30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Sinne und Sinnesorgane 09:41 min

Textversion des Videos

Transkript Sinne und Sinnesorgane

Hallo. Da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. Heute geht es um unsere Sinne und die Sinnesorgane. Täglich sind wir vielfältigen Reizen ausgesetzt. So hören wir die Töne einer Flöte, wir sehen eine Blume und riechen ihre Duftstoffe. Ein Apfel ist lecker und schmeckt sehr gut. Wir sehen Feuer und Eis und fühlen heiß und kalt. Mit Sinneszellen und freien Nervenendigungen nimmt unser Körper all diese Informationen aus der Umwelt auf. In diesem Video bekommst du einen Überblick über unsere Sinne und die verschiedenen Reize, die auf ganz bestimmte Sinneszellen unseres Körpers wirken. Du erfährst, welche Energieformen die jeweiligen Sinneszellen erregen und welche Sinneswahrnehmungen durch diese Reize ausgelöst werden. Für das Verständnis dieses Themas benötigst du keine besonderen Vorkenntnisse. Allerdings ist dieses Video hier eine notwendige Voraussetzung für alle folgenden Themen, in denen ich dir den Bau und die Funktion unserer Sinnesorgane eingehender erkläre. Unsere Sinne und die Sinnesorgane helfen uns, uns in unserer Umwelt zu orientieren. Mit unseren Sinnen erfassen wir, was in der Welt um uns herum vor sich geht, aber auch Vorgänge in unserem Körperinneren nehmen wir mit ihnen wahr. Eine besonders wichtige Aufgabe haben dabei die Sinneszellen. Sie sind darauf spezialisiert, bestimmte Reize aufzunehmen und anschließend in Erregungen umzuwandeln. Man nennt die Sinneszellen auch Rezeptoren. Nun rede ich hier andauernd von Reizen. Was sind denn überhaupt Reize? Als Reize bezeichnen wir alles, was aus der Umwelt oder auch dem Inneren unseres Körpers auf uns einwirkt und dabei in der Zelle, die den Reiz aufnimmt, eine elektrische Spannungsänderung hervorruft. Diese elektrische Spannungsänderung bezeichnen wir als Erregung. An bestimmten Stellen unseres Körpers können die Sinneszellen besonders konzentriert vorkommen. Umgeben von Schutz- und Hilfseinrichtungen bilden sie die Sinnesorgane. Jedes Sinnesorgan ist aufgrund seiner spezialisierten Sinneszellen für einen ganz bestimmten Reiz besonders empfindlich, so das Auge für Licht; das Ohr für Schall; die Nase für Geruchsstoffe und die Zunge beispielsweise für Geschmacksstoffe. Im Folgenden versuche ich dir mithilfe dieser Tabelle, einen Überblick über unsere Sinne zu geben. Dabei gehört zu jedem Sinn die Energieform, die zur Auslösung des Reizes führt, die spezifische Reizart, die eine Erregung auslöst, die für diesen Sinn typischen Sinneszellen und die Orte, an denen die Reizaufnahme erfolgt und schließlich die nach der Verarbeitung des Reizes entstehende Wahrnehmung. Lichtenergie sendet Licht, oder auch optische Reize, an die Lichtsinneszellen in der Netzhaut des Auges. Die Verarbeitung der optischen Reize führt zur Wahrnehmung von Hell-Dunkel-Unterschieden, zu Farben-, Bewegungs- und Bildsehen, sowie zur Wahrnehmung des räumlichen Sehens. Man nennt diesen Sinn auch den Gesichtssinn. Das Sinnesorgan für diesen Sinn sind natürlich die Augen. Mechanische Energie in Form von Luftschwingungen erzeugt Schall und löst damit akustische Reize aus. Diese Reize werden von den Hörsinneszellen in der Schnecke des Innenohres aufgenommen und weitergeleitet. Nach der Verarbeitung der akustischen Reize im Hörzentrum