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Taktarten 06:43 min

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Transkript Taktarten

Das Thema dieses Films sind die verschiedenen Taktarten in der Musik. Der Begriff Takt stammt vom lateinischen Wort „tactus“ ab, das so viel bedeutet wie Stoß oder Schlag. Beinahe so wie ein Körper über den Pulsschlag mit Blut versorgt wird, ist auch der Takt die treibende Kraft eines Musikstücks. Auf einem Notenblatt sind die einzelnen Noten eines Musikstücks durch senkrechte Stücke voneinander getrennt, die Taktstriche. Sie unterteilen das Musikstück in der Notenschrift in viele einzelne Takte. Wie diese Takte aufgebaut sind, zeigen zwei untereinander geschriebene Zahlen am Anfang der Notation. Dies sieht dann so aus wie ein mathematischer Bruch ohne Bruchstrich. Diese Zahlen zeigen die Taktart an. Was das genau bedeutet, sehen wir uns zunächst am Beispiel der häufigen Taktarten Viervierteltakt, Dreivierteltakt und Sechsachteltakt an. Die untere Zahl, der Nenner des Bruchs, bestimmt den Notenwert des Grundschlags eines Musikstücks. Der Grundschlag, gewissermaßen der Puls der Musik, unterteilt ein Musikstück in gleichmäßige Impulse, die auch Zählzeiten genannt werden. Beim Viervierteltakt bedeutet die unten stehende Vier in der Taktangabe also, dass in dieser Taktart die Grundschläge den Notenwert einer Viertelnote haben. Die oben stehende Vier in der Taktangabe zeigt an, wie viele dieser Grundschläge in einen Takt gepackt werden. Beim Viervierteltakt sind also immer vier Grundschläge zu einem Takt zusammengefasst. Damit gibt die Taktart auch vor, wie viele Notenwerte jeweils in einen Takt passen. Beim Viervierteltakt sind es vier Viertelnoten, die auf einen Takt aufgeteilt werden, also eine ganze Note. (Musik) Natürlich kann dieser auch in vier andere Notenwerte aufgeteilt werden, zum Beispiel in eine punktierte Viertel, eine Achtel und zwei Viertelnoten, eine Viertel-, zwei Achtel- und eine halbe Note oder eine halbe und eine Viertelnote und eine Viertelpause. (Musik) Neben den Notenwerten der Grundschläge und der Anzahl der Grundschläge pro Takt, gibt die Taktart schließlich auch Auskunft über die Betonung der Zählzeiten. Beim Viervierteltakt wird der erste Schlag betont, der zweite ist dann unbetont. Der dritte Schlag wird schwach betont, der vierte ist wieder unbetont. Das hört sich dann so an. (Musik) Hat man das Prinzip des Viervierteltakts einmal verstanden, erschließen sich schnell auch die anderen Taktarten. Auch beim Dreivierteltakt gibt die untere Zahl die Zählzeit an. Der Notenwert der Grundschläge ist also eine Viertelnote. Die oben stehende Drei in der Taktangabe zeigt an, dass drei dieser Grundschläge zu einem Takt zusammengefasst werden, zu einem Dreivierteltakt. Auch die Betonung ist jetzt eine andere als beim Viervierteltakt. Beim Dreivierteltakt wird der erste Schlag betont, die beiden nächsten Schläge sind dann unbetont. Die unterschiedliche Betonung der einzelnen Zählzeiten ist übrigens auch das Grundmuster für die Abfolge von Notendauern und Pausen, die den Rhythmus eines Musikstücks bildet. Sie verleiht daher jeder Taktart einen typischen Rhythmus. Der Dreivierteltakt zum Beispiel ist typisch für den Walzer. Im Sechsachteltakt bildet nicht mehr die Viertelnote den Grundschlag, sondern die Achtelnote. Und wie viele Achtelnoten bilden hier einen Takt? Genau, sechs Stück. Im Sechsachteltakt sind die Noten meist in zwei Dreiergruppen aufgeteilt, auch Triolen genannt. Die Betonung liegt auf dem ersten Schlag. Der vierte Schlag, also der erste Schlag der zweiten Triole, wird zudem schwach betont. (Musik) Hier sieht man eine Besonderheit mancher Musikstücke. Dieses Stück beginnt mit einem unvollständigen Takt. Der unbetonte Ton, der vor dem ersten vollen Takt notiert ist, wird als Auftakt bezeichnet. In der Regel fügt sich der Auftakt mit dem letzten Takt des Stücks wieder zu einem vollständigen Takt zusammen. So ergeben hier die Achtel im Auftakt zusammen mit den drei Achteln und der Viertelnote im letzten Takt genau sechs Achtel, wie in der Taktart vorgegeben. Bei Aufführungen von Musikstücken durch ein großes Orchester gibt der Dirigent den Takt vor. Er zeigt ihn den Musikern durch sogenannte Schlagfiguren an. Das sind Bewegungsmuster, die meist mit dem Taktstock ausgeführt werden. Die einzelnen Auf- und Ab- sowie seitlichen Bewegungen entsprechen dabei den betonten und unbetonten Zählzeiten. Bei einem richtig furiosen Stück kann das Dirigieren daher zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden.