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Das Ohr – ein Gleichgewichtsorgan

Erfahre, wie das Ohr als Gleichgewichtsorgan funktioniert! Entdecke den Gleichgewichtssinn und die Sinnesorgane im Innenohr. Lerne über Drehsinnesorgane und Lagesinnesorgane sowie ihre Funktionsweise. Interessiert? Tauche tiefer ein und verstehe, warum dir manchmal schwindelig wird!

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Die Autor*innen
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Sabine Blumenthal
Das Ohr – ein Gleichgewichtsorgan
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Das Ohr – ein Gleichgewichtsorgan Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Ohr – ein Gleichgewichtsorgan kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, in welchem Teil des Ohres das Gleichgewichtsorgan liegt.

    Tipps

    Das Gleichgewichtsorgan setzt sich aus den Lagesinnesorganen und den Drehsinnesorganen zusammen.

    Das Gleichgewichtsorgan befindet sich im Innenohr, nämlich im Vorhof der Hörschnecke und den Bogengängen.

    Lösung

    Das Gleichgewichtsorgan setzt sich aus den Lagesinnesorganen und den Drehsinnesorganen zusammen. Sie liegen im Vorhof der Hörschnecke, bzw. in den Bogengängen. Diese Strukturen siehst du im vergrößerten Ausschnitt rechts.

  • Bestimme, wo sich die Dreh- und die Lagesinnesorgane im Innenohr befinden.

    Tipps

    Die bauchige Ausweitung am Ende eines jeden Bogenganges wird als Ampulle bezeichnet.

    Die Begriffe lauten in alphabetischer Reihenfolge:
    Ampulle, Bogengänge, Drehsinnesorgane, Lagesinnesorgane, Schnecke, Vorhofsäckchen.

    Die Vorhofsäckchen liegen am Anfang der Hörschnecke. Der Vorhof ist mit dem Vorhofgang der Schnecke verbunden.

    Lösung

    Die Drehsinnesorgane liegen am Ende der drei Bogengänge. Diese bauchige Ausweitung wird jeweils als Ampulle bezeichnet.

    Die Lagesinnesorgane befinden sich im Vorhof der Schnecke, genauer in den Vorhofsäckchen.

  • Begründe das entstehende Schwindelgefühl, wenn man sich mehrfach dreht und dann stehen bleibt.

    Tipps

    Das Gleichgewichtsorgan siehst du hier abgebildet. Die drei Bogengänge liegen im Innenohr über der Hörschnecke. Das Gleichgewichtsorgan enthält die Dreh- und die Lagesinnesorgane.

    Lösung

    Wenn wir nach einer starken Drehung wieder geradeaus gucken oder gar gehen möchten, gelingt das kaum. Schuld daran ist die Trägheit der Masse: Die Ohrlymphflüssigkeit in den Bogengängen bewegt sich wegen dieses Prinzips weiter und knickt die Sinneshärchen ab. Diese senden weiter die „Drehinformation“ an das Gehirn, obwohl man sich gar nicht mehr dreht. Das Schwindelgefühl kommt dadurch zustande, dass die Augen dagegen dem Gehirn mitteilen, dass wir stehen. Da das Gehirn nicht „weiß“, welche Information richtig ist und sowieso verwirrt ist, dass zwei widersprüchliche Informationen ankommen, wird uns schwindelig. Erst wenn die Ohrlymphe nicht mehr in Bewegung ist, lässt das Schwindelgefühl nach.

    Hast du mal beobachtet, dass sich die Augen sehr schnell bewegen, wenn wir einen „Drehwurm“ haben? Da die Augen mit dem Ohr verbunden sind, versuchen die Augen, die Drehbewegung auszugleichen und geradeaus zu gucken. Es fällt dann auch schwer, geradeaus zu laufen, da sich die Augen so schnell bewegen. Ganz schön verzwickt, oder?

  • Untersuche den Aufbau des Gleichgewichtsorgans.

    Tipps

    Zur Erinnerung findest du hier eine beschriftete Abbildung vom Aufbau des Ohrs.