des Gehirns nehmen wir verschiedene Tonhöhen und Lautstärken wahr. Diesen Sinn bezeichnen wir als Gehörsinn und das Sinnesorgan für den Gehörsinn sind unsere Ohren. In chemische Energie ausgelöste chemische Reize erregen die Riechsinneszellen im Riechfeld der Nasenschleimhaut. Diese Erregungen werden ins Geruchszentrum des Gehirns weitergeleitet und dort verarbeitet. Wir nehmen verschiedene Geruchsqualitäten wahr, wie beispielsweise würzig, faulig, blumig oder auch brenzlig. Diesen Sinn bezeichnen wir als Geruchssinn und das Sinnesorgan dafür ist unsere Nase. Ebenfalls durch chemische Energie ausgelöste chemische Reize erregen die Sinneszellen in unserem Mund, nämlich in den Geschmacksknospen der Zunge und des Gaumens. Nach der Verarbeitung im Gehirn nehmen wir verschiedene Geschmacksqualitäten wahr. Daher ist dieses der Geschmackssinn und das zugehörige Sinnesorgan ist unsere Zunge. Die Sinne für das Sehen, das Hören, das Riechen und das Schmecken haben wir nun erklärt. Doch es gibt noch andere wichtige Sinne, wenn auch nicht jedem dieser Sinne ein spezielles Sinnesorgan zugeordnet werden kann. Wenn du im Freizeitpark mit der Achterbahn fährst, dann löst mechanische Energie Lage- und Bewegungsänderungen deines Körpers aus. Diese mechanischen Reize erregen die Sinneszellen in deinem Innenohr, ganz speziell die Lagesinneszellen im Vorhof und die Bewegungssinneszellen in den Bogengängen. Durch die Verarbeitung dieser Reize kannst du die Lage deines Körpers, deine Körperhaltung, aber auch die Bewegung deines Körpers wahrnehmen. Dieser Sinn ist der Gleichgewichtssinn und das dazugehörige Sinnesorgan ist unser Innenohr. Thermische Energie ist verantwortlich für Wärme und Kälte, aber auch für Temperaturveränderungen. Diese Temperaturreize erregen Sinneszellen und freie Nervenendigungen in der äußeren Haut und in der Schleimhaut. Wenn diese Temperaturreize im Gehirn verarbeitet werden, dann können wir Temperaturunterschiede und Temperaturveränderungen wahrnehmen, sowie Wärme und Kälte empfinden. Daher heißt dieser Sinn auch Temperatursinn. Wenn du dich stößt, dann löst mechanische Energie Druck und Berührung aus. Das sind mechanische Reize, die die Sinneszellen und freie Nervenendigungen in deiner Haut und den inneren Organen erregen. Wird diese Erregung verarbeitet, dann kannst du diesen Druck und die Berührung wahrnehmen. Bei sehr starkem Druck empfindest du auch Schmerz. Dieser Sinn wird als Druck- und Berührungssinn bezeichnet, manchmal auch als Schmerzsinn. Doch Schmerzen können auch von anderen Sinnen, nämlich bei Überbeanspruchung empfunden werden. Fassen wir nun das Wichtigste noch einmal zusammen: Sinnesorgane sind spezielle Organe zur Aufnahme bestimmter Reize. Sie bestehen aus zahlreichen Sinneszellen, die von Schutz- und Hilfseinrichtungen umgeben sein können. Beispiele für Sinnesorgane sind: das Auge, die Nase oder das Ohr. Sinneszellen, oder auch Rezeptoren, sind Zellen, die auf die Aufnahme bestimmter Reize spezialisiert sind. Schließlich hast du heute alle deine Sinne kennengelernt. Sinne nehmen mithilfe spezieller Sinnesorgane und Sinneszellen Eindrücke, also Reize, aus der Umwelt oder auch aus dem Körperinneren auf. Alle diese Sinne helfen uns, uns in unserer Umwelt gut orientieren zu können. Na, das war ja ganz schön viel heute. Hast du alles verstanden? Dann tschüss, bis zum nächsten Mal.

