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Transkript Rückenmark – Bau und Funktion

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. Das Rückenmark Auch in diesem Video geht es um einen Teil unseres Zentralen Nervensystems. Ganz speziell erfährst du etwas zu Bau und Funktion des Rückenmarks. Am Ende dieses Videos kannst du die Lage, den Bau und die Funktion des Rückenmarks erklären. Als Vorbereitung auf dieses Video solltest du den Bau und die Funktion vom menschlichen Gehirn, von Synapsen sowie von Nervenzellen und Nervenfasern kennen. Wie du weißt, nehmen unsere Sinnesorgane Reize aus der Umwelt auf. Nicht immer müssen diese Meldungen der Sinnesorgane zur Verarbeitung bis ins Gehirn gelangen. Manchmal übernimmt das Rückenmark als Zentrale die Auswertung und Beantwortung empfangener Reize. Unser Rückenmark reicht vom Gehirn aus weit in den Körper hinab. Es liegt im Wirbelkanal der Wirbelsäule und ist von den knöchernen Wirbelkörpern gut geschützt. Wie ist das Rückenmark aufgebaut? Bei einem Querschnitt durch das Rückenmark, wie hier auf dieser Zeichnung, kann man innen eine graue Substanz und im äußeren Teil eine weiße Substanz erkennen. Diese weiße Substanz besteht überwiegend aus Nervenfasern, während die innen liegende graue Substanz vorwiegend aus Zellkörpern von Nervenzellen sowie aus zu- und ableitenden Nervenfasern besteht. Wie du hier in diesem Bild erkennen kannst, verlassen Rückenmarksnerven jeweils zwischen zwei Wirbeln die Wirbelsäule. Insgesamt zweigen 31 Paar dieser Rückenmarksnerven vom Rückenmark ab. Sie erreichen mit ihren Verästelungen alle Bereiche unseres Körpers. Hier siehst du eine schematische Zeichnung des Querschnitts vom Rückenmark mit einem Paar abzweigender Rückenmarksnerven. Weil die Rückenmarksnerven immer als Paar vorkommen, bezeichnet man sie auch als paarige Rückenmarksnerven. Hier erkennst du, dass jeder einzelne Rückenmarksnerv zwei Wurzeln hat. Die vordere Wurzel, auch als Vorderhorn bezeichnet, liegt zur Bauchseite hin und enthält motorische Nerven. Die Nervenfasern der motorischen Nerven ziehen nach außen und leiten die Erregungen zu den Muskeln. Die zum Rücken liegende hintere Wurzel wird auch als Hinterhorn bezeichnet. Sie enthält sensible Nerven mit einem Nervenknoten, dem Spinalganglion. In diesen Spinalganglien liegen die Zellkörper der sensiblen Nervenzellen. Die Nervenfasern der sensiblen Nerven leiten Erregungen von den Sinneszellen in das Rückenmark. Dagegen werden über die vordere Wurzel und die enthaltenen Nervenfasern der motorischen Nerven Erregungen vom Rückenmark zu den Muskeln weitergeleitet. Sehen wir uns nun die Funktion des Rückenmarks an. Das Rückenmark hat zwei wichtige Aufgaben. Zum einen vermittelt es Informationen zwischen Gehirn und anderen Körperteilen. Stell dir vor, du möchtest einen Schritt machen. Damit du nicht auf die Nase fällst, musst du willentlich dein Bein bewegen, also ein Stückchen anheben. Die entsprechende Erregung, oder auch der Befehl, läuft vom motorischen Feld des Großhirns aus über das Rückenmark und die Rückenmarksnerven zur Beinmuskulatur. Dort führt die übermittelte Erregung zu einer Reaktion: Die Muskeln kontrahieren und das Bein wird bewegt. Das Rückenmark arbeitet jedoch auch unabhängig vom Gehirn. Es ist ein wichtiges Reflexzentrum und in dieser Funktion steuert es den Ablauf vieler Reflexe unseres Körpers. Ein Reflex ist eine unwillkürliche Bewegung, das heißt, sie läuft ohne Beteiligung des Gehirns ab. Stell dir nun einmal vor, du trittst beim Barfußlaufen auf einen sehr spitzen Stein. Dann wird dein Bein reflexartig nach oben zucken. Der Reiz wird von den Sinnesorganen aufgenommen, in diesem Fall von den Tastsinneszellen der Haut im Fuß. Die aus dem Reiz entstandene elektrische Erregung wird über die sensiblen Nerven ins Rückenmark weitergeleitet. Über die Synapsen in der grauen Substanz des Rückenmarks werden die elektrischen Erregungen der sensiblen Nerven direkt auf die motorischen Nerven übertragen. Die motorischen Nerven leiten die Erregungen an das Erfolgsorgan Beinmuskel weiter. Der Muskel zieht sich zusammen und das Bein zuckt zurück. Schauen wir uns nun in einer kurzen Zusammenfassung das Wichtigste zum Rückenmark noch einmal an. Das Rückenmark liegt im Wirbelkanal der Wirbelsäule, gut geschützt von den knöchernen Wirbelkörpern. Das Rückenmark enthält graue und weiße Substanz. 31 Paar Rückenmarksnerven zweigen vom Rückenmark zwischen den einzelnen Wirbelkörpern ab. Jeder einzelne Rückenmarksnerv hat zwei Wurzeln. In der vorderen Wurzel verlaufen die motorischen Nerven, in der hinteren Wurzel die sensiblen Nerven. Das Rückenmark stellt eine Durchgangsstation zum Gehirn dar, es dient der Informationsvermittlung von den einzelnen Bereichen des Körpers zum Gehirn und umgekehrt. Außerdem ist das Rückenmark ein wichtiges Reflexzentrum, als solches steuert es den Ablauf vieler Reflexe in unserem Körper. So, das war es dann schon wieder. Ich hoffe, du hast alles gut verstanden. Tschüss dann, bis zum nächsten Mal!

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2 Kommentare
  1. Default

    echt gut erklärt alles.
    Danke!:)

    Von Lea Bechtel 1, vor fast 3 Jahren
  2. Default

    Sehr hilfreich und vor allem verständlich! Danke.

    Von Carla Kl, vor etwa 3 Jahren