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Blutgruppen – das AB0-System 07:24 min

Textversion des Videos

Transkript Blutgruppen – das AB0-System

Hallo! Mein Name ist Sabine und in diesem Film möchte ich dir alles zu Blutgruppen und dem damit verbundenen AB0-System erklären. Nehmen wir an du hast einen Unfall und verlierst dabei eine Menge Blut und brauchst eine Bluttransfusion, jedoch haben diese Bluttransfusionen nur in ca. 50% der Fälle funktioniert, oft kam es zu Verklumpung von Eigen- und Spenderblut. Das Fachwort für Verklumpung ist Agglutination. 1901 entdeckte der Wiener Arzt Karl Landsteiner die Blutgruppen und kam damit dem Phänomen der Blutverklumpung auf die Spur. Erythrozyten besitzen eine Biomembran, die aus einer Doppelschicht von Phosphorlipiden besteht. Auf diesen Phosphorlipiden können Kohlenhydratketten sitzen, das sind sogenannte Glykolipide. Die Glykolipide auf der Erythrozytenmembran heißen Antigene. Man unterscheidet in das Antigen A und das Antigen B, wenn auf einem Erythrozyten beide Antigene vorkommen, hat man AB und wenn keine Glykolipide vorkommen, hat man 0. Damit gibt es die Blutgruppen A, B, AB und 0. Wenn Blutgruppen vererbt werden, gibt es also 3 Allele. Der Erythrozyt kann das Antigen A ausbilden, das Antigen B oder gar kein Antigen. Da es mehr als zwei Allele für ein Gen gibt, spricht man von multipler Allelie. Das Allel 0 ist rezessiv und die Allele A und B dominant gegenüber 0. Das heißt, wenn man sich jetzt eine Tabelle aus Phänotypen und Genotypen macht, ergibt sich für die Blutgruppe 0 der Genotyp 00, für die Blutgruppe A entweder AA oder A0, da A dominant über 0 ist und für die Blutgruppe B, BB oder B0. Für die Blutgruppe AB gibt es den Genotypen AB. Da beide Allele dominant sind und beide ausgeprägt werden spricht man von hier von Codominanz. Wie kann es jetzt aber zur Verklumpung von verschiedenen Blutgruppen kommen? Schuld haben die Antikörper. Wenn ein Erythrozyt das Antigen A auf seiner Oberfläche trägt, befindet sich im Restblut der Antikörper B. Bei Blutgruppe B befindet sich auf der Membranoberfläche des Erythrozyten das Antigen B und im Blut der Antikörper A, das heißt, die Blutgruppen A und B passen nach Schlüssel-Schloss-Prinzip ineinander. Da die Blutgruppe AB beide Antigene auf ihrer Membranoberfläche trägt, gibt es keine Antikörper im Blut und bei Blutgruppe 0 gibt es keine Antigene auf der Erythrozytenmembran, das heißt, beide Antikörpersorten gibt es im Blut. Wenn jetzt eine Blutprobe der Gruppe A mit einer Blutprobe der Gruppe B zusammentrifft, kommt es zur Verklumpung. Das heißt die Antikörper B heften sich an die Antigene B und können so mehrere Erythrozyten miteinander verbinden. Bei der Blutgruppe A heften sich die Antikörper A an die Antigene A und das Gleiche passiert. Damit erkennt der Körper die andere Blutgruppe als Fremdkörper an und gibt sie zur Vernichtung frei. Fresszellen, genannt Makrophagen vernichten die verklumpten Stellen. Dadurch werden rote