8 Kommentare
  1. Perfektes Video 👍👍👍😁
    Weiß jetzt sogar mehr als ich wissen müsste
    Toll gemacht👌💪

    Von Patrik W., vor 4 Monaten
  2. Schlecht ich habe es nicht verstanden

    Von Steffen Katrin, vor 4 Monaten
  3. hallo ich bins wieder eure sablume bienenthal :-)

    Von Leon H., vor etwa einem Jahr
  4. gut erklärt

    Von Ma Elsner, vor mehr als 3 Jahren
  5. Sehr gut, vielen Dank für Deine sehr gut erklärten und gut verständlichen Videos - bist echt ne Erleichterung beim Lernen für mich:)

    Von Mandeep B., vor mehr als 3 Jahren
  1. Naja geht besser. Aber gut hat mir trotzdem ein bisschen geholfen

    Von Myriamhaas, vor etwa 4 Jahren
  2. Sie haben mir sehr geholfen.
    Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von M Walch, vor mehr als 4 Jahren
  3. Super Video, alles sofort verstanden!

    Von Gerrit Mauch, vor mehr als 4 Jahren
Mehr Kommentare

Sinne und Sinnesorgane Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Sinne und Sinnesorgane kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Begriffe, die für die Wahrnehmung unserer Umwelt von Bedeutung sind.

    Tipps

    Es gibt unterschiedliche Reizarten, wie z.B. optische, akustische oder auch chemische Reize.

    Lösung

    Schon sehr früh werden wir uns unserer fünf Sinne Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Tasten bewusst. Nur durch sie können wir unsere Umwelt wahrnehmen.

    Unsere Sinne nehmen mithilfe spezieller Sinnesorgane, wie z.B. Auge, Ohr, Nase und Zunge, sogenannte Reize, also Eindrücke aus der Umwelt oder dem Körperinneren, auf. Diese Sinnesorgane sind Organe, in denen bestimmte Sinneszellen in hohen Konzentrationen vorliegen. Sie sind spezialisiert auf unterschiedliche Reize, wie z.B. optische, akustische, chemische oder mechanische Reize, die von den Sinneszellen aufgenommen und in elektrische Energie umgewandelt werden.

  • Ordne den Sinnen die entsprechenden Wahrnehmungen zu.

    Tipps

    Überlege, mit welchen Sinnesorganen wir welche Reize wahrnehmen können.

    Lösung

    Für die Wahrnehmungen besitzen wir spezielle Sinneszellen, die an bestimmten Orten unseres Körpers konzentriert vorliegen. Durch diese Sinnesorgane können wir bestimmte Reize wahrnehmen. So lassen sich obige Wahrnehmungen folgenden Sinnesorganen zuordnen.

    • Gehörsinn: laut, leise, hoch, tief
    • Geruchssinn: würzig, blumig, faulig
    • Geschmackssinn: süß, sauer, bitter, salzig
  • Ermittle, wie wir schmecken.

    Tipps

    Den Versuch kann man auch mit festen Lebensmitteln wie Obststücken durchführen.

    Lösung

    Dieser Versuch und auch unsere Geschmacksempfindungen mit verstopfter Nase verraten uns, dass nicht nur unsere Zunge uns beim Schmecken behilflich ist, sondern auch unsere Nase.

    Mit der Zunge können wir bestimmte Geschmacksrichtungen wie süß, salzig, sauer, bitter und umami wahrnehmen. Erst mithilfe unserer Riechsinneszellen können wir Speisen jedoch unterscheiden.

    So kann man sagen, dass wir unseren Geschmacks- und Geruchssinn in Kombination verwenden, um zu schmecken!

  • Ordne den Reizarten die entsprechenden Orte der Reizaufnahme zu.

    Tipps

    Chemische Stoffe können von Riechsinneszellen im Riechfeld der Nasenschleimhaut und den Sinneszellen in den Geschmacksknospen der Zunge und des Gaumens wahrgenommen werden.

    Lösung

    Für die unterschiedlichen Reizarten besitzen wir in unserem Körper spezialisierte Sinneszellen, die sich an unterschiedlichen Orten in unserem Körper befinden. Nicht alle „Orte“ können als Sinnesorgan bezeichnet werden, auch wenn hier eine hohe Konzentration bestimmter Sinneszellen vorliegt.

