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Rhetorik in Präsentationen 05:02 min

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Transkript Rhetorik in Präsentationen

Hallo, ich bin Robert von "Studenten machen Schule". Heute geht es um Rhetorik. Rhetorik ist die Kunst, das Publikum von sich und dem Inhalt allein durch die Art und Weise des Vortrags zu überzeugen. Und damit das auch bei Präsentationen in der Schule funktioniert, müsst ihr auf einige Dinge achten.   Dazu gehören die Gestik und Mimik, der Blickkontakt, die Stimme, die Sprache und die Körpersprache. Los geht's! Sprechen wird nun über die Gestik und die Mimik. Eine wichtige Regel ist, dass eure Hände immer oberhalb der Hüfte bleiben. So wirkt ihr offen, engagiert und entgeht zudem dem Impuls, die Hände in die Hosentasche zu stecken. Wenn ihr frei vortragt, könnt ihr zum Beispiel den sogenannten Politikertrick anwenden. Dabei werden die Fingerspitzen zusammengeführt. So verhindert ihr nervöse Bewegungen und bündelt die Energie in den Händen. Und elegant sieht das dann auch noch aus. Solltet ihr mit Karteikarten arbeiten, haltet diese doch an den vier Spitzen fest. Wenn ihr dann Argumente mit euren Händen unterstreichen wollt, hält die eine die Karteikarte und die andere nutzt die verschiedenen räumlichen Ebenen zum Argumentieren. Und dabei immer daran denken: freundlich gucken und trotzdem seriös.   Werfen wir nun noch einen Blick auf den Blick. Der Blickkontakt ist unheimlich wichtig, um eine Beziehung zum Publikum aufzubauen. Das Anschauen der Zuhörer fällt vielen nicht so leicht. Versucht es einfach einmal mit dem M-Trick. Zieht mit eurem Blick ein M durch den Raum. So stellt ihr sicher, dass ihr jeden Zuschauer auch wirklich anschaut. Und wenn ihr fertig seid, könnt ihr es ja einmal mit einem W versuchen. Solltet ihr Medien und Karteikarten nutzen, denkt daran, dass diese jeweils nur kurze Aufmerksamkeit von euch bekommen. Hauptsächlich solltet ihr Blickkontakt zu euren Zuhörern halten. Und noch eine Sache: Bitte immer nach vorne schauen. Auch ein schöner Rücken entzückt bei einer Präsentation nicht.   Die dritte wichtige Komponente ist der Einsatz eurer Stimme. Jeder weiß, dass man beim Präsentieren laut, deutlich und verständlich sprechen soll. Darüber hinaus sollte man unbedingt auf ein passendes Tempo achten. Wenn man nervös ist, neigt man oft dazu, zu schnell zu sprechen. Versucht doch, bewusst langsamer zu reden und auf euer Tempo zu achten. Auch Pausen sind keine Schande und können sogar eine Wirkung erzielen.   Von der Stimme kommen wir nun zur Sprache. Eure Sprache muss der Situation entsprechen. Umgangssprache zum Beispiel hat in einer Präsentation genauso wenig verloren, wie übertrieben gekünstelte Intellektualität. Bleibt einfach ihr selbst - aber nicht so sehr "ihr selbst" bei einer Party eines Freundes, sondern eher "ihr selbst" beim Mittagessen mit den Verwandten. Hinzu kommt, dass man durch viel Übung Fülllaute vermeiden kann: "Denn es ist... ähm... nicht so... so... äh... angenehm, eine Aneinanderreihung an Fülllauten ähm... zuzuhören." Also: Ähms, Ähs und Öhs vermeiden.   Ganz zum Schluss dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass auch der eigene Körper bei einer Präsentation im Mittelpunkt steht. Der Rücken ist durchgedrückt, der Stand ist gerade, die Beine parallel. Sucht euch am besten einen festen Standpunkt aus, den ihr nur verlasst, wenn ihr unbedingt müsst, etwa um auf eurem Medium etwas zu zeigen. Das gilt übrigens auch bei Gruppenpräsentationen und auch, wenn nicht gerade ihr selbst, sondern ein Gruppenmitglied präsentiert. Also auch dort: Haltung bewahren.   Zum Schluss bleibt mir noch zu sagen, dass auch bei Präsentationen gilt: Übung macht den Meister. Je öfter ihr vor Gruppen sprecht oder mit Freunden oder der Familie übt, desto sicherer werdet ihr vortragen. Und dabei wünsche ich euch viel Erfolg.

6 Kommentare
  1. Default

    hallo

    Von Claude Schoeffers, vor etwa einem Jahr
  2. %28dp%29 leadpeal gmail.com komprimiert web

    Gute Basics, authentisch.

