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Intervalle in der Musiktheorie 07:10 min

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Transkript Intervalle in der Musiktheorie

Thema dieses Films sind die Intervalle in der Musik. Ein Intervall bezeichnet in der Musik den Tonhöhenabstand zwischen zwei Tönen, die nacheinander oder gleichzeitig gespielt werden. Und die Intervallbezeichnungen erlauben die Analyse und die Diskussion der musikalischen Auswirkungen, die sich aus den Intervallen ergeben. Die einzelnen Intervalle haben ganz unterschiedliche Klangeigenschaften. Manche klingen sehr schön, andere eher unangenehm. Benannt werden die Intervalle nach den lateinischen Zahlenbezeichnungen. Wer im Lateinunterricht gut aufgepasst hat, ist hier klar im Vorteil. Das zeigt sich schon bei den Grundintervallen. So heißt das kleinste Intervall Prime. Sie ist der Zusammenklang oder die Wiederholung zweier identischer Töne, also eine Art Nullabstand. Das nächstgrößere Intervall ist die Sekunde. Sie ist ein sogenanntes unreines Intervall, bei dem zwischen zwei Grundformen unterschieden wird. Die kleine Sekunde beschreibt einen Tonabstand von einem Halbton, die große Sekunde einen Abstand von zwei Halbtönen. Zum Ausgangston C bildet also der Ton Des die kleine Sekunde und der Ton D die große Sekunde. Auf die Sekunde folgt die Terz. Dieses Intervall ist ebenfalls unrein. Das heißt, auch hier gibt es zwei Grundformen. Die kleine Terz bezeichnet einen Abstand von drei Halbtonschritten, die große Terz einen Abstand von vier Halbtonschritten. Sucht man also die kleine Terz zum Ton C, geht man drei Halbtonschritte nach oben und landet beim Ton Es. Die große Terz liegt einen Halbtonschritt höher, beim E. In der Akkordlehre spielen die Terzen eine große Rolle bei der Bildung der grundlegenden Dreiklänge. So setzt etwa beim Dur-Dreiklang auf dem Grundton ein zweiter Ton im Intervall einer großen Terz auf und auf diesem wiederum ein dritter Ton im Intervall einer kleinen Terz. Beim Moll-Dreiklang wird dieser Aufbau umgekehrt, also zuerst eine kleine Terz, dann eine große Terz. Das nächste Intervall, die Quarte, ist ein reines Intervall. Die Quarte bezeichnet einen Abstand von fünf Halbtönen. Der Ton F bildet also die Quarte zum Ton C. Nun folgt der Tritonus. Er entspricht einem Abstand von sechs Halbtönen, also etwa vom C zum Fis. Auch die Quinte ist ein reines Intervall. Sie entspricht einem Abstand von sieben Halbtönen. Wieder vom Ton C ausgehend, bildet also der Ton G die Quinte. Ein Abstand von acht Halbtönen findet sich dann beim Spielen des Ausgangstons C und des Zieltons As. Dieses Intervall nennt sich kleine Sexte. Die Sexte ist wieder ein unreines Intervall. Die große Sexte entspricht dann einem Abstand von neun Halbtönen. Das nächsthöhere wiederum unreine Intervall ist die Septime. Die kleine Septime entspricht dann dem Abstand von C zu B, also zehn Halbtonschritten. Die große Septime ist mit elf Halbtonschritten wieder einen Halbton größer. Das größte Intervall unter den Grundintervallen ist schließlich die Oktave. Sie entspricht einem Abstand von zwölf Halbtonschritten, wie zum Beispiel zwischen C1 und C2. Es gibt acht verschiedene Grundintervalle, die reinen Intervalle Prime, Quarte, Quinte und Oktave und die unreinen Intervalle Sekunde, Terz, Sexte und Septime. Bei den unreinen Intervallen gibt es immer eine große und eine kleine Intervallform. Außer den Grundintervallen gibt es aber auch noch die zusammengesetzten Intervalle. Diese gehen über den Oktavraum hinaus. Zu den wichtigsten dieser Intervalle gehören die None und die Dezime. Die None entspricht dem Abstand von einer Oktave plus einer Sekunde. Je nachdem ob die Sekunde groß oder klein ist, unterscheidet man zwischen großer und kleiner None. Das Gleiche gilt für die Dezime, die aus einer Oktave und einer Terz zusammengesetzt ist. Außerdem wird zwischen übermäßigen und verminderten Intervallen unterschieden. Ein übermäßiges Intervall entsteht durch die Erweiterung eines reinen oder großen Intervalls um einen Halbton. Diese Erweiterung kann durch das Erhöhen des Zieltons oder das Erniedrigen des Ausgangstons um jeweils einen Halbton erreicht werden. So entsteht, zum Beispiel aus einer reinen Quinte eine übermäßige Quinte. Verminderte Intervalle werden analog dazu durch die Verengung eines reinen oder kleinen Intervalls gebildet. Die Verengung geschieht durch das Erhöhen des Ausgangstons oder durch das Erniedrigen des Zieltons um jeweils einen Halbton. Aus der reinen Quinte wird dann eine verminderte Quinte.