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Notenwerte

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Team Entdeckungsreise
Notenwerte
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Notenwerte

Inhalt

Was sind Notenwerte?

Dieser Text behandelt das Thema Notenwerte. Neben der Tonhöhe ist es sehr wichtig zu wissen, wie lang ein jeweiliger Ton gespielt wird. Nur so können wir eine Melodie vom Notenblatt lesen. Die Notenwerte sind also, einfach erklärt, die Zeitangabe des jeweiligen Tons. Um zu verstehen, wie lang die Töne der Melodie tatsächlich gespielt werden, muss man sich jedoch auch die Tempoangabe anschauen. Diese steht in der Regel über dem ersten Takt.

Um herauszufinden, wie lang ein Ton gespielt wird, schauen wir uns zunächst an, welche Notenwerte es gibt und wie sie aufgebaut sind. Die Notenwerte lassen sich aus Notenkopf, Notenhals und Fähnchen ableiten. Ein klassisches Beispiel ist die Viertelnote. Diese besteht aus einem ausgefüllten Notenkopf und dem Notenhals. Sie besitzt kein Fähnchen. Die folgende Tabelle enthält weitere gängige Notenwerte.

Gängige Notenwerte in der Übersicht

Notenwert Darstellung der Note
ganze Note leerer Notenkopf
halbe Note leerer Notenkopf mit Notenhals
Viertelnote ausgefüllter Notenkopf mit Notenhals
Achtelnote Viertelnote mit Fähnchen
Sechzehntelnote Viertelnote mit zwei Fähnchen

Notenwerte und Zählzeiten

Um genau zu wissen, wie lang die Notenwerte in der Musik gespielt werden, orientiert man sich im Notenblatt an der Tempoangabe ganz oben auf der ersten Seite. Steht dort beispielsweise „Viertelnote = 60“, dann bedeutet das, dass 60 Viertelnoten in eine Minute passen; also dauert eine Viertelnote genau eine Sekunde. Stünde anstatt der 60 dort eine 120, wäre jede Viertelnote also nur eine halbe Sekunde lang. Das Lied würde dann genau doppelt so schnell gespielt werden.

Das Gefühl für die Länge einer Sekunde kann von Mensch zu Mensch abweichen. Früher – als es noch keine präzisen Zeitmessgeräte in der Musik gab – wurden diese Tempoangaben mit italienischen Begriffen beschrieben, wie zum Beispiel presto, moderato und largo, was für „schnell“, „mittel“ und „langsam“ steht. Diese Angaben sind aber nicht sehr eindeutig und für jede Person unterschiedlich umsetzbar. Nach etlichen Vorgängermodellen wurde 1815 schließlich das sogenannte Metronom erfunden, das du dir wie eine pendelnde Uhr vorstellen kannst. Am Zeiger stellst du das Gewicht auf das gewünschte Tempo, woraufhin das Metronom Klicklaute im jeweiligen Tempo von sich gibt. Heutzutage gibt es auch Apps zum Herunterladen auf das Smartphone, mit denen die gewünschte Geschwindigkeit ganz einfach und präzise eingestellt werden kann.

Punktierung und Haltebogen

Die fünf grundsätzlichen Notenwerte kennst du nun. Bestimmt hast du auch schon einmal einen kleinen Punkt hinter einer Note gesehen. Dieser bedeutet, dass eine Note punktiert wurde. Als Resultat wird die Note um die Hälfte ihres Notenwerts verlängert. So etwas kann bei allen Notenwerten vorkommen. Eine halbe Note mit einem Punkt wird also wie eine halbe Note und eine Viertelnote gespielt. Das Gleiche würde aber auch passieren, wenn anstelle der Punktierung ein sogenannter Haltebogen eingesetzt wird. Dann werden die halbe Note und die Viertelnote mit einem Bogen verbunden und es entsteht der gleiche Effekt wie bei der Punktierung. Diese beiden musikalischen Elemente – Punktierung und Haltebogen – geben uns die Möglichkeit, komplexere Melodieverläufe über die einfachen Notenwerte hinaus zu komponieren.

Notenwerte und ihre Pausen

Um abschließend noch mehr über die Notenwerte zu lernen, schauen wir uns nun die Pausen an. Denn auch Pausen beeinflussen, wie eine Melodie auf einem Notenblatt gespielt wird. Hier gibt es ebenfalls die Aufteilung in ganze, halbe, Viertel-, Achtel- und Sechzehntelpause. Die ganze Pause ist ein Balken, der an der zweiten Notenlinie von oben hängt. Die halbe Pause ist ein Balken, der auf der dritten Notenlinie von oben sitzt. Wie die anderen Pausen aussehen, kannst du auf der Illustration am Ende dieses Textes sehen. Die Pausen können durch ihre sogenannten Notenbäuche am Anfang auch etwas verwirrend sein. Zeichne sie einfach ein paar Mal ab, so kannst du sie dir leichter einprägen.

Notenwerte mit Pausen

Übungen zu Notenwerten

Kennst du dich nun mit den Notenwerten aus und bist ein Profi? Schau dir gerne unsere interaktiven Übungen oder Arbeitsblätter zu diesem Thema an und teste dein Wissen. Viel Spaß dabei!