Blutkörperchen, also Erythrozyten, zerstört und dein Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Wenn wir jetzt noch mal zu unserem Autounfall und deiner Bluttransfusion zurückkommen, heißt das, dein Körper verliert noch mal zusätzlich Erythrozyten, obwohl er schon an einer Blutarmut leidet, das heißt, dein Zustand verschlechtert sich enorm. Doch warum gibt es denn dann die Antikörper? Das Blut von Neugeborenen enthält nämlich noch keine Blutgruppenantikörper, erst im Laufe des 1. Lebensjahres werden Antikörper gegen diejenigen Antigene entwickelt, die die eigenen Erythrozyten nicht besitzen. Als Auslöser dafür kommen Darmbakterien in Betracht, die etwa ab dem 3. Monat den Darm besiedeln und somit unsere Verdauung unterstützen, diese besitzen die gleichen Antigene wie die Erythrozyten. Das heißt, der Körper muss körperfremde Darmbakterien erkennen, denn diese können auch Krankheiten auslösen, daher wurden wahrscheinlich die Antikörper im Blutsystem entwickelt. Aber es können noch weitere Antigene auf der Erythrozytenmembran sitzen. Ich spreche jetzt vom Rhesusfaktor, der verdankt seinen Namen dem Rhesusaffen, bei dem er zum 1. Mal entdeckt wurde. Das Antigen D sitzt, wie gesagt, auch auf der Erythrozytenmembran. Menschen, die es besitzen bezeichnet man als Rhesus positiv. Rund 15% der Weltbevölkerung besitzen nicht den Rhesusfaktor und sind damit Rhesus negativ. Daraus kann folgendes Problem resultieren: Nehmen wir an, eine Frau ist Rhesus negativ, Rhesus negatives Blut hat normalerweise keine Antikörper D gegen Rhesus positives Blut. Wenn nun aber diese Frau mit einem Rhesus positivem Kind schwanger ist und bei der Geburt Blut des Kindes in ihren Kreislauf gelangt, wird sie Antikörper D bilden. Nehmen wir jetzt an, dass die Mutter erneut schwanger ist mit einem Rhesus positivem Kind. Die Antikörper, die sie gegen das Blut des Kindes ausgebildet hat bei der 1. Schwangerschaft, können nun leicht die Plazenta passieren und in den Kreislauf des Kindes gelangen. Dort kommt es zu einer Verklumpungsreaktion, das heißt Erythrozyten werden in größerer Zahl zerstört. Das kann schon den Tod des Babys im Mutterleib verursachen. Häufiger treten aber die Schädigungen erst beim Neugeborenen auf, bei ihm zeigen sich Blutarmut und Anhäufung von hämoglobiden Abbauprodukten die Hirnschäden verursachen. Häufig stirbt dann das Kind an den Folgen dieser Rhesusunverträglichkeit. Um dieser Katastrophe vorzubeugen, injiziert man der Mutter nach der Geburt ihres 1. Kindes, das rhesuspositiv ist, Antikörper D. Diese Antikörper verbinden sich dann mit dem Blut des Kindes, verklumpen es und sorgen dafür, dass es abgebaut wird. Damit muss die Mutter nicht selbst Antikörper bilden und damit ist dann das 2. Kind, das rhesuspositiv ist, geschützt. Damit sind wir beim Ende dieses Films angelangt. Ich hoffe, ich konnte dir das Grundwissen zum Thema Blutgruppen und Rhesusfaktor anschaulich erklären. Ich bedanke mich fürs Zusehen und hoffentlich bis bald. Sabine

