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Gioachino Rossini 03:20 min

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Transkript Gioachino Rossini

Im März 1827 wird in der Pariser Oper die musikalische Dichtung “Moses” von Gioachino Rossini uraufgeführt. Begonnen hat das Leben von Gioachino Rossini bescheidener. Sein Vater, Giuseppe Antonio, ist der Gemeindetrompeter von Pesaro, wird aber wegen seiner republikanischen Ideen bald von der königlichen Behörde gekündigt. Um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen, bläst er fortan in den Theatern, wo seine Frau Anna als Sopranistin engagiert wird. Gioachino wächst zwischen den Kulissen auf, was der Entfaltung seines Talents durchaus förderlich ist. Bereits mit zwölf Jahren komponiert er Sonaten im Stile Mozarts und kurz darauf die erste seiner insgesamt 35 Opern. Daneben besucht er das Musikgymnasium in Bologna. Mit 24 Jahren erreicht er den Höhepunkt seiner Karriere. In nur vierzehn Tagen entsteht 1816 “Der Barbier von Sevilla”, von vielen als die Krönung der italienischen Opera buffa empfunden. Rossini leitet danach für sieben Jahre das San Carlo Theater in Neapel, wo er seine spätere Frau, die spanische Sopranisten Isabella Colbran kennenlernt. Mit ihr reist er durch Europa, bis er sich endgültig in Paris niederlässt. Dort befasst sich Rossini mit dem französischen Musikstil und leitet, keine vierzig Jahre alt, mit seiner letzten Oper “Wilhelm Tell” eine neue Ära der Oper ein. Reich und berühmt zieht sich der Komponist in seine Villa zurück und widmet sich nurmehr der Kammermusik und religiösen Werken. So entsteht “Stabat Mater,” eine neuartige Kirchenmusik. Rossini spielt zu dieser Zeit am liebsten daheim im Salon für seine Freunde. Er schreibt sorgfältig ausgearbeitete Stücke mit raffinierten Arrangements, die zukunftsweisend sind. Sein reifstes Werk, “Petit Messe solenelle“, nimmt die Klangkonzeptionen des 20. Jahrhunderts vorweg. Die letzten Jahre bis zu seinem Tod 1868 verbringt Gioachino Rossini, von Nervenkrankheiten gequält, allein mit seiner zweiten Frau Olympe in Passy, einem Vorort von Paris.