30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Cortisol und chronischer Stress 02:24 min

Textversion des Videos

Transkript Cortisol und chronischer Stress

In unseren Körpern ist ein Reaktionsmechanismus auf Stress eingebaut, der uns schützen soll. Er befähigte unsere Vorfahren, beim Angriff durch ein gefährliches Tier unmittelbar zu kämpfen oder zu fliehen. Unsere Reaktion auf akuten Stress war für unser Überleben unerlässlich. Doch für unsere heutigen Leben ist sie weniger geeignet. In unserem modernen Leben finden sich viele unterschiedliche Stressfaktoren. Wenn wir im Stau stehen oder ein Abgabetermin näher rückt, bereitet sich unser Körper noch immer darauf vor, zu kämpfen oder wegzulaufen. Allerdings ist das nicht mehr die angemessene Reaktion. Statt unseren Körper zu beschützen, kann unser automatisches Alarmsystem nun unserer Gesundheit schaden. Der große Übeltäter ist das Hormon, das unseren Stresspegel kontrollieren soll: Cortisol. Es wird in den Nebennieren gebildet, direkt über den Nieren, und kann in kleinen Dosen von Vorteil sein. In Stresszeiten erhöht sich die Cortisolproduktion sprunghaft, um dem Körper zu helfen, sich auf außerordentliche Strapazen vorzubereiten. Wenn die stressige Situation vorüber ist, sinkt der Cortisolspiegel wieder in den normalen Bereich. Stresssituationen, denen wir heutzutage ausgesetzt sind, können aber oft über einen längeren Zeitraum bestehen, weswegen unser Cortisolsspiegel manchmal langfristig ansteigen kann. Das nennt man chronischen Stress und der kann sehr gefährlich für unsere Gesundheit werden. Der konstant hohe Cortisolspiegel kann unsere Organe negativ beeinflussen und unser Immunsystem schwächen. Das ist einer der Gründe, weswegen Stress mit ernsthaften Krankheiten wie Herzinfarkten und Krebs in Verbindung steht. Chronischer Stress kann sogar Bereiche des Gehirns schrumpfen lassen, da Cortisol die Neuronen angreift, was zu Gedächtnisverlust führen kann. Wir haben eine moderne Welt erschaffen, in der wir uns keine Sorgen mehr um Raubtiere machen müssen, aber unser Körper hat mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten. Deswegen müssen wir lernen, unseren Stress bewusst zu kontrollieren. Wir müssen aktiv dafür sorgen, dass wir uns entspannen, bevor wir uns selbst Schaden zufügen.

1 Kommentar
  1. Ich hätte keine nakten Menschen gezeigt sonder das sie so was aus Fell haben

    Von Arch Buko, vor 25 Tagen