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Blutgruppen – das AB0-System 07:24 min

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Transkript Blutgruppen – das AB0-System

Hallo! Mein Name ist Sabine und in diesem Film möchte ich dir alles zu Blutgruppen und dem damit verbundenen AB0-System erklären. Nehmen wir an du hast einen Unfall und verlierst dabei eine Menge Blut und brauchst eine Bluttransfusion, jedoch haben diese Bluttransfusionen nur in ca. 50% der Fälle funktioniert, oft kam es zu Verklumpung von Eigen- und Spenderblut. Das Fachwort für Verklumpung ist Agglutination. 1901 entdeckte der Wiener Arzt Karl Landsteiner die Blutgruppen und kam damit dem Phänomen der Blutverklumpung auf die Spur. Erythrozyten besitzen eine Biomembran, die aus einer Doppelschicht von Phosphorlipiden besteht. Auf diesen Phosphorlipiden können Kohlenhydratketten sitzen, das sind sogenannte Glykolipide. Die Glykolipide auf der Erythrozytenmembran heißen Antigene. Man unterscheidet in das Antigen A und das Antigen B, wenn auf einem Erythrozyten beide Antigene vorkommen, hat man AB und wenn keine Glykolipide vorkommen, hat man 0. Damit gibt es die Blutgruppen A, B, AB und 0. Wenn Blutgruppen vererbt werden, gibt es also 3 Allele. Der Erythrozyt kann das Antigen A ausbilden, das Antigen B oder gar kein Antigen. Da es mehr als zwei Allele für ein Gen gibt, spricht man von multipler Allelie. Das Allel 0 ist rezessiv und die Allele A und B dominant gegenüber 0. Das heißt, wenn man sich jetzt eine Tabelle aus Phänotypen und Genotypen macht, ergibt sich für die Blutgruppe 0 der Genotyp 00, für die Blutgruppe A entweder AA oder A0, da A dominant über 0 ist und für die Blutgruppe B, BB oder B0. Für die Blutgruppe AB gibt es den Genotypen AB. Da beide Allele dominant sind und beide ausgeprägt werden spricht man von hier von Codominanz. Wie kann es jetzt aber zur Verklumpung von verschiedenen Blutgruppen kommen? Schuld haben die Antikörper. Wenn ein Erythrozyt das Antigen A auf seiner Oberfläche trägt, befindet sich im Restblut der Antikörper B. Bei Blutgruppe B befindet sich auf der Membranoberfläche des Erythrozyten das Antigen B und im Blut der Antikörper A, das heißt, die Blutgruppen A und B passen nach Schlüssel-Schloss-Prinzip ineinander. Da die Blutgruppe AB beide Antigene auf ihrer Membranoberfläche trägt, gibt es keine Antikörper im Blut und bei Blutgruppe 0 gibt es keine Antigene auf der Erythrozytenmembran, das heißt, beide Antikörpersorten gibt es im Blut. Wenn jetzt eine Blutprobe der Gruppe A mit einer Blutprobe der Gruppe B zusammentrifft, kommt es zur Verklumpung. Das heißt die Antikörper B heften sich an die Antigene B und können so mehrere Erythrozyten miteinander verbinden. Bei der Blutgruppe A heften sich die Antikörper A an die Antigene A und das Gleiche passiert. Damit erkennt der Körper die andere Blutgruppe als Fremdkörper an und gibt sie zur Vernichtung frei. Fresszellen, genannt Makrophagen vernichten die verklumpten Stellen. Dadurch