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Wer ist Mephisto? 02:25 min

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Transkript Wer ist Mephisto?

Wer ist Mephisto? Der Name Mephisto ist die Abkürzung von Mephistopheles. In Goethes Tragödie „Faust“ ist Mephisto die Figur des Teufels. Im Christentum zum Beispiel ist der Teufel die Personifizierung des Bösen. Ursprünglich aber war er ein Engel. Weil er gegen Gott rebellierte, wurde er von ihm auf die Erde verbannt. Er war nun ein gefallener Engel. Seitdem gibt es das Böse auf Erden. So zumindest erklärt es diese Religion. Andere Namen für den Teufel sind zum Beispiel „Satan“ oder auch „Luzifer“. In der Zeit vor den Religionen gab es keinen Teufel. In der griechischen Antike zum Beispiel glaubten die Menschen an mehrere Götter. Eine Figur, die allein das Böse symbolisierte, gab es nicht. In Goethes Faust treten Mephisto und Faust jeweils als eine Person auf. Mephisto lügt, intrigiert und tötet. Er ist böse. Faust hat den Anspruch, sich als Mensch moralisch zu verhalten, d.h. gut zu sein. Um Goethes Werk zu verstehen, ist es notwendig, Faust und Mephisto als das Bild eines Menschen zu begreifen. Der Mensch lebt mit einem ewigen inneren Konflikt. Beides, gut und böse, ist in uns. Der Ausspruch: „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.“ gehört zu den bekanntesten Zitaten von Goethes Faust. Die Frage „Wer ist Mephisto?“ hat Goethe klar beantwortet: Er ist Teil eines jeden Menschen.