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Textversion des Videos

Transkript Das Ohr – der Hörvorgang

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumental. In diesem Video geht es wieder um unser Ohr, genauer beschäftigen wir uns heute mit dem Hörvorgang oder auch "Wie wir hören". Du lernst heute den Weg der Schallwellen durch unser Ohr kennen, erfährst den genauen Bau der Schnecke, unseres eigentlichen Hörorgans, und wir schauen uns einmal genau den Hörvorgang an. Das Richtungshören ist für unsere räumliche Orientierung sehr wichtig und soll deshalb auch kurz betrachtet werden. Als Voraussetzung solltest du den Bau und die Funktion der einzelnen Teile des Ohres kennen. Fangen wir an: Wie hören wir eigentlich die unterschiedlichsten Töne und Geräusche? Vom Bau des Ohres weißt du, dass unser eigentliches Hörorgan die Schnecke im Innenohr ist. Wie kommt nun der Schall bis dort hin und was geschieht dann in der Schnecke? Von einer Schallquelle erzeugte Schallwellen werden von der Ohrmuschel aufgefangen und über den Gehörgang bis zum Trommelfell geleitet. Das Trommelfell wird von den Schallwellen in Schwingungen versetzt, die auf die Gehörknöchelchen Amboss, Hammer und Steigbügel übertragen werden. Durch die Gehörknöchelchen wird die Schallenergie auf die Membran des ovalen Fensters zum Innenohr hin übertragen. Die Gehörknöchelchen verstärken den Schalldruck um das Zwanzigfache und verkleinern gleichzeitig die Amplitude der Schwingungen. Treffen die Schallwellen auf die Membran des ovalen Fensters, dann werden die entstehenden Schwingungen auf die Lymphflüssigkeit im Inneren der Schnecke übertragen. Hier in der Schnecke findet der eigentliche Hörvorgang statt. Sehen wir uns die Schnecke also mal etwas genauer an. Du siehst hier die Schnecke von außen. Du kannst den Steigbügel an der Membran des ovalen Fensters und hier unten das runde Fenster erkennen. Die Schnecke kannst du dir wie einen aufgerollten Schlauch vorstellen. Das Innere dieses Schlauches ist durch eine membranartige Wand in drei Gänge unterteilt. Der mittlere Gang ist der Schneckengang. Darüber befindet sich der Vorhofgang und darunter der Paukengang. Der Vorhofgang beginnt am ovalen Fenster, der Paukengang endet am runden Fenster. Im Schneckengang siehst du, hier in gelb dargestellt, die Hörsinneszellen. Ungefähr 16.000 dieser Hörsinneszellen befinden sich im Schneckengang. Diese Abbildung zeigt einen seitlichen Schnitt durch die Schnecke. Hier kannst du sehr gut in der Mitte den Schneckengang erkennen. Versetzen nun durch den Steigbügel verstärkte Schallwellen die Membran des ovalen Fensters in Schwingungen, dann übertragen sich diese auf die Lymphflüssigkeit. Eine Druckwelle geht zunächst durch den Vorhofgang. An seinem Ende bildet das Schneckentor die Verbindung zwischen Vorhofgang und Paukengang. Auch im Paukengang setzt sich die Druckwelle fort. Der Paukengang endet am runden Fenster. Dieses dient dem Druckausgleich und leitet den Druck an Paukenhöhle und Ohrtrompete weiter. Durch die Schalldruckwelle wird nicht nur die Lymphflüssigkeit in Schwingung gebracht, sondern auch die Membranhäute der Schnecke. Hier siehst du noch einmal vergrößert die Hörsinneszellen im Schneckengang, den Vorhofgang und den Paukengang, alle gefüllt mit Ohrlymphflüssigkeit. Wie schon gesagt, befinden sich im Schneckengang etwa 16.000 Hörsinneszellen mit kleinen, feinen Härchen. Die Hörsinneszellen liegen auf der Grundmembran und über den Hörsinneszellen ist die dünne Deckmembran zu erkennen. Wird die Ohrlymphe durch auftreffende Schallwellen in Schwingungen versetzt, dann schwingen die Membranen mit. Wo sich auf der Grundmembran der größte Schwingungsausschlag bildet, werden die Härchen der Hörsinneszellen bei der Bewegung gegen die Deckmembran verbogen. Dieser mechanische Reiz löst die elektrische Erregung der betroffenen Hörsinneszellen aus. Über die ableitenden Nervenfasern und den Hörnerv gelangen Informationen über die Stärke und Frequenz des aufgenommenen Schalls zu den seitlichen Hörfeldern der Großhirnrinde. Dort entsteht die Tonwahrnehmung, also der eigentliche Höreindruck. Auch mit geschlossenen Augen können wir die Position einer Schallquelle ausmachen. Unser Gehör ermöglicht uns, die Lage von Schallquellen im Raum zu orten. Das ist zur Orientierung in vielen Lebensbereichen äußerst wichtig. Wir hören mit zwei Ohren und können deshalb räumlich hören. Kommt der Schall einer Schallquelle ganz genau von vorn oder ganz genau von hinten, dann treffen die Schallwellen an beiden Ohren gleichzeitig ein. Ist das jedoch nicht der Fall, dann unterscheidet sich der Weg, den der Schall von der Schallquelle jeweils zum einen und zum anderen Ohr zurücklegen muss. Der Schall trifft dann an dem einen Ohr etwas später als am anderen ein. Die winzigen Zeitunterschiede, mit denen die Schallwellen von einer etwas seitlich gelegenen Schallquelle an beiden Ohren ankommen, werden von den Sinneszellen der Ohren wahrgenommen. Weitergeleitet ans Gehirn wird aus den Zeitunterschieden berechnet, wo sich die Schallquelle befindet. Selbst Zeitunterschiede von 0,03 ms können wahrgenommen werden, um die Richtung, aus der ein Schall kommt, exakt zu bestimmen. Zum Abschluss wie immer eine kurze Zusammenfassung: Schallwellen gelangen über die Ohrmuschel, den Gehörgang, das Trommelfell und die Gehörknöchelchen bis zu unserem eigentlichen Hörorgan, der Schnecke im Innenohr unseres Ohres. Die Schnecke besteht aus drei Längsgängen. Der mittlere Gang, der Schneckengang, enthält etwa 16.000 Hörsinneszellen, deren Sinneshärchen von einer Deckmembran überdeckt werden. Wird die Ohrlymphe durch Schallwellen in Schwingungen versetzt, dann schwingen die Membranen mit. Als Folge verbiegen sich die Sinneshärchen, und dieser mechanische Reiz erregt die Sinneszellen. Über die Nervenzellen, die mit den Sinneszellen in Verbindung stehen, und die ableitenden Fasern, die sich zum Hörnerv zusammenlagern, laufen die Erregungen zum Gehirn. Dort entsteht der Höreindruck. Räumliches Hören ermöglicht es uns, die Richtung einer Schallquelle festzustellen. Richtungshören funktioniert nur mit beiden Ohren und ist eine Leistung unseres Gehirns. Hier siehst du das Wichtigste dieses Videos noch einmal in Kurzform. Ich hoffe doch, du hast alles verstanden. Tschüss dann, bis zum nächsten mal!