werden rote Blutkörperchen, also Erythrozyten, zerstört und dein Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Wenn wir jetzt noch mal zu unserem Autounfall und deiner Bluttransfusion zurückkommen, heißt das, dein Körper verliert noch mal zusätzlich Erythrozyten, obwohl er schon an einer Blutarmut leidet, das heißt, dein Zustand verschlechtert sich enorm. Doch warum gibt es denn dann die Antikörper? Das Blut von Neugeborenen enthält nämlich noch keine Blutgruppenantikörper, erst im Laufe des 1. Lebensjahres werden Antikörper gegen diejenigen Antigene entwickelt, die die eigenen Erythrozyten nicht besitzen. Als Auslöser dafür kommen Darmbakterien in Betracht, die etwa ab dem 3. Monat den Darm besiedeln und somit unsere Verdauung unterstützen, diese besitzen die gleichen Antigene wie die Erythrozyten. Das heißt, der Körper muss körperfremde Darmbakterien erkennen, denn diese können auch Krankheiten auslösen, daher wurden wahrscheinlich die Antikörper im Blutsystem entwickelt. Aber es können noch weitere Antigene auf der Erythrozytenmembran sitzen. Ich spreche jetzt vom Rhesusfaktor, der verdankt seinen Namen dem Rhesusaffen, bei dem er zum 1. Mal entdeckt wurde. Das Antigen D sitzt, wie gesagt, auch auf der Erythrozytenmembran. Menschen, die es besitzen bezeichnet man als Rhesus positiv. Rund 15% der Weltbevölkerung besitzen nicht den Rhesusfaktor und sind damit Rhesus negativ. Daraus kann folgendes Problem resultieren: Nehmen wir an, eine Frau ist Rhesus negativ, Rhesus negatives Blut hat normalerweise keine Antikörper D gegen Rhesus positives Blut. Wenn nun aber diese Frau mit einem Rhesus positivem Kind schwanger ist und bei der Geburt Blut des Kindes in ihren Kreislauf gelangt, wird sie Antikörper D bilden. Nehmen wir jetzt an, dass die Mutter erneut schwanger ist mit einem Rhesus positivem Kind. Die Antikörper, die sie gegen das Blut des Kindes ausgebildet hat bei der 1. Schwangerschaft, können nun leicht die Plazenta passieren und in den Kreislauf des Kindes gelangen. Dort kommt es zu einer Verklumpungsreaktion, das heißt Erythrozyten werden in größerer Zahl zerstört. Das kann schon den Tod des Babys im Mutterleib verursachen. Häufiger treten aber die Schädigungen erst beim Neugeborenen auf, bei ihm zeigen sich Blutarmut und Anhäufung von hämoglobiden Abbauprodukten die Hirnschäden verursachen. Häufig stirbt dann das Kind an den Folgen dieser Rhesusunverträglichkeit. Um dieser Katastrophe vorzubeugen, injiziert man der Mutter nach der Geburt ihres 1. Kindes, das rhesuspositiv ist, Antikörper D. Diese Antikörper verbinden sich dann mit dem Blut des Kindes, verklumpen es und sorgen dafür, dass es abgebaut wird. Damit muss die Mutter nicht selbst Antikörper bilden und damit ist dann das 2. Kind, das rhesuspositiv ist, geschützt. Damit sind wir beim Ende dieses Films angelangt. Ich hoffe, ich konnte dir das Grundwissen zum Thema Blutgruppen und Rhesusfaktor anschaulich erklären. Ich bedanke mich fürs Zusehen und hoffentlich bis bald. Sabine

