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Kinder- und Jugendliteratur 10:15 min

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Transkript Kinder- und Jugendliteratur

Hallo, wie geht es dir? In diesem Lehrfilm möchte ich dir etwas zum Thema Kinder- und Jugendbücher erzählen. Ich habe diesen Film wie folgt gegliedert: Erstens, die Definition, was unter Kinder- und Jugendliteratur zu verstehen ist und welche Textmerkmale Kinder- und Jugendbücher kennzeichen. Punkt zwei, die Geschichte von den Anfängen bis heute. Drittens, welche Gattungen und Genres gibt es in der Kinder- und Jugendliteratur? Und Punkt vier behandelt das Thema: Welche Motivation haben Autoren, für Kinder und Jugendliche zu schreiben? Kommen wir als erstes zur Definition von Kinder- und Jugendliteratur. Es gibt verschiedene Vorstellungen bzw. Ansichten von Kinder- und Jugendliteratur und daher ist es auch schwierig, sich auf eine Definition oder Bestimmung zu einigen. Daher umfasst nach heutigem Verständnis die Kinder und Jugendliteratur sowohl Literatur, die für Kinder und Jugendliche geschrieben wird, als auch andere literarische Werke, die von Kindern und Jugendlichen gelesen werden. Kommen wir nun zu den spezifischen Textmerkmalen von Kinder- und Jugendbüchern. Kinder- und Jugendliteratur sollte zum Beispiel eine gewisse Einfachheit besitzen. Das bedeutet, eine einfache, leicht verständliche Sprache, kurze Sätze und eine unkomplizierte Wortwahl. In Büchern für Jugendliche darf die Sprache natürlich schon etwas schwieriger sein. Im Gegensatz zu Büchern für Kleinkinder. Kinder- und Jugendbücher sollten handlungsorientiert sein, d.h., dass die Geschichte vor allem über die Taten der Figuren erzählt wird. Zudem sollte der Protagonist, bzw. die Hauptfigur der Geschichte ungefähr im gleichen Alter des Lesers sein, damit sich der Leser besser in die Hauptfigur hineinfühlen kann. Kinder- und Jugendbücher haben passende Themen. Themen, die den Kindern und Jugendlichen entsprechen. So zum Beispiel handeln viele Bücher über Freundschaft, Abenteuer, Liebe, alles Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen. Zudem sollten Bücher für Kinder und Jugendliche eine gewisse Bildlichkeit besitzen. Das heißt, das sprachliche Bild führt uns Gegenstände oder einen Sachverhalt oder Gedanken anschaulich vor Augen. Zudem erspart eine bildreiche Sprache viele Worte. Ich erzähle dir nun, Punkt zwei, etwas über die Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur. Seit wann gibt es eigentlich Kinder- und Jugendliteratur? Die Anfänge der Kinder- und Jugendliteratur sieht man im Mittelalter, 8. Bis 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit sollten Kinder vor allem belehrt und zu tugendhaften Menschen erzogen werden. Zu diesem Zwecke bearbeitete man Literatur für Erwachsene und schrieb diese für Kinde und Jugendliche um. Zum Beispiel Fabeln und Heldensagen. Ein berühmtes Beispiel sind die Fabeln von Aesop. Im Spätmittelalter, Mitte 15. Jahrhundert, wurde der Buchdruck erfunden. Zu dieser Zeit wurden sogenannte „Hornbücher“ für Kinder und Jugendliche produziert. Das waren ABC Täfelchen oder Buchstabentafeln, die als Lernhilfe genutzt wurden. Zu der Zeit der Renaissance, im 16. Jahrhundert, wurden zum ersten Mal Märchen für Kinder und Jugendliche geschrieben, so zum Beispiel von Straparola oder Perrault. Zur Zeit des Barocks, im 17. Jahrhundert, kamen Volksbücher auf den Markt. Zum Beispiel das erste Volksbuch für Kinde rund Jugendliche, es hieß „Orbis pictus“ von Comenius von 1658. Zur Zeit der Aufklärung, im 18. Jahrhundert, sollten in allen