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Fats Waller 03:45 min

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Transkript Fats Waller

Im Dezember 1943 stirbt in Kansas City Thomas Fats Waller, einer der originellsten Jazzmusiker aller Zeiten. Er ist 1904 in New York geboren. Musikalischen Unterricht erhält er von seinem Vater, der aus ihm eigentlich einen Pfarrer machen möchte. Mit fünfzehn Jahren ist Fats schon ein bekannter und professioneller Jazzpianist. Mit zwanzig spielt er Piano in den Clubs von Harlem und begleitet zuletzt die Kaiserin des Blues Bessy Smith. Mit 25 Jahren schreibt Waller die Partitur für das Musical “Connie's Chocolate“. Er ist im Radio zu hören und bildet nach einer Europatournee kleine Bands, die aus erstklassigen Musikern bestehen. Mit diesen spielt er zahlreiche Filmmusiken, darunter die berühmte Nummer “Stormy Weather“. Fats Waller ist nicht nur ein großer Pianist, dessen Stil durch rigorose Akzentuierung, vor allem des Basses, gekennzeichnet ist. Er ist auch als einer der größten Jazzorganisten bekannt. Charakteristisch ist seine Art, während des Spiels zu singen. In humoristischer Weise interpretiert er Lieder wie “Honeysuckle Rose“ und ähnliches. Fats Waller hat mit seinem, aus der sogenannten Stride Piano-Spielweise entwickelten Stil, die Ära des Swing mitbegründet und sehr viele Jazzpianisten beeinflusst, darunter auch Count Basie. Die Kritik schreibt über den vielseitigen Künstler Fats Waller, “als Pianist und Organist besticht die Einfachheit seiner Harmonien. Sein Stil hat eine ungewöhnliche Elastizität, die von einem energischen Anschlag und einem virtuosen Fingersatz gekennzeichnet ist.“. Wie Louis Armstrong hatte Fats Waller die Begabung, nicht nur ein hervorragender Pianist, sondern auch ein Entertainer mit starker Ausstrahlung zu sein. 1978 löst das Musical “Ain't Misbehavin'“ ein Fats Waller-Revival aus. Seine darin zusammengefassten Hits erwecken das Harlem der 30er Jahre und haben nicht nur am Broadway großen Erfolg.