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Blutgerinnung – Wundverschluss im Blutgefäß 05:29 min

Textversion des Videos

Transkript Blutgerinnung – Wundverschluss im Blutgefäß

Heute erfährst du etwas über die Blutgerinnung sowie Erste Hilfe bei Verletzungen der Blutgefäße. Am Ende dieses Videos weißt du, was Blutgerinnung ist, wie sie genau abläuft und wie du selbst bei Verletzungen der Blutgefäße Erste Hilfe leisten kannst. Du verstehst dieses Video besser, wenn du schon etwas über die Zusammensetzung unseres Blutes weißt sowie über den Bau und die Funktion der einzelnen Blutbestandteile. Bei Freizeitbeschäftigungen, im Haushalt, aber auch auf der Arbeit können wir uns verletzen. Ohne die Fähigkeit unseres Körpers zu Wundverschluss und Blutgerinnung wäre jede kleinste Verletzung für uns lebensgefährlich. Verletzungen kleiner Blutgefäße schließen sich durch den Wundverschluss meist von selbst. Hier siehst du eine kleine Verletzung an einem Blutgefäß schematisch dargestellt. Du erkennst die roten Blutkörperchen und die gelben Blutplättchen. Die Blutplättchen sammeln sich an der verletzten Stelle und sorgen so für eine Verengung des Blutgefäßes. Das Blut fließt langsamer. Schließlich bilden die Blutplättchen so etwas wie einen Pfropfen und verschließen das Gefäß. Die Wunde blutet nicht mehr. Bei größeren Verletzungen reicht nur die Ansammlung von Blutplättchen nicht aus, um die Wunde zu verschließen. Damit das Blut aufhört zu fließen, muss es gerinnen. Die Blutplättchen setzen also den Blutgerinnungsstoff Thrombin frei. Dieses Thrombin bewirkt, dass aus dem löslichen Fibrinogen im Blutplasma das nichtlösliche Fibrin entsteht. Dieses Fibrin besteht aus langen, dünnen Fäden. Die Fäden werden immer mehr und verdichten sich zu einem Netz, in welchem die Blutplättchen und die Blutkörperchen hängen bleiben. Die Blutplättchen geben nun einen Stoff ab, der das Fibrinnetz noch festigt. Dadurch entsteht ein Blutgerinnsel, welches die Wunde verschließt. Das Blutgerinnsel trocknet nach einiger Zeit. Die entstehende Kruste bezeichnen wir als Wundschorf. Der Wundschorf schützt die Wunde und verhindert das Eindringen von Fremdkörpern, wie zum Beispiel von Bakterien oder Schadstoffen. Wie kannst du nun bei Verletzungen größerer Blutgefäße Erste Hilfe leisten? Wenn du an einem Unfallort auf einen Verletzten mit stark blutenden Wunden triffst, musst du zuerst einmal Ruhe bewahren. Dann musst du sehr schnell beurteilen können, was da blutet; eine Vene oder eine Arterie. Dazu musst du das Aussehen des austretenden Blutes und die Art des Blutflusses beurteilen. Diese Beurteilung ist entscheidend für die folgende Erste-Hilfe-Maßnahme und lebenswichtig für den Verletzten. Wurde eine Vene verletzt, dann sieht das Blut dunkelrot aus. Es sickert gleichmäßig pulsierend aus der Wunde. Um das Blut zu stillen, reicht es, einen Druckverband direkt auf der offenen Wunde anzubringen. Dieser Druckverband sollte regelmäßig kontrolliert werden, um Durchblutungsstörungen und Abschnürungen am Körper hinter dem Druckverband zu vermeiden. Wenn eine Arterie verletzt wurde, sieht das Blut hellrot aus. Außerdem tritt das Blut stoßweise und manchmal sogar spritzend aus der Wunde aus. Achtung! Blutungen aus Arterien sind lebensgefährlich. Daher muss man schnell handeln und die blutende Arterie herzaufwärts vor der Blutungsstelle abbinden. Dadurch wird der Blutzufluss vom Herzen zur Wunde unterbrochen. Jetzt kann ein Druckverband angelegt werden und erst danach kann das Abdrücken der Arterie unterbrochen werden.

Zum Schluss eine kurze Zusammenfassung:

Die Blutgerinnung sorgt dafür, dass kleinere Wunden und Verletzungen sich meist von selbst verschließen. Der in den Blutplättchen enthaltene Gerinnungsstoff Thrombin führt zur Bildung der Fibrinfäden. Ein ganzes Netz von Fibrinfäden wird zu einem Blutgerinnsel, welches die Wunde verschließt. Trocknet das Blutgerinnsel, dann bildet es den Wundschorf.

Bei großen Verletzungen nach Unfällen muss meist sehr schnell Erste Hilfe geleistet werden. Ist eine Vene oder Arterie verletzt? Wenn du das Aussehen des Blutes und den Blutfluss richtig beurteilst, dann kannst du diese Frage beantworten und die richtigen Hilfsmaßnahmen einleiten. So, das war's dann wieder. Tschüss, bis zum nächsten Mal.

1 Kommentar
  1. 😐

    Von Katy Lou, vor 8 Monaten

Blutgerinnung – Wundverschluss im Blutgefäß Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Blutgerinnung – Wundverschluss im Blutgefäß kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe den Ablauf der Blutgerinnung.