47 Kommentare
  1. Zu schnell erklärt

    Von Taikoceliakamanzi, vor etwa einem Monat
  2. Es ist zu schnell und kompliziert beschrieben und man versteht nicht in welche Richtung Sie hinaus wollen. Zudem, nachdem ich mir zum siebten mal dieses Video anschaute, verstehe ich immer noch nicht wer wem Blut spendet!

    Von Cappellari, vor etwa einem Monat
  3. Hallo Anleb,
    bevor du dich mit den Blutgruppen (Antigenen auf den roten Blutkörperchen) beschäftigst, solltest du wissen, was Antigene und Antikörper sind und wozu sie im Körper dienen. Dazu empfehle ich dir das Video „Die Funktion von Lymphozyten“: https://www.sofatutor.com/biologie/videos/die-funktion-von-lymphozyten?launchpad=video
    Falls du danach noch weitere Fragen hast, helfen dir gerne unsere Lehrerinnen und Lehrer des Hausaufgabenchats weiter. Der Chat ist von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr für dich da.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa 2 Monaten
  4. Wieso gibt es Antigene auf den roten Blutkörperchen? Und was haben Antikörper damit zu tun?

    Von Anleb , vor 2 Monaten
  5. Hallo Joni,
    danke für deinen Kommentar.

    Schau doch nochmal unter diesem Link nach:

    https://www.sofatutor.com/biologie/biologie-des-menschen/blut-herz-kreislauf-system/blutgruppen-und-funktionen-des-blutes

    Unter dem Punkt "Blutgruppen: Blut ist nicht gleich Blut" findest du ein Schaubild. Dieses stellt dar, was passiert, wenn man Blut von verschiedenen Blutgruppen miteinander mischt. Du kannst dir vorstellen, dass jedes dieser Kästchen eine kleine Schale ist, in welchem sich Antikörper der jeweiligen Blutgruppe befinden (siehe linke Spalte). Wenn du jetzt einen Beutel mit Blut einer unbekannten Blutgruppe hast, dann gibst du etwas davon in jede dieser Schalen und kannst dann je nach Verklumpungsmuster sehen, welche Blutgruppe der Patient hat. Findet z.B. in keinem der Schälchen eine Verklumpung statt, dann wird der Patient Blutgruppe 0 haben, da sich keine Antigene auf seinen Erythrozyten befinden.

    Solltest du noch weitere Fragen haben, kannst du dich gerne von Montag bis Freitag zwischen 17 und 19 Uhr an den Hausaufgaben-Chat wenden.
    Liebe Grüße aus der Redaktion.

    Von Amrei Rolof, vor 2 Monaten
  1. Ich verstehe einfach immer noch nicht, woher ich weiß welche Blutgruppe man hat. Wenn ich einen Beutel mit Blut habe, aber nicht weiß welche Blut Gruppe das Blut hat, wie kann ich das wissen?

    Von Joni S., vor 3 Monaten
  2. Hallo Sienna M.,
    danke für deinen Kommentar.
    Es gibt 4 Blutgruppen: A, B, AB und 0. Die Blutgruppe C gibt es hingegen nicht. Eventuell ist die Blutgruppe „0“ in deinen Aufzeichnungen zu einer Blutgruppe „C“ geworden.
    Solltest du noch weitere Fragen haben oder dir etwas unklar geblieben sein, kannst du dich natürlich gern an unseren Hausaufgaben-Chat wenden.
    Lieben Gruß aus der Redaktion

    Von Johannes Jagemann, vor 3 Monaten
  3. das Video ist sehr gut erklärt!!!!
    eine frage : ich dachte es gebe nur die Blutgruppen A ,B ,C . Sind 0 und C jetzt das gleiche ????

    Von Sienna M., vor 3 Monaten
  4. Hallo Johann K.,
    vielen Dank für deinen Kommentar! Ich würde dir gerne weiterhelfen. Was genau hast du daran nicht verstanden? Gerne kannst du dich auch an den Hausaufgaben-Chat, Mo-Fr 17-19 Uhr, wenden.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa einem Jahr
  5. Bis auf die Sache mit der Injektion war mir alles klar!
    Danke für das Video!

    Von Johann K., vor etwa einem Jahr
  6. Gut erklärt

    Von Lian 1, vor etwa einem Jahr
  7. Ziemlich kompliziert erklärt.Schade

    Von Anja Petry Philippi, vor mehr als einem Jahr
  8. Hallo Johnny Blue, bitte beschreibe genauer, was du nicht verstanden hast. Gib beispielsweise die konkrete Stelle im Video mit Minuten und Sekunden an. Gerne kannst du dich auch an den Hausaufgaben-Chat wenden, der von Montag bis Freitag zwischen 17-19 Uhr für dich da ist.
    Ich hoffe, dass wir dir weiterhelfen können.

