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Antonín Dvořák 03:33 min

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Transkript Antonín Dvořák

Am ersten Mai 1904 stirbt in Prag Antonin Dvorák. Geboren ist er im September 1841 in einer kleinen Ortschaft nahe Prag als Sohn eines Gastwirts. Schon als Kind zeigt er Begabung für die Musik. Der Vater, der will, dass Antonin Metzger wird, ändert seine Meinung und lässt ihn nach Prag gehen, wo er an der Organistenschule studiert. Den Lebensunterhalt verdient er, indem er Bratsche im Prager Opernorchester spielt. Besonders übt das Werk Brahms' einen starken Einfluss auf den jungen Musiker aus. Zur gleichen Zeit interessiert er sich für die tschechische und slawische Volksmusik. 1876 trifft ihn eine Reihe familiärer Unglücksfälle. In kurzer Zeit sterben drei seiner Kinder und unter dem unmittelbaren Eindruck des Schmerzes, den ihm dieser Verlust bereitet, schreibt er eines seiner größten Werke, das “Stabat Mater“ für Solo, Chor und Orchester. Die ersten vier Symphonien treffen überall auf Interesse und werden in das Repertoire der großen Orchester aufgenommen. Die formale Gestaltung im Charakter der deutschen Symphonik und die einfachen, ins Ohr gehenden slawischen Melodien, die er auf raffinierte Weise einzubauen versteht, geben der Musik Dvoráks starke Ausdruckskraft. Im Jahr 1892 geht Dvorák nach Amerika und übernimmt dort die Leitung des Konservatoriums von New York. Das Zusammentreffen Dvoráks mit dem amerikanischen Kulturkreis dieser Zeit, übt auf ihn starken Einfluss aus. Daraus entsteht 1893 sein berühmtestes Werk, die fünfte Symphonie in e-Moll mit dem Titel “Aus der neuen Welt“. Sie besteht aus Themen Amerikas und Europas. Dvorák sagt dazu, “Es ist Unsinn, dass ich Originalmelodien gebraucht habe. Ich habe nur im Geiste dieser Melodien komponiert“. In den vier Sätzen der Symphonie mischen sich daher amerikanische Eindrücke und tschechische Erinnerungen. Dvorák kommt 1896 in die Heimat zurück. Während ihm die künstlerische Leitung des Konservatoriums in Prag übertragen ist, widmet er sich vor allem der Bühnenmusik. Aber die einzige Oper, die in das internationale Repertoire aufgenommen wird, ist seine letzte, “Rosalka“, ein lyrisches Märchen von einer Wassernixe. Die Oper wird 1901 uraufgeführt. Drei Jahre später stirbt Antonín Dvorák im Alter von 63 Jahren, umgeben von Ruhm und Ehre. Mit ihm stirbt einer der größten Vertreter der tschechischen und zugleich einer der großen Symphoniker der europäischen Musik.