    Tipps

    Blutplättchen werden auch als Thrombozyten bezeichnet.

    Lösung

    Bei einer größeren Verletzung der Blutgefäße kommt es zunächst dazu, dass die Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, Thrombin freisetzen. Dieses Thrombin führt dazu, dass im Blut Fibrin entsteht. Dieses Fibrin besteht aus langen Fäden, die sich schließlich zu einem Netz verdichten. In diesem Netz bleiben Blutplättchen und Blutkörperchen hängen, es entsteht ein Blutgerinnsel. Trocknet dieses Blutgerinnsel, so entsteht ein fester Wundschorf, der die verletzte Haut schützt.

  • Beschreibe Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verletzungen der Blutgefäße.

    Tipps

    Eine Blutung kann durch erhöhten Druck auf die verletze Stelle gestoppt werden.

    Lösung

    Erste-Hilfe-Maßnahmen können bei Verletzungen der Blutgefäße lebenswichtig sein. Handelt es sich um eine arterielle Verletzung, so kann man die entsprechende Stelle herzaufwärts abbinden, um so den Blutfluss zu stoppen. Ein Druckverband kann verhindern, dass größere Mengen Blut austreten.

  • Erläutere die Zusammensetzung des Blutes.

    Tipps

    In dem Wort Erythrozyt steckt das altgriechische Wort erythrós, das übersetzt „rot“ bedeutet.

    Lösung

    Unser Blut besteht aus einer Blutflüssigkeit, dem Blutplasma und den Blutzellen. Zu den Blutzellen gehören die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Blutplättchen. Letztere sind wichtig für den Verschluss von Wunden. Die roten Blutkörperchen, verleihen unserem Blut die rote Farbe. Sie besitzen den Blutfarbstoff Hämoglobin. Dieser Stoff kann Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid an sich binden. Die weißen Blutkörperchen wehren Krankheitserreger ab. Das Blutplasma besteht zu 90% aus Wasser, der Rest setzt sich zusammen aus Stoffwechselprodukten, Abwehrstoffen, Fetten, Proteinen, Mineralsalzen, Vitaminen und auch Hormonen. Wusstest du, dass ein Bluttropfen ca. 250 Millionen rote Blutkörperchen besitzt?

  • Beschreibe unterschiedliche Erkrankungen des Blutes.

    Tipps

    Das Wort Leukämie setzt sich zusammen aus leukós= weiß und haima= Blut.

    Das Wort Hämophilie setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern haima= Blut und philia= Neigung.

    Lösung

    Bei einer Leukämie (Blutkrebs) entstehen im Knochenmark unreife und funktionsuntüchtige weiße Blutkörperchen (Leukozyten). Diese verdrängen die gesunden weißen und roten Blutkörperchen. Ist die Blutgerinnung gestört, handelt es sich um die Erbkrankheit Hämophilie (Bluterkrankheit). Hierbei gerinnt das Blut aus Wunden gar nicht bzw. nur sehr langsam. Diese Erkrankung tritt häufig bei Männern auf. Bei der Blutarmut (Anämie) ist die Anzahl roter Blutkörperchen und die Konzentration des Blutfarbstoffes Hämoglobin zu gering. Dieser Umstand führt zu Sauerstoffmangel.

  • Beschreibe, was man mit einem Blutbild bestimmen kann.

    Tipps

    Ein Blutbild zeigt die Anzahl der Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten.

    Die Hauptaufgabe der Leukozyten ist die Abwehr von Krankheitserregern.

    Lösung

    Ein Blutbild gibt einen Überblick über die im Blut enthaltenen zellulären Bestandteile. Es zeigt die Anzahl der Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten. Hinweise auf Entzündungen liefert die Anzahl der Leukozyten im Blut. Die Befunde eines Blutbildes liefern auch noch Hinweise auf einige weitere Erkrankungen. So lässt sich beispielsweise durch die Größe, das Volumen und den Hämoglobingehalt der Erythrozyten eine Eisenmangelanämie diagnostizieren. Die Lebensdauer und auch das Gewicht lassen sich nicht anhand des Blutes ablesen.

  • Bestimme die entsprechende Blutgruppe.

    Tipps

    Den Namen der Blutgruppe beschreibt das Antigen auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, zum Beispiel bei Blutgruppe A ist dies das Antigen A.

    Lösung

    Blutgruppenmerkmale setzen sich zusammen aus dem Antigen auf den roten Blutkörperchen und den Antikörpern im Blutplasma. Wir unterscheiden vier Blutgruppen: Blutgruppe A besitzt auf dem roten Blutkörperchen ein Antigen A. Die Antikörper richten sich nach dem nicht vorhandenen Antigen, in diesem Fall also gegen Blutgruppe B. Blutgruppe B besitzt rote Blutkörperchen mit einem Antigen B und Antikörper im Blutplasma gegen Blutgruppe A. ** Blutgruppe AB** besitzt beide Antigene, also A und B, auf den roten Blutkörperchen. Aus diesem Grund befinden sich im Plasma keine Antikörper. Blutgruppe 0 besitzt keine Antigene. Daher befinden sich im Blutplasma Antikörper gegen Blutgruppe A und B.