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als einem Jahr
  9. Ich habe leider nichts verstanden

    Von Johnny Blue K, vor mehr als einem Jahr
  10. Gut erklärt schade das es keine Übung gibt

    Von Mr.X, vor fast 2 Jahren
  11. Gut erklärt, beim nächsten Mal, würde ich mir jedoch wünschen das jeder Fachbegriff sofor erklärt wird.
    Bsp. Erytrozyten= Blutkörperchen:)

    Von Nele V., vor etwa 2 Jahren
  12. Hallo Aleyna,
    vielen Dank für deine Anmerkung. Was findest du denn so schlecht an diesem Video? Verbesserungsvorschläge helfen uns weiter, also teile uns deine gerne mit!
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 2 Jahren
  13. sehr schlechtes Video tut mir leid

    Von Aleyna Leray, vor mehr als 2 Jahren
  14. Hallo Marina,
    wir arbeiten noch daran, alle Videos mit interaktiven Übungen zu bestücken. Das folgende Video zum selben Thema hat bereits eine Übung. Schau sie dir doch mal an: https://www.sofatutor.com/biologie/videos/vererbung-der-blutgruppen-ab0-und-rhesusfaktor
    Viele Grüße aus der Redaktion!

    Von Serpil Kilic, vor fast 3 Jahren
  15. warum gibst dazu keine Übung?

    Von Marina Elbrandt, vor fast 3 Jahren
  16. Hilfreiches Viedeo, Dankeschön

    Von Kay E, vor fast 3 Jahren
  17. ich habe videostörung!

    Von E Linetskaya, vor fast 3 Jahren
  18. Super Video! Habe mich auf dem Account meiner kleinen Schwester eingeloggt und muss wirklich sagen, dass hier alles gut und verständlich erklärt wird. Vielen Dank! Fühle mich jetzt für den Ham-Nat Test gut vorbereitet. ;)

    Von G Ahmad, vor fast 3 Jahren
  19. Hallo,
    je nach Blutgruppe unterscheiden sich die Antigene auf den roten Blutkörperchen und die Antikörper im Blut. Wenn du die Blutgruppe B hast, haben deine roten Blutkörperchen auf ihrer Oberfläche das Antigen B und die Antikörper A im Blut. Das bedeutet, dass wenn dein Blut mit dem Blut der Blutgruppe A (Antigen A, Antikörper B) in Kontakt kommt, deine Antikörper A mit den Antigenen A der Blutgruppe A und andersherum auch die Antikörper B mit den Antigenen B deines Blutes reagieren und das Blut verklumpt.
    Ich hoffe, das beantwortet deiner Frage. Wenn nicht, kannst du gerne noch einmal nachfragen.
    Viele Grüße aus der Redaktion!

    Von Serpil Kilic, vor etwa 3 Jahren
  20. mir wurde gesagt das antikörper A, B brauch und andersherum genauso. Du behauptest aber das Gegenteil oder habe ich das nicht richtig verstanden?

    Von Nike & Finn S., vor etwa 3 Jahren
  21. Hallo,
    Allele sind verschiedene Versionen (oder Zustandsformen) eines Gens. Die Allele eines Gens bewirken die Ausprägung desselben Merkmals im Erscheinungsbild, z.B. Farbe der Blüte. Dieses Merkmal kann in verschiedenen Versionen auftreten, zb. rot oder weiß.

    LG

    Von Serpil Kilic, vor fast 4 Jahren
  22. Was sind allele

    Von Dry Omar, vor fast 4 Jahren
  23. Hat mir etas geholfen aber war sehr kompliziert

    Von M I Hertzsch, vor etwa 4 Jahren
  24. Also ich finde es ein bisschen kompliziert

    Von Jutta Bisaz, vor etwa 4 Jahren
  25. Hab es gar nicht verstanden. Ist ziemlich kompliziert erklärt.