Transkript Notenwerte

Thema dieses Films sind die Notenwerte. Das Verständnis der Notenwerte ist, neben dem Erkennen der Tonhöhe, eine Grundvoraussetzung, um eine Melodie vom Notenblatt lesen zu können, denn die Notenwerte geben an, wie lange ein Ton gespielt oder gesungen werden soll. Allerdings sind die Notenwerte keine absoluten Angaben. Sie zeigen nur an in welchem Verhältnis die einzelnen Notenlängen zueinanderstehen. Die absolute Tondauer einer Note ergibt sich erst aus der Angabe eines Tempos für ein Musikstück. Um die unterschiedliche Dauer von Tönen im Notensystem zu notieren, werden verschiedenartige Notenköpfe, Notenhälse und Fähnchen verwendet. Einer der Standardnotenwerte ist zum Beispiel die Viertelnote. Sie wird mit einem ausgefüllten Kopf und einem Hals gezeichnet. Wie lange genau diese Viertelnote nun gespielt wird, lässt sich erst sagen, wenn der Komponist das Tempo des Stücks bestimmt. Dazu kann er zum Beispiel angeben, wie oft der Wert der Viertelnote in einer Minute vorkommen soll. Bei einem vorgegebenen Tempo von 60 Vierteln in der Minute, dauert eine Viertelnote dann genau eine Sekunde, eben ein sechzigstel einer Minute. Damit Musiker üben können, das Tempo eines Musikstücks exakt zu halten, entwickelte der Mechaniker Johann Nepomuk Mälzel vor gut 200 Jahren ein Hilfsmittel, das Metronom. Es besteht hauptsächlich aus einem Pendel, das bei jeder Schwingung ein lautes "Klack" erzeugt. Über ein kleines Gewicht lässt sich die Geschwindigkeit des Pendels einstellen. Bei einem Stück mit der Tempoangabe 90 Viertel pro Minute schiebt man also das Gewicht auf 90 und ordnet beim Spielen oder Singen jedem Klack eine Viertelnote zu. Zuvor wurde das Tempo eines Musikstücks mittels italienischer Begriffe angegeben. Etwa "Presto" für sehr schnell, "Moderato" für mittelschnell oder "Largo" für sehr langsam. Diese Angaben sind natürlich nicht sehr genau. Was für den einen Musiker oder Dirigenten sehr langsam ist, kann für den anderen schon gar nicht mehr "Largo" sein. Neben der Viertelnote gibt es als weitere Standardnotenwerte die halbe Note, die mit einem leeren Kopf und einem Hals dargestellt wird. Sie wird doppelt so lange gespielt wie die Viertelnote. Klar, zwei Viertel ergeben eine Hälfte. Die ganze Note. Sie stellt den längsten Notenwert dar und wird viermal so lang wie die Viertel- oder doppelt so lang wie die halbe Note gespielt. In der Notenschrift wird sie mit einem leeren Notenkopf und ohne Notenhals dargestellt. Außerdem gibt es auch kürzere Notenwerte als die Viertelnote. Die halb so lang gespielte Achtelnote. Notiert wird sie wie eine Viertelnote mit einem zusätzlichen kleinen Fähnchen am Hals. Und die Sechzehntelnote, dargestellt mit zwei Fähnchen am Hals. Werden mehrere Noten mit Fähnchen, also die Achtel oder Sechzehntel nacheinander notiert, können die Fähnchen auch durch lange Balken ersetzt werden. Die Achtel werden mit einem Balken verbunden, die Sechzehntel mit einem Doppelbalken. Sehen wir uns die verschiedenen Notenwerte in unserem Musikbeispiel an. Hier erkennt man, dass die Silben "Häns" und "chen", sowie "ging" und "all" einer Viertelnote entsprechen. Die Silben "klein" und "lein" haben halbe Noten. Und das klingt dann so. Da hier aber kein genaues Tempo vorgegeben wird, könnte sich das Ganze auch so anhören. Mit den Standardnotenwerten lassen sich die meisten einfachen Melodien darstellen. Will man komplexere Melodien notieren, also auch dazwischenliegende Notenwerte nutzen, kann man sich zusätzlich der Punktierung bedienen. Dabei wird ein Punkt hinter eine Note gesetzt. Dies bedeutet, dass die Dauer der Note sich um die Hälfte ihres Wertes verlängert. Eine punktierte halbe Note wird also wie eine halbe Note und eine Viertelnote gespielt. Eine punktierte Viertelnote wie eine Viertelnote und eine Achtel, wie etwa die punktierte Viertelnote auf der Silbe "Oh" in diesem Beispiel. (Ach, du lieber Augustin spielt) Eine andere Möglichkeit Notenwerte darzustellen, die zwischen den Standardwerten liegen, ist der Haltebogen. Er verbindet zwei Notenköpfe und verlängert den Wert der vorderen Note um den Wert der hinteren. Die punktierte Viertelnote könnte also auch durch eine Viertelnote und eine Achtelnote dargestellt werden, die mit einem Haltebogen verbunden sind. Musik besteht aber nicht nur aus Noten. Auch Pausen zwischen den Noten werden im Notensystem aufgezeichnet. Genau wie bei den Noten gibt es auch bei den Pausen unterschiedliche Längen. Die ganze Pause wird durch einen Balken symbolisiert, der an der zweiten Notenlinie von oben hängt. Hier passiert für die Dauer einer ganzen Note, genau, gar nichts. Das hört sich zum Beispiel so an. Die halbe Pause notiert man mit einem Balken, der auf der dritten Notenlinie von oben sitzt. Diese Pause entspricht in der Dauer einer halben Note. (Melodie spielt) Und diese Notenzeichen stehen für die weiteren, noch kürzeren Pausen. Die Viertelpause, die Achtelpause und die Sechzehntelpause. Notenbäuche, Hälse, und Fähnchen, Pausen, Punktierungen, Haltebögen und und und. Die vielen verschiedenen Zeichen der Notenschrift wirken ein bisschen wie eine Geheimschrift. Aber wenn man diese einmal beherrscht, kann man ganz neue musikalische Welten entdecken.

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