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Zitate und Paraphrasen 07:10 min

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Transkript Zitate und Paraphrasen

Studenten machen Schule. In diesem Video werde ich dir zeigen, wie man Zitate und Paraphrasen richtig verwendet. Das ist besonders wichtig, wenn du eine schriftliche Arbeit verfasst, aber auch wenn du z. B. eine Präsentation hältst und dafür einige Inhalte visuell darstellen möchtest, zum Beispiel mit einer Präsentationssoftware. Was genau sind also  Zitate? Sicher hast du schon mal in einer Klassenarbeit, oder in einer Hausaufgabe, zum Beispiel in Deutsch, eine Textstelle zitiert. Das heißt, dass du eine Textstelle wortwörtlich übernommen und somit ein Zitat verwendet hast. Da du nicht einfach Inhalte von anderen Autoren übernehmen kannst, musst du in deinem Text angeben, dass du ein Zitat verwendet hast. Nehmen wir den Satz: "Das ist ein Beispielsatz." Hierfür werden Anführungsstriche verwendet. Dein gesamtes Zitat steht also in Anführungsstrichen, sodass jeder versteht, dass dieser Text nicht von dir selbst stammt. Beachte hierbei, dass die Anführungsstriche zu Beginn unten stehen und am Ende oben. Beide Anführungsstriche oben, wie im Englischen, ist sonst ein unnötiger Zeichensetzungsfehler. Also merke: erst unten und dann oben. Neben den normalen Anführungsstrichen unten und oben, um den Beginn und Ende eines normalen Zitats zu kennzeichnen, kann es zum Beispiel auch passieren, dass der Autor, von dem du das Zitat übernehmen willst, wörtliche Rede verwendet hat und also auch schon die normalen Anführungszeichen nutzt. Zum Beispiel bei dem Satz: Er sagte "Hallo" und ging davon. Dann musst du das auch in deinem Zitat kenntlich machen, und zwar durch einfache Anführungszeichen auch wieder zuerst unten und dann oben.  Hier sieht man also, dass das Wort Hallo bereits im Ursprungstext Anführungszeichen besaß, weil es in dem Zitat dann einfache Anführungszeichen hat. Noch einen Tipp. Noch ein Tipp: Falls der Satz mit "Hallo" endet, kommen zu Beginn die normalen Anführungszeichen unten, vor Hallo das einzelne unten, nach Hallo das einzelne oben und aber auch noch die normalen Anführungszeichen oben. Also insgesamt am Ende drei Anführungszeichen. Natürlich kannst du aber auch nur Teile eines Zitats verwenden und musst nicht immer einen ganzen Satz zitieren. Wie zum Beispiel bei dem langen Satz: "Vor allem in den USA und Israel, aber auch in Spanien, Argentinien und Australien gibt es Zentren für die Delfintherapie". Wenn du hier nicht alle Aufzählungen einbringen möchtest, ist es wichtig, dass du kenntlich machst, dass du Teile aus dem Original auslässt. Das gibt man durch eckige Klammern und drei Punkte an. So erhält man dann den verkürzten Satz: "Vor allem in den USA und Israel [...] gibt es Zentren für die Delfintherapie." Falls du nur einige Wörter aus einem Originaltext in deinen einbringen möchtest, musst du darauf achten, dass du dich trotzdem an Grammatik und Zeichenregeln hältst. Auch hier gibt man durch eckige Klammern an, was du hinzugefügt hast. Nehmen wir zum Beispiel den Originalsatz: "Er gab Anna den Schlüssel." Zum besseren Verständnis fügt man hier zum Beispiel den Namen Peter ein. Also heißt der Satz dann: "Er [Peter] gab Anna den Schlüssel." Auch grammatikalische Veränderungen, die du in deinen Text einbringst, müssen durch eckige Klammern gekennzeichnet sein. Wie zum Beispiel bei dem Satz: "Zusätzliche Delfinarien, die es in Deutschland gibt, ersparen die Flugkosten." Wenn du daraus nur einen Teil in deinen Satz einbaust und die Grammatik veränderst, wie zum Beispiel: Mit "zusätzliche[n] Delfinarien, die es in Deutschland gibt", sparen Familien Geld. Dann musst du das mit den eckigen Klammern markieren. Generell solltest du also bei Zitaten drei Anforderungen beachten: Erstens sollte ein Zitat immer unmittelbar sein. Das bedeutet, dass der Text selbst nachgelesen sein muss. Ansonsten musst du zusätzlich "zitiert in" angeben. Das wird als: zit. in abgekürzt. Zweitens muss ein Zitat immer genau übernommen werden, das heißt, auch mit Fehlern. Fehler werden mit "sic" gekennzeichnet, was wirklich so bedeutet, damit klar wird, dass du nicht ausversehen einen Rechtschreibfehler eingebaut hast. Und drittens muss ein Zitat zweckmäßig sein. Das heißt: so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich. Neben Zitaten gibt es auch noch Paraphrasen, die in einer Arbeit viel häufiger vorkommen. Was ist eine Paraphrase? Eine Paraphrase ist eine Umschreibung eines Inhalts, das heißt also, wenn du nicht wörtlich zitierst, sondern deine eigenen Worte benutzt, aber die Inhalte trotzdem von einem anderen Autor stammen. Zum Beispiel bei dem Satz: "Der älteste noch bestehende Zoo der Welt ist der Tiergarten Schönbrunn im gleichnamigen Wiener Schlosspark." Eine Paraphrase dazu wäre: Es gibt viele bekannte Zoos auf der Welt, der älteste ist der Tiergarten Schönbrunn. Hier benötigt man nun keine Anführungszeichen, da ja nichts wörtlich zitiert wurde. Trotzdem musst du natürlich später angeben, dass du die Information von einer anderen Quelle hast. Paraphrasen sind also dazu da, um wesentliche Aspekte, Thesen und Inhalte aus einem Text, in seinen eigenen Worten wiederzugeben. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn Textpassagen zu lang oder zu kompliziert sind. Neben der richtigen Verwendung von Zitaten und Paraphrasen im Text musst du zusätzlich noch daran denken, dass die Quellen, aus denen deine Inhalte stammen, auch genannt werden müssen. Und zwar als Zitierbeleg direkt im Text und auch als Literaturliste am Ende deiner Arbeit. Hierfür kannst du dir das Video "zitieren und belegen" ansehen, indem die Zitiertechnik genau vorgestellt wird. Ich wünsche dir nun viel Spaß mit der Arbeit von Zitaten und Paraphrasen. Bis zum nächsten Mal, deine Jasmin.     