    Von Nicole Senguel, vor etwa 4 Jahren
  26. Sehr kompliziert erklärt!!!!!!! :0

    Von Boris Fritz, vor mehr als 4 Jahren
  27. Hilfreich, aber dennoch etwas umständlich und umgänglich erklärt. Es waren viel zu viele Informationen auf einmal die man verarbeiten muss. Und als zweiten Tipp könnte man die Fachbegriffe vielleicht etwas besser erklären, ich denke das der ein oder andere nicht alles verstanden hat. Aber sonst super ! :)

    Von Lalagauger, vor mehr als 5 Jahren
  28. Huuuh! Viele Informationen... sehr schnell gesprochen... bis man alles verstanden hat muss man das Video fünf mal gucken und jeweils 10 mal unterbrechen...Aber wenn man es dann hat ist es echt gut verständlich....Danke

    Von Measy 67, vor mehr als 5 Jahren
  29. Inhaltlich war das Video sehr gut, jedoch wurde viel zu schnell gesprochen und man musste das Video dauernt stoppen.

    Schulnote 3

    Von Felix B., vor mehr als 5 Jahren
  30. ganz güt

    Von danilo K., vor fast 6 Jahren
  31. Vielen Dank für die Antwort :)

    Von Shakiba Siddiqui, vor etwa 6 Jahren
  32. Um die Verwirrung ein wenig aufzulösen:
    Erythrozyten besitzen eine Zellmembran aus einer Phospolipid-Doppelschicht (wie fast alle Zellen). In dieser Membran sind verschiedente Moleküle eingebaut. Teilweise ragen sie durch die komplette Zellmembran durch, manche ragen aber auch nur auf einer Seite der Membran raus.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Cell_membrane_detailed_diagram_de.svg

    Glykolipide (vereinfacht: Kohlenhydrate mit Lipid-Anhängsel, also Fettsäuren)dienen oft der Erkennung von anderen Zellen und als "Ausweis" für eine Zelle. Damit der Körper weiß, was das für eine Zelle ist und was sie macht. Im Falle der Blutkörperchen, fungieren diese Kohlenhydratketten als Antigene, also auch als eine Art Ausweis.

    Von Marcel Schenke, vor etwa 6 Jahren
  33. Ich finde es zu schnell erklärt und es passt nicht immer direkt mit dem was sie aufschreibt. Das Thema kann kompliziert sein ja! Aber trotzdem muss man es nicht schwieriger erklären als nötig. Musste mir den Anfang mind. 3 mal anhören bis ich verstanden habe. Eine Unterteilung in 2 Niveaus ist auch meiner Meinung nach angebracht.

    Von Shakiba Siddiqui, vor etwa 6 Jahren
  34. Eine Frage habe ich auch noch:
    Sie sagt dass Erythrozyten eine ?membran (das ? Weil sie nuschelt und man es nicht versteht) besitzen die aus einer Doppelschicht Fossfollipinen (oder so ähnlich) besteht, auf denen Kohlenhydratketten, die Glykolipide. Glykolipide auf Enthrozytenmembran heißen Antigene.
    Aber das ist doch total unlogisch! Weil sie doch sagt, dass die Glykolipide Kohlenhydratketten sind, die auf dieser Doppelschicht Fossfollipinen sitzen. Wieso sind sie jetzt auf einmal auf der Enthrozytenmembran und keine Kohlenhydratketten sondern Antigene? Versteht ihr was ich meine?

    Von Shakiba Siddiqui, vor etwa 6 Jahren
  35. Ich finde das Video sehr gut verständlich :)

    Von Merabell A., vor mehr als 6 Jahren
  36. @ Lisamellin: ja genau! Bei der Geburt gelangt das Blut der Mutter mit dem des Kindes in Kontakt. Durch das Verbinden des Kinderblutes mit den injizierten Antikörpern enstehen Verklumpungen die später komplett abgebaut werden. So kann die Mutter keine Antkörper gegen das Blut des Kindes bilden. All dies spielt sich natürlich im Körper der Mutter ab.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 6 Jahren
  37. ich habe erhrlich gesagt NICHTS verstanden.
    Egal ich such ein besseres Video. XD

    Von Songuel Yapici, vor mehr als 6 Jahren
  38. Zum Verständins: Die injizierten Antikörper verbinden sich mit dem Blut des Kindes, welches noch nach der Geburt im Blutkreislauf der Mutter vorhanden ist und werden mit der Auflösung der Verklumpung auch aufgelöst ! richtig ?