    Das Gleichgewichtsorgan ist immer aktiv, da die Schwerkraft auch im Bett wirkt. Deshalb sind mindestens die Lagesinnesorgane aktiv. Wenn wir uns im Bett bewegen, werden auch die Sinneshärchen der Drehsinnesorgane erregt.

    Lösung

    Ich hoffe, du hast keinen DREHWURM bekommen? Dieses Schwindelgefühl kommt zustande, wenn Innenohr und Augen widersprüchliche Informationen an das Gehirn senden.

    Das Gleichgewichtsorgan ist aus den Lagesinnesorganen und den Drehsinnesorganen aufgebaut. Die Drehsinnesorgane befinden sich in den Ampullen der Bogengänge, die Lagesinnesorgane in den beiden Vorhofsäckchen der Schnecke. Daran schließt sich der Vorhofgang an. Er bildet mit dem Schnecken- und dem Paukengang die Hörschnecke. Im Schneckengang befinden sich die Haarsinneszellen. Je nach Frequenz des Geräusches (gibt die Tonhöhe an) werden diese Sinneshärchen an unterschiedlicher Stelle erregt.

    Das Außen- und das Mittelohr sind mit Luft gefüllt. Das Innenohr ist mit Ohrlymphe gefüllt. Das Prinzip der Trägheit der Masse wirkt auch im Gleichgewichtsorgan (deshalb auch der Drehwurm).

    Das Gleichgewichtsorgan ist auch im Schlaf aktiv. Während der Einschlafphase hat man manchmal das Gefühl, man würde fallen und zuckt unwillkürlich zusammen. Das liegt an Fehlinformationen der Sinneshärchen, die auf die Schwerkraft reagieren.

  • Gib an, welche Sinnesorgane sich im Ohr befinden.

    Tipps

    Auch wenn das Ohr maßgeblich am Druckausgleich beteiligt ist, gibt es dennoch keinen Drucksinn.

    Lösung

    Nachdem wir uns so intensiv mit dem Ohr als Gleichgewichtsorgan beschäftigt haben, dürfen wir seine Funktion als Hörorgan natürlich nicht vergessen.

    Das Hörsinnesorgan befindet sich in der Schnecke.
    Die Lagesinnesorgane liegen in den Vorhofsäckchen der Schnecke.
    Und die Drehsinnesorgane findest du in den Ampullen der drei Bogengänge.

  • Analysiere Gefahren, die beim Ausfall eines Sinnes resultieren können.

    Tipps

    Beachte die Aufgabenstellung: Denke daran, dass mögliche Gefahren aus dem Verlust eines Sinns entstehen.

    Den Duft von Rosen nicht mehr zu riechen ist zwar ärgerlich, aber nicht gefährlich.

    Der Geschmackssinn der Zunge hilft uns dabei, verdorbene oder giftige Nahrungsmittel zu identifizieren, die oft einen bitteren Geschmack aufweisen.

    Lösung

    Wenn man darüber nachdenkt, möchte man auf keinen seiner Sinne verzichten. Auch wenn es bei manchen Sinnen offensichtlicher ist als bei anderen – wichtig sind sie alle.

    • Sehsinn (Augen): warnt uns vor Hindernissen, spitzen Gegenständen, gefährlichen Stellen (z. B. Abgründe), Feuer ...
    • Hörsinn (Ohren): warnt uns vor Autos im Straßenverkehr (neben den Augen), Explosionen, Warnrufe anderer Personen ...
    • Geschmackssinn (Zunge): warnt uns vor giftigen oder verdorbenen Nahrungsmitteln, ...
    • Tastsinn (Haut): warnt uns vor einer heißen Herdplatte, vor Eis, vor zu viel Druck, ...
    • Gerruchssinn (Nase): warnt uns vor giftigen Gasen und anderen Substanzen, Feuer ...
    Neben diesen fünf Sinnen gibt es noch weitere Sinne, wie den Gleichgewichtssinn, den du jetzt bestens kennst, Schmerzempfinden oder den Temperatursinn.

    Andere Tiere besitzen noch weitere Sinne, z. B. den Magnetsinn bei Vögeln oder den Schwingungssinn bei Spinnen.