48 Kommentare
  1. Bitte was? Aufgabe 3 ist komplett unverständlich und wurde bei uns auf dem Gymnasium nie Behandelt!😡👎👎👎

    Von Joshua B., vor 5 Monaten
  2. Zu schnell erklärt

    Von Taikoceliakamanzi, vor 7 Monaten
  3. Es ist zu schnell und kompliziert beschrieben und man versteht nicht in welche Richtung Sie hinaus wollen. Zudem, nachdem ich mir zum siebten mal dieses Video anschaute, verstehe ich immer noch nicht wer wem Blut spendet!

    Von Cappellari, vor 7 Monaten
  4. Hallo Anleb,
    bevor du dich mit den Blutgruppen (Antigenen auf den roten Blutkörperchen) beschäftigst, solltest du wissen, was Antigene und Antikörper sind und wozu sie im Körper dienen. Dazu empfehle ich dir das Video „Die Funktion von Lymphozyten“: https://www.sofatutor.com/biologie/videos/die-funktion-von-lymphozyten?launchpad=video
    Falls du danach noch weitere Fragen hast, helfen dir gerne unsere Lehrerinnen und Lehrer des Hausaufgabenchats weiter. Der Chat ist von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr für dich da.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 8 Monaten
  5. Wieso gibt es Antigene auf den roten Blutkörperchen? Und was haben Antikörper damit zu tun?

    Von Anleb , vor 8 Monaten
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Blutgruppen – das AB0-System Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Blutgruppen – das AB0-System kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Besonderheiten der Blutgruppen des AB0-Systems.

    Tipps

    Der Phänotyp ist das durch Erbanlagen und/oder Umwelteinflüsse geprägte Erscheinungsbild eines Organismus.

    Allele sind die verschiedenen Ausprägungsformen eines Gens (z. B. Antigen A oder Antigen B).

    Diploid bezeichnet den doppelten Chromosomensatz in den Zellen aus mütterlichen und väterlichen Erbanlagen.

    Lösung

    Die Zellmembran von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) besteht wie jede Biomembran aus einer Doppelschicht von Phospholipiden. Einige Lipide besitzen jedoch keine Phosphatgruppe, sondern Kohlenhydratketten, diese Lipide heißen Glykolipide.

    Diese Glykolipide der Zellmembranen der Erythrozyten, an die sich Antikörper binden können, sind Antigene.
    Man unterscheidet das Antigen A und das Antigen B.
    Wenn auf einem Erythrozyten beide Antigene vorkommen, liegt die Blutgruppe AB vor und wenn keine Glykolipide vorkommen, handelt es sich um die Blutgruppe 0.

    Es existieren somit vier Blutgruppen: A, B, AB und 0.

    Bei der Vererbung von Blutgruppen gibt es dementsprechend drei Allele: A, B und 0.
    Bei mehr als zwei Allelen für ein Gen spricht man von einer multiplen Allelie.
    Die Allele A und B sind dominant gegenüber dem rezessiven Allel für 0.
    Man spricht von einer Kodominanz.

  • Zeige auf, welche Antigene und Antikörper bei den verschiedenen Blutgruppen im AB0-System vorkommen.

    Tipps

    Sieh dir die Abbildungen genau an. Die Oberflächenstrukturen auf den roten Blutkörperchen sind die Antigene und die Y-Strukturen drumherum stellen die Antikörper da.

    Die vier Blutgruppen sind nach den Antigenen benannt, welche sich auf den Oberflächen der jeweiligen Erythrozyten befinden. Blut der Blutgruppe 0 enthält keine Antigene auf den Erythrozyten.

    Das Blut der verschiedenen Blutgruppen enthält nur Antikörper, die nicht zu den Antigenen auf ihren Erythrozyten passen. Ansonsten würden sich die Antikörper mit den Antigenen verbinden und zur Bildung von Verklumpungen führen.

    Bei Menschen mit Blutgruppe B befinden sich die Antigene B auf der Oberfläche der Erythrozyten und die Antikörper A im Blutplasma.

    Lösung

    Blutgruppen sind nach den Antigenen benannt, welche sich auf den Zellmembranen der Erythrozyten befinden. Die Antikörper A oder B oder A und B hingegen schwimmen im Blut frei herum.
    Antigene binden ihre zugehörigen Antikörper nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip.

    Bei Menschen mit der Blutgruppe A befinden sich die Antigene A auf den Zellmembranen der Erythrozyten und im Blutplasma finden sich normalerweise Antikörper gegen das B-Antigen (Anti-B).

    Bei Menschen mit der Blutgruppe B befinden sich die Antigene B auf den Zellmembranen der Erythrozyten und im Blutplasma finden sich Antikörper gegen das A-Antigen (Anti-A).