Informationen zum Video
5 Kommentare
  1. Default

    Das video hilft guckt es euch an

    Von Tillack65, vor 26 Tagen
  2. Default

    gutes Video, aber wenn man mit geschlossenen Augen in einer Höhle steht dann kommt ein schall ist es schwer zu entdecken von wo der schall kommt.

    Von Roman Ionkin, vor 12 Monaten
  3. Default

    Hallo Katrin!
    Beim Menschen hat die Größe der Ohrmuschel (was wir als große oder kleine Ohren wahrnehmen) sicher keinen Einfluss auf das Hörvermögen. Im Vergleich zu den meisten Tieren hört der Mensch ja eher schlecht. Tiere haben teilweise sehr große Ohren, besonders auch im Verhältnis zu ihrer Körpergröße. Außerdem können viele Tiere ihre Ohrmuscheln sehr gut und stark bewegen, um auch geringste Schallreize wahrnehmen zu können. Von solchen herausragenden Hörleistungen ist das menschliche Ohr (leider!) weit entfernt. Deshalb ist die Größe unserer Ohren auch nicht so entscheidend für die Hörleistung des Einzelnen. Gruß! Sabine

    Von Buchbine, vor fast 2 Jahren
  4. Default

    ja mir auch aber ich habe noch eine Frage !
    also... wer hört denn besser jemand mit kleinen ohren oder jemand mit großen ohren ? Würde mich sehr über eine Antwort freuen .
    jetztschon Danke <3

    Von Katrin S., vor fast 2 Jahren
  5. Musiknote3

    Hat mir sehr geholfen.

    Von Laurahetzler, vor fast 3 Jahren