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Gaetano Donizetti 04:32 min

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Transkript Gaetano Donizetti

Am 29. November 1797 wird in Bergamo der Komponist Gaetano Donizetti geboren. Er und Vincenzo Bellini bringen jenes musikalische Theater hervor, welches das 19. Jahrhundert kennzeichnet und italienisches Melodrama genannt wird. Die Eltern Donizettis sind Weber und leben in ärmlichen Verhältnissen. Ihr Sohn muss sich daher in einer Schule einschreiben, die gratis ist. Diese wird von Maestro Johann Simon Mayr geleitet, der an der Kirche Santa Maria Maggiore die Musik dirigiert. Er verpflichtet die Brüder Gaetano und Gustavo Donizetti als Chorknaben. Etwas später, auf den Rat von Mayr, der ihm auch ein Stipendium verschafft, inskribiert Gaetano am musikalischen Lycäum von Bologna. Es sind für ihn frenetische Jahre. Er schreibt Seiten über Seiten Noten für Kantaten, Sonaten, Arien und Symphonien. Aber die wirtschaftliche Not zwingt Donizetti, zum Militär zu gehen. Zwar vergisst er dort die Musik nicht, wagt sich aber erst 1808 in Venedig mit seiner vierten Oper “Heinrich von Burgund“ an die Öffentlichkeit. Danach gibt Donizetti die militärische Karriere auf und widmet sich völlig der Musik. Er geht nach Rom, wo er eine Serie kleiner Opern komponiert und lernt die Sängerin Virginia Vaselli kennen, die seine große Liebe und seine Frau wird. 1828 übersiedelt Donizetti nach Neapel. Er ist dort zum Direktor der königlichen Theater ernannt worden. Nun erleidet er aber die ersten schweren Schicksalsschläge, vor allem den Tod seiner Kinder. Seine Opern sind mittlerweile auch im Ausland bekannt. Im Jahr 1832 schreibt Donizetti innerhalb von vierzehn Tagen “Liebestrank“, eine Opera buffa bester Tradition, in der sich das große Talent des Komponisten zeigt. (Musik spielt) Bei dieser Gelegenheit lernt er Gioachino Rossini kennen und schließt mit ihm eine Freundschaft, die sein ganzes Leben dauert. Das Juwel seiner umfangreichen musikalischen Produktion ist “Lucia di Lammermoor“. Mit dieser Oper zeigt er den wahren Umfang seines Genies. Aber den erfolgreichen Komponisten trifft ein schwerer Schlag, der Tod seiner Frau. Donizetti bleibt allein. Gleichzeitig verschlechtert sich sein Gesundheitszustand. Er möchte sich in die Einsamkeit zurückziehen, wird aber 1842 zum Konzertmeister Kaiser Ferdinands in Wien ernannt. Seit dieser Zeit wechselt sein Aufenthalt zwischen Wien und Paris. In diesen Jahren komponiert Donizetti auch seine letzte Oper, den “Don Pasquale“. Die Uraufführung findet in Paris statt, wo Donizetti 1847 von einer schweren Krankheit niedergeworfen wird. Er möchte nach Bergamo zurückkehren, um die letzten Tage in der Vaterstadt zu verbringen. Eine Kutsche trägt ihn geschwächt und krank über Berge und Ebenen. Es ist eine lange und anstrengende Reise, während der der Komponist im Delirium die Stationen seines Lebens nachvollzieht. In Bergamo verbringt er die letzten Monate seines Lebens, die nunmehr von wenigen Augenblicken wachen Bewusstseins erfüllt sind. Wie in einer Szene seiner berühmten Melodramen, stirbt Gaetano Donizetti an einem Frühlingsmorgen des Jahres 1848. Er hinterlässt 74 Opern.