Schulstart-Aktion 1 Monat Laufzeit geschenkt!

Jetzt durchstarten, nur gültig bis Ende September!

Textversion des Videos

Transkript Das Ohr – Ein Gleichgewichtsorgan

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal! Im heutigen Video lernst du dein Ohr als Gleichgewichtsorgan kennen. Am Ende dieses Films kennst du den Bau und die Funktion der Lage- und Drehsinnesorgane im Ohr. Für das Verständnis des Themas wäre es gut, wenn du den Bau des Ohres und die Funktion von Sinneszellen kennst. Schauen wir uns also den Bau unseres Ohres zunächst noch einmal an. Lage und Funktion der für das Hören benötigten Teile des Ohres sind dir ja bereits bekannt. Hier siehst du nun die Teile des Innenohres, die unsere Lagesinnesorgane enthalten, und die Teile des Innenohres, die unsere Drehsinnesorgane enthalten. Lage- und Drehsinn zusammen bilden unseren Gleichgewichtssinn. Wozu wir den brauchen? Bist du schon einmal Achterbahn gefahren? Während einer solchen Fahrt wird dein Körper gedreht und abwechselnd beschleunigt und abgebremst. Du spürst dabei Empfindungen, die schon sehr besonders und auf keinen Fall alltäglich sind. Diese besonderen Empfindungen vermitteln dir die Lagesinnesorgane und die Drehsinnesorgane im Innenohr. Unser Gleichgewichtsorgan befindet sich im Innenohr. Hier siehst du es einmal stark vergrößert. Du erkennst die Bogengänge und den Vorhof der Schnecke. Bogengänge und Vorhof sind, wie auch die anderen Teile des Innenohres, mit der Lymphflüssigkeit gefüllt. Am Vorderende jeder Gehörschnecke liegen 2 bläschenförmige Erweiterungen; das sind die Vorhofsäckchen. Sie enthalten jeweils ein Lagesinnesorgan. Unsere Lagesinnesorgane befinden sich also im Vorhof der Gehörschnecke. Oberhalb der Vorhofsäckchen verlaufen die 3 Bogengänge. Sie stehen jeweils senkrecht zueinander und sind, wie das gesamte Innenohr, mit Ohrlymphe gefüllt. An jeweils einem Ende jedes Ganges befindet sich eine bauchige Ausweitung. Sie heißt Ampulle und jede von ihnen enthält ein Drehsinnesorgan. Unsere Drehsinnesorgane befinden sich also in jeweils einer Ampulle der Bogengänge. Sehen wir uns die Organe unseres Gleichgewichtssinns nun mal etwas genauer an. Beginnen wir mit den Drehsinnesorganen. Wie du nun schon weißt, befindet sich in jeder Ampulle, also dem erweiterten Ende eines Bogenganges, jeweils eines dieser Drehsinnesorgane. An dieser vergrößerten Zeichnung einer Ampulle kannst du erkennen, wie ein Drehsinnesorgan aussieht. Es besteht aus einer Gallertkappe, die auf den Sinneszellen sitzt und in den mit Ohrlymphe gefüllten Bogengang hineinragt. Vergrößern wir dieses Drehsinnesorgan noch einmal. Nun kannst du sehr deutlich die Gallertkappe erkennen. In diese Gallertkappe ragen die Sinneshärchen der Sinneszellen hinein. Von jeder Sinneszelle geht eine Nervenfaser ab. Diese leiten die empfangenen Sinneseindrücke weiter ins Gehirn. Wie funktioniert nun so ein Drehsinnesorgan? Sehen wir uns dazu den Querschnitt einer Ampulle mit dem darin enthaltenen Drehsinnesorgan an. Im Ruhezustand, wenn du dich also nicht oder sehr langsam bewegst, stehen die Sinneshärchen aufrecht in der darüber befindlichen Gallertkappe. Die Ohrlymphe bewegt sich nicht. Drehst du nun deinen Kopf und damit auch das Bogengangsystem in deinem Innenohr, dann bewegt sich die Lymphflüssigkeit in den Bogengängen wegen der Trägheit zunächst nicht mit. Aber das Drehsinnesorgan wird mit dem Kopf mitgedreht. Die träge, ruhende Lymphflüssigkeit wird also durch die Drehbewegung gegen die Gallertkappe gedrückt. Die Gallertkappe