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Sprache und Denken

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Die Autor*innen
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Tim Weichselfelder
Sprache und Denken
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Sprache und Denken Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Sprache und Denken kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse die Aussagen zu Sprache und Denken zusammen.

    Tipps

    Sagst du immer alles so, wie du es denkst? Sind Sprache und Denken also gleichzusetzen?

    Denken kann auch als bewusstes Überlegen beschrieben werden.

    Lösung

    Unter Denken versteht man eine bewusste Überlegung, weswegen sich Denken vom sinnlichen Wahrnehmen und Fühlen abgrenzt. Zwar kommunizieren auch unsere Sinne Informationen, doch ist dies nicht als eigentliche Sprache zu verstehen. Unter Sprache versteht man also bewusste Äußerungen. Diese werden zwar durch das Denken bedingt, doch kann man Sprache und Denken nicht miteinander gleichsetzen. So kommt man beim Tratschen zum Beispiel auch ganz ohne Denken aus. Studien sprechen dabei von einer Funktionssymbiose, d.h. dass Sprache und Denken zwar nicht identisch sind, sich jedoch ständig aufeinander beziehen und deswegen voneinander abhängen.

  • Beschreibe die verschiedenen Theorien zu Sprache und Denken.

    Tipps

    Symbiose beschreibt den Zusammenhang oder die Verbindung zweier Dinge.

    Die Sapir-Whorf-Hypothese spielt auf die kreative Funktion der Sprache an, da durch Wörter erst die Realität geschaffen wird.

    Lösung

    Es gibt verschiedene Theorien über Sprache und Denken, die beide Einheiten entweder unabhängig voneinander betrachten, identisch sehen oder eine Zwischenstellung in Betracht ziehen. Es gibt die Theorie, dass Sprache und Denken als eine Art Symbiose funktionieren, sie sich demnach zwar ständig aufeinander beziehen, aber doch auch unabhängig voneinander funktionieren. Unabhängig vom Denken beschreibt die Mittlerfunktion, dass Sprache lediglich zwischen dem Denken und der Außenwelt vermittelt, während die Sapir-Whorf-Hypothese der Sprache eine größere Bedeutung zugesteht, da diese die Welt durch Begriffe erst erschafft.

  • Arbeite heraus, wie man beim Umsetzen von Gedanken in die sprachliche Form vorgehen kann.

    Tipps

    Nachdem du die richtigen Wörter für deinen Aufsatz gefunden hast, solltest du diese sammeln und anschließend sortieren.

    Lösung

    Zwar ist das Denken an Sprache gebunden, doch vollzieht sich das Denken nicht immer in grammatischer Form. Vielmehr ist Denken sprunghaft und assoziativ. Deswegen ist die Verschriftlichung von Gedanken auch immer ein Problem und zwingt zum strikten Nacheinander von Handlungsabfolgen. Die drei S, also das Suchen, Sammeln und Sortieren von Begriffen, können dir dabei eine Orientierungshilfe sein, um deine Gedanken, zum Beispiel in Form eines Aufsatzes, zu formulieren.

  • Erkläre, welche Rolle Sprache bei Benjamin Lee Whorf spielt.

    Tipps

    Whorf setzt in seiner Theorie das Denken mit der Grammatik gleich.

    Whorf geht davon aus, dass Sprecher einer Sprachgemeinschaft dieselbe Denkweise teilen.

    Lösung

    Whorf stellt in dem Textauszug die These auf, dass das jeweilige linguistische System, d.h. die jeweilige Grammatik, dazu dient, Gedanken in Sprache zu verwandeln. Dieser Umwandlungsprozess verändert sich jedoch auch immer durch die jeweilige Grammatik. Whorf geht daher davon aus, dass die Sprecher, die sich die gleiche Grammatik teilen auch ähnlich denken. Sprecher einer Sprachgemeinschaft haben demnach eine größere Gemeinsamkeit in den Sichtweisen ihrer Realität als Sprecher unterschiedlicher Sprachgemeinschaften.

    Quelle des Textauszugs: Einecke, Günther (Hrsg.) (2009): deutsch.kompetent. Zielgerichtet zum Abitur. Stuttgart, S. 84.

  • Vervollständige die Merkmale der monistischen und dualistischen Auffassung.

    Tipps

    Eine der beiden Auffassungen geht davon aus, dass Sprache und Denken wie zwei Seiten einer Medaille sind. Sie gehören zusammen und beschreiben dieselben geistigen Handlungen. Nur welche?

    Die dualistische Auffassung wird vor allem von Naturwissenschaftlern vertreten.

    Lösung

    Im Textauszug geht es um die Unterscheidung der monistischen Auffassung und der dualistischen Auffassung von Sprache und Denken. Während die monistische Auffassung die philosophische Lehre von einem einheitlichen Grundprinzip des Seins und der Wirklichkeit vertritt, stellt die dualistische Auffassung heraus, dass es einen Unterschied zwischen Denken und Sprache gibt. Dem Denken wird dabei der Vorrang eingeräumt und Sprache als Mittel zum Zweck klassifiziert.

    Quelle des Textauszugs: Bialkowski, Brigitte (u.a.) (2002): Facetten. Lese- und Arbeitsbuch Deutsch für die Oberstufe. Leipzig, S. 469 [21.12.2017].

  • Untersuche, wie sich der Spracherwerb der Romanfigur Grenouille im Textausschnitt darstellt.

    Tipps

    Der Protagonist Grenouille wird oft mit einem Missverhältnis zwischen dem Reichtum der Gerüche und der Armut seiner Sprache konfrontiert. Was könnte das im Umkehrschluss auf sein Sprechverhalten bedeuten?

    Abstrakt meint hier Dinge, die man nicht greifen kann, die gegenstandslos und theoretisch sind.

    Lösung

    Patrick Süskind stellt in dem Roman „ Das Parfum“ den Spracherwerb des Grenouille dar, der im Gegensatz zu anderen Menschen kaum ein Bedürfnis hat, sich mitzuteilen. Denken und Sprache verlaufen hier völlig unerheblich voneinander, da der Protagonist zwar denkt, dies jedoch nicht durch Sprache zum Ausdruck bringt. Er spricht nur, wenn es absolut notwenig ist. Vielmehr dient ihm persönlich Sprache dazu, Gerüche in Worte zu fassen.

    Quelle des Textauszugs: Einecke, Günther (Hrsg.) (2009): deutsch.kompetent. Zielgerichtet zum Abitur. Stuttgart, S. 86f [21.12. 2017].

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