9 Kommentare
  1. Hallo Michael W.,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video nicht weiterhelfen konnte. Bei weiteren Fragen zum Thema kannst du unseren Hausaufgaben-Chat besuchen. Dort beantworten dir unsere Lehrerinnen und Lehrer immer montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr deine Fragen.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 8 Monaten
  2. schlecht nicht verständlich

    Von Michael W., vor 8 Monaten
  3. Hallo Nimesayoezgoeren,
    danke für dein Frage. Im Unterschied zum Zitat wird die Paraphrase nicht in Anführungszeichen gesetzt und der Wortlaut des Paraphrasierten muss geändert werden, wenn du Wiedergabe sinngemäß ist. Wie bei wörtlichen Zitaten muss auch beim Paraphrasieren klar sein, auf welche Quelle die einzelnen
    Aussagen zurückgehen. Durch eine Quellenangabe also, die meistens mit einem vgl. (=vergleiche) eingeleitet wird, wird dem Leser deutlich, dass die Aussage nicht von dir ist. Natürlich ist es möglich, Dinge zu schreiben wie "Peter sagte" oder "So Mitarbeiter Johann", eine Quelle braucht eine Paraphrase jedoch trotzdem noch.
    Bei speziellen Fragen ist auch der Hausaufgaben-Chat immer montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr für dich da.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor etwa einem Jahr
  4. Wie soll man deutlich machen,dass der Paraphras nicht von einem selbst ist, könnte man so etwas schreiben wie, ...im gleichnamigen Wiener Schlosspark.So Mitarbeiter Johann.

    Von Nimesayoezgoeren, vor etwa einem Jahr
  5. Super gut

    Von Cjuerss, vor mehr als einem Jahr
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Zitate und Paraphrasen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Zitate und Paraphrasen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Unterschiede zwischen Zitaten und Paraphrasen.

    Tipps

    Zitate werden unverändert aus dem Originaltext übernommen.

    Paraphrasen sind eine sinngemäße Wiedergabe einer Textstelle. Sie stehen deshalb nicht in Anführungszeichen.

    Lösung

    Zitate und Paraphrasen sind Möglichkeiten, fremde Inhalte in den eigenen Text einzubinden.

    Zitate sind wortwörtliche Übernahmen aus dem Originaltext. Sie werden also unverändert übernommen und in Anführungszeichen gesetzt.

    Eine Paraphrase ist eine sinngemäße Wiedergabe eines Inhalts. Hier wird also nicht wörtlich zitiert. Deshalb werden Paraphrasen auch nicht in Anführungszeichen gesetzt.

    Beide Formen haben allerdings gemeinsam, dass der Inhalt nicht verändert werden darf und ein Quellenbeleg angeführt werden muss.

  • Bestimme die Verwendung der folgenden Satzzeichen und Abkürzungen.

    Tipps

    Sic kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „so stand es geschrieben“.