    • Optische Reize wie das Licht werden von Lichtsinneszellen aufgenommen, die sich in der Netzhaut des Auges befinden. Man bezeichnet diesen Sinn als Gesichtssinn.
    • Chemische Reize können sowohl die Riechsinneszellen im Riechfeld der Nasenschleimhaut als auch die Sinneszellen in den Geschmacksknospen unserer Zunge und unseres Gaumens reizen. Diesen Sinn bezeichnet man als Geschmacks- und Geruchssinn.
    • Lage- und Bewegungsänderungen des Körpers werden von Sinneszellen im Innenohr wahrgenommen. Diesen Sinn bezeichnet man als Gleichgewichtssinn.
    • Temperaturveränderungen, wie Wärme und Kälte, nehmen wir mithilfe von Sinneszellen und freien Nervenendigungen in der äußeren Haut und der Schleimhaut wahr. Dieser Sinn wird als Temperatursinn bezeichnet.
    • Druck und Berührungen nehmen wir ebenso durch Sinneszellen und freie Nervenendigungen wahr. Diese liegen in der Haut und den inneren Organen. Dieser Sinn wird als Druck- und Berührungssinn bezeichnet.
  • Bestimme Schutz- und Hilfseinrichtungen des Auges.

    Tipps

    Überlege, in welchen Situationen deine Augenlider aus Reflex schließen.

    Lösung

    Das Auge ist mit vielen Schutzeinrichtungen ausgestattet, die es vor der Umwelt schützen und so die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit eines gesunden Auges ermöglichen.

    • Die Augenbrauen und Wimpern verhindern das Eindringen von z.B. Schweiß und Staub.
    • Das Augenlid, genauer genommen der Lidschlussreflex, schützt unser Auge vor Fremdkörpern, die beispielsweise durch den Wind in unser Auge „getragen werden“.
    • Der Schädelknochen bildet die Augenhöhle und schützt das Auge vor Druck.
    • Die Tränendrüsen befeuchten das Auge mithilfe des Augenlides, das hier wie ein Scheibenwischer wirkt. Die Tränenflüssigkeit spült das Auge aus und desinfiziert die Hornhautoberfläche.
  • Ermittle die Funktion der Sinneszellen im Auge.

    Tipps

    Stäbchen sind sehr lichtempfindlich.

    Lösung

    Unsere Augen zählen zu den wichtigsten Sinnesorganen, die wir haben. Sie sind für die Aufnahme optischer Reize verantwortlich. Diese Reize können nur mithilfe von Lichtsinneszellen aufgenommen werden. Diese Lichtsinneszellen, auch Fotorezeptoren genannt, heißen Stäbchen und Zapfen. Sie liegen in der Netzhaut des Auges und haben unterschiedliche Funktionen. Während die Zapfen für das Farbensehen verantwortlich sind, sind die Stäbchen für das Dämmerungssehen verantwortlich.

    Wenn ein Fotorezeptortyp nicht richtig funktioniert, sind wir in unserem Sehen eingeschränkt. Kennst du das, wenn du in einen dunklen Raum trittst und erst einmal gar nichts sehen kannst? Deine Augen reagieren dann sofort auf die Dunkelheit und der Raum erscheint dir nicht mehr so dunkel wie am Anfang. Das ermöglichen unsere Stäbchen. Sie sorgen dafür, dass sich unsere Augen an die Dunkelheit anpassen. Menschen mit nicht funktionsfähigen Stäbchen leiden an der sogenannten Nachtblindheit. Ihre Augen können sich nicht an die Dunkelheit anpassen.

    Menschen, die nicht funktionsfähige Zapfen besitzen, sind in ihrem Farbensehen beeinträchtigt. Wenn alle Zapfen betroffen sind oder gar keine Zapfen vorhanden sind, erkennen die Menschen meist nur Graustufen. Wenn nicht alle Zapfentypen beeinträchtigt sind, können sie nur bestimmte Farben wahrnehmen. Ein Beispiel für solch eine Krankheit ist die Rot-Grün-Schwäche.