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Transkript Das vegetative Nervensystem

Hallo! Hast du dich schon einmal richtig erschrocken? Dann fängt dein Herz ganzschön an zu rasen und du bist sehr aufmerksam. Und nach einigen Minuten, wenn du wieder in der Sonne liegst, da schlägt dein Herz wieder ganz ruhig und du kannst entspannt die Augen zu machen. Aber wie kommt das dazu, dass dein Herz auf einmal so schlägt, ohne dass du das so entschieden hast?

Es ist das vegetative Nervensystem, das dies Kontrolliert. Damit du das verstehen kannst, werde ich dir die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems ganz genau erklären.

Begriffserklärung

Du weißt bereits, dass das Nervensystem aus dem Zentralen Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark, und dem peripheren Nervensystem besteht.

Ein Teil des peripheren Nervensystems ist das vegetative Nervensystem. Es steuert die Funktion der meisten inneren Organe und des Blutkreislaufs. Das bedeutet, dass die Vorgänge der Atmung, Verdauung und des Stoffwechsels vom vegetativen Nervensystem gesteuert werden.

Das vegetative Nervensystem wird auch als Unwillkürliches oder Autonomes Nervensystem bezeichnet, da seine Funktion nicht vom Willen beeinflusst werden kann. Es ist natürlich mit dem Zentralen Nervensystem verbunden und empfängt vorn dort Signale oder sendet selbst Signale an das Zentrale Nervensystem.

Die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems

Die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems möchte ich dir nun aber genauer erklären: Das vegetative Nervensystem besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Alle vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Organe werden sowohl von Nerven des Sympathikus als auch von Nerven des Parasympathikus erreicht.

Der Sympathikus hat eine anregende Wirkung. Er wird besonders aktiv, wenn in einer Situation eine Leistungssteigerung nötig ist. Das kann z.B. Sport oder Stress sein. In diesem Fall sorgt der Sympathikus dafür, dass Energie bereitgestellt wird, Atmung und Herzschlag werden beschleunigt, Schweiß wird abgegeben und die Muskulatur stärker durchblutet. Dabei kommt es auch zu einer Pupillenerweiterung. Gleichzeitig wird die Aktivität des Parasympathikus verringert oder gehemmt.

Der Parasympathikus steuert nämlich die Vorgänge, die zur Erholung und Bildung von Energiereserven nötig sind. Dazu zählt die Verdauung und der Aufbau von Energiereserven. Diese Vorgänge werden also beim Sport oder in einer Stresssituation gehemmt, da sie eine Leistungssteigerung erschweren würden.

Ist der Parasympathikus besonders aktiv, so wird die Aktivität des Sympathikus gehemmt. Die Verdauung wird angeregt, Herzschlag und Atmung sind ruhig, Energiereserven werden angelegt, die Pupillen verengen sich.

Sympathikus und Parasympathikus sind Antagonisten, also Gegenspieler. Sie regulieren sich gegenseitig. Dieses Prinzip ermöglicht eine an jede Situation optimal angepasste Steuerung der Organe.

Die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems möchte ich dir nun an einem Beispiel verdeutlichen. Stelle dir vor, dass du auf einem Liegestuhl im Garten liegst. Du befindest dich in einer Ruhesituation. In einer solchen Situation ist der Parasympathikus aktiv. Deine Verdauung ist aktiv, Energiereserven werden angelegt. Dein Herzschlag und deine Atmung sind langsam.

Über die Nerven des Parasympathicus wird an das Zentrale Nervensystem die Information gemeldet, dass dein Magen nicht gedehnt, also leer ist. Du bekommst Hunger. Deine Pupillen sind verengt. Die Aktivität des Sympathikus ist weitgehend gehemmt. Plötzlich riechst du Rauch und dein Essen auf dem Herd fällt dir wieder ein.

Über das Zentrale Nervensystem wird nun der Sympathicus aktiviert. Er hemmt einerseits die Aktivität des Parasympathicus: dein Hunger ist vorübergehend erstmal verschwunden, die Verdauungsaktiviät gehemmt. Stattdessen wird Energie bereit gestellt, deine Atmung und der Herzschlag werden beschleunigt, die Muskulatur wird stärker durchblutet und du schwitzt. Deine Pupillen sind geweitet. Dein Körper wird auf eine Leistungssteigerung vorbereitet.

Durch die Aktivität von Sympathicus und Parasympathicus kann sich dein Körper also auf jede Situation sehr gut einstellen. Allerdings musst du selbst für Ruhephasen sorgen, in denen der Parasympathikus aktiv werden kann. Ständiger Stress und die damit verbundene Aktivität des Sympathikus kann z.B. zu Verdauungsstörungen oder Gewichtsverlust führen.

Zusammenfassung

Du hast nun gelernt, dass das Vegetative Nervensystem aus Sympathikus und Parasympathikus besteht. Der Sympathikus ist aktiver, wenn eine Leistungssteigerung nötig ist. Der Parasympathikus ist aktiver in Ruhephasen. Es handelt sich dabei um Gegenspieler, die sich gegenseitig durch Hemmung regulieren.

Die Aktivität von Sympahtikus und Parasympathikus ermöglicht eine optimale Arbeit der inneren Organe in jeder Situation. So kann ganz unbewusst dein Herzschlag und dein ganzer Körper für jede Situation reguliert werden. Tschüss und bis zum nächsten mal!

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8 Kommentare
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    total gut erklärt

    Von Sophie Kraus, vor 3 Monaten
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    sehr gut erklärt und übersichtlich...:)

    Von Rafael Kolonko, vor 8 Monaten
  3. Default

    Sehr gute Erklärung, danke

    Von Nilou1999, vor etwa 2 Jahren
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    Richtig richtig gute Erklärung! Vielen Dank !!!

    Von Sofiahaendle, vor etwa 2 Jahren
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    Gut und einfach erklärt, vielen Dank :)

    Von St Meyer 1, vor mehr als 2 Jahren
  1. Default

    super Video ,hat mir sehr geholfen! echt gut erklärt:)

    Von Kyh, vor fast 3 Jahren
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    Seeeehr gut erklärt danke :))
    Hat mir sehr gut geholfen....super erklärt!!

    Von Albenita012, vor fast 3 Jahren
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    tolles Video!

    Von Ahasham6, vor fast 3 Jahren
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