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Entwicklung der Geschlechtsmerkmale: Sexualhormone 03:12 min

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Transkript Entwicklung der Geschlechtsmerkmale: Sexualhormone

Davor war man eigentlich so wie ein Stock, würde ich jetzt sagen. Also hatte gar keine Rundungen, keine Formen, keine Busen. Und ja, das hat sich alles im Laufe der Jahre entwickelt. Also schon stärker entwickelt. Also man wundert sich natürlich auch erstmal, was ist das, was habe ich-, also was soll das da sein? Wie gehe ich jetzt damit um, mit wem rede ich darüber? Ja, also natürlich, Frauen wurden anziehender, auch dadurch, dass sie halt meistens früher irgendwie reifer waren oder früher entwickelt-, sich entwickelt haben. Also die Jungs fingen an, Bemerkungen loszulassen und beurteilten uns. Und deswegen hat man bei mir in der sechsten Klasse hat man so angefangen mal so auf Frauen zu gucken, oh guck dir die mal an, die hat ja einen ganz schönen Po bekommen oder sowas. Man hat natürlich auch angefangen, auf das Aussehen zu achten. Man merkt halt schon, dass man sich halt zu dem auch hingezogen fühlt. Man möchte immer irgendwie gut für das andere Geschlecht aussehen. Man achtet mehr auf sein Äußeres. Ja, immer wenn ein Junge auch-, ein gutaussehender Junge an uns vorbeigelaufen ist, hat man ihn natürlich auch immer sofort beurteilt, hey guck mal der sieht doch ganz süß aus. Ja. Verantwortlich für die Veränderungen während der Pubertät sind eine Vielzahl verschiedener sogenannter Sexualhormone, hierbei vor allem LH und FSH. Sie werden in der Hirnanhangdrüse gebildet. Diese Drüse befindet sich in der Mitte des Schädels, unterhalb des Gehirns. Über den Blutkreislauf gelangen diese Sexualhormone zu den Geschlechtsorganen. Beim Jungen zu den Hoden, beim Mädchen zu den Eierstöcken. In den Geschlechtsorganen wird durch die Anwesenheit dieser Sexualhormone die Bildung weiterer Hormone ausgelöst. Die bekanntesten sind Östrogen und Testosteron. Diese gelangen bei Jungen und Mädchen in unterschiedlichen Anteilen von den Geschlechtsorganen in den gesamten Blutkreislauf. Sie lösen die körperlichen Entwicklungen der Pubertät aus: das Längenwachstum, das Wachstum der Geschlechtsorgane, die Körperbehaarung, aber leider auch ungewünschte Nebeneffekte: mehr Pickel, Schweißgeruch, Launenhaftigkeit und vieles mehr. Sobald sich der Hormonhaushalt des Körpers, mit dem Ende der Pubertät auf die Vielzahl der Sexualhormone eingestellt hat, verschwinden diese weniger angenehmen Begleiterscheinungen. Auf den ersten Blick sieht man, dass sich Jungen und Mädchen mit dem Fortschreiten der Pubertät immer stärker voneinander unterscheiden. Die Entwicklung vom Jungen zum Mann oder vom Mädchen zur Frau ist ein längerer Prozess. Durch die Wirkung der Hormone verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche. Die Bindung zu den Eltern wird schwächer, Freunde spielen eine immer größere Rolle. Auch das wachsende Interesse, dem anderen Geschlecht zu gefallen, ist ein wichtiger Entwicklungsschritt in der Pubertät. Dies führt dazu, dass Mann und Frau mehr auf ihren Körper und die Hygiene achten.

4 Kommentare
  1. Ha

    Von Manja Buerger, vor 7 Monaten
  2. Ironisch gemeint

    Von Martina Spies70, vor mehr als einem Jahr
  3. Lol

    Von Martina Spies70, vor mehr als einem Jahr
  4. Ähhh ok hilfreich glaube ich 😅

    Von Fog R., vor fast 2 Jahren

Entwicklung der Geschlechtsmerkmale: Sexualhormone Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Entwicklung der Geschlechtsmerkmale: Sexualhormone kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Veränderungen, die bei Jungen, Mädchen oder beiden Geschlechtern während der Pubertät auftreten.

    Tipps

    Der weibliche Körper bekommt während der Pubertät insgesamt eine rundere Form.

    Lösung

    Bei Jungen entwickeln sich während der Pubertät vor allem die Hoden, die vermehrt Testosteron bilden.

    Bei Mädchen bilden die Eierstöcke mehr Östrogen. Es entwickelt sich unter anderem ein breiteres Becken und die Brüste.

