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Sprache als Mittel der Verständigung 05:52 min

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Transkript Sprache als Mittel der Verständigung

Hi Leute! Ich bin’s, Tim. In diesem Video erzähle ich euch wieder etwas über Sprache - und zwar warum Sprache ein Mittel zur Verständigung ist. Dabei werden wir sehen, woraus eine Sprachgemeinschaft besteht, wie deren Teilnehmer sozial mit Sprache interagieren, und welche Rolle ihre Beziehungen untereinander dabei spielen. Außerdem werde ich kurz auf Unterschiede zwischen gesprochener und Schriftsprache eingehen. Viel Spaß dabei! Jede Sprache hat eine ihr zugehörige Sprachgemeinschaft. Laut Duden sind das bei der deutschen Sprache alle Leute, die Deutsch als Muttersprache sprechen. Allerdings wird Sprachgemeinschaft in der Linguistik auch anders definiert, denn jede soziale Gruppe, die eine eigene Varietät der Standardsprache, d.h. einen eigenen Soziolokt spricht, ist eine Sprachgemeinschaft. Die Sprachgemeinschaft besteht daher nicht nur aus Deutschen, Österreichern und Schweizern, sondern auch aus jeder sozialen Gruppe, die eine gemeinsame Varietät sprechen, wie z.B. die Jugendsprache der Rocker.

Die Sprache schafft innerhalb dieser Sprachgemeinschaft soziale Beziehungen, denn sie vermittelt die Gedanken und Wünsche zwischen mindestens zwei Personen. Nur durch das Zeichensystem der Sprache baust du Kontakt zum Anderen auf. Wie ist die Beziehung der verschiedenen Beteiligten in einer Kommunikationssituation? Es gibt immer zumindest einen Sprecher oder Schreiber und einen Zuhörer oder Leser, also einen, der die Botschaft sendet und einen, der sie empfängt. Durch Sprache tritt der Sender mit dem Empfänger in Kontakt. Er äußert dabei einen Inhalt, in dem es um Sachverhalte, Personen, Gedanken und Wünsche geht. Dadurch, dass er über sie spricht, sind sie unabhängig von Raum und Zeit, d.h. man kann auch über Nicht-Anwesende(s), Abstraktes oder frühere oder kommende Zeiten reden, wie z.B. über einen Streit zwischen Vater und Sohn, selbst wenn dieser vor zwei Jahren im Urlaub stattgefunden hatte. Den Inhalt transportieren wir dabei über sprachliche Zeichen in Form von gesprochenen oder geschriebenen Lauten. Diese Zeichen haben sich über den Lauf der Jahre entwickelt und werden im besten Fall von allen Beteiligten einer Sprachgemeinschaft verstanden.

Wichtig bei der Inhaltsübertragung ist nun auch, in welcher Beziehung Sender und Empfänger zueinander stehen. Dabei stoßen die Absichten, Einschätzungen und Kenntnisse des Senders auf die Erwartungen, Einschätzungen und Kenntnisse des Empfängers. Ersichtlich wird das, wenn du dich in eine Vorlesung in der Uni setzt und nur Bahnhof verstehst, weil du keine Kenntnis des Themas besitzt. Ein anderer Fall ist die Ironie, die man nur verwenden kann, wenn der andere dich einschätzen kann. Denn Ironie äußert sich über eine Verstellung des Sprechers, der aber davon ausgeht, dass der Empfänger die Verstellung wahrnimmt und dadurch dessen Kritik am Inhalt bemerkt.

Die soziale Leistung der Sprache ist also, eine kommunikative Situation herzustellen, in der du dich auf Informationen beziehst, die zeitlich und räumlich nicht anwesend zu sein brauchen. Damit bist du aber nicht nur auf eine bestehende Beziehung zum Anderen angewiesen, du veränderst diese Beziehung durch den Sprechakt auch.

Wichtig ist nun aber auch, welchen Kanal der Übermittlung du wählst: So kannst du dem Anderen entweder mündlich oder schriftlich etwas mitteilen. Die mündliche, gesprochene Sprache ist artspezifisch und natürlich für den Menschen. Wir bilden dabei mit dem Mund Laute, die wir als Kleinkinder meist eigenständig durch Üben und ohne bewussten Unterricht gelernt haben. Die schriftliche Sprache ist hingegen eine kulturelle Erfindung, die jeder Mensch mit viel Mühe erlernen muss. Sie hat allerdings den Vorteil, dass sie Informationen über einen langen Zeitraum unabhängig von seinem Sender speichern kann und damit Technik und Entwicklung fördern kann. Andererseits hat Schriftsprache auch Nachteile. Ihr fehlt die gemeinsame Kommunikationssituation, in der man fragen und antworten könnte, wenn man etwas nicht verstanden hat, und in der man mit Gestik, Mimik und der körpereigenen Stimme die Bedeutungsübertragung unterstützen könnte. Deshalb braucht Schriftsprache viel genauere Regeln, sie ist abstrakter und komplexer als gesprochene Sprache.

Wie war das nochmal? Jede Sprache hat eine Sprachgemeinschaft, die aus den Sprechern einer Sprache besteht. Über das Zeichensystem der Sprache vermittelt der Sprecher oder Sender dem Zuhörer oder Empfänger Inhalte, die unabhängig von Zeit und Raum sind. Wichtig für das Verständnis der Botschaft ist dabei die Beziehung zwischen den beiden Personen, um eine kommunikative Situation herzustellen, z.B. wie gut sie sich kennen, oder wie viel sie beide wissen. Dabei ist auch wichtig, welchen Kanal der Übermittlung du wählst: In natürlich erlernter gesprochener Sprache oder kulturell erlernter Schriftsprache. Schriftsprache hat hier den Vorteil, sehr abstrakt zu sein und Wissen über lange Zeit speichern zu können.

Das wars, fertig, aus, Ende! Ich hoffe ihr hattet Spaß, bis zum nächsten Mal. C ya!