Advent, Advent, 1 Monat weihnachtliche Laufzeit geschenkt.

Nicht bis zur Bescherung warten, Aktion nur gültig bis zum 18.12.2016!

Textversion des Videos

Transkript Symbiose - Formen und detailliertes Prinzip

Hallo! Symbiosen sind Lebensgemeinschaften zwischen zwei Organismen, von denen beide Partner einen Nutzen haben. Was glaubst du, wie häufig sind solche Symbiosen? Du meinst selten? Dann wirst du in diesem Video sehen, dass ein Großteil der Biomasse auf unserer Erde aus symbiotischen Systemen besteht.

Definition

Zunächst müssen wir uns aber anschauen, was eine Symbiose überhaupt ist. Eine Symbiose ist das enge Zusammenleben von Individuen unterschiedlicher Arten. Das Zusammenleben ist für beide Partner vorteilhaft. Wir wollen uns nun einige interessante Beispiele anschauen.

Beispiel Ameisen + Blattläuse

Was fällt dir als erstes ein, wenn du an Symbiose denkst? Sicherlich denkst du zuerst an zwei Lebewesen, die eng beieinander leben, aber auch getrennt voneinander lebensfähig sind, oder? Solche Beispiele gibt’s tatsächlich häufig.

Denke zum Beispiel an die Symbiose zwischen Ameisen und Blattläusen. Die Ameisen beschützen in dieser Symbiose die Blattläuse vor Fressfeinden und die Blattläuse liefern den Ameisen im Gegenzug Zuckersaft als Nahrung.

Bestäubung und Samenverbreitung

Auch Pflanzen können Symbiosen eingehen. Denke an die Bestäubung von Blüten durch Insekten oder Vögel. Die Tiere bestäuben die Blüten und erhalten von der Pflanze Nektar als Nahrung.

Symbiosen zwischen Pflanzen und Tieren gibt es auch noch bei der Verbreitung von Samen. Wenn Tiere nämlich die leckeren Früchte verspeisen, fressen sie gleichzeitig die Samen der Pflanze. Die Samen werden wieder ausgeschieden und so breiten die Tiere die Samen aus, was vorteilhaft für die Pflanze ist.

Mykorrhiza

Kannst du dir vorstellen, dass der Großteil unserer Pflanzen eine Symbiose mit einem Pilz eingeht? Diese Pilze bilden ein dichtes Pilzgeflecht um die Wurzeln der Pflanzen herum und werden als Mykorrhizapilze bezeichnet. Aber welchen Nutzen haben Pflanze und Pilz davon?

Die Pflanzen liefern dem Pilz Zucker aus der Fotosynthese und der Pilz verbessert die Aufnahme von Salzen aus dem Boden, was gut für das Wachstum der Pflanze ist.

Definition Ektosymbiose

Bei den Symbiosen, die du bisher kennengelernt hast, leben beide Partner zwar sehr eng zusammen, bleiben aber voneinander getrennt. Solche Symbiosen bezeichnet man daher als Ektosymbiosen.

Definition Endosymbiose

Das geht auch anders. Im Folgenden zeige ich dir Beispiele, bei denen einer der Symbiosepartner im Körper des anderen Partners lebt, also so genannte Endosymbiosen. Und du wirst dich wundern, wie verbreitet die eigentlich sind.

Darmbakterien

Weißt du, dass du auch in Symbiose lebst? Und zwar mit den Bakterien in deinem Darm. Diese können nämlich Vitamine herstellen, die du selbst nicht bilden kannst. Diese Vitamine geben die Bakterien in deinen Darm ab und du kannst sie dann aufnehmen. Dafür können die Bakterien durch deine Körperwärme und deinen Darminhalt gut wachsen.

Knöllchenbakterien

Aber es gibt noch viele interessantere Beispiele für Endosymbiosen. Kannst du dir vorstellen, dass Bakterien in Pflanzen leben? Das gibt’s wirklich. Und zwar bilden einige Pflanzen wie Erbsen, Klee oder Lupinen an den Wurzeln so genannte Wurzelknöllchen aus, in denen bestimmte Bakterien, die Rhizobien, leben können.

Das interessante an dieser Symbiose ist, dass die Bakterien nur innerhalb dieser Symbiose Stickstoff aus der Luft binden und ihn zu Ammonium umwandeln können. Auf diese Weise wird Stickstoff überhaupt erst für Pflanzen verfügbar gemacht, denn Pflanzen können Stickstoff aus der Luft nicht verwenden. Die Bakterien werden im Gegenzug mit Nährstoffen aus der Pflanze versorgt.

Endosymbiontentheorie

Zum Schluss wollen wir uns noch ein Beispiel anschauen, das alle Pflanzen und Tiere betrifft. In einer frühen Phase der Evolution wurden nämlich von eukaryotischen Zellen prokaryotische Zellen, also Bakterien, aufgenommen und beide bildeten eine Symbiose. Die Symbiose gibt es noch heute, da sie großen Nutzen brachte. Oft wird sie gar nicht als solche wahrgenommen.

Bei den Mitochondrien und Chloroplasten handelt es sich nämlich um die Bakterien, die zu Urzeiten von einer eukaryotischen Zelle aufgenommen wurden. Beide Zellen hatten Nutzen von dieser Symbiose: die Bakterienzellen konnten Fotosynthese oder andere Stoffwechselprozesse betreiben und lieferten Energie, während die eukaryotische Zelle ebenso Stoffwechselprodukte abgab.

Diese Theorie, dass prokaryotische Zellen von eukaryotischn aufgenommen wurden, wird als *Endosymbiontentheorie bezeichnet.

Zusammenfassung

Du hast jetzt jede Menge Beispiele für Symbiosen kennengelernt und gesehen, wie verbreitet Symbiosen eigentlich sind. Wenn du dir klar machst, dass die Bestäubung von Blütenpflanzen, die Mykorrhizapilze und Chloroplasten und Mitochondrien der tierischen und pflanzlichen Zellen symbiotische Systeme sind, dann siehst du, dass der größte Teil der Biomasse unserer Erde in Symbiose existiert. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Default

    Hier werden die Prokaryoten schon also Eukaryoten bezeichnet, da man sehen kann, dass bereits die Entwicklung der Zellkerns stattgefunden hat, welche dem folgenden Einschluss der Prokaryoten einher ging. Der Zellkern ist schon ein Merkmal für eine eukaryotische Zelle, Ronaraufi.

    Von Gwendolin Vogt, vor 11 Monaten
  2. Jan

    Hallo,
    es besteht die Theorie, dass eukaryotische Zellen, die die Eigenschaft hatten die Bakterien (Prokaryoten) zu umfließen (ähnlich wie Amöben), um sie so in sich einzuschließen. Prokaryoten können das aufgrund ihrer festen Zellwand, die sie wahrscheinlich schon damals besaßen nicht leisten.

    Von Jan Ruppe, vor fast 3 Jahren
  3. Default

    Ich dachte, dass prokaryotische Zellen die Bakterien aufgenommen haben und sich dann mit der Zeit die Zellorganellen gebildet haben?

    Von Ronaraufi, vor fast 3 Jahren