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Textversion des Videos

Transkript Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins

Hallo! Habt ihr schon mal solche Spuren im Wald gesehen? Oder solche Wühl-Spuren? Sie gehören dem Wildschwein. Warum man zwar Wildschweinspuren, aber sehr selten Wildschweine zu Gesicht bekommt, wo und wie Wildschweine leben und wie sie mit dem Hausschwein verwandt sind, erfährst du in diesem Video.

Verwandtschaft, Aussehen und Gebiss

Das Wildschwein ist der wilde Verwandte des Hausschweins. Vor über 8000 Jahren wurde das Wildschwein domestiziert, also gezähmt und speziell gezüchtet. Bei der Züchtung achtete man vor allem darauf, dass sich das Fleisch verbessert. Aus dem hochbeinigen, schlanken Wildschwein ist allmählich das kurzbeinige Hausschwein mit langem Rücken und dickem Bauch geworden.

Dabei sind auch die dunklen Borsten und die unteren Eckzähne der männlichen Wildschweine, die auch Hauer genannt werden, verschwunden. Vieles ist aber auch gleich geblieben. Etwa das Gebiss und somit die Ernährungsweise. So sieht das Gebiss eines Wildschweins aus. Es ist ein typisches Allesfressergebiss.

In Ober- und Unterkiefer befinden sich jeweils 6 Schneidezähne und 2 Eckzähne. Die jeweils ersten 4 Backenzähne besitzen scharfkantige Kronen - damit lässt sich fleischliche Nahrung gut zerteilen. Die hinteren 3 Backenzähne besitzen stumpfe Kronen - perfekt zum Zermahlen pflanzlicher Nahrung. Die Eckzähne der Keiler - also der männlichen Wildschweine - sind stark verlängert. Sie dienen zum Aufwühlen des Bodens aber auch zum Kämpfen mit Rivalen.

Nahrung der Wildschweine

Die Ernährung der Wildschweine kannst du aus ihrem Gebiss ableiten. Ein Wildschwein frisst Eicheln, Pilze, Kräuter, Gras, Wurzeln, Würmer, Larven, aber auch Aas.

Es ist - genauso wie das Hausschwein - ein Allesfresser. Mit seinem außerordentlich guten Geruchsinn kann das Wildschwein Pilze unter dem Waldboden aufspüren und mit Hilfe seines starken Rüssels danach wühlen. Vielleicht hast du im Wald oder auf einer Lichtung schon mal einen völlig aufgewühlten Boden gesehen - kann gut sein, dass da Wildschweine am Werk waren.

Wenn das Nahrungsangebot im Wald nicht reicht, bedienen sich Wildschweine auch gerne auf Äckern und Feldern. Für die Bauern kann so erheblicher Schaden entstehen. Deshalb werden Wildschweine in solchen Fällen gezielt gejagt.

Trittsiegel der Wildschweine

Schauen wir uns noch einmal das Trittsiegel eines Wildschweins an. Es ist ein Paarhufer - mit seinen zwei ausgeprägten Zehen findet es auch in unwegsamen Gelände guten Halt. Die kleinen Abdrücke stammen von den kurzen Afterzehen.

Lebensweise und Lebensraum der Wildschweine

Warum sieht man häufig die Spuren von Wildschweinen, aber so selten die Tiere selber? Das liegt daran, dass Wildschweine sehr scheue Tiere sind. Tagsüber verstecken sie sich im Dickicht im Wald. Mit ihrem ausgezeichneten Gehör nehmen sie feinste Geräusche wahr und flüchten, wenn sich Menschen nähern.

Erst in der Dämmerung und nachts werden Wildschweine so richtig aktiv, verlassen ihre Deckung und gehen auf Nahrungssuche. Wildschweine leben in Familienbänden, so genannten Rotten. Eine Rotte besteht aus mehreren Bachen - also weiblichen Wildschweinen - und deren Nachwuchs, den so genannten Frischlingen. Die Keiler sind Einzelgänger und stoßen nur zur Fortpflanzung zu einer Rotte.

Fortpflanzung und Nachwuchs der Wildschweine

Nach 4 bis 5 Monaten bringen Bachen im Frühjahr bis zu 12 Frischlinge zur Welt. Sie sind leicht an ihren hellen Streifen zu erkennen. Nach ca. zwei Jahren sind sie ausgewachsen. Zur Körperpflege suhlen sich Wildschweine übrigens gerne im Schlamm. Das hilft ihnen Ungeziefer loszuwerden, das in den Borsten lebt, und schützt vor Insektenstichen.

Zusammenfassung

Das Wildschwein ist der Vorfahre des Hausschweins. Es hat ein Allesfressergebiss und frisst Eicheln, Pilze, Würmer, Wurzeln und sogar Aas. Wildscheine leben in Rotten zusammen. Die Keiler mit ihren ausgeprägten Eckzähnen sind jedoch Einzelgänger. Wenn du viel Glück hast, bekommst du im Wald vielleicht mal ein Wildschwein zu Gesicht - von hinten wahrscheinlich und auf der Flucht... In diesem Sinne: Tschüss!

Informationen zum Video