    Von Lisamellin, vor fast 7 Jahren
  39. für SuS der 7. Klasse zu umfangreich, stellenweisse zu kompliziert. Vererbung etc. weglassen- hier wäre eine unterteilung in zwei niveaus angebracht!

    Von Michel Zuberbuehler, vor fast 7 Jahren
  40. ich finde es cool!! für jemand der es genauer wissen mochte perfekt!!!!!

    Von Julika, vor mehr als 7 Jahren
  41. Jetzt muss man aber auch sagen dass das Thema auch komliezirt ist!

    Von Tamino, vor fast 8 Jahren
  42. Das Video ist eigentlich gut bis auf viele Fremdwörter.
    Die Form war in Ordnung (besonders Pacman™)
    Abver die Erklärungen lässen etwas zu wüschen übrig

    Von Berg, vor etwa 8 Jahren
Mehr Kommentare

Blutgruppen – das AB0-System Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Blutgruppen – das AB0-System kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Besonderheiten der Blutgruppen des AB0-Systems.

    Tipps

    Der Phänotyp ist das durch Erbanlagen und/oder Umwelteinflüsse geprägte Erscheinungsbild eines Organismus.

    Allele sind die verschiedenen Ausprägungsformen eines Gens (z. B. Antigen A oder Antigen B).

    Diploid bezeichnet den doppelten Chromosomensatz in den Zellen aus mütterlichen und väterlichen Erbanlagen.

    Lösung

    Die Zellmembran von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) besteht wie jede Biomembran aus einer Doppelschicht von Phospholipiden. Einige Lipide besitzen jedoch keine Phosphatgruppe, sondern Kohlenhydratketten, diese Lipide heißen Glykolipide.

    Diese Glykolipide der Zellmembranen der Erythrozyten, an die sich Antikörper binden können, sind Antigene.
    Man unterscheidet das Antigen A und das Antigen B.
    Wenn auf einem Erythrozyten beide Antigene vorkommen, liegt die Blutgruppe AB vor und wenn keine Glykolipide vorkommen, handelt es sich um die Blutgruppe 0.

    Es existieren somit vier Blutgruppen: A, B, AB und 0.

    Bei der Vererbung von Blutgruppen gibt es dementsprechend drei Allele: A, B und 0.
    Bei mehr als zwei Allelen für ein Gen spricht man von einer multiplen Allelie.
    Die Allele A und B sind dominant gegenüber dem rezessiven Allel für 0.
    Man spricht von einer Kodominanz.

  • Zeige auf, welche Antikörper sich im Blut befinden.

    Tipps

    Bei der Blutgruppe A befinden sich die Antigene A auf den Erythrozyten – welcher Antikörper darf sich daher nicht im Blut befinden?

    Lösung

    Im AB0-System gibt es vier Hauptblutgruppen:

    Blutgruppe A besitzt Antigene A auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Die Antikörper B schwimmen hierbei frei im Blut.
    Blutgruppe B besitzt Antigene B auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Die Antikörper A schwimmen hierbei frei im Blut.
    Blutgruppe AB besitzt die Antigene A und B auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Es schwimmen hierbei keine Antikörper frei im Blut.
    Blutgruppe 0 besitzt keine Antigene auf den Zellmembranen der Erythrozyten. Die Antikörper A und B schwimmen hierbei frei im Blut.

  • Zeige auf, welche Antigene und Antikörper bei den verschiedenen Blutgruppen im AB0-System vorkommen.

    Tipps

    Sieh dir die Abbildungen genau an. Die Oberflächenstrukturen auf den roten Blutkörperchen sind die Antigene und die Y-Strukturen drumherum stellen die Antikörper da.

    Die vier Blutgruppen sind nach den Antigenen benannt, welche sich auf den Oberflächen der jeweiligen Erythrozyten befinden. Blut der Blutgruppe 0 enthält keine Antigene auf den Erythrozyten.

