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Blutspenden und Bluttransfusionen

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Team Digital
Blutspenden und Bluttransfusionen
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Beschreibung Blutspenden und Bluttransfusionen

Nach dem Schauen dieses Video wirst du in der Lage sein, die Voraussetzungen von Bluttransfusionen nennen zu können.

Zunächst werden Inhalte zur Zusammensetzung des Blutes und zu den verschiedenen Blutgruppen kurz wiederholt. Anschließend erfährst du etwas über Blutprodukte und welche Rolle die Blutgruppenmerkmale beim Blutspenden spielen. Abschließend lernst du, welche Kriterien es für das Blutspenden in Deutschland gibt.

Besuche Alucards Vampirparty und lerne etwas über Blutspenden und Bluttransfusionen.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Blutplasma, Konzentrat aus roten Blutkörperchen, Blutgruppe, Antigene, Antikörper, Schlüssel-Schloss-Prinzip, Rhesusfaktor, Universalspender und Universalempfänger.

Blutspenden

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie das Blut zusammengesetzt ist und welche Blutgruppen es gibt.

Transkript Blutspenden und Bluttransfusionen

Nachdem seine letzte Party in einer Katastrophe geendet ist, startet Alucard einen neuen Versuch. Er will die beste Party des Jahrtausends veranstalten und dafür besonders leckere Cocktails mischen. Seine Zutaten: rote Blutkörperchen und Blutplasma der verschiedenen Blutgruppen. Schauen wir uns die Zutaten und Mischungen genauer an um die Weiterverarbeitung von "Bluttransfusionen", also Blutübertragungen, zu verstehen. Für dieses Thema solltest du dich gut mit der Zusammensetzung des Blutes und den Blutgruppen auskennen. Wir wiederholen kurz: Das Blut setzt sich aus zellulären Bestandteilen und flüssigem Blutplasma zusammen. Zu den zellulären Bestandteilen gehören auch die roten Blutkörperchen. Wir erinnern uns, dass es die unterschiedlichen Blutgruppen A ..., B ..., AB ... und Null gibt. Auf den Blutkörperchen befinden sich Antigene und im Blutplasma die gegensätzlichen Antikörper. Vermischt man nun das gesamte Blut, also Vollblut, unterschiedlicher Blutgruppen, beispielsweise Blut der Blutgruppen A und B greifen die zueinander passenden Antigene und Antikörper ineinander wie Schlüssel und Schloss. Das führt zu einer Verklumpung der roten Blutkörperchen. Diese Blutzellenverklumpungen können für den Menschen tödlich sein. Handelt es sich um Vollblut, darf bei einer Bluttransfusion also nur Blut der Blutgruppe des Empfängers übertragen werden. Für Bluttransfusionen ist noch ein weiteres Blutgruppenmerkmal wichtig: der Rhesusfaktor D. Menschen, die Rhesus-Positiv sind, besitzen Rhesusfaktor D Antigene auf der Oberfläche ihrer roten Blutkörperchen. Menschen, die dieses Antigen nicht besitzen, sind Rhesus-Negativ. Antikörper gegen Rhesus Antigene entwickeln sich, wenn eine Rhesus-negative Person mit fremden Rhesus-Antigenen, zum Beispiel durch eine Bluttransfusion, in Kontakt kommt. Auch hier kommt es zu gefährlichen Blutzellenverklumpungen, wenn es zu Antigen-Antikörper-Bindungen kommt.
Bluttransfusionen werden heutzutage nur noch selten mit Vollblut durchgeführt. In der Regel wird heute das Blut nach einer Spende in seine Bestandteile aufgetrennt und die dadurch entstandenen Blutprodukte werden gesondert übertragen. Das am häufigsten übertragende Blutprodukt ist ein Konzentrat aus roten Blutkörperchen. Weitere Zellbestandteile und das Blutplasma mit den Antikörpern wurden also entfernt. Sind keine Antigene auf den roten Blutkörperchen vorhanden, können diese also an alle Blutgruppen gespendet werden. Denn ohne Antigene kann es zu keiner Antigen-Antikörper-Verbindung und somit zu keiner Verklumpung kommen. Rhesus negative Menschen mit der Blutgruppe Null werden daher bei Transfusionen mit roten Blutkörperchen als Universalspender bezeichnet. Umgekehrt gilt das gleiche: Sind keine Antikörper im Blutplasma des Empfängers vorhanden, kann es ebenfalls zu keiner Verklumpung kommen. Rhesus-positive Menschen mit der Blutgruppe AB besitzen keine der drei Antikörper-Typen und werden daher als Universalempfänger von roten Blutkörperchen bezeichnet. Schauen wir uns noch ein konkretes Beispiel an: Hannah hat die Blutgruppe A Rhesus-positiv. Ihre roten Blutkörperchen besitzen also A und Rhesusfaktor D Antigene. Alle Blutgruppen, die also keine A und Rhesusfaktor D Antigene besitzen, fallen als Empfänger für rote Blutkörperchen weg. Denn sie besitzen oder entwickeln entsprechende Antikörper und die übertragenen roten Blutkörperchen würden verklumpen. Soll also ein Konzentrat aus roten Blutkörperchen übertragen werden, kann Hannah nur an Rhesus-positive Menschen mit Blutgruppe A oder AB spenden. In Hannahs Blutplasma sind B Antikörper vorhanden. Daher kann sie keine Spende mit B Antigenen empfangen: Die Blutgruppen B und AB fallen daher als Spender für sie weg. Von den anderen Blutgruppen kann sie rote Blutkörperchen empfangen. Blutspenden kann man in Eigenblutspenden und Fremdblutspenden unterteilen. Sind Empfänger und Spender dieselbe Person, spricht man von einer Eigenblutspende. Eigenblutspenden werden häufig vor Operationen durchgeführt, um mit dem Blut einen möglichen Blutverlust bei der Operation auszugleichen.
Spendet man für andere Menschen Blut, spricht man von einer Fremdblutspende. Um eine Fremdblutspende abzugeben, muss man in Deutschland einige Kriterien erfüllen: Man muss mindestens achtzehn Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen. Außerdem wird geklärt, dass man weder seine eigene Gesundheit noch die Gesundheit des Empfängers mit einer Spende gefährdet. Männer dürfen im Jahr bis zu sechsmal Vollblut spenden, Frauen bis zu viermal. Zwischen zwei Blutspenden sollten mindestens acht Wochen liegen. Bevor wir uns anschauen, wie Alucards Cocktails ankommen, fassen wir kurz zusammen. Treffen die Antigene der roten Blutkörperchen auf nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip passende Antikörper, kann es zu gefährlichen Blutzellenverklumpungen kommen. Bei Bluttransfusionen ist es daher sehr wichtig, dass die Blutgruppenmerkmale beachtet werden. Wie kommen Alucards Cocktails an? Oh als Barkeeper eignet er sich wohl nicht.

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