    Von Urs T., vor mehr als einem Jahr
  3. 74854523786

    echt *

    Von Abdel O., vor mehr als 4 Jahren
  4. 74854523786

    super video! hat mir e ht geholfen :)

    Von Abdel O., vor mehr als 4 Jahren
  5. Default

    vielen dank hat mir geholfen obwohl ich in der 5 klasse bin

    Von Melis@, vor mehr als 5 Jahren
  1. Mh900444859

    Das Video hat mir sehr gut gefallen. Ich würde gerne noch mehr über die Stellung der Hände erfahren.

    Von Vanessa S., vor mehr als 6 Jahren
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Rhetorik in Präsentationen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Rhetorik in Präsentationen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Komponenten, die bei Präsentationen zu beachten sind.

    Tipps

    Erinner dich an die einzelnen Punkte, die im Video angesprochen wurden.

    Lösung

    Bei einer Präsentation solltest du folgende Aspekte beachten: die Gestik und Mimik, den Blickkontakt, die Stimme und Sprache sowie die Körpersprache. Bei einer Präsentation kommt es neben dem Inhalt des Vortrags nämlich entscheidend auch darauf an, wie dieser vorgetragen wird. Dafür ist es mitunter wichtig, den Blickkontakt mit dem Publikum zu halten und die Sprache an die Zuhörer anzupassen. Das hilft dir dabei, eine Beziehung zum Publikum herzustellen und dessen Aufmerksamkeit zu erlangen.

  • Erstelle einen Merktext für das Vortragen von Präsentationen.

    Tipps

    Achte auf die Satzzeichen und auf Signalwörter wie und. Das kann dir schon Hinweise auf die richtige Reihenfolge geben.

    Lösung
    • Die Rhetorik in Präsentationen ist die Kunst, das Publikum von sich und dem Thema durch die Art und Weise des Vortragens zu überzeugen.
    Wichtig bei einer Präsentation ist nämlich, dass es nicht nur darauf ankommt, was du vorträgst, sondern auch, wie du es vorträgst. Das spannendste Thema kann die Aufmerksamkeit des Publikums nicht erlangen, wenn die Form nicht eingehalten wird.
    • Dabei müssen vor allem die Gestik und Mimik, der Blickkontakt, die Stimme und Sprache und die Körpersprache beachtet werden.
    Es geht vor allem darum, eine Beziehung zum Publikum herzustellen, damit es mit der Aufmerksamkeit bei deinem Vortrag bleibt. Schau deine Zuhörer dafür an, rede verständlich und denke daran: Übung macht den Meister.
  • Beschreibe die Mimik und Gestik in Präsentationen.

    Tipps

    Stell dir vor, du würdest einem Vortrag in der Schule zuhören. Welche Aspekte würdest du dir vom Redner wünschen?

    Lösung
    • Die Hände sollten sich immer unterhalb der Hüfte befinden.
    Diese Aussage ist nicht korrekt. Wenn du die Hände unterhalb der Hüften hältst, könnte der Impuls entstehen, sie in die Hosentaschen zu stecken und das würde Langeweile signalisieren, die bei deinem Publikum ankommt. Versuche, dies zu vermeiden, indem du die Hände oberhalb der Hüften hältst. Entweder hast du deine Karteikarten in der Hand oder du verwendest den Politikertrick, indem du Hände zusammennimmst.
    • Karteikarten können am besten an allen vier Ecken gehalten werden.
    Diese Aussage ist korrekt. Um zu vermeiden, dass du vor Nervosität unnötige Bewegungen mit den Händen machst oder sie in die Hosentaschen steckst, halte deine Karteikarten am besten mit beiden Händen fest.
    • Mit dem sogenannten Politikertrick können die Hände ruhig gehalten werden.
    Diese Aussage ist korrekt. Es ist ganz normal, die Hände zu bewegen, wenn man nervös ist. Das würde aber Unruhe vermitteln und vom Inhalt des Vortrags ablenken. Wenn du die Hände vor der Brust zusammenhältst, vermeidest du das.
    • Die Hände sollten nicht bewegt werden, um Argumente zu unterstreichen.
    Diese Aussage ist nicht korrekt. Du kannst gerne deinen Vortrag durch Gestiken unterstreichen, solange es nicht zu übertrieben ist. Das macht ihn natürlicher.
    • Der Blick sollte freundlich und trotzdem seriös sein.
    Diese Aussage ist korrekt. Versuch trotz Nervosität freundlich zu schauen. Das hilft auch dem Publikum, dir gerne zuzuhören.
  • Prüfe die richtige Sprache bei einer Präsentation.

    Tipps

    Welche Aussage konntest du verstehen?

    Selbst wenn die Begriffe korrekt sind, ist eine übertriebene Fachsprache nicht unbedingt von Vorteil.