    Da Zitate genau sein müssen, müssen auch Rechtschreibfehler übernommen werden. Dafür verwendest du eine lateinische Bezeichnung.

    Lösung

    Wörtliche Zitate müssen einige Anforderungen erfüllen. Anhand dieser Liste kannst du prüfen, ob du korrekt zitiert hast.

    • Achte darauf, dass du keine Wörter, Buchstaben oder Satzzeichen vergisst. Sogar Fehler im Zitat müssen übernommen, aber mit [sic] kenntlich gemacht werden.
    • Wörter dürfen nicht einfach ausgetauscht oder hinzugefügt werden. Das ist nur mit Hilfe eckiger Klammern möglich. Auslassungen kennzeichnest du mit [...].
    • Hast du die Anführungszeichen gesetzt? Verwende dabei stets die deutschen Anführungszeichen .... Für ein Zitat im Zitat verwendest du einfache Anführungszeichen ....
  • Bestimme in den folgenden Zitaten alle fehlenden Zeichen.

    Tipps

    Anführungszeichen werden im Deutschen zu Beginn eines Zitats unten, am Schluss oben gesetzt.

    Eine Auslassung wird mit [...] gekennzeichnet. Die Klammer steht immer innerhalb der Anführungszeichen.

    Wird ein Rechtschreibfehler aus dem Original übernommen, muss hinter das betreffende Wort ein [sic] oder [!] gesetzt werden.

    Lösung

    Beim wörtlichen Zitieren gibt es einige Regeln für Sonderzeichen, die beachtet werden müssen.

    • Ein Zitat steht immer in Anführungszeichen. Diese müssen am Anfang eines Zitats unten, am Ende oben gesetzt werden.
    • Lässt du einen Teil des Originaltextes aus, weil er für deinen Aufsatz nicht relevant ist, musst du an die Stelle der Auslassung [...] setzen.
    • Übernimmst du einen Rechtschreibfehler, signalisierst du mit [sic] oder [!], dass der Fehler so im Original steht.
  • Entscheide, wie der folgende Satz angemessen paraphrasiert werden kann.

    Tipps

    Eine Paraphrase ist die sinngemäße Wiedergabe eines Inhalts.

    Der Inhalt des Originaltextes darf nicht verändert werden, nur die Formulierung.

    Informationen, die du nicht aus derselben Quelle hast, musst du separat belegen.

    2 Antworten sind korrekt.

    Lösung

    Eine Paraphrase ist die sinngemäße Wiedergabe eines fremden Textes oder einer Textstelle. Sie ist also kein wörtliches Zitat, sondern zeichnet sich durch eigene Formulierungen aus. Dabei muss sich die Paraphrase sprachlich deutlich vom Original unterscheiden, da sonst ein direktes Zitat mit Anführungszeichen besser geeignet ist.

  • Gib wieder, was unter Zitaten und Paraphrasen zu verstehen ist.

    Tipps

    Zitate werden Wort für Wort aus dem Originaltext übernommen.

    Paraphrasen fassen den Inhalt eines Textes mit eigenen Worten zusammen.

    Anführungszeichen werden nur beim Zitat gesetzt.

    Lösung

    Zitate sind wörtliche Übernahmen fremder Textstellen in den eigenen Text. Du markierst sie mit Hilfe von Anführungszeichen („...“). Achte darauf, dass du kein Wort vergisst. Der fremde Text darf in einem Zitat nämlich nicht verändert werden.

    Bei einer Paraphrase wird der Inhalt eines fremden Textes nur sinngemäß wiedergegeben. Du musst also den Gedanken umformulieren. Anführungszeichen dürfen dann nicht gesetzt werden.

  • Leite dir Regeln für das Zitieren und Paraphrasieren her.

    Tipps

    Zitiert wird immer Wort für Wort. Auslassungen sind möglich, müssen aber markiert werden.

    Paraphrasen stehen im Gegensatz zu Zitaten nicht in Anführungszeichen.

    Beim Paraphrasieren wird der Originaltext umformuliert. Er kann auch vereinfacht oder gekürzt werden.

    Lösung

    Zitieren ist die wörtliche Übernahme fremder Textstellen. Das Zitat wird in Anführungszeichen gesetzt und muss so genau sein, dass sogar Schreibfehler übernommen werden müssen. Soll ein Wort oder eine Wortgruppe ausgelassen werden, setzte man dafür drei Punkte in eckigen Klammern [...] ein.

    Die Paraphrase ist hingegen eine sinngemäße Übernahme einer fremden Textstelle. Hier werden keine Anführungszeichen gesetzt. Allerdings darf der ursprüngliche Inhalt nicht verfälscht werden. Der Text wird nur sprachlich verändert. Sehr lange Textpassagen können durch eine Paraphrase zusammengefasst und vereinfacht werden.

    Vergiss dabei niemals die Quellenangabe!