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Transkript Der Wolf - Stammvater des Hundes

Hallo! Den Wolf kennen viele aus verschiedenen Märchen vor allem als „bösen Wolf“. Aber wie böse ist dieses Tier wirklich? In diesem Video wollen wir den Wolf näher kennenlernen und die vielfältigen Gemeinsamkeiten zum „besten Freund des Menschen“, dem Hund, herausfinden.

Rudeltier

Der Wolf ist ein Rudeltier. In Gruppen zu maximal acht Tieren leben Wölfe zusammen in einem Revier, das viele hundert Quadratkilometer groß sein kann. Zum Vergleich: Ganz Berlin hat eine Fläche von ca. 900 Quadratkilometer und wäre damit gerade groß genug, um einem einzigen Wolfsrudel von vielleicht acht Tieren Platz zu bieten. Zum Vergleich: Für den Mensch reicht diese Fläche, um dort mit 3,5 Millionen Artgenossen zusammenzuleben.

Im Wolfsrudel steht ein männliches und ein weibliches Leittier an der Spitze. Alle anderen Mitglieder ordnen sich diesem Paar unter. Diese so genannten Leitwölfe sind die einzigen, die sich vermehren. Bei der Aufzucht der Jungen helfen dann aber alle Rudelmitglieder mit.

Zur Markierung des eigenen Reviers hinterlassen männliche Wölfe Duftspuren an Büschen und Bäumen. Dieses Verhalten kennen wir auch von Hunderüden, die gerne an Häuserecken das Bein heben, um ihr „Revier“ zu kennzeichnen.

Körperbau

Auch im Körperbau von Wolf und Hund gibt es viele Gemeinsamkeiten. Der Wolf ist ein Wirbeltier, mit langen, kräftigen Beinen und einem Raubtiergebiss. Mit dem starken Eckzahn lässt sich die Beute gut festhalten, mit den stärksten Backenzähnen, den Reißzähnen, können Wölfe ihre Mahlzeit zerreißen.

Auch die Pfoten von Wölfen ähneln jenen von Hunden. Die weichen Ballen dämpfen den Lauf. Die stumpfen Krallen können nicht eingezogen werden. Wölfe verfügen genau wie Hunde über einen hervorragenden Spürsinn und ein ausgezeichnetes Gehör.

Jagdweise

Das kommt ihnen bei der Jagd sehr zu gute. Wölfe jagen im Rudel, sie sind Hetzjäger. Meistens spüren sie ihre Beutetiere über den Geruchsinn auf und folgen ihnen in der Gruppe. Dabei laufen die einen hinterher, während andere ihnen die Fluchtwege seitlich abschneiden oder sie von vorne einkesseln. Erschöpft gibt das Beutetier früher oder später auf. Das ist der Zeitpunkt, wo die Wölfe gemeinsam zuschlagen.

Der Grund für die enorme Ausdauer von Wölfen und Hunden liegt nicht nur in den leistungsstarken Lungen. Auch die enorm biegsame Wirbelsäule trägt ihren Teil dazu bei. Beim Lauf streckt sie sich erst und krümmt sich dann zusammen, wenn die Hinterbeine aufsetzen. Dadurch ergibt sich eine sehr große Schrittlänge.

Kommunikation

Über das Wolfsgeheul halten die Mitglieder eines Rudel Kontakt zueinander. Auch wenn das Rudel nicht jagt, spielt Kommunikation eine große Rolle. Über die Körpersprache zeigen Wölfe ihre Stimmung und verdeutlichen ihren Platz innerhalb der Rangordnung.

Leittiere imponieren mit leicht gehobenen Schwanz. Zur Unterordnung wird der Schwanz gekringelt. Auch das Hinlegen und zeigen der Bauchseite verdeutlicht Unterwerfung. Das Fletschen der Zähne wiederum ist eine Drohgebärde, die wir auch von Hunden kennen.

Hat ein Wolf Angst, biegt sich der Schwanz durch die Hinterläufe von vorne. Daher kommt auch der Ausdruck „den Schwanz einziehen“, wenn Menschen Angst haben.

Zähmung und Entwicklung zum Hund

Die Fülle an Gemeinsamkeiten zwischen Wolf und Hund kommt natürlich daher, dass der Hund vom Wolf abstammt. Es wird angenommen, dass die Wölfe früh die Nähe von Menschensiedlungen gesucht haben. Vielleicht waren die Nahrungsreste der Menschen anziehend für Wolfsrudel.

Es kann auch sein, dass es genau umgekehrt war, und der frühe Mensch die Beutereste von Wölfe nutzte. Etwa um Kleidung aus Fellen zu fertigen. Vielleicht hat der Mensch dann junge Wölfe aufgezogen und gezähmt. So entwickelte sich schon vor 15 000 Jahren aus dem Wolf der Hund. Züchtungen führten später zu unterschiedlichen Hunderassen, von denen es heute etwa 400 gibt.

Zusammenfassung

Fassen wir nochmal zusammen: Der Wolf ist ein Rudeltier und Hetzjäger. Er verfügt über einen hervorragenden Spürsinn und enorme Kondition. Die meisten Eigenschaften von Wölfen finden wir heute in Hunden wieder.

Der Hauptfeind von Wölfen ist und bleibt übrigens der Mensch; wohingegen Wölfe Menschen nur sehr selten gefährlich werden, weil sie diese nicht als Beute sehen. In den letzten 50 Jahren starben in Europa nur wenige Menschen durch Angriffe von Wölfen. Weit mehr kamen aber durch Autounfälle ums Leben. So ist der “Böse Wolf” wohl doch nur eine Phantasie des Menschen. Tschüss!

Informationen zum Video
5 Kommentare
  1. Marcel

    Hallo :)

    Wölfe brauchen ihre Krallen zum Laufen und Rennen um nicht den Halt zu verlieren. Stell dir das wie die Stollen bei Fußballschuhen vor. Die Krallen sind daher auch nicht so spitz und fein wie z.B. bei Katzen. Ob Wölfe so etwas wie Bequemlichkeit empfinden ist da eher philosophisch. Aber einem Wolf mir Krallen wird es auf jeden Fall besser ergehen als einem Wolf ohne Krallen.

    Von Marcel Schenke, vor fast 2 Jahren
  2. Penguins

    Ist das den Wölfen nicht unbequem, wenn sie ihre Krallen nicht einziehen können?

    Von Chandrawali B., vor fast 2 Jahren
  3. Images

    Ich meine Ole Voltmer

    Von Jonas V., vor etwa 2 Jahren
  4. Images

    Ole Voltm

    Von Jonas V., vor etwa 2 Jahren
  5. Images

    Super

    Von Jonas V., vor etwa 2 Jahren