    Lösung

    Bei einer Präsentation ist es wichtig, die Sprache an das jeweilige Publikum anzupassen. Du solltest darauf achten, dass du Begriffe verwendest, die auch jeder verstehen kann, der sich nicht so gut mit dem Thema auskennt wie du. Eine zu wissenschaftliche Sprache mit sehr vielen Fremdwörtern sorgt dafür, dass das Publikum nicht alles verstehen kann und das Interesse an dem Thema verliert. Versuch während des Vortrags du selbst zu sein. Das hilft sowohl dir beim Vortragen als auch dem Publikum beim Zuhören. Dabei solltest du allerdings umgangssprachliche Begriffe und Füllwörter vermeiden. Gute Alternativen für die Wörter krass oder mega sind zum Beispiel sehr oder extrem.

    Quellen:

    • Der Brockhaus in sechs Bänden (2008): Meteor. Band 4. Brockhaus. Mannheim, S. 401).
    • Sternschnuppen. URL: http://www.kindernetz.de/infonetz/tiereundnatur/planeten/sternschnuppen/-/id=27594/nid=27594/did=28222/zshqk9/ [abgerufen am 18.09.2015].
    • Meteor. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Meteor [abgerufen am 18.09.2015].

  • Bestimme die Empfehlungen für Blickkontakt und Körpersprache während einer Präsentation.

    Tipps

    Erinnerst du dich, was der M-Trick bedeutet?

    Lösung
    • Der Standpunkt während einer Präsentation sollte nur verlassen werden, um beispielsweise etwas auf einem Medium zu zeigen.
    Versuche, unnötiges Herumlaufen während der Präsentation zu vermeiden. Das lenkt vom Thema ab und verhindert im schlimmsten Fall den Blick des Publikums auf deine vorbereiteten Medien.
    • Auch wenn ein Gruppenmitglied präsentiert, sollte die Körperhaltung bewahrt werden.
    Selbst wenn du nicht an der Reihe bist, stehst du vorne und bist im Mittelpunkt der Blicke. Vermeide daher unnötiges Herumgezappel.
    • Der Blickkontakt mit dem Publikum sollte meistens gehalten werden, dabei kann der M-Trick helfen.
    Der Blickkontakt mit dem Publikum hilft, eine Beziehung mit diesem herzustellen und die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu erlangen. Wenn es dir schwer fällt, zeichne mit deinem Blick ein imaginäres M oder W durch das Publikum, so gehst du sicher, dass du jeden einmal angeschaut hast.
    • Wenn Medien oder Karteikarten verwendet werden, sollte der Blick nur kurz auf diese gerichtet werden.
    Wichtiger dagegen ist, den Blickkontakt mit dem Publikum zu halten und nach vorne zu schauen. Wenn du Karteikarten verwendest, notiere dir lediglich Stichpunkte zu dem, was du sagen möchtest, und keine Sätze. So kommst du nicht in die Gelegenheit, alles von der Karte abzulesen.
  • Entscheide, wobei es sich um eine gute Präsentationsweise handelt.

    Tipps

    Bei welcher Variante kannst du die Aussage besser verstehen?

    Welchem Sprecher kannst du am angenehmsten zuhören?

    Lösung

    Bei einer Präsentation ist nicht nur wichtig, was du sagst, sondern auch, wie du es sagst. Daher solltest du darauf achten, wie du deine Stimme und Sprache einsetzt.

    • Präsentation 1: Durch schnelles und hastiges Sprechen kann es passieren, dass du Wörter verschluckst und die Zuhörer nicht alles verstehen können. Außerdem wird der Eindruck erweckt, dass du die Präsentation schnell hinter dich bringen möchtest und selbst nicht am Thema interessiert bist. Das überträgt sich dann auch auf die Zuhörer.
    • Präsentation 4: Wenn du zu leise sprichst, haben die Zuhörer ebenfalls Schwierigkeiten, dich zu verstehen. Sie werden schnell abgelenkt von Nebengeräuschen und können dir nicht folgen, selbst wenn dein Thema interessant ist. Versuche so laut zu sprechen, dass dich jeder in der Klasse hören kann. Wenn du dir unsicher bist, frag den letzten Schüler, in der Reihe, ob er dich versteht und pass deine Lautstärke an ihn an.
    • Präsentation 3: Füllwörter wie ähm oder ein Räuspern tauchen auf, wenn man nervös oder unsicher ist. Du kannst für dich zu Hause deinen Text der Präsentation ein paar Mal durchgehen und laut für dich sprechen. So wirst du sicherer darin, was du sagen möchtest. Und wenn du dich dann während des Vortrags doch noch einmal räuspern musst, ist das auch nicht schlimm.
    Quelle: Der Brockhaus in sechs Bänden (2008): Seepferdchen. Band 5. Brockhaus. Mannheim, S. 720.