hälfte unseres Körpers, das Wasser nicht mitgerechnet. Aber wo kommt denn das viele Fett her? Lieber eine Prise Salz dazu, das ist alles. Gebt die ganze Bestellung an den Portier der Zellwand weiter. Aber diesmal sollen sie gefälligst aufpassen. Sektor 4000. An alle Zellen in Sektor 4000: Sofort die Herstellung von Kollagen veranlassen und dann ausliefern. Ende. Hach, die haben ja keine Ahnung. Was soll denn das? Könnt ihr da oben nicht ein bisschen damit warten? Ich muss unbedingt erstmal unsere Lieferungen fertig machen, klar? Befehl von allerhöchster Stelle. Es liegt eine Hautverletzung vor, also keine Widerrede. Ende. Und Exportbestellungen haben Vorrang, capito? Der hat ja einen Ton am Leib. Also ihr habt es gehört, Kommando zurück. Auftrag an die Chromosomenabteilung, eine Kollagen-Bestellung. Dringend! Schick dir RNA-Boten los, sie sollen die Herstellungspläne in die Werkhallen bringen, alles verstanden? Ich bin ja nicht dümmlich. Was ist denn los? Ein Bimmelbammelbummelstreik? Nicht bei mir, auf, auf! Nickerchen. Nicht mal ausschlafen. Piepts wohl. Gar kräftig in die Hände gespuckt. Chromosomendrehen ist ein altes Gewerbe, bei dem es einem ganz schön drieselig werden kann. Was will denn der rote Brummer von uns? Was ist denn hier los? Was ist das für ein Lärm? Alarm, aufhören, so hört doch auf! Na sowas? Ihr müsst sofort anhalten, ihr Schwachköpfe. Gott, sind die dämlich. Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Das darf nicht wahr sein, ich glaube, mich tritt ein Chromosom. Ich habe euch gesagt, ihr sollt die RNA schicken. Und ihr Hornochsen, ihr schickt das Original, die DNA, wie sollen wir uns denn ohne die vermehren? Ihr Torfnasen, das habt ihr ja toll gemacht. Nun bin ich ja wirklich mal, harr, auf die Erklärung gespannt, harr, bin ich da mal, harr, harr. Nun, wir machen alle mal Fehler. Aber das hier ist das höchste Gut für unsere Zukunft. Also, macht mir gefälligst eine Kopie, eine Boten-RNA, sonst gibt es was auf den Hut. Sehr gut. Jetzt habe ich mir ein Nickerchen verdient. Ach, welche Aufregung. Die nächsten, bitte. Hoppla. Erzähler: Und all das spielt sich in jeder einzelnen Zelle ab. 60.000 Milliarden Mal, Wahnsinn! Die Lieferung ist bereit, ihr könnt loslegen. Ihr habt doch bestimmt vergessen, wie groß so eine Zelle ist. Nochmal zum Mitschreiben, ein hundertstel Millimeter. Und jeden Tag sterben etwa fünfhundert Milliarden von diesen Zellen ab und werden durch neue ersetzt. Das sind in jeder Sekunde etwa fünfzig Millionen Zellen. Das stimmt und damit basta.

14 Kommentare
  1. Naja nicht so

    Von Cyber D., vor 3 Monaten
  2. mir gefallen die Videos richtig gut :-)

    Von Nmueller1315, vor 7 Monaten
  3. Es ist gut erklärt.

    MissX

    Von Zwuppsel, vor 8 Monaten
  4. Ich mag diese Filme voll, sie sind sehr lehrreich

    Von Rob 2, vor etwa einem Jahr
  5. 😃 👶 😃 👶 😃 👶 ECHT TOLL

    Von Gregorykessel, vor mehr als einem Jahr
  1. gibt es bei der Übung immer nur 1 Frage?
    irgentwie sehe ich immer nur eine Frage bei der Übung und das ist nicht so hilfreich auch wenn das Video gut ist.

    Von Luis B., vor mehr als einem Jahr
  2. Kinder gerecht 😃👶

    Von Laetizia S., vor mehr als einem Jahr
  3. gutes video

    Von Igriehl, vor mehr als einem Jahr
  4. echt gut hat mir sehr geholfen.
    und es wahr lustig :D

    Von Svetlanamirzayeva, vor mehr als 2 Jahren
  5. hi

    Von Pavel Tatjana, vor mehr als 2 Jahren
  6. lang, lustig und informationsreich besser gehts nicht

    Von Fim Huebner, vor mehr als 2 Jahren
  7. Sehr langes Video aber super gestaltet

    Von Lippiherzog, vor fast 3 Jahren
  8. ok toll

    Von Chinedu D., vor etwa 3 Jahren
  9. Sehr gut zusammengefasst

    Von Adri2003 As, vor etwa 3 Jahren
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