    Bei Menschen mit der Blutgruppe AB befinden sich beide Antigene auf den Zellmembranen der Erythrozyten und keiner der beiden Antikörper im Blutplasma.

    Bei Menschen mit der Blutgruppe 0 befinden sich keine Antigene auf den Zellmembranen der Erythrozyten und beide Antikörper im Blutplasma.

  • Bestimme zu jedem Phänotyp die möglichen Genotypen.

    Tipps

    Bei einem dominant-rezessiven Erbgang setzt sich ein (dominantes) Allel bei der Ausprägung eines Merkmals gegenüber einem anderen (rezessiven) Allel durch.

    Die rezessiven Allele erscheinen nicht im Phänotyp, wenn ein dominantes Allel vorhanden ist. Nur wenn ein Nachkomme die rezessiven Allele vom Vater und von der Mutter erbt, können rezessive Allele im Phänotyp erscheinen.

    Lösung

    Es gibt die Blutgruppen A, B, AB und 0.

    Wenn Blutgruppen vererbt werden, gibt es also 3 Allele:

    Der Erythrozyt kann das

    • Antigen A ausbilden,
    • das Antigen B oder
    • gar kein Antigen.
    Bei mehr als zwei Allelen für ein Gen spricht man von multipler Allelie. Das Allel 0 ist rezessiv und die Allele A und B sind dominant gegenüber 0.

    Würde man eine Tabelle aus Phänotypen und Genotypen erstellen,
    ergibt sich für die Blutgruppe 0 der Genotyp 00,
    für die Blutgruppe A entweder AA oder A0, da A dominant über 0 ist und
    für die Blutgruppe B, BB oder B0,
    für die Blutgruppe AB gibt es den Genotypen AB.

    Da die beiden Allele A und B dominant sind und beide ausgeprägt werden können, spricht man hier von einer Kodominanz oder auch Codominanz.

  • Beschreibe den Vorgang der Agglutination.

    Tipps

    Antikörper sind Schutzstoffe, die im Blutserum als Reaktion auf das Eindringen von Antigenen gebildet werden.

    Lösung

    Bei einer Blutverklumpung (Agglutination) ballen sich die roten Blutkörperchen zusammen. Der Grund ist die Reaktion zwischen den Antigenen und den Antikörpern von verschiedenen Blutgruppen.

    Blutgruppe A mit den Antigenen A auf den Oberflächen der Erythrozyten darf nicht mit Blutgruppe B mit den Antigenen B auf den Oberflächen vermischt werden.
    Denn bei der Blutgruppe A schwimmen die Antikörper B im Blut, während bei der Blutgruppe B die Antikörper A im Blut vorliegen. Die Antikörper A reagieren bei einer Vermischung mit den Antigenen A im Blut der anderen Person und die Antikörper B reagieren mit den Antigenen B. Durch die Bindungen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip können dadurch Blutklumpen entstehen, die durch Makrophagen (Fresszellen) angegriffen und zerstört werden. Dies führt zu einer verringerten Zahl an Erythrozyten, wodurch sich die Sauerstoffversorgung des Körpers verschlechtert.

    Das Blut von Menschen mit der Blutgruppe AB enthält keine Antikörper. Daher kann das Blutplasma dieser Menschen mit jeder anderen Blutgruppe in Kontakt kommen, ohne zur Verklumpung zu führen. Sie gelten als Universalspender für Blutplasma.

    Menschen mit der Blutgruppe 0 werden als Universalempfänger für Blutplasma bezeichnet, da sie keine Antigene A oder B auf ihren Erythrozyten haben. Ihr Blut kann somit mit jedem beliebigen Blutplasma durchmischt werden.

    Anders verhält es sich bei den Bluttransfusionen mit Erythrozyten-Konzentraten, bei denen das Blutplasma mit den Antikörpern entfernt wurde.