wird dabei durchgebogen. Was meinst du, passiert nun wohl mit den Sinneshärchen, die in die Gallertkappe hineinragen? Richtig, die werden natürlich auch verbogen. Dieser mechanische Reiz "Verbiegen der Sinneshärchen" löst nun eine elektrische Erregung der darunterliegenden Sinneszellen aus. Die von den Sinneszellen ausgehenden Nervenfasern leiten die elektrischen Reize dann weiter zum Gehirn, wo sie verarbeitet werden. Erinnere dich noch einmal an die Achterbahnfahrt. Die Drehung hält hier längere Zeit an, sodass die Ohrlymphe nach kurzer Zeit auch in Bewegung gesetzt wird. Bei plötzlicher Richtungsänderung oder Abstoppen des Kopfes strömt die Lymphe dann aber weiter. Sie biegt nun die Gallertkappe nach der anderen Seite um. So kann ein Schwindelgefühl entstehen und du hast den Eindruck, dich entgegen der vorherigen Drehrichtung zu bewegen. Ob du dich aufrecht oder kopfüber befindest, teilen dir die Lagesinnesorgane in den Vorhofsäckchen mit. Hier siehst du ein solches Lagesinnesorgan einmal vergrößert und du kannst erkennen, dass es ebenfalls aus Sinneszellen mit Sinneshärchen besteht. Allerdings ragen hier die Sinneshärchen in eine Gallertplatte hinein. In diese Gallertplatte sind oben Kalkkristalle eingelagert, die das Gewicht der Platte erhöhen sollen. Bei normaler, also aufrechter Kopfhaltung liegt eines der beiden Lagesinnesorgane in jedem Innenohr waagerecht und das andere senkrecht dazu. Wie nimmst du nun eine Lageänderung wahr? Wenn du deinen Kopf neigst, dann verschiebt sich die Gallertplatte. Diese Bewegung der Gallertplatte verbiegt die Sinneshärchen, die in die Gallertplatte hineinreichen. Der mechanische Reiz der Verbiegung löst in den Sinneszellen eine elektrische Erregung aus. Dieser elektrische Reiz wird über die Nervenfasern ins Gehirn geleitet und dort verarbeitet. Jede Lageänderung deines Kopfes führt zu anderen Erregungen deiner Sinneszellen im Innenohr. Dabei sendet jedes deiner Ohren andere Informationen ans Gehirn. Dein Gehirn bestimmt dann aus dem speziellen Erregungsmuster der Lagesinnesorgane beider Ohren die Stellung deines Kopfes. So bist du in der Lage, das Gleichgewicht deines Körpers jederzeit wiederherzustellen. Zum Schluss wie immer eine kurze Zusammenfassung. Unser Ohr ist ein Gleichgewichtsorgan. Im Innenohr enthält es die Lagesinnesorgane und die Drehsinnesorgane. Eine Lageveränderung des Kopfes löst eine Verbiegung der Sinneshärchen aus. Dieser mechanische Reiz führt zu einer elektrischen Erregung der Lage- und Drehsinneszellen. Über Nervenfasern wird die elektrische Erregung ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet. Mithilfe des Gleichgewichtssinnes können wir jederzeit unsere räumliche Lage bestimmen. So, das war's dann mal wieder. Ich hoffe, dir ist nicht schwindelig geworden. Alles ok? Na dann, tschüss! Bis zum nächsten Mal.

Informationen zum Video
5 Kommentare
  1. Default

    wo haben sie den stock her xD

    Von Soad83, vor 6 Monaten
  2. Default

    gut erklärt aber zu lang

    Von Ma Elsner, vor 7 Monaten
  3. Default

    Gutes Video

    Von Simon W., vor mehr als einem Jahr
  4. Jan

    Hallo,
    du hast Recht. Hier ist das Wort Reiz geschrieben, aber richtiger wäre es, wenn dort "Erregung" stünde. Im biologischen Sinn ist es eine Erregung.

    Von Jan Ruppe, vor mehr als 2 Jahren
  5. Default

    Wenn es doch eine elektrische Erregung ist,warum schreibst du dann elektrischer Reiz? Ist es ein Rechtschreibfehler oder habe ich etwas falsch verstanden?

    Von Alfiya 2014, vor mehr als 2 Jahren