Kinder- und Jugendbüchern der Nutzen, also die Bildung, mit dem Vergnügen, also der Unterhaltung verbunden werden. So zum Beispiel das Buch von J.H. Campes „Robinson der Jüngere“. Die Romantik im 19. Jahrhundert wandte sich in besonderer Weise den Kindern zu. Es wurden viele Märchen geschrieben, zum Beispiel die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm oder H. Hoffmanns „Struwwelpeter“. In der Zeit der Weimarer Republik von 1918 bis 1933 kam es zu der Abkehr der erzieherischen Botschaft in Kinder- und Jugendbüchern. Zu dieser Zeit wurden viele Abenteuererzählungen geschrieben. So zum Beispiel „Winnetou“ von Karl May. Zu der Zeit der neuen Sachlichkeit, frühes 20. Jahrhunderts, kam es zur Hinwendung zur Realität. Es kamen viele Mädchenbücher auf den Markt, zum Beispiel „Nesthäkchen“ von Else Uri. Kommen wir zur Zeit des Nationalsozialismus, also des zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde für der Kinder und Jugendlichen Propagandaliteratur geschrieben, zum Beispiel der „Hitlerjunge Quex“, 1932. Man versuchte natürlich so, den politischen Gedanken auch den Kindern zu vermitteln. In der Nachkriegszeit waren viele ausländische Kinderbuchhelden beliebt. So zum Beispiel „Pippi Langstrumpf“ oder „Der kleine Prinz“. Zu dieser Zeit war auch sehr beliebt der „Räuber Hotzenplotz“ von Ottfried Preußler. Sind wir nun schon in der Gegenwart angekommen. Jeder kennt die „Harry Potter“ Bücher von J.K. Rowling und viele, viele mehr. Welches ist denn dein Lieblingsbuch? So, in Punkt drei schauen wir uns einmal an, in welche Gattungen und verschiedene Genres sich Kinder- und Jugendbücher einteilen lassen. Bei den Gattungen unterscheidet man Bilderbuch, das sind Bücher für Kleinkinder, also ein bis drei Jahre, mit entweder nur Bildern, oder ganz wenig Text dazu. Dann gibt es noch die Gattung Kinderbuch, die sind ungefähr für das Alter zwei bis zwölf Jahre. Einerseits sind diese Kinderbücher für Kinder, die schon selbst lesen können, also Schul- bzw. Vorschulkinder, aber auch für die Kinder, die von Eltern vorgelesen bekommen. Und das Jugendbuch, welche meist für Kinder bzw. Jugendliche ab dem Alter von 12 oder 13 Jahren empfohlen werden. Bei den Genres für Kinder- und Jugendliteratur gibt es unterschiedliche Einteilungen. Ich habe diese Einteilung übernommen: Man teilt ein in Comics, z.B. „Micky Maus“ und Abenteuerromane, z.B. „Harry Potter“. In Lyrik, beispielsweise die Erzählungen von Wilhelm Busch, z.B. „Max und Moritz“, in Sachbücher, z.B. die „Was ist Was?“ Bücher, in Autobiografien, das Buch von Erich Kästner „Als ich ein kleiner Junge war“, in Märchen beziehungsweise Fantasiegeschichten, zum Beispiel „Hänsel und Gretel“ von den Gebrüdern Grimm, in Krimis, wie z.B.„TKKG“ oder „Die Drei ???“. Aber auch Liebesgeschichten, z.B. von Peter Härtling „Ben liebt Anna“ und Jahr- und Sammelbücher. Vielleicht kennst du zum Beispiel noch das neue Universum, aber bestimmt hast du auch schon mal ein Stickerbuch gehabt. Sind wir nun bei Punkt vier. Welche Motivation könnten Autoren, also Erwachsene, haben, Kinder- und Jugendbücher zu schreiben? Vielleicht möchten sie mit ihren Geschichten die Fantasie der Kinder und Jugendlichen anregen oder die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördern bzw. unterstützen. Auf Fehlentwicklungen und Missstände in der Welt hinweisen, oder einfach nur ihre eigenen Gedanken und Ideen den Kindern und Jugendlichen mitteilen. Vielleicht hast du ja auch noch eine Idee. Nun sind wir auch schon am Ende und denk daran: Lesen macht schlau! Also viel Spaß beim nächsten Buch. Tschüss, bis bald