    Universalspender für Erythrozyten sind Personen mit der Blutgruppe 0, auf deren Erythrozyten keine Antigene enthalten sind.
    Universalempfänger für Erythrozyten sind Personen mit der Blutgruppe AB, die im Blut keine Antikörper aufweisen.

  • Zeige auf, welche Antikörper sich im Blut befinden.

    Tipps

    Bei der Blutgruppe A befinden sich die Antigene A auf den Erythrozyten – welcher Antikörper darf sich daher nicht im Blut befinden?

    Lösung

    Im AB0-System gibt es vier Hauptblutgruppen:

    Blutgruppe A besitzt Antigene A auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Die Antikörper B schwimmen hierbei frei im Blut.
    Blutgruppe B besitzt Antigene B auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Die Antikörper A schwimmen hierbei frei im Blut.
    Blutgruppe AB besitzt die Antigene A und B auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Es schwimmen hierbei keine Antikörper frei im Blut.
    Blutgruppe 0 besitzt keine Antigene auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Die Antikörper A und B schwimmen hierbei frei im Blut.

  • Analysiere die Möglichkeiten von Rhesus-Unverträglichkeiten.

    Tipps

    Für Rhesus-Unverträglichkeiten ist die Beschaffenheit des Blutes der Mutter ausschlaggebender als das Blut des Vaters, da das Blut von Vater und Kind nicht direkt in Kontakt kommen.

    Wenn Vater und Mutter rezessive Allele weitergeben, kann der Phänotyp des Kindes nur dem rezessiven Merkmal entsprechen.

    Drei Auswahlmöglichkeiten sind richtig.

    Lösung

    Der Rhesusfaktor wird dominant vererbt, deshalb ist das Blutgruppenmerkmal Rhesus-negativ mit rund 15 % Anteil der Bevölkerung relativ selten.

    Die Zellmembranen von Erythrozyten von Rhesus-positiven Menschen besitzen auf ihrer Oberfläche ein „D-Antigen“ (Rhesusfaktor „D“).

    Rhesus-negative Menschen haben dieses Antigen nicht. Die Antikörper gegen den Rhesusfaktor D werden bei Menschen ohne diesen Faktor nur dann gebildet, wenn sie mit ihm in Berührung kommen: z. B. wenn Rhesus-positive Blutbestandteile (Erythrozyten und Bestandteile) eines Menschen in den Blutkreislauf einer anderen Rhesus-negativen Person gelangen.

    Dies kann bei Bluttransfusionen passieren oder manchmal auch in der Schwangerschaft oder bei der Geburt eines Babys. In Europa sind

    • etwa 15 % aller Menschen Rh-negativ (dd, immer homozygot),
    • 50 % heterozygot (Dd) und die übrigen
    • 35 % homozygot Rhesus-positiv (DD).
    Durch die dominante Vererbung des Rhesusfaktors (Rh-positiv) kann es bei etwa jeder zehnten Schwangerschaft zu Komplikationen kommen, wenn die Mutter Rh-negativ und der Fetus Rh-positiv ist.

    Die Rhesus-negative Mutter enthält in ihrem Blut keine Antikörper gegen den Rhesus-Faktor.
    Beim ersten Kind ist die Gefahr von Komplikationen noch relativ gering. Doch auch hierbei kann es zu einer leichten Vermischung des Blutes kommen, etwa bei Blutungen, vorzeitigen Wehen oder anderen Begebenheiten.

    Bei der Geburt des ersten Kindes mit einem Rh+ Faktor vermischt sich das Blut von Mutter und Kind: Dadurch bildet der Körper der Mutter erstmals Antikörper gegen den Rhesus-Faktor.

    Im Verlauf der zweiten Schwangerschaft können diese Antikörper in den Blutkreislauf des zweiten Kindes gelangen, sich mit den Antigenen auf den Erythrozyten des Kindes verbinden und somit zu Verklumpungen führen. Die Folgen können eine Auflösung der roten Blutkörperchen sein oder schwerwiegende Gelbsucht.