    Bei beiden Geschlechtern entwickelt sich die Körperbehaarung und das Längenwachstum setzt ein. Während der Pubertät werden beide Geschlechter auch geschlechtsreif.

  • Benenne den Ort, an dem die Sexualhormone LH und FSH gebildet werden.

    Tipps

    LH und FSH werden innerhalb des Schädels gebildet.

    Lösung

    Die Sexualhormone LH und FSH werden bei beiden Geschlechtern von der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet und gelangen dann über die Blutbahn zur ihren Wirkungsorten.

  • Stelle die unangenehmen Begleiterscheinungen der Pubertät dar.

    Tipps

    In der Pubertät wirken bestimmte Hormone vermehrt auf die Schweißdrüsen.

    Lösung

    In der Pubertät wirkt im Körper ein ganz anderer Hormoncocktail als noch zu Kinderzeiten. Dadurch kommt es zum Beispiel zu einer höheren Fettproduktion, wodurch fettige Haare und vermehrt Pickel entstehen.

    Die Schweißdrüsen sondern mehr Schweiß als sonst ab. Der Schweiß an sich ist zwar geruchlos, aber die Bakterien auf der Haut zersetzen Bestandteile des Schweißes. Diese Produkte können einen üblen Körpergeruch hervorrufen. Deshalb ist die Körperhygiene besonders wichtig.

    Da während der Pubertät der Hormonhaushalt und die Strukturen im Gehirn umgestellt werden, leiden Jugendliche häufig an Stimmungsschwankungen und Launenhaftigkeit.

  • Erläutere den Regelkreislauf der Sexualhormone.

    Tipps

    Die Hypophyse ist die Hirnanhangsdrüse.

    Lösung

    Der Hypothalamus im Zwischenhirn schüttet ein Hormon aus, das auf die danebenliegende Hypophyse wirkt.

    Die Hypophyse schüttet die Sexualhormone LH und FSH aus.

    LH und FSH werden über die Blutbahn zu ihren Wirkungsorten transportiert.

    LH und FSH gelangen zum Beispiel bei Männern in den Hoden und bei Frauen in die Eierstöcke.

    In den Geschlechtsorganen stimuliert LH bei Männern die Testosteronsynthese, wohingegen FSH die Östrogensynthese bei Frauen stimuliert.

    Östrogen sorgt für die Reifung der Eizellen und Testosteron regt die Spermienproduktion an.

  • Erkläre die Funktionen der beiden Geschlechtshormone LH und FSH.

    Tipps

    „Luteum“ bedeutet „gelb“.

    Lösung

    Die Sexualhormone LH und FSH werden in der Hirnanhangsdrüse, auch Hypophyse genannt, gebildet. Diese beiden Hormone leiten die Pubertät bei Jungen und Mädchen ein.

    LH ist das Luteinisierungshormon, das heißt so viel wie „gelbfärbendes Hormon“. Der Name rührt daher, dass LH beim Eisprung der Frau beteiligt ist und die Bildung des Gelbkörpers (Corpus luteum) fördert. Dieser schüttet im Fall einer Schwangerschaft ein Hormon aus, das die Schwangerschaft aufrechterhält.
    Beim Mann regt LH die Produktion des Geschlechtshormons Testosteron an.

    FSH steht abgekürzt für follikelstimulierendes Hormon. FSH reguliert bei der Frau das Follikelwachstum im Eierstock, also das Heranreifen der Eizelle im Eibläschen, bis hin zum Eisprung.
    Beim Mann wirkt FSH zusammen mit Testosteron auf den Hoden, in dem die Spermien produziert werden.

  • Fasse die Eigenschaften der Sexualhormone Östrogen und Testosteron zusammen.

    Tipps

    Die chemischen Strukturen von Testosteron und Östrogen sehen sich sehr ähnlich.

    Lösung

    Testosteron ist das vorwiegende männliche und Östrogen ist das vorwiegende weibliche Sexualhormon.

    Beide Geschlechter bilden Testosteron und Östrogen. Bei Frauen wird jedoch gewöhnlich viel mehr Östrogen und bei Männern viel mehr Testosteron gebildet.

    Östrogen wird nicht von der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet, sondern hauptsächlich von den Eierstöcken. Dort sorgt es mit anderen Hormonen für die Reifung der Eizellen und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

    Testosteron wird in den Hoden produziert. Die Produktion von Testosteron wird durch das Hormon LH stimuliert. Zusammen mit FSH regt Testosteron die Spermienproduktion in den Hoden an.

    Die chemischen Strukturen von Östrogen und Testosteron sehen sich sehr ähnlich. Bei der Biosynthese der beiden Sexualhormone wird zunächst Cholesterol über mehrere Zwischenstufen in Testosteron und schließlich in Östrogen umgewandelt.