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Akkord und Dreiklang 06:48 min

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Transkript Akkord und Dreiklang

Thema dieses Films sind die Akkorde. Reale Musik besteht meistens nicht nur aus einer Melodie, sondern zusätzlich auch aus einer Begleitung. Diese greift in der westlichen Musik schon seit dem Mittelalter auf Akkorde zurück. Akkorde bezeichnen das gleichzeitige Erklingen von drei oder mehr Tönen unterschiedlicher Tonhöhe. In einer Band singt meist der Sänger die Melodie, die der Gitarrist mit passenden Akkorden hinterlegt. Akkorde werden aber nicht nur zur musikalischen Begleitung genutzt. So waren früher alle Posthornsignale aus Tönen eines Akkords zusammengesetzt. Und die nacheinander gespielten Töne dieses Akkords kennt fast jeder. Die am häufigsten vorkommende Akkordart ist der Dreiklang, der, wie es der Name schon sagt, aus drei Tönen besteht. Hier wird zwischen dem Dur- und dem Moll-Dreiklang unterschieden. Ein Dur-Dreiklang setzt sich zusammen aus dem Grundton, dem Terzton, der eine große Terz über dem Grundton liegt, und dem Quintton, der entsprechend eine Quinte zum Grundton bildet, also zum Beispiel aus den Tönen C, E und G. Da Dreiklänge nach ihrem Grundton bezeichnet werden, nennt sich dieser Akkord C-Dur-Dreiklang. Mithilfe der Töne dieses Dreiklangs kann man zum Beispiel die Melodie eines Stücks begleiten, das in C-Dur geschrieben ist, so wie hier. (Musik) Beim Moll-Dreiklang setzt auf den Grundton als Terzton eine kleine Terz auf. Die Quinte zum Grundton vervollständigt den Akkord. Der e-Moll-Dreiklang zum Beispiel besteht also aus den Tönen E, G und H. Mit den Tönen dieses Moll-Dreiklangs kann man beispielsweise dieses Stück begleiten. (Musik) Alle elf Dur-Dreiklänge werden mit dem Grundton, großer Terz und Quinte gebildet, die elf Moll-Dreiklänge mit Grundton, kleiner Terz und Quinte. Tatsächlich gibt es auch noch zwei weniger gebräuchliche Dreiklänge, den verminderten Dreiklang aus Grundton, kleiner Terz und verminderter Quinte über dem Grundton und den übermäßigen Dreiklang aus Grundton, großer Terz und übermäßiger Quinte. In allen Beispielen bislang, war der Grundton auch der akustisch tiefste Ton des Dreiklangs, der sogenannte Basston. Diese Anordnung ist die Grundstellung. Neben der Grundstellung gibt es aber noch zwei weitere Dreiklangformen, bei denen ein anderer Dreiklangston als der Grundton, den Basston bildet. Die erste Umkehrung eines Dreiklangs erhält man, wenn man den Grundton aus der Grundstellung um eine Oktave nach oben versetzt. Bei der ersten Umkehrung liegt nun also der ursprüngliche Terzton im Bass. Der Dreiklang besteht dann aus Basston, Terz und Sexte und wird deswegen auch Terzsextakkord oder häufiger einfach Sextakkord genannt. Zur zweiten Umkehrung gelangt man, indem man auch den Basston der ersten Umkehrung eine Oktave höher setzt. Hier liegt nun der ursprüngliche Quintton im Bass. Die zweite Umkehrung besteht dann aus Basston, Quarte und Sexte, und wird daher auch als Quartsextakkord bezeichnet. Um etwa die zweite Umkehrung des C-Dur-Dreiklangs zu formen, bildet man also zunächst die Grundstellung mit dem Grundton C, dem Terzton E und dem Quintton G. Jetzt setzt man zuerst den Grundton und dann auch den neuen Basston jeweils eine Oktave höher. Fertig ist die zweite Umkehrung mit den Tönen G, eingestrichenes C und eingestrichenes E. Mit diesem Wissen lassen sich nun die Dur- und Moll-Dreiklänge nicht nur bilden, sondern auch auf dem Notenblatt erkennen. Zum Beispiel dieser Dreiklang: Wir erkennen schon auf den ersten Blick die Grundstellung aus aufgetürmter Terz und Quinte. Da es sich um eine große Terz handelt und der Grundton das D ist, haben wir es mit dem D-Dur-Dreiklang zu tun. Bei diesem Dreiklang hingegen handelt es sich um einen Sextakkord aus Basston, Terz und Sexte. Um die genaue Bezeichnung des Dreiklangs zu bestimmen, muss er also erst einmal in seine Grundstellung gebracht werden. Dafür setzt man einfach den höchsten Ton eine Oktave nach unten und erhält das E. Da jetzt der Abstand vom Grundton E zum Terzton eine große Terz beträgt, handelt es sich bei unserem gesuchten Akkord um die erste Umkehrung des E-Dur-Dreiklangs. So weit die Theorie. In der realen Musik werden die Töne der einzelnen Akkorde natürlich nicht immer gleichzeitig gespielt. Erst die rhythmische Strukturierung der einzelnen Akkordtöne etwa sorgt für Abwechslung in der Melodiebegleitung und die nahezu unbegrenzte Zahl an Variationsmöglichkeiten für immer wieder neuen Musikgenuss.