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Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow 03:35 min

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Transkript Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow

Im März 1943 stirbt in Beverly Hills Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, einer der berühmtesten Musiker russischer Abstammung. (Musik spielt) Er kommt 1873 auf dem Gut Onega zur Welt. Er ist der Sohn eines aristokratischen Großgrundbesitzers. Der kleine Sergei verbringt eine unbeschwerte Kindheit, in der sich schon früh sein Talent für die Musik bemerkbar macht. Wie bei vielen seiner Landsleute ist der Charakter des jungen Rachmaninow von der Einsamkeit und Weite der russischen Landschaft geprägt, in der er ausgedehnte Spaziergänge mit seinen geliebten Hunden unternimmt. Nach dem Beginn in Petersburg, setzt Sergei Rachmaninow sein Studium am Konservatorium in Moskau fort. Sein Lehrer ist unter anderem auch Arensky, ein Schüler von Rimski-Korsakow. Unter den Studenten findet Rachmaninow in Alexander Skrjabin einen Freund, dessen Kompositionen später eine musikhistorisch interessante Brücke zur atonalen Musik schaffen. 1892 erhält Sergei Rachmaninow eine Auszeichnung für Komposition und beginnt eine steile Karriere als Pianist, die ihn in die Metropolen ganz Europas führt. Er fesselt seine Zuhörer mit einer erstaunlichen Virtuosität und ruft trotz seiner Jugend Bewunderung für die ausgereiften Interpretationen hervor. Für seine Kompositionen erhält Rachmaninow aber nicht von Anfang an Zustimmung. Das erste Klavierkonzert fällt durch und löst eine starke Depression beim Künstler aus. Doch das zweite Konzert für Klavier und Orchester erntet den Beifall, der ihn wieder ermutigt und zur neuen Tournee nach Großbritannien und in die Vereinigten Staaten führt. Rachmaninows Genialität am Klavier lässt seine Konzerte zu einem Triumphzug durch die ganze Welt und ihn zum gefeiertsten Pianisten seiner Zeit werden. Die Unruhen im Gefolge der russischen Revolution, veranlassen Sergei Rachmaninow und seine Familie zu einem Umzug nach Paris und später in die Vereinigten Staaten, wo er abgesehen von kurzen Abstechern in die Schweiz, die restlichen zweieinhalb Jahre seines Lebens verbringt. Mit ungebrochener Intensität gibt er in seiner neuen Heimat Konzerte am Klavier und auch am Dirigentenpult, ohne das Komponieren zu vernachlässigen. (Musik spielt) Dass Rachmaninow aus der Musikgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken ist, verdankt er nicht nur seiner großen Wertschätzung als Pianist. Ebenso bedeutend sind seine Kompositionen, vor allem die für das Klavier.