    Das Blut der verschiedenen Blutgruppen enthält nur Antikörper, die nicht zu den Antigenen auf ihren Erythrozyten passen. Ansonsten würden sich die Antikörper mit den Antigenen verbinden und zur Bildung von Verklumpungen führen.

    Bei Menschen mit Blutgruppe B befinden sich die Antigene B auf der Oberfläche der Erythrozyten und die Antikörper A im Blutplasma.

    Lösung

    Blutgruppen sind nach den Antigenen benannt, welche sich auf den Zellmembranen der Erythrozyten befinden. Die Antikörper A oder B oder A und B hingegen schwimmen im Blut frei herum.
    Antigene binden ihre zugehörigen Antikörper nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip.

    Bei Menschen mit der Blutgruppe A befinden sich die Antigene A auf den Zellmembranen der Erythrozyten und im Blutplasma finden sich normalerweise Antikörper gegen das B-Antigen (Anti-B).

    Bei Menschen mit der Blutgruppe B befinden sich die Antigene B auf den Zellmembranen der Erythrozyten und im Blutplasma finden sich Antikörper gegen das A-Antigen (Anti-A).

    Bei Menschen mit der Blutgruppe AB befinden sich beide Antigene auf den Zellmembranen der Erythrozyten und keiner der beiden Antikörper im Blutplasma.

    Bei Menschen mit der Blutgruppe 0 befinden sich keine Antigene auf den Zellmembranen der Erythrozyten und beide Antikörper im Blutplasma.

  • Analysiere die Möglichkeiten von Rhesus-Unverträglichkeiten.

    Tipps

    Für Rhesus-Unverträglichkeiten ist die Beschaffenheit des Blutes der Mutter ausschlaggebender als das Blut des Vaters, da das Blut von Vater und Kind nicht direkt in Kontakt kommen.

    Wenn Vater und Mutter rezessive Allele weitergeben, kann der Phänotyp des Kindes nur dem rezessiven Merkmal entsprechen.

    Drei Auswahlmöglichkeiten sind richtig.

    Lösung

    Der Rhesusfaktor wird dominant vererbt, deshalb ist das Blutgruppenmerkmal Rhesus-negativ mit rund 15 % Anteil der Bevölkerung relativ selten.

    Die Zellmembranen von Erythrozyten von Rhesus-positiven Menschen besitzen auf ihrer Oberfläche ein „D-Antigen“ (Rhesusfaktor „D“).

    Rhesus-negative Menschen haben dieses Antigen nicht. Die Antikörper gegen den Rhesusfaktor D werden bei Menschen ohne diesen Faktor nur dann gebildet, wenn sie mit ihm in Berührung kommen: z. B. wenn Rhesus-positive Blutbestandteile (Erythrozyten und Bestandteile) eines Menschen in den Blutkreislauf einer anderen Rhesus-negativen Person gelangen.

    Dies kann bei Bluttransfusionen passieren oder manchmal auch in der Schwangerschaft oder bei der Geburt eines Babys. In Europa sind

    • etwa 15 % aller Menschen Rh-negativ (dd, immer homozygot),
    • 50 % heterozygot (Dd) und die übrigen
    • 35 % homozygot Rhesus-positiv (DD).
    Durch die dominante Vererbung des Rhesusfaktors (Rh-positiv) kann es bei etwa jeder zehnten Schwangerschaft zu Komplikationen kommen, wenn die Mutter Rh-negativ und der Fetus Rh-positiv ist.

    Die Rhesus-negative Mutter enthält in ihrem Blut keine Antikörper gegen den Rhesus-Faktor.
    Beim ersten Kind ist die Gefahr von Komplikationen noch relativ gering. Doch auch hierbei kann es zu einer leichten Vermischung des Blutes kommen, etwa bei Blutungen, vorzeitigen Wehen oder anderen Begebenheiten.

    Bei der Geburt des ersten Kindes mit einem Rh+ Faktor vermischt sich das Blut von Mutter und Kind: Dadurch bildet der Körper der Mutter erstmals Antikörper gegen den Rhesus-Faktor.

    Im Verlauf der zweiten Schwangerschaft können diese Antikörper in den Blutkreislauf des zweiten Kindes gelangen, sich mit den Antigenen auf den Erythrozyten des Kindes verbinden und somit zu Verklumpungen führen. Die Folgen können eine Auflösung der roten Blutkörperchen sein oder schwerwiegende Gelbsucht.

  • Bestimme zu jedem Phänotyp die möglichen Genotypen.

    Tipps

    Bei einem dominant-rezessiven Erbgang setzt sich ein (dominantes) Allel bei der Ausprägung eines Merkmals gegenüber einem anderen (rezessiven) Allel durch.

    Die rezessiven Allele erscheinen nicht im Phänotyp, wenn ein dominantes Allel vorhanden ist. Nur wenn ein Nachkomme die rezessiven Allele vom Vater und von der Mutter erbt, können rezessive Allele im Phänotyp erscheinen.

    Lösung

    Es gibt die Blutgruppen A, B, AB und 0.

    Wenn Blutgruppen vererbt werden, gibt es also 3 Allele:

    Der Erythrozyt kann das

    • Antigen A ausbilden,
    • das Antigen B oder
    • gar kein Antigen.
    Bei mehr als zwei Allelen für ein Gen spricht man von multipler Allelie. Das Allel 0 ist rezessiv und die Allele A und B sind dominant gegenüber 0.

    Würde man eine Tabelle aus Phänotypen und Genotypen erstellen,
    ergibt sich für die Blutgruppe 0 der Genotyp 00,
    für die Blutgruppe A entweder AA oder A0, da A dominant über 0 ist und
    für die Blutgruppe B, BB oder B0,
    für die Blutgruppe AB gibt es den Genotypen AB.

    Da die beiden Allele A und B dominant sind und beide ausgeprägt werden können, spricht man hier von einer Kodominanz oder auch Codominanz.

  • Beschreibe den Vorgang der Agglutination.

    Tipps

    Antikörper sind Schutzstoffe, die im Blutserum als Reaktion auf das Eindringen von Antigenen gebildet werden.

    Lösung

    Bei einer Blutverklumpung (Agglutination) ballen sich die roten Blutkörperchen zusammen. Der Grund ist die Reaktion zwischen den Antigenen und den Antikörpern von verschiedenen Blutgruppen.

    Blutgruppe A mit den Antigenen A auf den Oberflächen der Erythrozyten darf nicht mit Blutgruppe B mit den Antigenen B auf den Oberflächen vermischt werden.
    Denn bei der Blutgruppe A schwimmen die Antikörper B im Blut, während bei der Blutgruppe B die Antikörper A im Blut vorliegen. Die Antikörper A reagieren bei einer Vermischung mit den Antigenen A im Blut der anderen Person und die Antikörper B reagieren mit den Antigenen B. Durch die Bindungen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip können dadurch Blutklumpen entstehen, die durch Makrophagen (Fresszellen) angegriffen und zerstört werden. Dies führt zu einer verringerten Zahl an Erythrozyten, wodurch sich die Sauerstoffversorgung des Körpers verschlechtert.

    Das Blut von Menschen mit der Blutgruppe AB enthält keine Antikörper. Daher kann das Blutplasma dieser Menschen mit jeder anderen Blutgruppe in Kontakt kommen, ohne zur Verklumpung zu führen. Sie gelten als Universalspender für Blutplasma.

    Menschen mit der Blutgruppe 0 werden als Universalempfänger für Blutplasma bezeichnet, da sie keine Antigene A oder B auf ihren Erythrozyten haben. Ihr Blut kann somit mit jedem beliebigen Blutplasma durchmischt werden.

    Anders verhält es sich bei den Bluttransfusionen mit Erythrozyten-Konzentraten, bei denen das Blutplasma mit den Antikörpern entfernt wurde.

    Universalspender für Erythrozyten sind Personen mit der Blutgruppe 0, auf deren Erythrozyten keine Antigene enthalten sind.
    Universalempfänger für Erythrozyten sind Personen mit der Blutgruppe AB, die im Blut keine Antikörper aufweisen.